Schmitti
Aktives Mitglied
Hallo,
nachdem letztes Jahr mein 20x88 Glas durch einen Sportsfreund getötet worden war, erwarb ich via Forum ein TS 70mm mit 90° Einblick.
Leider war ich nicht wirklich glücklich, denn ich sah regelmäßig Doppelbilder. Die Okulare etwas zurecht rücken oder zu drehen, schaffte nur kurzfristig Abhilfe. Zwischenzeitig suchte ich den Fehler bei mir; mit meinen "normalen" Ferngläsern aller Größen hatte ich aber keine Probleme.
Auch das 20x88 musste ich seinerzeit einmal justieren. Bei dem musste man das Okular Gehäuse öffnen, um an die Justierelemente der Prismen zu kommen. Stimmte dann alles, hieß es alles wieder zusammen zu bauen; danach stimmte es dann nicht mehr. Damals habe ich mir Wochen lang einen Wolf justiert, bis ich mit dem Ergebnis endlich zufrieden war.
Auch hier im Forum wurde schon zu recht gefragt, warum man solche Gläser nicht von außen justieren kann. Jetzt war ich es leid, und so entstand die Idee für diese Justiereinrichtung. Bei der Realisierung half mir unser Vereinsmitglied Christian, der hat im Gegensatz zu mir geschickte Hände und eine prima Werkstatt.
Wie funktioniert das ganze? Problematisch ist bei meinem Glas offensichtlich die linke Okularaufnahme. Da hat der Ring, der das Okular klemmen soll, offensichtlich irgendwann einen Schlag mitbekommen und verkantet das Okular, wenn man es festklemmt. Die Vorrichtung besteht aus einem Abschnitt 50mm Abflussrohr (40mm). Dieses ist längs geschlitzt und lässt sich über den Ring zur Okularklemmung schieben. Dort wird es durch eine Schlauch Schelle fixiert. Die 4 Justierschrauben sind Nylon Schrauben 4x40, das Gewinde ist in die Rohrwand geschnitten.
Gestern Abend ging es dann ans Justieren und ich war nach wenigen Minuten mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Es folgte eine ausführliche Beobachtung von Jupiter, Orion Nebel, einigen Doppelsternen und Plejaden. Keine Doppelbilder, 3 Sterne im Trapez, ordentliche punktförmige Sterne waren der Lohn der Arbeit.
Das ganze sieht noch etwas rudimentär aus. Sicher ließe sich mit einem 3D Drucker eine schicke Variante schaffen. Schaun wir mal.
Mit ca. € 7,- Materialkosten war ich dabei; Christians Mithilfe ist wie immer unbezahlbar.
Vielleicht regt das Gebastel ja zur Nachahmung an.
CS Gerhard
nachdem letztes Jahr mein 20x88 Glas durch einen Sportsfreund getötet worden war, erwarb ich via Forum ein TS 70mm mit 90° Einblick.
Leider war ich nicht wirklich glücklich, denn ich sah regelmäßig Doppelbilder. Die Okulare etwas zurecht rücken oder zu drehen, schaffte nur kurzfristig Abhilfe. Zwischenzeitig suchte ich den Fehler bei mir; mit meinen "normalen" Ferngläsern aller Größen hatte ich aber keine Probleme.
Auch das 20x88 musste ich seinerzeit einmal justieren. Bei dem musste man das Okular Gehäuse öffnen, um an die Justierelemente der Prismen zu kommen. Stimmte dann alles, hieß es alles wieder zusammen zu bauen; danach stimmte es dann nicht mehr. Damals habe ich mir Wochen lang einen Wolf justiert, bis ich mit dem Ergebnis endlich zufrieden war.
Auch hier im Forum wurde schon zu recht gefragt, warum man solche Gläser nicht von außen justieren kann. Jetzt war ich es leid, und so entstand die Idee für diese Justiereinrichtung. Bei der Realisierung half mir unser Vereinsmitglied Christian, der hat im Gegensatz zu mir geschickte Hände und eine prima Werkstatt.
Wie funktioniert das ganze? Problematisch ist bei meinem Glas offensichtlich die linke Okularaufnahme. Da hat der Ring, der das Okular klemmen soll, offensichtlich irgendwann einen Schlag mitbekommen und verkantet das Okular, wenn man es festklemmt. Die Vorrichtung besteht aus einem Abschnitt 50mm Abflussrohr (40mm). Dieses ist längs geschlitzt und lässt sich über den Ring zur Okularklemmung schieben. Dort wird es durch eine Schlauch Schelle fixiert. Die 4 Justierschrauben sind Nylon Schrauben 4x40, das Gewinde ist in die Rohrwand geschnitten.
Gestern Abend ging es dann ans Justieren und ich war nach wenigen Minuten mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Es folgte eine ausführliche Beobachtung von Jupiter, Orion Nebel, einigen Doppelsternen und Plejaden. Keine Doppelbilder, 3 Sterne im Trapez, ordentliche punktförmige Sterne waren der Lohn der Arbeit.
Das ganze sieht noch etwas rudimentär aus. Sicher ließe sich mit einem 3D Drucker eine schicke Variante schaffen. Schaun wir mal.
Mit ca. € 7,- Materialkosten war ich dabei; Christians Mithilfe ist wie immer unbezahlbar.
Vielleicht regt das Gebastel ja zur Nachahmung an.
CS Gerhard


