Auswahl eines Einsteiger-Reflektor 130/650

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mavo0013

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Hallo,

nach längerer und wirklich sehr hilfreicher Beratung (Tausend Dank dafür!) in diesem Thread, habe ich mich als mein erstes Teleskop für ein 130/650er Reflektor entschieden.
(Vorgaben waren Transportierbarkeit, Planeten und auch DS möglich)

Ich werde wenns zeitlich passt sicher auch zu dem ITV-Treffen gehen - erscheint mir sehr sinnvoll. Ob ich aber solange ohne Kauf durchhalte, steht in den Sternen :)

Daher nochmal eine Frage zur Auswahl eines geeigneten Gerätes: Ich habe jetzt letztendlich 3-4 Varianten gefunden, die interessant sind (die Shops sind nur Beispiele, keine Ahnung wo ich kaufen soll/werde):

1) Skywatcher Heritage

2) Ein Skywatcher
a) Skywatcher Teleskop N 130/650 Explorer , dann vermutlich mit EQ3

Ist dieser hier der gleiche??? Ist nämlich viel billiger...
b) Skywatcher 130/650

Und dieser? Der gleiche wie a)? Sehr verwirrend für mich, diese inkonsistenten Bezeichnungen...
c) Skywatcher 130/650

3) Dann gibts da noch einen Skywatcher, aber in schwarz?? Ist das der Nachfolger? Auf der offiziellen Skywatcher Seite findet man nur noch diesen
Skywatcher 130/650

4) Und dann gibt es noch 2 Geräte von Celestron - auch hier keine Ahnung, ob das das gleiche Gerät ist, aber der Preisunterschied ist sehr groß!

a) Celestron 1

b) Celestron 2

Meine Fragen:
Könnt Ihr etwas Licht in dieses (für mich) Dunkel bringen? Welches Gerät würdet Ihr empfehlen? Liege ich mit der EQ3 richtig? Eine Rockerbox würde ich evtl. nachträglich selbst bauen (bzw. Opa meiner Frau bauen lassen :) ) Kann man da das Gerät dann auch befestigen?

Edit:
Sorry, gleich noch ne Frage zusätzlich hinterher: Manche dieser Geräte haben einen Leuchtpunktsucher. Taugt das was? Oder besser nur ein normaler Sucher?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Nach all dem, was ich vom Heritage gelesen habe, rate ich davon ab: Zu klapperig und für hohe Vergrößerungen schlecht geeignet.
Die Skywatcher- und Celestron-Fernrohere könnten optisch besser sein, mechanisch gibt es nicht so viele Probleme am Tubus. Schwachpunkt ist bei allen die unterdimensionierte Montierung. Visuell kann man eventuell damit arbeiten, aber eigentlich gehort eine EQ3 drunter. Oder du baust dir zu einem nackten Tubis selbst eine Rockerbox.
 
hi

wenn du günstig weg kommen willst, musst dudir am besten angebote machen lassen und zubehör mal genau vergleichen.
das von deadlock hat in der tat den vorteil, fdass du zur übersicht ein weitfeld 2" okular verwenden kannst. dann siehst du bei der gleichen vergrößerung im gegenteil zum 1,25" mehr von dem wahren himmel, was dir die suche erleichtert. ob der 1/10 übersetzer echt nötig ist? ich hab einen und es ist leichter bei hoher vergrößerung zu fokussieren. bei schwacher verg. relativ egal. für geringen mehrpreis würd ich das kaufen. es geht aber auch ohne.
evtl versuchen, den normalen sucher gegen ein lps oder telrad tauschen. die normalen sucher sind in der tat speziell.
ich denke nicht, dass sich die teleskope sehr unterscheiden. deswegen wie gesagt aufs zubehör bzw ausstattung achten. bei den okualaren auf die qualität achten, bzw direkt gegen bessere tauschen.

so ab in den himmel

bye michael
 
Hi Volker,

das von Deadlock empfohlene ist das beste Gerät mit den beschriebenen Besonderheiten. Definitiv eine Kaufentscheidung ist dabei der 2" OAZ, denn du kannst - wie ja schon geschrieben wurde - noch größere Felder mit noch größeren Okularen erreichen... ein Genuss... Auch die 1/10-Untersetzung: echt Luxus, aber geil. Möchte ich nicht mehr missen.

Dennoch ist der Preis ohne Montierung! Versuche unbedingt, mindestens eine EQ3 oder NEQ3 zum Paketpreis zu bekommen. Schnack mal mit den Händlern Astroshop oder TS darüber...

Das Problem bei den normalen Händlerkomplettangeboten ist stets die Montierung. Alle von dir genannten 130/650 sind baugleich, haben aber mit der EQ1 oder EQ2 eine nicht ausreichende Montierung. Lass davon die Finger weg, die machen keinen Spaß. Also entweder du nimmst einen Celestron oder Skywatcher, aber tausche statt der angebotenen EQ´s die EQ3 (oder besser NEQ3) gegen Mehrpreis hierfür ein. Meist sind in den Paketen schon 1 oder 2 Okulare und einen Sucher dabei... lasse dir einen Preis machen.

Bei dem Teil von Deadlock musst du dir ein eigenes Paket schnüren lassen. Den 130 PDS, eine NEQ3, 3 Okulare (32mm 2", 12mm 1,25", 8mm 1,25" oder ähnlich) wäre ein Top-Einstieg ins Vergnügen. Dazu noch einen Rigel oder Telrad-Sucher sowie ein wenig Lektüre...

Bei dieser Lösung bist du dann allerdings auch schon ein paar mehr Euros los, hast dann aber schon was Feines... Aber die Standardteile mit EQ3 reichen auch zum Start, wenn nicht mehr Geld ausgegeben werden soll.


Klare Nächte


Logi
 
Hi Volker,

so ein 130/650 er Newton ist ne feine Sache, ich hab u.A. den größeren Bruder (150/750). :)

Wenn Du die Montierung vom Stativ wegmachst und die biegsamen Wellen abschraubst, kannst die von hinten vermutlich unter den Beifahresitz schieben, oder zumindest im Fondfußraum unterbringen. Dann sind Tubus und Stativ etwa gleich lang und lassen sich prima in Lücken im Kofferraum unterbringen.

Die 3 Skywatchers sind die selben Teleskope. Die Preisunterschiede liegen an den Margen, die die einzelnen Shops einkaufen, am Zubehör (unterschiedliche Okulare, verschiedene Sucher) und der Gewinnspanne, die die Händler mit dem Teil haben möchten...

Der schwarze ist als Fotonewton gedacht. Auch der von Deadlock verlinkte ist ein Fotonewton. Die Montierung, die zum Fotografieren da drunter gehört, ist aber eine ganz andere Preisklasse. An Astrofotografie solltest jetzt noch net denken. Wenn Du mal den Wunsch nach Deepsky Fotos hast, fängst auch net gleich mit Fotografieren durch ein Teleskop an. Da sind Teleobjektive huckepack auf der Montierung eher angesagt...

Ich würde an Stelle des nicht wirklich tauglichen 6x24 Suchers den Leuchtpunktsucher bevorzugen. Damit kommst als Anfänger besser klar. Mit der EQ3 liegst richtig :)

 
Hi!

Zitat von mavo0013:
2) Ein Skywatcher
a) Skywatcher Teleskop N 130/650 Explorer , dann vermutlich mit EQ3

Ist dieser hier der gleiche??? Ist nämlich viel billiger...
b) Skywatcher 130/650

Und dieser? Der gleiche wie a)? Sehr verwirrend für mich, diese inkonsistenten Bezeichnungen...
c) Skywatcher 130/650

3) Dann gibts da noch einen Skywatcher, aber in schwarz?? Ist das der Nachfolger? Auf der offiziellen Skywatcher Seite findet man nur noch diesen
Skywatcher 130/650
Alle vier mehr oder minder gleich.

Beide baugleich.

Und alle sechs dürften ihre Optik aus der gleichen Fabrik erhalten - Skywatcher ist praktisch die Eigenmarke des chinesischen Herstellers Synta, welche wiederum weitere Firmen beliefern, auch den vor Jahren aufgekauften amerikanischen Hersteller Celestron.

Liege ich mit der EQ3 richtig? Eine Rockerbox würde ich evtl. nachträglich selbst bauen (bzw. Opa meiner Frau bauen lassen :) ) Kann man da das Gerät dann auch befestigen?

Mit der EQ-3 liegst Du richtig, inzwischen bekommt man meist die NEQ-3, an welche Du das Teleskop nur mit einer Prismenschiene bekommst. Die kostet aber nicht die Welt.

Sorry, gleich noch ne Frage zusätzlich hinterher: Manche dieser Geräte haben einen Leuchtpunktsucher. Taugt das was? Oder besser nur ein normaler Sucher?
Ein 5x24 oder 6x24 ist meistens eher schlecht und manchmal abgeblendet, da ist der Leuchtpunktsucher vermutlich besser. Zumindest die Skywatcher haben aber einen Vixen-Standardschuh, und da passen auch andere Sucher hinein. Mit meinem 6x30 bin ich im Großen und Ganzen zufrieden, da man damit viele Objekte nicht nur suchen, sondern tatsächlich finden kann.

Grüße

fquadrat
 
Hi!

Zitat von Sternenfee123:
Sieht nicht danach aus. Es steht zwar etwas von einer Anschlußmöglichkeit an den Okularauszug, aber der ist prinzipiell der gleiche wie bei den drei blauen Exemplaren. Die beworbene "minimale Abschattung durch den Fangspiegel", also kleine Obstruktion, paßt auch nicht zu einem Fotoinstrument.

Grüße

fquadrat
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Deadlock,

der schwarze Newton, den du verlingt hast, das ist ein Fotonewton. Man rechne mal die Obstruktion aus, wenn ein 130mm Newton einen 47mm Fangspiegel (kl. Achse) hat. Das sind ca. 36%, welche fotografisch ausgeglichen werden können, visuell aber nachteilig sind. Auch der Backfokus ist fotografisch fein, aber visuell nutzlos - wenn nicht indirekt nachteilig (Verlängerungshülse, großer FS).

Einzig mechanisch sieht es lt. Beschreibung besser aus.

CS,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

danke für die neuerlichen Tipps. Das von Deadlock verlinkte Teleskop fällt leider aus, da zu teuer, sohergesehen mache ich mir keine weiteren Gedanken um seine Obstruktion (aber danke für den Hinweis, Stefan).

Status Quo: Es wird wohl ein Gerät aus den genannten und verlinkten Punketn 2 oder 3 werden (siehe ganz oben)

Was ist denn mit dem anderen schwarzen Teleskop (Option 3 oben)? Ist das ebenfalls besser für Fotografie als für visuelle Beobachtung geeignet?? Und was heißt überhaupt "für Fotografien" - kann ich da einfach meine Digicam dranschnallen und abrücken?? (Gelegentlich sieht man ja solche Fotos, nicht überragend, aber trotzdem nett...) Gibts da dann eine Befestigung?

Viele Grüße,
Volker



Gruß Volker
 
Hi,

Stefan hat Recht, dies ist ein spezialisierter Fotonewton mit größeren Fangspiegel und verlängertem OAZ. Ich denke, unser Threadstarter wäre aber selbst bei einer Obstruktion von 35% mit dem visuellen Ergebnis zufrieden. Hier punktet für mich insbesondere der 2" OAZ.

TS hat auch bei meinem 6" GSO - auch ein optimierter Fotonewton - auf meinen Wunsch einen etwas kleineren Fangspiegel eingebaut - ohne Mehrkosten. Wenn es also wegen dem 2" OAZ der schwarze Newton werden soll, würde ich mal mit dem Händler reden...

Aber wie gesagt, reichen auch die anderen, normalen Newtons mit 1,25" OAZ für den Anfang... aber wie gesagt bitte mit EQ3/NEQ3.

CS


Logi
 
Hi,
Die Frage ist ja mit welchen Obstruktionswerten man sich bei den anderen Newtons herrumplagen muss. Die GSO haben ja Standard 33% Obstruktion.
Eine EQ3 müsste es sicher shcon sein, allerdings sollte man nicht vergessen dass die auch ihr Gewicht hat. Zusammen mit stativ 6,5kg. Dazu kommen noch Gegengewichte und das Teleskop.


Gruß Deadlock
 
Wie gesagt, der Newton mit dem 2"-Okular ist preisbedingt raus...

EQ3 ist gesetzt - Gewicht ist mir eigentlich egal, nur die Größe ist wichtig. Ich verlass mich jetzt einfach mal darauf, dass so ein Stativ zusammengeklappt eine längere "Stange" wird, und die Montierung unter dem Rücksitz verstaubar ist - somit sollte die Urlaubstauglichkeit gegeben sein, und möglicherweise sogar besser als beim Dobson, weil auseinanderbauen wollte ich den nicht jedes Mal, wenn ich wegfahre...

Könnt Ihr mir zu den Fragen zum schwarzen Skywatcher was sagen (siehe meinen vorigen Post)? Ich werd da nicht schlau...

Und noch eine Frage: vom Heritage bin ich in erster Linie wegen des Justierens weggekommen - wie ist das denn bei den "normalen" 130/650ern? Ähnlich aufwändig? Brauche ich dafür Zubehör?
 
Hallo Deadlock,

eine parallaktische Montierung hat ihre Maße und auch Gewicht, wenn der ganze Krempel betrachtet wird. Die müssen transportiert und aufgebaut werden. Nach meiner ganz persönlichen Sicht macht dass Sinn, wenn

- erste Erfahrungen gesammelt werden sollen und ein günstiges Paket eben mit EQ zu bekommen ist.
- diese Montierung bewusst gewollt wird, um einfach nachführen, oder kleinere Gerät auf dem Feld nutzen zu können
- eine motorische Nachführung gewünscht wird

Letztere macht den Krempel noch zahlreicher und den Aufbau ein bisschen langwieriger.

Aber: Ein 130/650 auf einer Rockerbox benötigt schon ein Untergestell (z.B. stabilen Tisch) oder eine hohe Rockerbox. Auf dem Feld ist beides unhandlich, wie ich finde.
Auf der Terrasse mag es andere Möglichkeiten geben.

CS,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von mavo0013:
Und noch eine Frage: vom Heritage bin ich in erster Linie wegen des Justierens weggekommen - wie ist das denn bei den "normalen" 130/650ern? Ähnlich aufwändig? Brauche ich dafür Zubehör?

jedes newton (dobson sagt eigentlich nur was über die montierung. ist aber immer ein newtonteleskop) muss justiert werden! es gibt aber sicherlich unterschiede zur justagestabilität, also wie schnell es sich wieder verstellt. da das heritage als nicht so stabil bezeichnet wird, denke ich wird da wohl etwas dran sein.
newtons werden mit justierokular (filmdose mit loch) einem cashire oder justierlaser justiert. alle haben da wieder vor und nachteile.

bye michael
 
Hi,

der von VegaOptics angebotene, schwarze Newton ist nicht der Fotonewton, den Deadlock gepostet hatte, sondern ein weiteres Standardmodell, offenbar in schwarz. Hier läßt sich nur vermuten, dass es sich um eine alte Abbildung handelt oder um ein Systembild oder um eine Sonderlackierung... die Farben der Produkte ändern sich von Zeit zu Zeit. Ich behaupte somit, dass alle hier behandelten 130/650er baugleich sind mit Ausnahme des Fotonewtons von Deadlock!

Nur zur Info: es geht um Fotooptimierungen für DSLRs, die ohne Objektive und Okulare direkt auf den Kamerachip aufnehmen. Die Kamerachips liegen auf einer anderen Bildebene als Okulare (weiter hinten), sodass man mit normalen OAZ bei der DSLR nicht in den Fokus kommt. Daher haben diese Fotonewtons einen etwas nach hinten verlegten Fokus durch einen längeren OAZ (und manchmal sogar durch einen etwas weiter vorn angebrachten FS). Mit Okularen ist man dann gezwungen, eine Verlängerungshülse zu nutzen, um in den Fokus zu kommen.

Die FS-Größe ist bei Fotonewtons größer, damit auch die neuen, großen Vollformat-Chips der modernen Kameras voll ausgeleuchtet werden, visuell wäre dies nicht nötig. Anders herum erhöht sich durch den größeren FS auch dessen Abdeckung in der Lichtöffnung, was man visuell natürlich gar nicht möchte. Vergiss das dann mal wieder mit den Fotospezialisten, war ja eh zu teuer...

Mit der normalen Knipsdigicam kannst du über sog. Digiklemmen auch Fotos machen und zwar durch das Okular hindurch.. beim Mond ist da schnell auch Brauchbares dabei, aber erwarte keine Spitzenfotos: dazu braucht man Spitzenmaterial von A-Z!

Justage ist immer ein Thema bei jedem Newton... beim Heritage wirkt die ganze Konstruktion aber so zerbrechlich, dass insbesondere die Justagestabilität bezweifelt werden muss. Ansonsten wirst auch du einen Newton justiert bekommen, dies sollte nicht der Grund sein, keinen Newton zu nehmen. Ich gehe sogar soweit zu sagen, lass dich dadurch nicht verunsichern. Justieren bekommen Tausende von Newtonbesitzern hin, damit würde ich mich erst beschäftigen, wenn das Teil zu Hause steht und man sehen kann, welche Schrauben für was gedreht werden müssen.


CS

Logi

 
Danke Logi, das war sehr aufschlussreich! Wie gesagt, mal ne Digicam ans Okular zu machen und abzudrücken ist nett, aber mehr will ich erstmal gar nicht. Und selbst das ist mir nicht so wichtig.

Filmdose mit Loch klingt sehr preiswert :) Also brauche ich erstmal kein Zubehör zum Justieren?

Wegen des BlackDiamonds im Unterschied zum blauen Teleskop: Auch bei dem verlinkten schwarzen von vegaoptics steht was von "Foto-Anschlussmöglichkeit". Hat er dann vielleicht doch auch die von Logi erwähnten Anpassungen für Fotos (die visuell evtl. nachteilig sind)?

Die endgültige Frage wäre also Skywatcher 130/650 in blau oder schwarz...
 
Hi

Nein, der ist kein Fotospezialist. Kriterium sind der verlängerte 2" OAZ und der vergrößerte FS! Die hat der schwarze nicht...

Also freie Auswahl zwischen schwarz und blau. Frage aber direkt bei den Händlern zu Paketpreisen mit EQ3 und möglichst noch ein paar Okularen.

Zum Justieren reicht die Filmdose mit Loch; die Justage besteht aus drei Schritten und die ersten beiden lassen sich nur mit einem Laser allein ohnehin nicht bewerkstelligen. Laser hilft nur beim dritten Schritt (HS auf FS ausrichten) in möglicher Dunkelheit, ansonsten kann man auch hierfür auch die Filmdose mit Loch nehmen oder ein Cheshire...

Mein Tipp aber nochmal: alle Justagebeschreibungen, die man findet, sind prima. Aber so richtig versteht man sie erst, wenn man die beteiligten Elemente wirklich selbst vor sich sieht. Dann begreift man das Procedere sehr schnell. Bestell dir mal eine Einblickhilfe mit Loch für 2,95 Euro beim Händler gleich mit, dann bist du wenigstens sicher, dass das Loch auch in der Mitte ist (das ist nämlich wesentlich).

CS


Logi
 
Hi Volker,

vorneweg, ich hab im letzten Posting Mist verzapft. Der Black-Diamond ist kein Fotonewton. Sorry. :blush:

Wenn Du irgendwann mal mit dem Newton tagsüber Sonne oder Naturbeobachtung machen möchtest, bietet sich die hellblaue Lackierung an. Da wird das Metall vom Tubus net so warm wie beim schwarz lackierten Teil. Ein "warmer" Tubus macht im Tubus Luftturbulenzen, das Bild im Okular wird unscharf. ;( ...

Zu den Maßen:

- das Stativ der EQ3 hat oben den Kopf, auf den die Montierung draufgeschraubt wird. Der Kopf hat nen Durchmesser von rund 15 cm. Die 3 Füße kann man ausziehen. Zusammengeschoben und zusammengeklappt wie ein Regenschirm für den Transport ist es etwa 60-70 cm lang. Du hast also ein "Paket" mit 15 cm Durchmesser, max. 70 cm lang, das kannst wirklich gut in jede Lücke im Kofferraum stopfen.

- die Montierung ist ohne die rangeschraubten biegsamen Wellen auch sehr klein. Etwa 12 cm hoch, 20 cm lang und 15 cm breit. Kann man in eine flache Pappschachtel mit ein bissy Schaumstoff zum Polstern legen und unter den Sitz schieben. Die Maße hab ich jetzt blos geschätzt, ich hab keine da, wo ich das mit dem Meterstab genau abmessen könnte.

- für das restliche Zubehör (Gegengewichtstange, Gegengewicht, biegsame Wellen, Okulare, Rotlichtlampe) würde ich nen Werkzeugkoffer aus Plastik aus dem Baumarkt zweckentfremden. Der paßt in den Fond-Fußraum. Dann hast alles beisammen und vergißt nix. ;)


 
So, ich habe jetzt mal beim Händler angefragt, was den diese Fotovorrichtung beim BlackDiamond ist... Mal sehn.

Dann bliebe nur noch ein Thema, und zwar: Welches Zubehör wäre denn sinnvoll? Bücher, Sternenatlas etc. sind klar, das habe ich schon öfter gelesen. Auch das mit der rotbeklebten Taschenlampe (vermutlich zwecks Vermeidung von Helligkeit fürs Auge?). Aber was wäre sonst sinnvoll? Ca. 50-80 € würde ich noch investieren, denke ich (nicht viel, ich weiß).

1) Sucher:
Es gibt Varianten des Teleskops mit Leuchtpunktsucher und mit "normalem" Sucher. Was ist denn für den Anfänger besser?

2) Okulare:
Dabei sind ja in der Regel Super 10 mm und 25 mm.
a) Bei einem Angebot auch ein Barlow. Das Barlow fand ich interessant, weil es ja die Vergößerung erhöht. Oder soll ich besser ein 3,6 mm Okular kaufen?
b) Lohnt sich ein Übersichtsokular 32 mm? Oder ist das 25er erstmal ausreichend, und ein anderes Okular wäre sinnvoller?
c) Lohnt sich ein günstiges Zoomokular, um flexibler zu sein?

3)Filter:
Man liest immer wieder von "Mondfiltern" und "Nebelfiltern". Brauche ich da was?

4) Braucht man etwas, um den Himmelspol zu finden bzw. danach auszurichten? Ich habe mal etwas von Polsuchern gelesen - oder ist das in der Montierung integriert?

5) Sonstiges:
Brauche ich noch etwas? Ich vermute mal, dass es die Filmdose bei ebay etc. gibt... Habe ich etwas vergessen?

Generell kann ich ja immer noch Sachen nachkaufen, aber für den Anfang sollte eben möglichst alles in der angegebenen Preisspanne liegen. Ich muss ja auch noch das Upgrade auf das EQ3 machen...
 
Hallo,

Naja, irgendetwas zum Justieren brauchst Du schon. Laser ist zwar nicht der Weisheit letzter Schluß, aber damit geht´s ganz gut.
Tip: Kauf dir gleich eine richtige Rotlichtlampe, am besten dimmbar. rot beklebte Taschenlampen sind nur ein Provisorium.
Okulare: Ich würde erst mal mit den vorhandenen anfangen. Kauf dir lieber was hochwertiges, wenn in ein paar Monaten wieder Geld und v. das Wissen da ist, was man wirklich braucht. Vielleicht kennst Du ja den Spruch noch nicht: "Teleskope wechseln, Okulare bleiben." Also wenn schon, dann was Richtiges.
Nebelfilter: Ist schon zu empfehlen, aber der sprengt Dein Budget. OIII-Filter ist toll an planetaren Nebeln u. a.

Ich würde die 80€ z.B. in Rotlichtlampe, Justierlaser, Karkoschka investieren und einen Leuchtpunktsucher statt dem normalen nehmen.

Gruß,
Tilo
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi

1) Sucher:
Da finde ich grad am Anfang den Leuchtpunktsucher besser - man sieht den Himmel drumrun. Allerdings deutlich weniger Sterne als in einem guten Sucher (ab 30mm brauchbar, ab 50mm 'gut', vereinfacht gesagt). Das machts einerseits einfacher, andererseits sind manche Objekte nicht ganz so einfach zu finden, wenn in der Nähe kein unbewaffnet zu sehender Stern ist. Meist kein Problem - bei gutem Himmel und großen Feldern wie sie mit 650mm möglich sind. Bescheiden wirds aber, wenn Du unbewaffnet nur mag 4 oder so hast - aber dann machts Beobachten auch nicht sonderlich Spass bzw. man hält sich eher an Mond/Planeten . die findet man ja recht einfach.

2) Okulare:
Di RKs sind von Preis/Leistung hervorragend. Allerdings eben so billig, dass sie nicht sonderlich gut sind. An einem langsamen Mak ist das 25er sogar recht nett, an f/5 zeigts aber doch, dass es nicht wirklich randscharf ist...
Bleib aber erstmal bei denen bis Du dir wirklich bessere leisten kannst - jeder hat da andere Ansprüche, da lässt sich per Ferndiagnose nicht sagen, wie gut es für dich sein muss. Ich z.B. war an f/5 schon von einem 32mm SuperPlössel sehr angetan - anderen wäre das als Übersichtsokular bei weitem nicht gut genug.

3)Filter:
Brauchen - nein. Aber in absehbarer Zeit wirst Du schon welche benutzen wollen. Am Mond macht sich ein ND-Filter gut. Er dämpft eben das Licht, gerade bei niedrigeren Vergrößerungen. Muss aber nicht sein.
Nebelfilter nehmen dagegen das Störlicht überwiegend raus - dafür färben die meisten ein, es ist also nicht mehr grau, sondern idr. grünlich. UHC könnte nett sein, aber auch hier - wart noch etwas, das kann man prima nachkaufen.
Sonnenfilterfolie könnte aber interessant sein.

4) Braucht man etwas, um den Himmelspol zu finden bzw. danach auszurichten?
Kommt drauf an - solange man nicht fotografiert muss man ihn nur grob finden, aber dafür kann man auch über die Montierung peilen. Die EQ3 hat auch einen Polsucher - manche liefern den mit, andere nicht. Solange er nicht eh schon im Angebot ist und Du nur beobachten willst reichts auch wenn Du durch das Loch vom Polsucher schauen kannst um Polaris einzustellen.

5) Sonstiges:
Brauche ich noch etwas?
- Sternatlas. Gibts auch zum selbstdrucken bei cloudynights.
- Justierhilfe. Alleine mit Filmdose oder 'verspiegelter Abdeckung' gehts nur sehr grob. Für f/5 nicht wirklich ausreichend bzw. Du verschenkst mit schlechter Justage Potential. Schau mal bei pteng wie das mit dem Justieren klappt und allg. welche der 3 Alternativen was für dich wäre ((barlowed) Laser, Cheshire, und das Tübinger Teil mit den vier Punkten dessen Name mir grad nicht einfällt)

cs
Jürgen

 
1) Ok, dachte ich mir - Leuchtpunktsucher ist also gesetzt.

2) Ok, mal sehn - möglicherweise wären aber ein oder 2 Okulare oder alternativ ein Zoomokular doch was für mich. Ich schwanke nämlich immer noch, ob ich nicht doch ein Dobson kaufe. Die EQ3 ist ja relativ teuer, irgendwie zahle ich da viel Geld für eine Montierung, die ich mit dem nächsten Teleskop (so es denn soweit kommt) vermutlich nicht mehr gebrauchen kann... Sohergesehen ist der Heritage wieder im Rennen, und da ist dann wirklich noch locker ein halbwegs gutes Okular drin...

3) Ok, Filter lass ich erstmal aus.

4) Polsucher: Also könnte ich bei EQ3 durch das Loch schaun, wo eigentlich der Polsucher reinkommt, um zu justieren? Wofür dann überhaupt einen Polsucher?

5) Habt Ihr für den Justierlaser eine Empfehlung?

Noch eine Frage ist mit gekommen: Ich will oftmals von Südbalkons beobachten (Klar, dann sehe ich nur den halben Himmel). Wenn ich nun von da aus den Himmelspol gar nicht sehe - wie richte ich denn dann eine parallaktische Montierung aus? Also ein Argument für Dobson in diesem konkreten Fall?

Gruß Volker
 
Zitat von mavo0013:
Falls man eben genauer einnorden möchte. Wenn Du ohne Polsucher einnordest musst Du gelegentlich korrigieren, anstatt nur in einer Achse nachzuführen bzw. nachführen zu lassen.
Wichtig ist er eigentlich nur wenn einen diese Korrektur stört oder wenn man fotografieren möchte.

Auch vom Südbalkon kann man für visuelle Zwecke einnorden. Der Polsucher nutzt dann aber gar nix. Fotografisch müsste man scheinern.


cs
Jürgen


edit: Wieviel Platz hast Du auf dem Balkon? U.u. könnte der Seitliche Einblick vorn am Newton da recht unpraktisch sein.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,
Naja siehs mal so, besser eine nicht exakt ausgerichtetes Montierung als ein Balkon der dir den schönen Polaris und die langweilige Seite des Himmels zeigt. d:-)

Wenn du deine Montierung grob nordest reicht das visuell vollkommen. Ich persönlich benutze meinen Laser so gut wie garnicht mehr, sondern nur noch das Chesireokular. Ich vertrau meinem Auge mehr als einem möglicherweise verkippten Laser...
solltest du das Heritage kaufen, empfehle ich dir noch ein Planetaryokular 4mm. Kostet so um die 60 Euro. Diese Kombi nutz ich selbst und bin sehr zufrieden damit. Das Gesichtsfeld ist groß genug um Planeten eine ordentliche Weile im gesichtsfeld zu halten. Mehr Vergrößerung wird in den seltensten Fällen Sinn haben.

Gruß Deadlock
 
Hi Volker,

ich rate - wie gesagt - vom Heritage ab. OAZ, FS-Halter und Justierstabilität sind grenzwertig. Die EQ3 kannst du später als Unterbau für einen kleinen Richfield-Refraktor oder einen kleinen Maksutov weiter verwenden. Oder - falls du wirklich aufrüsten willst - es läßt sich auch beides zusammen z.B. bei Ebay wieder verkaufen, eben weil die EQ3 stabiler ist als die üblichen EQ1/2-Montierungen. Wenn du den Heritage hast und später mehr Öffnung möchtest, wirst du den wahrscheinlich nicht so gut verkaufen können.

Wenn schon ein Dobson, dann gleich etwas Richtiges, also Volltubus mit anständiger Rockerbox oder etwas in Richtung Flextube... Dann würde ich aus der Not eine Tugend machen und genau aus einem Grund einen Dobson nehmen: mehr Öffnung fürs Geld, also mind. ein 8" sollte es dann schon sein.

Ich möchte auch die Aussagen der Kollegen bekräftigen: Lass dich mit der Monti nicht verrückt machen. Zum visuellen Schauen reicht eine wirklich grobe Ausrichtung der Polachse nach Norden; die Höhe wird an der Montierung einmal eingestellt (z.B. Hamburg ca. 53°) und bleibt dann unverändert. Übrig bleibt lediglich, die Polachse beim Hinstellen der Monti grob Richtung Norden zu stellen. Alles frei Auge und ohne Polsucher innerhalb von 3 Sekunden!!! Geht, wenn Polaris nicht zu sehen ist, sogar mit Kompass. Die Stellung der drei Stativbeine merkt man sich im Laufe der Zeit und kann sich auch daran orientieren. Geht also wirklich problemlos. Eine genaue Ausrichtung brauchst du nur für das Fotografieren etc.

Das mit der Größe des Balkons ist nicht ohne. Sowohl Dobson als auch Newton heißt generell: Einblick vorn am Tubus! Beim schmalen Balkon kann das schnell unkomfortabel werden...


CS

Logi
 
Ja, prinzipiell würde ich auch das Geld für ein 6" Dobson mit 1200mm ausgeben, aber das passt wieder nicht fürs Reisen...

Die Balkongröße sollte hoffentlich kein Problem sein. Allerdings, wenn es doch mal zu eng wird und man ins Freie geht, dürfte der Heritage problematisch werden, weil man den ja wo draufstellen muss, und das dürfte dann zu 99% wackeln... Sohergesehen vielleicht doch nicht die richtige Lösung für mich. Wie siehst Du das, Deadlock? Wie machst du das, wo stellst Du das Gerät drauf?

Wieso gibts eigentlich sonst keine 130/650er Dobsons?

In dem Zusammenhang aber doch noch ne wichtige Frage (sorry, ich habe aber mangels Fotografie-Hobby überhaupt keine Ahnung von Stativen): Welchen Radius auf dem Boden belegt denn so ein EQ3-Stativ ungefähr? Nicht dass es wirklich so endet, dass zwar das Stativ auf den Balkon passt, ich aber nicht mehr. Das wäre wieder ein Grund für Dobson. Zum Verzweifeln :(
 
Hi Volker,

aus mind. 2 Gründen gibts wohl kaum 5" Dobsons: erst längere Rohre erreichen bequeme Einblickhöhen (im Sitzen oder auch im Stehen, falls aufrecht in Zenithnähe geschaut wird). Zweitens, weil 5" noch ausreichend kompakt und leicht auch parallaktisch montiert werden kann. Bis 10" gehts nur noch mit entsprechend schweren Montierungen. Ab 12" geht es dann aus Kosten- und Gewichtsgründen für den Ottonormalspechtler nur noch als Dobson...

Ich muss mal sagen, dass ich mir einen Dobson auf dem Balkon in manchen Fällen nur schwer vorstellen kann. Mit Balkonbrüstung und Saturn vor 6 Wochen hätten man wahrscheinlich schon etwas unterfüttern müssen, um über die Brüstung drüber zu kommen. Noch weiter in Horizontnähe (okay, kommt nicht oft vor...) geht mit einem Dobson auf dem Balkon nicht mehr viel.

Eine Parallaktik ist insgesamt einiges höher und über die stufenlos ausziehbaren Stativbeine kannst du jede bequeme Einblickhöhe einstellen... Das gilt natürlich auch für deinen Balkon: indem du die Beine nicht ganz ausziehst, verkleinerst du den Radius der Stativbeine natürlich. Ich hatte selbst bei meiner Astro3 (Größe ~ wie EQ3) die Beine noch nie ganz ausgefahren...

Aber nicht der Radius der Stativbeine allein ist entscheidend, sondern auch die Lage des OAZ außen am Tubus: der wird immer in Richtung Brüstung stehen oder darüber hinaus ragen, so dass das Stativ ein wenig weiter von der Brüstung weg muss, als vielleicht gedacht...


CS

Logi


 
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