Auswahl eines Einsteiger-Reflektor 130/650

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Der Mak eine Spiegelfläche mehr und das ist nicht gerade eine 99%-Verspiegelung, wie der Zenitspiegel sie häufig besitzt.

Die Obstruktion für meinen Rumak, welcher inkl. Blendrohr an die 40% haben soll, setzt die Lichtsammelfläche von eines 102mm Objektivs auf die eines 94mm Objektivs herunter. Für 30% Obstruktion habe ich es nicht berechnet, aber lass es einem 96mm Objektiv gleichen - das ist kein wahrnehmbarer Unterschied in der Lichtsammelleistung.

CS,
Stefan
 
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Hallo,

nachdem ich mir mal wieder einige Gedanken gemacht (und natürlich wieder jede Menge gelesen) habe, mal eine theoretische Frage:

Wenn der MAK fast so viel Licht sammelt wie der 130/650er Newton, und wohl deutlich mehr als die meisten Einsteiger-Refraktoren (die ja oft nur 80 mm Durchmesser haben) - müsste er nicht dafür, dass er so kompakt ist, dass perfekte Reise-DS-Teleskop sein? Klar, die Objekte sind sicher schwieriger zu finden, aufgrund des Gesichtsfelds, aber wenn man sie denn findet, müsste man doch deutlich mehr sehen als mit einem kleinen Refraktor, oder?

Generell: Das Verhältnis von Länge zu Lichtsammlung ist doch eigentlich für Reisen unübertrefflich, oder? Oder überschätze ich die Lichtsammelleistung, und das Gesichtsfeld ist wichtiger, um z.B. eine Galaxie erspähen zu können?

Das Ganze will mir nicht mehr aus dem Sinn... Meint Ihr ich sollte bei den Neugeräten zuschlagen, oder (vielleicht Montate?) warten, bis es wieder ein gebrauchtes gibt? Ich gebe zu - ich bin SEHR ungeduldig :)

Viele Grüße,
Volker
 
Sorry, gleich noch eine Frage hinterher:

Hier ist nochmal der Link zum Artikel.

Dort steht etwas von "Okularseitiger Anschluß: 2" mit Adapter auf 1,25" ".

Was heißt das denn? Dass auf das Gerät eigentlich 2" Okulare passen? Ist das besser fürs Gesichtsfeld? Oder soll ich trotzdem ein 32 mm Übersichtsokular nehmen? Verwirrt :(
 
Hallo nochmal.
Von den Maßen ist es sicher recht kompakt, aber das Auskühlen wird länger dauern als beim Refraktor. Zu Deepsky-Eignung: Effektiv kommt das Mak zwar auf mehr Öffnung und damit Lichtsammelleistung als ein 80er ED, aber dafür hast Du mit einer Brennweite v. 1500mm fast f/12 und da schaut´s mit der AP wieder recht mau aus. Selbst mit einem 41er PanO käme da eben mal eine AP von 3,5 bei 36-facher Vergrößerung heraus, wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe. Bei einem Refraktor wäre da viel leichter eine AP von 6-7 zu erreichen. Aber andererseits haben hier im Forum einige kleine Maks eben als Reiseteleskop.... ob da eher die Vorteile des Maks oder des Refraktors überwiegen, kann man schlecht sagen, da jedes System Vorzüge und Nachteile hat, die jeder individuell anders gewichtet..

Gruß,
Tilo
 
Zenitprisma? Ist das das, was das Bild "richtigherum" dreht? Brauche ich das? Im Newton wäre auch alles verkehrt herum, oder? Also gingen theoretisch 2" Okulare? Wenn ich es richtig verstanden habe, würde das an der Austrittspupille nix ändern, am Gesichtsfeld aber schon - richtig?

Ok, jetzt hab ich auch nochmal das Thema AP nachgelesen - je größer die AP, desto heller das Bild (steht auf einer Seite). Also verliere ich das schöne, in den 127 mm Durchmesser gesammelte Licht wieder an der AP... Andererseits: Bei gleicher Vergrößerung müssten 127er MAK und 130/650er Newton doch wieder (fast) die gleiche AP haben, oder? Sohergesehen passt das doch wieder. Mit welchen Vergrößerungen beobachtet man DS-Objekte denn so?

Anscheinend ist bei mir wieder mal eine Frage-Knoten geplatzt... sorry...


 
Zenitprisma: Damit wird in erster Linie ein bequemer Einblick von zenitnahen Objekten erreicht (sonst müsstest du auf dem Boden unter dem Teleskop herumkrabbeln um im Zenit zu beobachten). Das Bild wird nicht wirklich gedreht: "Oben" ist "oben", aber "links" und "rechts" sind vertauscht. Das kann man durch ein Amiciprisma aber auch korrigieren.
AP und DSO: Da gibts eine schöne Seite hier
Aber ich glaube, auch Sven Wienstein und die Deepsky-Brothers haben einiges zu diesem Thema geschrieben. Würde ich Dir mal empfehlen, zu lesen.

Gruß, Tilo
 
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Hallo,

der genannte Link ist wirklich super! Bisher die besten Erklärungen des optischen Grundwissens. Ansonsten habe ich immer noch einige Fragen zum Mak und passendem Zubehör, aber um diesen Thread nicht noch verwirrender für Nachfolgende zu machen, werde ich dafür einen neuen Thread aufmachen.

Für interessierte Einsteiger, die den Thread zufällig gefunden haben und sich wundern, warum ich vom 130/650er Newton (=Threadtitel) auf den 127er MAK geschenkt bin: Hier gibts Infos dazu (siehe meinen letzten Beitrag dort).

Viele Grüße,
Volker
 
Hallo Leute,

da ich loginov ignoriere hatte ich dieses Posting bis gerade
ja gar nicht bemerkt.

Demgegenüber steht der Umstand, dass der Newton aufgrund des gebogenen (Parabol-) Spiegels eine Bildfeldwölbung mit Randverzeichnung erzeugt (Koma),

das ist falsch. Bildfeldwälbung und Koma sind zwei verschiedene Dinge
und die Verzeichnung ist wiederum ein drittes Ding...

... die der Mak konstruktionsbedingt nicht zeigt.


Das ist falsch!
Der Mak um den es in diesem Thread geht zeigt konstruktionsbedingt Koma.

Richtig ist:
Es gibt bestimmte Typen von Maksutov-Cassegrains die komafrei sind.

Meine Bitte an alle die meinen Beratung durchführen zu wollen:
Bitte zuerst informieren, dann erst posten.
Gute und dabei recht leicht lesbare Literatur zu Fragen der Optik
gibt es schon zu sehr erschwinglichen Preisen:

www.willbell.com/tm/tm6.htm

www.astro-shop.com/Katalog/Info/303301.html

Oder etwas "mathematiklastiger" sogar kostenlos im Internet:

www.telescope-optics.net

Koma: http://www.telescope-optics.net/coma.htm

Bildfeldwölbung: http://www.telescope-optics.net/curvature.htm

Verzeichnung: http://www.telescope-optics.net/distortion.htm

In amerikanischen Foren ist es zwar seit einigen Monaten üblich
von "field curvature in fast newtonians" zu schreiben
wenn der Schreiber eigentlich Koma meint. Nun müssen wir in D
uns ja nicht ebenfalls auf dieses niedrige Niveau begeben.

CS,Karsten
 
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