Auswirkung der Bildauflösung auf die Belichtungszeit

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AstroSchaut

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Hallo zusammen,

Zur Zeit versuche ich mich an M95 und M96. Nachdem diese beiden Galaxien relativ klein sind, könnte ich hinsichtlich der Bildgröße die Bildauflösung um die Hälfte reduzieren. Welchen Effekt hat es auf die Belichtungszeit und andere Parameter wenn ich die Bildauflösung von z.B. 2560x1920 auf 1280x960 verringere.

Grüße

Albert
 
Hallo,

aus deiner Beschreibung schließe ich, dass du das Bild croppen, bzw. schon bei der Aufnahme eine Region of Interest verwenden willst. Das hat keinerlei Auswirkungen auf irgendwelche Aufnahmeparameter. Du sparst dir nur Speicherplatz und Bearbeitungszeit.
Wenn ich ein gedrucktes Foto an den Rändern beschneide, ändert das ja auch nichts am Rest der Aufnahme.
Anders sieht es aus, wenn du die Auflösung bei gleichem Bildausschnitt verringerst, durch Binning oder Resampling bei der Bearbeitung. Beides verbessert das Signal/Rauschverhältnis auf Kosten der Auflösung und verringert somit die benötigte Belichtungszeit.

Gruß
Thomas
 
Es bringt bei CMOS weniger als bei CDD, das stimmt, aber ein Gewinn ist immer noch da.
Es gibt zwei Gründe, die dafür sorgen, dass man beim Binning SNR gewinnt.
Zum einen addiert man bspw. beim 2x2 Binning das Signal und auch das Rauschen von vier Pixeln zu einem, allerdings addiert sich das Rauschen nur als Wurzel der Summe der Komponenten, wird also nur verdoppelt, während das Signal vervierfacht wird. Man verbessert also auch das SNR.
Dabei ist es egal, ob man das mit einer CMOS, CCD, oder auch erst beim bearbeiten macht.

Bei einer CCD kommt allerdings noch hinzu, dass sie Pixel physisch gemeinsam auslesen kann. Dadurch fällt pro vier Pixel nur einmal das Ausleserauschen an. Wenn die Aufnahme vom Ausleserauschen dominiert wird, bringt das somit einen weiteren Vorteil. Nimmt man hingegen ohnehin hintergrundlimitiert auf, hat man kaum einen Vorteil gegenüber CMOS, denn das Hintergrundrauschen ist immer da, egal welche Chiptechnologie man verwendet.
 
Hallo und Dank an beide Thomas für eure Antworten,

war gestern so ein spontan Gedanken, weil ich es logisch fand, dass dann ja eigentlich mehr Pixel an der Bildinformation beteiligt sein sollten. Was ich natürlich nicht in meine Überlegung mit einbezogen habe ist, dass durch die Verringerung der Bildschirmauflösung nur das Bild beschnitten wird.

Habe eure Anregung mit dem Binning gestern bzw. heute früh gleich in die Praxis umgesetzt und den M27 Hantel Nebel mit 3fach Binning aufgenommen. Ich war erstaunt, wie schnell sich bei meinem F10 Newton, meiner ZwoAsi 183Mc und einem Objekt mit der Helligkeit 7.4 bereits nach 30 Frames ein Bild mit Farben formt.

Hier kurz das SharpCap Livestacking Ergebniss mit 500 Frames je 6 sec Belichtungszeit, gesamt 50 Minuten. Das Bild habe ich nur quick und dirty 5 Minuten nachbearbeitet, also gestretcht und Schwarzpunkt gesetzt. Was mich aber wundert ist, dass das Bildformat nicht reduziert wurde. Das aus der Fits Datei erstellte PNG Bild hat weiterhin eine Auflösung von 5496 x 3672.

M27-Hantel-Nebel-Small.png
 
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