Autoguiding ... will einfach nicht klappen

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alffrommars

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Hallo,

ich habe mich jetzt schon 3 mal mit dem Autoguiding beschäftigt aber es will einfach nicht klappen.
Habe langsam das Gefühl das es an der Montierung liegt? Oder was mache ich falsch?

Die beiden Kruven eiern irgendwie unkontrolliert und scheinen irgendwie nicht auf die Einstellungen zu reagieren.
Dann läuft es mal ganz plötzlich ohne zutun "gut" bis es wieder austickt ?

Siehte die Bilder unten von PHD2 ...

Ausrüstung:

- Bresser Exos2 Goto, 130PDS mit 9x50 Sucher und ALccd-QHY 5



Meine Vorgehensweise:

- Stativ aufstellen und mit Wasserwaage ins Wasser bringen
- Montierungskopf drauf
- mit dem Smartphone die Polarisposition ermitteln
- das ganze dann so genau, aber wohl zu grob einstellen?
- Gegengewicht und Teleskopgeraffel drauf
- das ganze dann Austarrieren und in die Grundstellung bringen
- 1 Stern Alignment -> ist ja nur für Goto wichtig?
- scharfstellen etc. pp



Mit der Methode hab ich von rund bis leicht eirige Sterne bei 60 bis 90 Sekunden Belichtungszeit ohne Guiding.
Das sollte dann doch mit dem Guding wegzubekommen sein?



Fehler:

- Gudiescpoe nicht parallel zum Teleskop? Muss es 100% exakt sein?
- habe leichtes Spiel in der RA Achse wenn diese festgestellt ist
- ich?

Wäre für Tipps oder Lösungsansätze sehr dankbar.


Gruss
Marco

Link zur Grafik: https://abload.de/img/g18tax3.png



Link zur Grafik: https://abload.de/img/g2bbbx4.png



Link zur Grafik: https://abload.de/img/g3lsl9c.png
 
Hallo Marco,

beim austarieren hast du da ein wenig Ungleichgewicht eingestellt?
Die Motoren sollten immer leicht ziehen müssen.
Dadurch ist da kein Schneckenspiel mehr.
Außerdem kannst du versuchen das Getriebespiel von Motor zur Schneckenwelle zu verringern.
Dabei aber darauf achten das der Motor bei einer ganzen Umdrehung nicht zu würgen anfängt.
Das Schneckenspiel lässt sich auch einstellen.
Der Sucher braucht nicht unbedingt exakt ausgerichtet sein.
Allerdings je weiter dieser abweicht und die Einnordung nicht stimmt kommt Bildfelddrehung ins Spiel.
Zum Einnorden empfehle ich dir die Polaralignment Funktion von Sharpcap.
Das geht schnell und ist sehr genau.
Beobachte mal ob die Ausreißer regelmäßig kommen.
Wenn ja, so ca aller 7 Minuten, könnte ein Grat oder Span an der Schnecke sein.
Außerdem spielt Wind und oder Seeing ebenfalls eine Rolle wie genau geguidet wird.

VG Cl.-D.
 
Hallo,

beim austarieren hast du da ein wenig Ungleichgewicht eingestellt? -> DEC Achse leicht Kopflastig
Die Motoren sollten immer leicht ziehen müssen.
Dadurch ist da kein Schneckenspiel mehr.
Außerdem kannst du versuchen das Getriebespiel von Motor zur Schneckenwelle zu verringern.
Dabei aber darauf achten das der Motor bei einer ganzen Umdrehung nicht zu würgen anfängt.

Das Schneckenspiel lässt sich auch einstellen. -> wenn ich wüsste wie? Anfänger!

Der Sucher braucht nicht unbedingt exakt ausgerichtet sein. -> Okay
Allerdings je weiter dieser abweicht und die Einnordung nicht stimmt kommt Bildfelddrehung ins Spiel.

Zum Einnorden empfehle ich dir die Polaralignment Funktion von Sharpcap. -> werd ich wohl mal ausprobiern :)
Das geht schnell und ist sehr genau.

Beobachte mal ob die Ausreißer regelmäßig kommen.
Wenn ja, so ca aller 7 Minuten, könnte ein Grat oder Span an der Schnecke sein. -> Das eiert die ganze Zeit so extrem hin und her und "beruhigt" sich so gut wie nie. Teilweise kreuzen sich auch die Kruven etc.

Außerdem spielt Wind und oder Seeing ebenfalls eine Rolle wie genau geguidet wird. -> Wind war keiner, bin auch ziemlich Windgeschützt im Hof hinterm Haus

VG Cl.-D. [/quote]
 
Hallo Joschi,

wenn die RA-Achse parallel zur Erdachse eingestellt ist, kann es keine Bildfelddrehung geben. Die Blickrichtung des Suchers hat darauf keinerle Einfluss.

Viele Grüße

Kurt

 
Hallo Marco,

kannst Du im PHD mal ganz links das Kästchen "Korrekturen" anklicken? Dann kann man sehen welche Korrekturimpulse PhD an die Montierung schickt. Das wäre bei der Analyse Seines Problems hilfreich.

Viele Grüße
Michael
 
Hi ,
einfach mal nicht Austarrieren, noch die Dec noch die RA. Da muss Zug sein .
Wenns nach Osten fotografierst muss die Gegengewichte-Seite schwerer sein. Wenns Westen sein soll muss die Teleskopseite schwerer sein .
Fuer mich sieht die RA mit 35 auch bisl wenig aus.Mach da mal 60-75 .Hys 75? Mach da mal einfach 10-15 rein. Auch deine ms in den beiden Achsen mit 1500ms brauch nicht so hoch
Probier das mal aus
Gruesse
Claude


 
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Hallo,

das mit dem im Ungleichgewicht werd ich mal ausprobieren ...

Oder liegt es an der falschen Brennweitenangabe vom Sucher? 200mm oder so hab ich da angegeben und Guiding Speed 0,5.

Was könnte man denn noch so falsch machen da mit es einfach nicht will? :D

Gruss
Marco
 
Hi Marco,
poste doch mal das PHD Logfile, dann können wir Dir hier vermutlich schnell mehr sagen.

VG
Wolfgang
 
Hallo alffrommars,
in dem Logfile vom 30.07. fällt auf, dass nie sowohl auf der DEC- als auf der RA-Achse Korrekturen gesendet werden. Dementsprechend läuft auch die umkorrigierte Achse aus dem Ruder.

Beispiel 02:04 bis 02:11 Uhr: In dieser Zeit sind Korrekturen auf der DEC-Achse sichtbar, die RA-Achse erhält keine Korrekturen. Auch sind die DEC-Korrekturen etwas schwach.

Ich habe leider gerade keinen Zugriff auf PHD, daher kann ich Dir nicht sagen, was Du an den Einstellungen ändern musst. Auf jeden Fall ist da was nicht in Ordnung, es sollten Korrekturen auf beiden Achsen auftauchen.

VG
Wolfgang
 
Hallo *,

bewegt sich denn der Leitstern schon bei der Kalibrierung?
Wenn das nicht der Fall ist, läuft was schief.

Die Steuerung von Bresser hat ja ein paar Haken. Und wäre jetzt nicht meine Wahl gewesen. Dennoch:
* Autoguiding über ST4 sollte gehen
* Dazu muß in PHD Guiding als Teleskoptreiber der ST4-Treiber der Kamera eingestellt werden (der muß auch vorher installiert werden)
* Ich kenne jetzt vom Handling her die Exos Goto nicht so gut. Würde aber empfehlen, die Steuerung ohne die Berechnung eines korrigierten Pointing-Modells einzuscheinern. Dabei kann Dir PHD eine Hilfe sein, durch die interne Funktionalität. Aber schon durch die verschiedenen Overlays des Kamerafensters (z.B. Gitter). Zur Einstellung von AZ-Alt der äquatorialen Montierung hat sich auch die Kochab-Methode bei so manchem bewährt. Die Exos 2 verfügt über Skalen, d.h. man kann das ohne Goto machen. Die Kochab-Methode wird hier im Forum erklärt.
* Wenn ich die Meßkurve sehe, die Du uns zeigst, würde ich als Guidinggeschwindigkeit 1x ansetzen (muß dann in der Steuerung eingestellt werden, wenns denn da geht), damit kalibrieren und beim Guiding die Aggressivität von 30% langsam hochregeln.
* Sofern die Exos eine PEC-Funktion hat, würde ich das Training über das Autoguiding machen. Kann aber später erfolgen. Das ist jetzt nicht so wichtig.
* Das Thema Debalance wurde hier schon angesprochen. Das ist wichtig. Sowohl in DEC, als auch RA.
* Das Zeitfenster wie lange die Kalibrierung erfolgen soll, kannst Du in PHD-Berechnen lassen. Das findest Du unter den Optionen (Button neben dem Autoguiding -Button, der mit dem Gehirn)

Warum ist genaues Einnorden so wichtig? Während der Nachführung kann die Drift sehr stark sein, dass selbst der Autoguider nicht mehr hinterher kommt. Außerdem werden Driftbewegungen in RA gerne als schlimmer Schneckenfehler identifiziert. Dabei liegt es an einer schlechten Einstellung der Polhöhe. Wenn man sich Routine beim Einscheinern aneignet, hat man in 30 Minuten eine sehr genaue Aufstellung erreicht.

Grüße,
Gerrit
 
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Hallo,

ST4 Treiber? Ich habe den Kamera Treiber + Ascom installiert.
Die Kamera wird in PHD erkannt etc. Als Teleskop hab ich on camera ausgewählt.

Einnorden tue ich per Kochhab ... die Skalen sind so gut wie unbrauchbar von der Montierung.

Die Guidinggeschwindigkeit hab ich glaub aus dem Handbuch.
Hatte auch schonmal mit 1 fach probiert aber da war nichts anders.


Und der Leitstern bewegt sich weg beim Kalibrieren bzw. die Montierung von ihm? Und dann wird er wieder in die Markierung zentriert und es geht auf guiding über.

Sucherbrennweite habe ich 200mm eingestellt.

Gruss
alffrommars
 
Hi Marco,
im Logfile vom 30.7. habe ich eine Ursache gefunden. Du hast um 2:33 Uhr das DEC Guiding ausgeschaltet. In den Kalibrierungen danach wurde nur in RA-Richtung kalibriert. Da brauchst Du Dich nicht wundern, dass die DEC-Achse aus dem Ruder läuft.

Treiber und Anschlüsse sehen laut Logfile vernünftig aus, also erstmal Finger weg davon :)

Als erstes würde ich jetzt prüfen, ob PHD bei Abweichungen auf beiden Achsen Korrektursignale sendet. Stelle DEC-Guiding auf "auto" und schalte in PHD die Anzeige der Korrekturen ein.

Erst wenn das funktioniert, solltest Du Dich dran machen, mit dem Backlash und den richtigen Parametereinstellungen für die Algorithmen zu probieren.

Melde Dich, sobald Du es wieder probiert hast. Das kriegen wir zusammen gelöst :Trost:

VG
Wolfgang
 
Ich hatte dann wild rumgespielt und probiert und auch eine Achse halt mal ausgestellt um zu sehn was passiert :D

Ich werd das nochmal zurück setzen und von Null beginnen.
Irgendwo sieht man ja auch das es mal für ne Minute oder so recht gut geklappt hatte aber dann wieder aus dem Ruder gelaufen ist ohne Wind etc.


Naja zur Zeit sind nur Wolken und keine Sternschnuppen zu sehn ... leider ...

Gruss
alffrommars
 
Gute Idee, nochmal von Null zu starten. Die Default-Einstellungen sind nicht ganz verkehrt.

Ich selbst verstelle nur die Aggressivität auf beiden Achsen, alles Andere lasse ich unangetastet.
 
Hallo alffrommars

ich kann deine Fustration nachvollziehen, weil ich ähnliche Probleme hatte (+ noch Habe).
Manche Montierungen bekommt man einfach nicht in den Griff, weil vermutlich mechanische Probleme überwiegen.

Ich habe auch mit PHD experimetiert und bin zu keinem reproduzierbaren Ergebnis gekommen. Von einem Bekannten hatte ich dann probeweise den Lacerta Guider ( die Nr.1 also) dran und der schaffte es auch nicht über längere Zeit die Nachführung stabil zu halten. ( gerade mal 3 -4 Minuten ).
Wenn die Mechanik nicht mit macht kann man verzweifeln.
Oder wenn man das Geschick hat: auseinander bauen, fetten etc. pp.

Na vielleicht klappt es doch noch bei dir.

CS Dieter
 
Hysteresis auf der RA-Achse und Resist Switch für DEC.
 
So ich melde mich mal wieder nach langer Zeit ...

Da ich es noch paar mal probiert habe mit der Bresser Montierung und es einfach nicht geklappt hat mit dem Autoguding habe ich diese dann verscheuert und mir eine EQ6-R Pro vor Wut gekauft :D

Die Bresser funktioniert visuell gut / sehr gut aber fotografisch eher nicht.

Alles aufgebaut ... 1 Stern alignment gemacht.
Polarausrichtung is auch nur so la la "geraten".
Komisch komplett daneben, per Hand den Stern zentriert. Hatte doch beim Test ohne AG am Vortag ziemlich gut funktionoiert :smiley56:
Dann M31 angefahren und die war dann auch schon in der Guiding Cam ziemlich mittig, nur wenig nachkorrigieren.

Warum daneben gehaun? Vergessen die Montierung richtig in Grundstellung zu bringen nach dem Austarrieren :D

So dann Guding an etc., zappelt zwar hin und her die Kruve, aber ich bleibe schonmal bei +/- 2 Bogensenkunden?

Einfach mal nen Testfoto gemacht mit 180 Sekunden, der Fenauslöser macht 182 draus ?
Und dann an der EOS angesehn ... schonmal keine Striche oder große Eier. Faszinierend :)

Also noch paar Testbilder gemacht und auch alle so "schön" geworden.
Also mal auf 15 Bilder gestellt und das Teil laufen gelassen.
Als ich wieder kam Ernüchterung ... das NB war im Stand By.

Ich hatte zwar eingestellt bei Deckel zu nix machen, aber vergessen den Energiesparmaodus von 10 Min aus zu machen^^


So sind es nur 14 Bilder geworden von M31 und Begleitung.
Aus irgend nen Grund wird das Bild dann dunkler und die Galaxie verschwindet so gegen 23 Uhr -> bin aber im Garten in ner Kleinstadt

Also hab ich mal noch NGC869 angefahren, aber nach einem Bild war dann der Akku der Kamera leer und das wars dann auch.
Brauch ich auch mal nen neuen denke ich ...

So hier mal die Bilder von M31 und NGC869 bei ISO 1600 und 182s mit nem 130PDS:


Gestackt, bissl gesteched und Hochpassfilter in PS.
Link zur Grafik: https://abload.de/thumb/andromedaqzsaj.jpg


Das ist nur das eine Rohbild.
Link zur Grafik: https://abload.de/thumb/86956si5.jpg

Ich finde die Sterne sind nicht ganz rund?
Und am Rand sieht man trotz Korrektor halt das Koma, alle 4 Ecken sind die Sterne in ne andere Richtung verzogen.

So langer Text ... das wars erstmal von mir :D

Gruss
Marco
 
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Hallo Marco,

das mit den Energieeinstellungen des Laptops ist mir auch schon passiert ;-) auch nächtlich installierte Updates plus automatischem Neustart können da sehr ärgerlich sein.

Die EQ6-R habe ich auch, beladen mit einem 150PDS. Ich nutze zu Steuerung der Kamera APT was ausgezeichnet funktioniert. Dabei hat man zusätzlich die Möglichkeit einen (bzw. auch zwei) Platesolver einzusetzen. Damit ersparst Du Dir bei fotografischer Anwendung das Alignment der Montierung mittels Sternen und Okular. Auch der Bahtinov Assistent ist prima und genau.

Ich verbinde die Montierung per seriellem Anschluß mit dem Laptop und nutze EQDIR zur Steuerung. Dazu muss man an der Handsteuerung den "PC Direkt Mode" auswählen. Hat den Vorteil, dass sich mehrere Anwendungen gleichzeitig mit der Montierung verbinden können ohne den Hub zu benutzen.

Mit phd2 habe ich bisher sehr gute Ergebnisse erzielt. Die Pixelauflösung meiner EOS1000Da liegt mit dem 150PDS bei ca. 1,7". Die Abweichungen bleiben (fast) immer darunter und soind nie größer als 2". Ich guide mit 0,6x, aber 0,9x war eigentlich genau so gut. Das macht wohl eher bei langen Brennweiten was aus. Die Agressivität steht bei mir meist bei 45-50. Hysterese bei 10. Min Move bei 0,1.

Einnorden mache ich per Sharpcap, was schnell geht und sehr genau ist. Da hat die DEC fast nix mehr zu tun. In der Version 2.9 ist das Polat Alignment Tool noch kostenlos. Zu Testen auf jeden Fall ausreichend.

Die Rest-Koma auf Deinen Bildern könnte an einem falschen Abstand liegen. Schreib doch mal welchen Korrektor Du nutzt und wie Du die Kamera an diesen angeschlossen hast. Die Sterne in der Bildmitte sind ja prima. Das Guiding klappt also schon mal :-)

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

APT benutze ich sonst auch um eben nich am Teleskop fummeln zu müssen und auch die Bilder schon in groß sehn zu können und eventuell auszusortieren.
War ja im grunde nur ein Test ob das AG nun mal klappt und die Sterne halbwegs rund sind.

Und dafür das es "[zensiert]" aufgebaut war find ich es für den Anfang schonmal gut.

Das alingment per Teleskop / Montierung geht eig. ganz gut und schnell wenn es ordentlich in Grundstellung steht :D

Mit dem Sucher grob anfahren und dann mach ich den Rest per Live View der Kamera.
Erst ungefähr mittig in dem weißen Kasten der eingeblendet ist, dann 10 fach Zoom und auf die Mitte des Displays bringen fertig.
Der vorteil davon ist man sieht nur helle Sterne und kann da nix verwechseln.
Maske drauf und scharf stellen geht in paar Sekunden.


Als Korrektor hab ich den Baader MPC irgendwas ... der für 160€.
Der is ganz normal mit nem T2 Adapter zusammengeschraubt und bis zum Anschlag im OAZ versenkt.
Ohne ist das Koma auf jedenfall deutlich ausgeprägter.
Ist halt nur ein 1 Linsiger Korrektor wenn mich net alles täuscht?

Bin ja auch erst ca. nen 3/4 Jahr dabei den Himmel abzulichten :)

Gruss
Marco
 
Hallo Marco,

ja in APT muss man sich erstmal reinfuchsen. Ich habe auch lange gebraucht bis ich wenigstens die meisten Funktionen im Griff hatte. Ist halt was ganz anderes als die gewohnte GUI. Ja, man kann das mit dem Alignment auch so machen wie Du es praktizierst. Das Platesolving hat aber, meiner Meinung nach, noch einige Vorteilele. Einer ist, denke ich, dass es genauer ist und man keinen Stern suchen muss. Ich fahre aus der Grundposition mit CdC zum nächsten hellen Stern. Der wird natürlich nicht getroffen, da das Alignment noch nicht stimmt. Dann manche ich einfach ein Bild, so 20s bei höchster ISO und lasse das Bilnd Solving darauf los. Nach ~35s (alter Laptop) ist das Ergebnis da, Sync drücken und Show und schon sehe ich in CdC wo die Montierung steht und wie der Bildausschnitt liegt. Dann auf zum hellen Stern und scharf stellen. Dann kann ich auch schon zu Ziel schwenken.

Dort ist es so, dass der Bildausschnitt ja nie auf Anhieb stimmt. Also das Bild wieder solven lassen und dann mit Aim den Punkt markieren der in die Mitte soll. Einmal Goto aufrufen und fertig.

Ich finde das mittlerweile schon sehr praktisch. Die Bilder fürs Platesolving müssen nicht auf den Punkt scharf sein. Hauptsache die Sterne sind einigermaßen.

Der Baader MPCCIII sollte mit dem T-Ring eigentlich passen. Der T–Ring muss 11mm breit sein, damit sich zusammen mit den 44mm Backfocus der Kamera (hast Du überhaupt eine Canon??) die passenden 55mm Abstand ergeben. Der Korrektor hat, soweit ich weiß zwei Linsen, aber bei f5 sollte er gut funktionieren. Ich habe den einfachen von TS, auch ein zweilinser. Bei kleinen Pixeln sicher nicht erste Wahl aber mit der EOS schon ganz ok.

Ich bin auch erst seit 1,5 Jahren bei der Astrofotographie. Von daher auch kein alter Hase. Ich baue auch immer im Garten auf und möchte, dass es halbwegs fix geht und ich loslegen kann. Das ganze Geraffel rauszutragen, aufzubauen und zu verkabeln dauert schon lang genug. Jeder findet halt irgendwann seinen ganz persönlichen Workflow ;-)

Viele Grüße
Michael
 
Na ich probier das erstmal so weiter an M35 und co. und wenn Orion in Schlagweite kommt auch an dessen Nebeln :)
Und endlich mal richtig auf NGC 869 "draufhalten".

Hauptsache die Sterne sind erstmal runder als vorher und nicht so viel Aussuchss wo vll. 3 von 10 Bildern wirklich gut waren und der Rest große Eier ...
und das bei schon 60 bis 90 Sekunden. Selbst mit AG war das ja so da es nur "geeiert" hat oder wie man es nennen will.


Bin dann auch schon am überlegen da ich ja noch was größeres raufschnallen will zum visuellem Beobachen.
Mein 8" Dobson ist ja auch verkauft. Der war gut aber auf der das ewige Nachschubsen am Planeten z.b. naja.

200/1000 wäre dann wie mein Dobsen, Fotografisch noch handelbar denke ich
250/1200 wäre visuell dann schon mehr, höhere Anforderungen für guiding, mehr Geduld und Spucke von nöten aber nicht unmöglich
300/1500 wär schon geil für visuell, aber alleine sicher schwer auf die Monti zu satteln, schon zu schwer ... eventuell auch schon nur fürs visuelle da Fotografisch bis 20KG sinvoll laut Händler / Hersteller -Angaben

Gruss
Marco
 
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Hallo Marco,

auch wenn es dich nicht mehr persönlich betrifft wollte ich ein paar Worte zur Exos-2 GoTo hinzufügen.

Es ist möglich mit ihr zu auto-guiden, aber es ist eine absolute Zicke! :)

Ich hatte sie für ca. 6 Monate bis ich auch aufgestiegen bin. Ich habe sie neu gefettet und das Spiel in der RA eingestellt, ganz konnte man das nicht entfernen da dann die Motoren zu stark arbeiten mussten. Mit extrem genauer Pol-Ausrichtung und sehr peniblem tarieren konnte man dann ganz gute Ergebnisse erzielen (bei mir mit ca. 5-6 kg). Dies war dann aber auch sehr stark abhängig davon wohin man am Himmel gezielt hat und es konnte am nächsten Tag wieder ganz anders aussehen...

Dies ist ein Beispiel einer meiner besten Guiding Erlebnisse mit der Exos:

Link zur Grafik: https://www.cloudynights.com/uploads/monthly_08_2017/post-268328-0-90233000-1503006065_thumb.jpg

Das war aber definitiv die Ausnahme.

Ich bin nun auf eine HEQ5-Pro mit belt-mod umgestiegen und bin froh das ich mittlerweile einfach nur noch push-here-dummy ganz im Sinne des Titels einsetzen kann...

Viele Grüsse,
Jan
 
Hallo Zusammen,

ein Interessantes Thema ist das hier.
Mit dem Guiding habe ich auch lange Probleme gehabt und habe diese teilweise auch noch nicht ganz so im Griff.

Ich guide seit kurzem per OAG. Mit einem Leitrohr hatte ich davor mehr Probleme.
Meine Montierung EQ6 (weiß) habe ich noch auf Riementrieb umgebaut. Das Teleskop ist ein 200/1000 Newton.
Im Normalfall hüpfen die Sterne um die 1,5", aber es kommt dann auch immer wieder mal vor das es Ausreißer bis knapp über 2" gibt.
Leider komme ich da mit den Einstellungen nicht weiter.
Meine Einstellungen liegen bei Aggressivität 115 und Hysterese bei 10-15.

@Michael, hast du eine genauere Anleitung wie das mit dem Plate Solving geht? ich habe dazu zwar was gefunden, habe es aber irgendwie nicht auf die Reihe gebracht.
ich benutze auch APT, welches ja echt gut ist, wenn man das Programm versteht.
und auch CdC benutze ich.

Grüße, Ronny

 
Servus Jan!

Zitat von JanDud:
Ich bin nun auf eine HEQ5-Pro mit belt-mod umgestiegen und bin froh das ich mittlerweile einfach nur noch push-here-dummy ganz im Sinne des Titels einsetzen kann...

Ja der Belt-Mod ist der absolute Hammer, erstens ist das Zahnradspiel im Antrieb eleminiert, kein Einfetten mehr und vom Sound einfach genial.

Zum Glück sind die neuen Montis bereits mit Zahnriehmen versehen ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hallo Ronny,

das Platesolving ist eigentlich leicht einzurichten. Man installiert den All Sky Platesolver ganz normal und unabhängig von APT. Anschließend muss man noch die Indexe für den Solver herunterladen. Welche man braucht kann man über den Assitenten bestimmen. Dazu gibt man die Brennweite seines Teleskops und die Pixel und Sensorgröße der Kamera an. Das Programm markiert dann die Indexe, die man runterladen sollte.

Man kann dazu auch den Platesolver 2 installieren, den benutze ich aber eigentlich gar nicht. Der All Sky kann Blind Solving. Bestimmt also die Postion auch dann, wenn man nicht weiß wo man ist. Sehr praktisch.

In APT muss man dann noch in den Settings den Pfad zum Platesolver seiner Wahl angeben. Dort gibt es auch noch mal einen Downloadlink.

Ist all das erledigt, verbindet man APT mit Kemara und Montierung, schießt ein Bild mit höchster ISO (bei mir 1600) und ca. 20s Belichtungszeit. Dann klickt man in Bereich ‚Gear‘ auf ‚Pointcraft‘. Mit ‚<< Scope Position‘ übernimmt man die Position, an welcher sich die Montierung zu befinden glaubt. Ich glaube das Solven geht dann etwas schneller. Anschließend auf ‚Blind‘ klicken und nach einiger Zeit erscheint statt der hochgezählten Sekunden ‚Sucess‘. Dann klickt man auf ‚Sync‘ um die ermittelte Position an die Montierung zu übertragen, fertig. Wenn man CdC in den Settings konfiguriert und im Hintergrund laufen sowie ebenfalls mit der Montierung verbunden hat, klickt man noch auf ‚Show‘, dann wird der Bildausschnitt und dessen Lage dort angezeigt.

Hat man das Objekt seiner Begierde erreicht und auf dem Chip, klickt man wieder auf ‚Blind‘ und Solved das Bild. Anschließend kann man mit ‚Aim‘ den Punlkt markieren, den man gerne in der Bildmitte hätte. Bei der EQ6–R genügt es dann einen Goto an die automatisch übertragenen Koordinaten auszulösen. Wer es ganz genau braucht kann mittels Goto++ itterativ die Position ganz genau anfahren. Dazu macht APT einen Goto, schießt ein Bild, Solved es, macht wieder einen Goto usw. Im default sind es, glaube ich, fünf Itterationen. Habe ich aber bisher noch beötigt.

Viele Grüße
 
Hallo Wynnie,
bin eben über den Thread gestolpert. Vielen Dank für deine Kurzeinweisung ins Platesolving via APT & ASP. Ich nutze fleißig APT, bin aber bislang immer am Platesolving gescheitert, da es mir irgendwie zu kompliziert war und ich die Schritte auf dem Acker nicht mehr wirklich parat hatte...
Hab ich mir nun nochmal notiert und hoffe, mit deiner Anleitung geht es.
Viele Grüße,
Jürgen
 
Hallo Wynnie,

Danke Dir ebenfalls für Deine Kurzfassung.
leider konnte ich dies nun nicht mehr testen. Ich habe nicht das Problem das ich aufs Feld gehen muss.
In meiner Rolldachhütte kann ich immer online auf Deinen Text zugreifen.
Bislang war es so das ich ebenfalls daran gescheitert bin.
Wenn es Dir nicht zuviel Arbeit macht, wäre es fantastisch, wenn du noch ein paar Bilder von APT machst.

Vielen Dank!

Viele Grüße, Ronny
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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