Azimutberechnung

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ArpX

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Hi

ich bastel grad an meinen Dobson eine Steuerung.
2 Motoren, ein Interface und ein Rechner.

Am Ende sollte es so sein, das ich in einem Selbstgeschriebenen Programm eingebe welche Himmelskoordinaten ich sehen will, und die Software dann das Teleskop ausrichtet.

Mein Hauptproblem ist nur, das ich keine Formel, bzw. keinen Algorithmus kenne, um aus den Deklinations und Rektaszensionskoordinaten, höhenwinkel und Azimutwinkel auszurechnen.

Meine Idee bislang ist, das ich einen Stern, z.b Jupiter anvisiere und dem Programm dann quasi den Initialstart gebe (ich glaube der Autostar von Meade funktioniert genau so). Dann könnte ich ja vom Jupiter ausgehend alle anderen Sterne anvisieren ohne wissen zu müssen wie spät es ist, oder wo ich mich befinde.
Aber ich kenn dazu keine Formel...
weiss da jemand rat? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
 
Hallo ArpX,

da hast du dir aber ein schönes Projekt rausgesucht! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/appl.gif" alt="" />

Ich würde allerdings Jupiter wieder zum Planeten degradieren und mir einem echten Stern zur Initialisierung raussuchen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/blush.gif" alt="" />

Bei einer parallaktischen Montierung funktioniert deine Idee(habe ich selbst schon gemacht) weil die Achsen von Teleskop und Himmelskoordinaten parallel sind.
Du gibst also die RA/DE-Koordinaten deiner Referenz ein und liest den Schrittmotorwert/Encoderwert aus. Über die Getriebeübersetzung kannst du nun ausrechnen, wieviel Grad am Himmel ein Schritt des Schrittmotors ist. Wenn du jetzt die Verfahrstrecke aus den Koordinatendifferenzen zwischen Objekt und Referenz berechnest weißt du nun auch den neuen (Objekt)Schrittmotorwert. Alles ohne Zeit und Ort, nur mit Dreisatz. Dafür wird aber eine gute Einnordung benötigt.

Deine azimutale Montierung kommt jetzt ins Spiel: sie ist ja eigentlich auch parallaktisch, nur hat sie eine wohldefinierte Fehleinnordung. Die ist aber vom Beobachtungsort abhängig. Also zumindest den Breitengrad brauchst du zur Korrekturrechnung. Auf die Sternzeit kannst du verzichten denn die liest du ja indirekt von der Himmeluhr ab, nämlich an der Referenz.

Ich würde mich gerne noch weiter damit beschäftigen, muss jetzt aber auch noch was arbeiten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />

Vielleicht wissen noch mehr Leute was über diese Korrektur.

CS, Lars
 
Hallo ArpX,

forsch doch mal im Internet unter dem Stichwort "Ephemeridenrechnung". Damit ist, unter anderem, die Umrechnung der verschiedenen Koordinatensysteme gemeint. Da findest du auch die Formeln, die du brauchst.

Viel Erfolg

Kai
 
Hallo ArpX,

die Umrechnung funktioniert über eine 3x3-Matrix. Dazu müssen die Koordinaten als Vektoren (x,y,z) betrachtet werden. Anhand von zwei Referenzsternen, jeweils mit Himmels- und Azimutalkoordinaten kann die gesuchte Matrix ermittelt werden.

Es gibt dazu einen guten Artikel von Toshimi Taki. Viele Steuerungen und weitere Abhandlungen basieren auf seinen Formeln.
http://www.asahi-net.or.jp/~zs3t-tk/
>> Astronomical Computing
>> Matrix Method for Coordinates Transformation


Falls ein Nachbau statt einer Eigenentwicklung in Frage kommt, kann ich meine Steuerung empfehlen:
http://martin-cibulski.de/atm/mount_controller_4/index_de.htm

Diese Steuerung hat den Vorteil, dass kein weiterer Rechner benötigt wird. Alle Berechnungen erledigt der Mikrocontroller in der Steuerung.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Cibulski
 
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