Baader UHC-S Filter und max. Vergröß. beim INED70

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Pitt61

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Hallo und guten Tag,

Ich bin Astronomie-Einsteiger und hätte gern einen Rat zum sinnvollen Kauf folgenden OAZ-seitigen Zubehörs für einen kleinen INED 70/ 420 mm.


1. Frage:
Würde der Baader UHC-S-Filter, 1, 25" in diesem kleinen Refraktor beim Beobachtungsversuch von M 42 etwas bringen ? (Die nötige Sehgeduld und "Augentraining" samt Dunkeladaptionszeit
möchte ich gerne einhalten)

2. Frage:
Wenn die optischen Gesetzmäßigkieten (Öffnung ; Öffnungsverhältnis, Größe der Austrittspupille, usw.) berücksichtigt werden: welche maximal Vergrößerung sollte ich dann für den INED 70 /420 anziehlen?
Ich glaube ich spreche hier von der sog. "förderlichen Vergrößerung" (??)
Mir ist die Faustformel: max Vergrößerung = 2 x Objektivdurchmesser in mm bekannt. Ich las aber auch von geringeren Werten, die optisch eben besser seien/sind.

Mir ist aber die Helligkeit des Bildes und eben die Vergrößerung wichtig, die solch ein Refraktor auch leisten kann.

Der ein- odere andere Astro-Kollegege hat hierzu vielleicht eigene Erfahrung.

Grüße,

Pitt


 
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Hallo Pitt,
aus meiner Erfahrung macht es mehr Spaß, große Nebel wie M42 mit rel. niedriger Vergrößerung zu beobachten. Man erfasst einfach mehr vom Gesamtbild.
Um dabei ein schönes großes Gesichtsfeld zu haben, tue ich das mit einem 2" Weitwinkel-Okular und einem 2" Filter (UHC-S bzw. OIII). Das ganze findet dann so bei AP von 5-6mm statt.
Für Deinen INED also dann ein Okular zw. 36 und 30mm.
Für die Abdunklung des Himmelhintergrundes zur Kontraststeigerung sorgt in dem Fall der Filter.

Die maximale Vergrößerung für einen ED-Refraktor kann man schon bei ca. 2 x Öffnung ansetzen, dann muss aber auch das Seeing mitspielen.
Am Beispiel von M42 wäre es hier interessant, das Trapez in seine 5 Komponenten aufzulösen.
In Deinem Fall wäre das ein 3mm Okular, was dann aber nur noch eine AP von 0,5mm liefert. Damit kann man am Mond und an hellen Doppelsternen was werden, für mehr wird es nicht nützen (Bild zu dunkel). Häufiger nutzbar wird ein 4mm sein.
Alternativ könntest Du ein 5-6mm Okular nehmen und es mit einem *entfernt*-Set zum Zoom-Okular erweitern. Aus dem 5er wird dann z.B. ein 5-2.5mm Zoom.
Damit kann man sich dann sehr gut an die maximal mögliche Vergrößerung für den Abend und das Objekt rantasten.
 
Hallo Pitt,

mit über 90% Transmission was das gewünschte Nebellicht angeht, ändert der Filter nur wenig an der Helligkeit von Nebeln. Dadurch kann man die Nebel mit wie ohne Filter praktisch bei gleicher Vergrößerung beobachten.
Da das aber für Sternenlicht nicht gilt, kommt egal bei welcher Vergrößerung ein Verlust an sichtbaren Sterngrößenklassen hinzu. Da kann man aber durch weniger Vergrößerung auch nichts dran ändern, weil ein Stern nicht flächig ist. Die schwächsten erkennbaren Sterne sieht man bei guter Optik so um 1,5mm AP. Das ist für die meisten Deepsky-Objekte aber eh zu dunkel. In Frage kommt es für kleine, helle planetarische Nebel wie den Eskimo-Nebel oder den Katzenaugen-Nebel.

Clear Skies
Sven
 
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