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Stuttgarter

Mitglied
Hallo liebes Forum,

ich heiße Michael und melde mich nach 12 Jahren fast auf den Tag genau zurück im Forum.
Ich bin 55 J. alt und habe jetzt eine lange Astro-Pause hinter mir.

Im Jahr 2011 habe ich mein damaliges Meade ETX90 mit allem Zubehör verkauft. Ich hatte es seit der Geburt unserer Tochter im Jahr 2005 einfach zu selten genutzt.
Jetzt habe ich ihr in den letzten 2-3 Jahre immer mal wieder den Himmel und die Sternbilder, Planeten, die ISS gezeigt und erklärt.
Dabei merke ich, wie sehr mir selbst der Blick in die Sterne fehlt.
Hier im Forum habe ich damals viel gelernt, viel mitgelesen und gestöbert. Vielen Dank auf jeden Fall dafür an alle, die immer noch da sind :-)

Trotz allem bezeichne ich mich noch als Anfänger, der sich jetzt so langsam wieder an den Himmel herantasten möchte.

Bevor es auf Einkaufstour geht, werde ich mich wieder nach aktuellen Dingen bei der Ausrüstung erkundigen müssen.
Mein Interesse liegt bei der Planeten-, Mond- und Nebel-Beobachtung.
Was ich gerne mal machen möchte, ist einfache Astrofotografie per iPhone.
Ich kann mich noch heute gut an meine damaligen Fotos vom Venus-Transit erinnern. Wir hatten zahlreiche Nachbarn mit ihren Kindern im Garten, was war das ein Erlebnis damals. :)

Mein Teleskop muss lediglich den Weg vom ersten Stock in den Garten und zurück schaffen, also soooo schwer darf es nicht sein. Mit ihm auf Reise gehen möchte ich nicht.

Ins Auge gefasst habe ich mal ganz vorsichtig ein Celestron Nexstar 6SE. Ein Budget habe ich nicht genau, aber € 1.500,- sind heute ja schnell ausgegeben. Gebraucht kaufen kann eine Idee sein, muss aber nicht.
Was meint ihr, wie kann ich starten?

Ich weiß nicht mehr warum genau, aber ein Dobson ist mir nie in den Sinn gekommen.
Sorry für viel Text zum Beginn.

Viele Grüße aus OWL und CS!
Michael
 
Hallo Michael,
herzlich willkommen zurück.
Die Astronomie hat sich in den vergangenen 12 Jahren kaum verändert, die Erde ist noch immer eine Scheibe und die Planeten bewegen sich auf ihren Epizykeln. Verändert hat sich der Anspruch vieler Astronomen, ein Achtzöller ist heute kein großes Fernrohr mehr, wenn man eine Montierung noch heben kann, ist sie nicht stabil genug und Astrofotos unter 10 Stunden Belichtungszeit machen nur Anfänger. Natürlich kostet die Ausrüstung ungefähr so viel wie ein Golf.
Zum Glück gibt es auch eine Gegenbewegung mit Astronomen, die mit tragbaren Geräten Erstaunliches leisten. Manche basteln sich elektrische Nachführungen aus Fischer Technik oder eine Nachführplattform aus einem alten Schrank. Diese Kollegen machen damit herausragende Fotos.
Ich selbst bin in der kleinen Gruppe dazwischen. Ich habe einen ordentlichen Newton und eine Goto Montierung, die schon seit ein paar Jahren in der Ecke stehen, weil ich zu bequem bin, um ins Feld zu fahren, dort das Equipment aufzubauen, dabei zu frieren und am Ende festzustellen, dass Wolken aufgezogen sind. Ich habe eine feste Installation unter einem Velux Fenster, was den Blick nach Süden und Westen erlaubt. Ich fotografiere mit einem kleinen Teleskop und DSLR Kameras. Manchmal kriege ich Fotos hin, die vorzeigbar sind, meist nicht.
Du siehst also, es ist für jeden etwas dabei. Der Wiedereinstieg ist nicht schwer und wenn doch, dann wird hier schnell geholfen. Viel Erfolg.
CS Harald
 
Hallo Michael

Ich bin zwar kein großer Freund von "Newtons" aber schau mal auf das Preisschild. Der Newton bietet das größere wahre Gesichtsfeld bei Austrittspupillen von um die 6mm. Beim SC mußt Du dazu schon einen Reducer hernehmen. Gewichtsmäßig ist da kaum Unterschied. Den einzigen Vorteil den ein SC hier hat ist das Planeten nicht auf dem Kopf stehen. Beim Newton sind die Planeten halt immer gekippt oder stehen auf dem Kopf. Was Tubusseeing und Temperaturanpassung anbelangt ist der Newton auch im Vorteil. Bei "über Kopf-Motiven" ist auch der Einblick beim Newton angenehmer.
Aber der Preisunterschied.... der ist schon heftig.
SC
Newton
Gruß Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo!
Ins Auge gefasst habe ich mal ganz vorsichtig ein Celestron Nexstar 6SE. Ein Budget habe ich nicht genau, aber € 1.500,- sind heute ja schnell ausgegeben. Gebraucht kaufen kann eine Idee sein, muss aber nicht.
Was meint ihr, wie kann ich starten?
Ich habe schon seit Jahren ein NexStar 6SE (beim eBay in England gekauft, als England noch in der EU war und keine Umsatzsteuer zu zahlen war) für kurzentschlossene Beobachtungen im Garten und zur Verstärkung an unserer Sternwarte, wenn großer Publikumsandrang zu erwarten ist, FInsternisse, Transite und sowas. Ein Kauf, den ich noch keine Sekunde bereut habe. Meiner Meinung nach macht man mit diesem Fernrohr nichts falsch. Es ist kompakt und leicht zu transportieren, in ein paar Minuten aufgebaut und ausgerichtet und hat, meines zumindest, eine wirklich gute Optik. Allerdings braucht man dafür zwingend eine Stromversorgung. Ohne geht gar nichts, die NexStar Montierung hat keine manuelle Verstellmöglichkeit. Wenn der Akku leer ist kann man einpacken und heimgehen. Ich verwende einen „PowerCube“ vom Lidl für ca. 50€, der das NexStar viele Nächte lang ohne Nachladen versorgen kann.
Ansonsten ist es wie mit allen: Bevor man dafür 1500 Euro ausgibt sollte man selbst man eine Nacht damit verbracht haben. Nicht jedem liegt jedes Fernrohr...

Viele Grüße
Maximilian
 
Hallo,

verkehrt ist der 6 Zoll SC nicht. Man kann argumentieren, dass für Nebelbeobachtung mit Filter ein schnelleres System als f/10 vorteilhaft ist, oder ein Dobson größer, günstiger und mit weniger Obstruktion zu bekommen ist. Aber manche werden mit Newtons halt so oder so montiert nicht warm, das ist dann halt so. Und Goto sowie die automatische Nachführung des SE ist für Planetenbeobachtung oder Familienabende am Sternenhimmel ja auch ein großer Pluspunkt, und die Öffnung reicht zB für Planetendetails und die Auflösung einiger Kugelsternhaufen. Hauptsache ist sowieso, man nutzt das Teleskop gerne und regelmäßig.

VG Klaus
 
Hallo Klaus

Ich möchte nur einmal darauf hinweisen das im obrigen Vergleich beide Vorschläge im Vergleich über Go-To verfügen und auf einer azimutalen Montierung stehen. Daraus ergibt sich für den Newton überwiegend ein bequemerer Einblick. Und wie Du schon richtig darauf hin gewiesen hast ist die größere erreichbare Austrittspupille mit F5 und bei Verwendung von OIII, UHC und anderen Nebelfiltern durchaus ein Vorteil. Am SC und F10 geht das so nur noch in Verbindung mit einem Reducer und der kostet wieder extra.

Peter
 
Moin Peter,

mich brauchst du nicht zu überzeugen. Ich würde sowieso keine 1600 Euro für vergleichsweise mickrige 6 Zoll Öffnung hinlegen. Schon gar nicht für primär visuelle Nutzung.

VG
Klaus
 
Hallo Michael,

deine Geschichte weist ein paar Parallelen zu meiner auf. Ich bin auch Wiedereinsteiger und gewissermaßen durch meinen Sohn wieder dazugekommen. Bedenke bei deiner Budget Planung unbedingt das Zubehör, vorallem Okulare. Bei meiner Anschaffung habe ich für Zubehör genauso soviel ausgegeben wie für das eigentliche Teleskop ?.

Viel Spaß

Tamás
 
Danke schon einmal für die Kommentare und Hinweise.
Ich stöbere noch weiter.
Das Celestron bleibt erst einmal auf der Merkliste.

Könnt ihr noch einen Reflektor Tipp beitragen?
Dieses ist mir positiv aufgefallen:

Bresser N 150/1200 Messier Hexafoc EXOS-2 GoTo​


Viele Grüße aus OWL
Michael
 
Hallo Michael,
ich habe die Exos-2 und es ist eine sehr schöne Montierung. Ich betreibe sie allerdings nur mit kurzbrennweitigen Refraktoren. Ich könnte mir vorstellen, dass 1200mm für die Montierung etwas viel ist. Den 150er gibt es doch auch mit kürzerer Brennweite, das würde sicher gehen und ist für die Beobachtung von Nebeln auch besser. Für Planeten könntest du noch einen kleinen Maksutov anschaffen.
CS Harald
 
Danke schon einmal für Eure Antworten.
Bezüglich der Neuanschaffung bin ich leider noch nicht weiter.

Ich bin mittlerweile alle Bauarten durch. Was für mich feststeht ist eine größere Öffnung als 90 und dass das Teleskop für die Astrofotografie geeignet sein soll (Planeten und Deepsky), sonst leider noch nichts.

An diesem lese ich jetzt schon eine ganze Weile …

Teleskop AC 102/600 AR-102S Messier Hexafoc EXOS-2 GoTo

https://www.astroshop.de/teleskope/...0-ar-102s-messier-hexafoc-exos-2-goto/p,54275
Das müsste dann so in etwa die Kombi sein, die Harald verwendet, oder?

Viele Grüße aus OWL
Michael
 
Hallo Michael,

das Instrument ist weder für Planeten- noch Deepsky Fotografie übertrieben gut geeignet. Bei beidem verhagelt einem der Farbfehler ziemlich die Suppe. Man kann dem bis zu einem gewissen Grad mit Bildverarbeitung entgegnen, aber einfacher ist es natürlich mit weniger Bildfehlern in den Originaldaten. So einen kurzen Fraunhofer sollte man vor allem für Gasnebel mit Filtern verwenden.

Für bessere Allround-Eigenschaften würde ich eher auf einen nicht zu großen Reflektor (130/650) gehen.

Soweit ich weiß eentspricht die Montierung der EQ 5 Klasse, was für kurze kleine Reflektoren und Apos auch fotografisch hinhauen sollte. Darüber wissen andere hier aber besser Bescheid.

VG Klaus
 
Hallo Michael,
von dem Refraktor kann ich nur abraten. Ein FH-Refraktor dieser Öffnung mit nur 600mm Brennweite ist ein Farbwerfer, damit wirst du nicht glücklich. Lieber für etwas mehr Geld den 70/420 ED (neu ca. € 350) am besten gebraucht oder den genannten kleinen Newton. Wobei Newton azimutal mehr Spaß macht.
CS Harald
 
Hallo zusammen,

nach den zahlreichen Tipps möchte ich Euch informieren was ich jetzt bestellt habe:

Bresser Teleskop N 150/750 Messier Hexafoc Exos-2 GoTo​

Lieferung in 4 Wochen. Ich bin mal gespannt.
Also Danke noch einmal an Euch.

Grüße aus OWL
Michael
 
Tja, da macht man sich so lange schlau und bestellt bei Astroshop und jetzt bekomme ich nach drei Wochen die Info, dass das Teleskop nicht lieferbar ist.
Frühestens Mitte Juli kann man mir etwas zum Liefertermin sagen. Ich vermute jetzt fängt die ganze Sucherei von vorne an. Sehr ärgerlich.

Grüße aus OWL
Michael
 
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