Barlow, Astrozoom oder WW an ED80 für Planeten

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas mschaa
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mschaa

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Hallo.

Ich bin Anfänger und wollte ein Teleskop welches ich auch tagsüber als Spektiv nutzen kann.
Ich bin nun glücklicher Besitzer dieses Teleskopes
Mein Teleskop
(ED80 / 480mm / F6)

Ich habe als Okular das Hyperion Zomm 8-24 mit dem ich zufrieden bin.

Nun möchte ich mir für Planeten gerne noch ein weiteres Okular kaufen.
Preisobergrenze so um die 100 Euro.

Saturn mit 8mm war scharf - aber halt sehr klein.

Was würdet Ihr da empfehlen?
Eine Barlow 2x mit dem Hyperion?
Könnte man die Barlow dann auch fotografisch einsetzen?

Oder ein Astrozomm auf Basis von z.B. einem HR Planetory?

Oder halt eine Festbrennweite?

Auch noch eine Frage zum HyperionZoom.
Mir kommt es bei 8mm tagsüber eher weicher vor. Nun sagte man mir das Hyperion wäre eigentlich bei 8mm am schärfsten.
Stimmt das?
Allerdings habe ich eben noch mal geschaut - und es scheint als macht die Luft bei 8mm einfach mehr Unruhe als z.B. bei 12 wo das fast gar nicht auffällt. Zwischendurch war das Bild bei 8mm dann auch mal knackscharf...

Freue mich auf Eure Antworten!

LG
Michael
 
Hallo Michael,

ich würde das Hyperion nicht mit einer zusätzlichen externen Barlow kombinieren.
Entsprechende Versuche mit unterschiedlichen Okularen und Barlows fürten bei mir zu unbefriedigenden Ergebnissen und letztlich zur Entwicklung der Zoomsets, eben weil hier nur eine Barlow, im Falle bereits vom Okulardesign her gebarlowten Okularen eben nur das okulareigene Barlowelement eingesetzt wird.

Etwas oberhalb des gesetzten Preisrahmens gibt es verschiedene Varianten von Planetary-Zommsets, die z.B. auf Basis des 7er oder des 9er Planetars in den für dich maximal interessanten Bereich von 3-4 mm Okularbrennweite hinabreichen und mit 7 bzw. 8 mm Ausgangsbrennweite direkt an das Hyperion anschließen.
Diese Planetarys sind von der Abbildungsleistung her zumindest nicht schlechter als das Hyperion Zoom einzustufen.

Der Preis- und Ausstattungsvorteil eines Zooms gegenüber einzelnen Festbrennweiten kann aber auch Lösungen interessant machen, die das gesetzte Budget deutlich übersteigen. Mit großem Gesichtsfeld wäre das z.B. ein Zoom auf Basis der derzeit durch die Televue-Aktion recht günstigen Nagler T 6, mit eher konservativer Planetenauslegung und kleinem Feld wäre auch eine Kombination aus Barlow und Plössl interessant.

Zu bedenken ist auch, das Du Dich mit einem Okular mit moderater Brennweite im Zoomset nicht auf eine Maximalvergrößerung festlegst, die das Teleskop und das Seeing nicht oder nur höchst selten gewinnbringend hergeben, Dich andererseits aber auch nicht auf 6 oder 7 mm Brennweite festlegst und dann guten Tagen denkst, es dürfte ruhig noch etwas mehr sein.

Gruß
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther.

Gott sei Dank hat jemand geantwortet ;-)
Ich sitze hier mit dem neuen Skope auf heissen Kohlen - das Wetter ist super und der Himmel klar.

Ok - dann vergessen wir das mit der Barlow mal.
Ein Planetary-Zoomset - welches würdest Du denn da empfehlen?
Ich hatte mal ein Planetory am C5 - ein 6er - davon war ich nicht begeistert.
Aber nach heutigem Wissensstand lag das wohl an der enormen Vergrößerung und schlechtem Seeing. Es war einfach sehr sehr unscharf.

LG
Michael
 
hallo Michael,

Das Planetary Zoomset mit 5,9-3,0 mm Brennweite wär für den die Höchstvergrößerung an deinem Instrument optimal. Das die kurze Brennweite und die kleine Öffnung nicht gerade förderlich für Planetenbeobachtung sind ist dir klar oder? Auch bei 120 fach wird Saturn zb. noch sehr klein sein, du kannst mit dem *entfernt* maximal bis 160 fach hochgehen was der maximal sinnvollen Vergrößerung des Instruments entspricht. Lade dir mal Stellarium runter und starte das Okularplugin, da kannst du Teleskop- und Okulardaten eingeben und bekommst so zumindest ein Gefühl dafür was für ein Anblick dich (im Besten Fall ohne Seeing) erwartet!

Das man die Höchstvergrößerung Seeingbedingt nicht oft ausnutzen kann ist nicht die Schuld des Okulars sondern einfach eine Tatsache mit der wir leben müssen. Je mehr du vergrößerst umso mehr Unruhe wirst du im Bild haben ist ärgerlich aber ganz normal.
 
Hallo Markus.

Danke für die Hinweise.

Mit der Öffnung und Brennweite ist mir klar. Aber da ich es auch als Spektiv und teilweise als Objektiv einsetzen wollte war es als reisetaugliche Lösung für mich der beste Kompromiss.

Gruß
Michael
 
Hallo Michael,

Zitat von mschaa:
Ich hatte mal ein Planetory am C5 - ein 6er - davon war ich nicht begeistert.

ich hatte auch mal ein C5 und ein 5er und ein 7er Planetary. Das 5er ging gar nicht und das 7er machmal, Du bist bei der Qualität des C5 einfach im Bereich der Übervergrößerung.
Inzwischen habe ich den gleichen Apo wie Du, beide Okus sind an dem einwandfrei. Ich habe sie nur wegen der größeren GF durch ein 5mm und ein 3,5mm Hyperion ersetzt. Das 5er geht immer, beim 3,5er wirds etwas dunkel.
Ich hab noch ein 9er Planetary das ich in die Zoomhülse von Günther eingebaut hatte, am C5 war´s ebenfalls nicht der Bringer, am Apo ist´s o.k. Wenn Du willst, verkauf ich Dir beides, schreib mir eine PN.

Gruß Uwe
 
Ich ziele derzeit auch auf Saturn, aber mit dem 127/1500 Mak von Skywatcher.

Nomalerweise nutze ich meist ein Seben 8-24 Zoom und kann mein 7mm Planetary oftmals nicht gewinnbringend einsetzen.

Allerdings waren die Bedingungen letztes Wochenende so gut, das der Einsatz vom 7mm problemlos möglich war.
Damit ist der Saturn allerdings immer noch recht klein !
Mit den 7mm wäre ich ja im Grunde im Bereich der maximalen sinnvollen Vergrößerung, denke aber, das an einem guten Tag doch noch mehr geht !

Von daher werde das Zoomset wohl beschaffen.

mfg
Roland
 
Zitat von Radfahrer:
Hallo Michael,

Zitat von mschaa:
Ich hatte mal ein Planetory am C5 - ein 6er - davon war ich nicht begeistert.

ich hatte auch mal ein C5 und ein 5er und ein 7er Planetary. Das 5er ging gar nicht und das 7er machmal, Du bist bei der Qualität des C5 einfach im Bereich der Übervergrößerung.
Inzwischen habe ich den gleichen Apo wie Du, beide Okus sind an dem einwandfrei. Ich habe sie nur wegen der größeren GF durch ein 5mm und ein 3,5mm Hyperion ersetzt. Das 5er geht immer, beim 3,5er wirds etwas dunkel.
Ich hab noch ein 9er Planetary das ich in die Zoomhülse von Günther eingebaut hatte, am C5 war´s ebenfalls nicht der Bringer, am Apo ist´s o.k. Wenn Du willst, verkauf ich Dir beides, schreib mir eine PN.

Gruß Uwe

Na da habe ich aber Glück.
Jemand mit dem gleichen Teleskop.

Mir macht es halt nur Spass wenn es mindestens so gut abbildet wie das Hyperion Zoom.
Darunter und unschärfer ist einfach nicht mein Ding.
Dann lieber ein paar Euro mehr aber dafür was halbwegs vernünftiges.

Evtl. könnte man ja auch ein Hyperion in so eine Hülse setzen...

Gruß
Michael
 
Hallo Michael,

ich habe ebenfalls einen Triplett-Apo 80/480 und benutze zum Planetenbeobachten (und Doppelsterne) fast nur das Nagler 2,5mm (!). Entgegen aller Theorie ist das subjektive Seevergnügen bei dieser Vergrößerung (192x) nochmal besser als bei der sog. maximal sinnvollen Vergrößerung mit dem 3mm (ca 160x). Zwar zeigt das Bild nicht mehr Details, aber die Details liegen räumlich weiter auseinander, was die Erkennbarkeit erhöht. Ich habe vor kurzem damit einen praktisch "knackscharfen" Saturn beobachtet - keine Spur von matschigem Bild oder störenden Farbrändern. MMn verträgt ein gutes Teleskop diese Übervergrößerungen. Bei 6mm dagegen sind Planeten schon arg popelig. Alternative Empfehlung: Televue Nagler Zoom 3-6mm. Beide liegen zwar über dem geplanten Budget, aber versprochen: Wenn Du eines davon mal an deinem Gerät testen kannst, wirst Du das Budget gerne aufstocken ;-)
Es wurde bereits erwähnt: TeleVue hat im Moment 20% Rabatt auf alle Okus.

CS, Tilo
 
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Hallo Tilo,

deine Beschreibung ist ein guter Hinweis darauf daß deine Augen
nicht gut sind. Die Beugungsunschärfe in dem Ausmaß wie sie bei
knapp 0,42mm Austrittspupille vorhanden ist nicht zu sehen
ist schon heftig. Aber wiso erwartest du an einem 80/480mm Triplett
irgendwelche Farbsäume oder matschige Bilder?

CS,Karsten
 
Hi Karsten,

zu meinen Augen: Keine Adleraugen, aber altersentsprechend nicht schlecht. (wer beidseits >=100% Sehstärke hat werfe den ersten Stein ;-)

"Matschige Bilder": unglücklich ausgedrückt. Ich meine damit, dass die Beugungsunschärfe (die ich bei 2,5mm natürlich dann schon sehe) sich soweit in Grenzen hält, dass der Beobachtungsspaß nicht getrübt ist. Oder anders gesagt, ich empfinde das Gesamtbild trotz leichter "Weichzeichnung" als angenehm.

@Farbsäume: Weil vielfach postuliert wird, ein f/6 kann nicht vollkommen farbrein sein. (Und selbst wenn sich unter Laborbedingungen das Gegenteil beweisen ließe, bezieht sich der "farbreine Eindruck" natürlich wieder auf das subjektive Empfinden, das wiederum trotz Hochvergrößerung für mich angenehm ist.)

Langer Rede kurzer Sinn: Ich wollte Michael meine persönliche Einschätzung an einem mit seinem Teleskop vergleichbaren Gerät im AP-Grenzbereich geben.
Meine Einschätzung und Erfahrung ist: Am f/6 Triplett guter Qualität funktioniert das 2,5mm bzw 3-6mm Zoom recht gut.

Gruß, Tilo
 
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