Barlow gesucht

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a_echta_Tiroler

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Hallo Astrofreunde!
Ich habe schon einiges gelesen und viel nicht verstanden.


Brennweitenmäßig war ich bisher mit 1800 mm verwöhnt. Ich habe jetzt aber umgestellt auf einen William FLT110 f770mm und habe eine ALCCD5T dranhängen. Ich würde gerne die Vergrößerung an das bisher gewohnte anpassen um halbwegs Detailreiche Mond bzw Erdfotos hinzubekommen

Daher suche ich eine 1,5 bis 2x Barlowlinse. Ich habe schon 2 Achro Barlows getestet und das war einfach nur Schrott. Könnt ihr mir eine gute Barlow empfehlen im Preisbereich bis ca 200,- Euro.
Oder muß ich da mehr investieren um einem Apo gerecht zu werden?


Gruß Roland

 
Hallo Roland,

wenn Dir die 1800 mm Brennweite gefallen haben, könntest Du eine Barlowlinse mit dem Faktor 2,33 gebrauchen. Die 2,5fache Powermate von Televue kostet unter 200 Euro und sollte angesichts der Marke eine gute Abbildung liefern.

Ich habe vor kurzer Zeit eine (ältere) Vixen-DX-Barlow mit zweifacher Brennweitenverlängerung ersteigert, seit dem Eintreffen am Dienstag aber noch nicht testen können. Die aktuelle Version dieser dreilinsigen Konstruktion kostet etwa 120 Euro. Die Kritiken waren AFAIR nicht schlecht.

Die achromatische 2X-Barlow von Televue soll auch ganz ordentlich sein.

Grüße

fquadrat
 
Danke für die Info!
Lass mich bitte dein Urteil wissen sobald du getestet hast.

Gruß Roland
 
Ach da wollte ich doch noch fragen ob du ein Okular dranhängst oder auch etwas digitales?

Gruß Roland
 
Werde ich. Vielleicht klappt das schon diese Nacht - es besteht eine kleine Hoffnung! :)

Ach ja: Beim Antworten den "Antwort"-Knopf des Beitrags drücken, auf den Du antwortest. Wenn Du den Deines eigenen Artikels drückst, obwohl Du auf einen anderen reagierst, kann man Deine Antwort nicht oder nicht so leicht korrekt zuordnen.

Grüße

fquadrat
 
Ich werde einige Okulare benutzen, bevorzugt Plössl mit bekannt guter Abbildung.

Grüße

fquadrat
 
Moin Roland,

auch ich kann die 2,5 fach Powermate uneingeschränkt empfehlen, allerdings nutze ich sie visuell und nicht fotografisch. Dem Apo wird sie aber in jedem Fall gerecht und das sollte auch fotografisch zutreffen.
 
Zitat von fquadrat:
Vielleicht klappt das schon diese Nacht - es besteht eine kleine Hoffnung!

Hallo Roland,

es hat tatsächlich geklappt, wenn auch nur mit Einschränkungen. Die Luft war nur mäßig ruhig und gelegentlich trübe, der Einblick mit Barlow gewöhnungsbedürftig, die Straßenlaternen störend. Dennoch konnten am 114/900 ohne und am 90/1250 mit Nachführung Beobachtungen gemacht werden.

Denen zufolge hat die Barlowlinse die Qualität, welche man von einem Hersteller wie Vixen erwarten kann.

Grüße

fquadrat

PS
An einem schnellen Teleskop wurde die Barlow allerdings nicht getestet.
 
Kannte ich noch nicht, danke für den Hinweis und hoffe dass hiermit das richtige mache diesen Mail:
Roland
 
Ja das ruft gleich mein Bedenken, dass sie zwar dem Apo gerecht wird aber vieleicht der Kombination Apo mit der ALCCD5T nicht.
Ich habe schon zuviel Geld in diesem Hobby im warsten Sinne der Worte "vernichtet" als dass ich eine Barlow kaufe die meinen Erwartungen nicht gerecht wird.

Ich werde die Powermat auf alle Fälle in Betracht ziehen, Danke für den Hinweis.

Gruß Roland
 
Hallo Astrofreunde!

Ich habe mich entschieden und gerade die TeleVue Powermate 1,25" 2,5x bestellt.

Danke für Eure Wissensweitergabe.

Wenn ich Zeit habe werde ich auch hier Fotos zum vergleich reinstellen und meine laienhafte Meinung kundtun.

Gruß Roland
 
Nochmals Hallo!

Ich möchte hier noch anschließen da ich jetzt Bedenken habe ob die 2,5x Barlow schon Sinn macht!
Wenn ich die Berechnung auf http://www.12dstring.me.uk/fov.htm folge dann komme ich mit meinem FLT110/770 und der Kamera auf eine Auflösung von 0,43"/Pixel ein 110er Teleskop schaft aber eh nur eine Auflösung von 1,25".

Hat da jemand Ahnung davon?

Gruß Roland
 
Hallo Roland,

da überlegt man unwillkürlich, welche 1800mm Optik denn da vorher beschäftigt war. Und wenn es ein 150/1800 Mak war, dann muss der schon recht schlecht gewesen sein, wenn man sich erhoffen will, mit 110mm Öffnung diesem bezüglich der Planetenfotografie beizukommen. Da wird die Barlow nicht helfen.

Was nun den Chip angeht: Man kann den Chip durchaus so auslegen, dass man ein 2-faches Oversampling erreicht, also dass die Pixel halb so groß wie das Beugungsscheibchen sind. Bei Langzeitbelichtung geht nochmals mehr, wenn man runde Sterne will, denn auch Sterne aus vier Pixeln sind noch eckig! Aber bei Langzeitbelichtung verschmiert auch mehr. Jedenfalls ist die 2,5x Barlow so schlecht nicht. Bei der Teleskopwahl habe ich bei dieser Disziplin aber so meine Zweifel. Ein 110/770 FLT will doch einen Reducer/Flattener und für Langzeitbelichtung mit großen Chips eingesetzt werden.

Ich frag mal dreist: Wie wurde denn da beraten?

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven!

Ich sage es mal ganz frei heraus. Beratung hatte ich keine, weil ich auch niemanden gefragt hatte, weil für meine Wünsche gibt es sowieso keine optimale Ausrüstung.
Wie jeder versuche ich die Eierlegende Wollmilchsau zu finden und taste mich langsam heran.
Da schien mir der FLT110 richtig zu sein für mein mir zur Verfügung stehendem Budget.

Meinen 150/1800 Mak habe ich auch noch immer, und bevor ich begann ihn zu zerlegen konnte ich durchaus Ergebnisse erzielen mit denen ich zufrieden war. Aber wie der Mensch eben ist kam die Gier nach mehr! (Mehr Details) Wie der Vergleich jetzt mit meinem FLT110 ausfällt werde ich ja bald sehen. Mit der 2,5x Powermate komme ich ziemlich auf die gleiche Brennweite und kann dann gut vergleichen.

Ich bin ein jahrelang erfahrener blutiger Anfänger ;-) der die ganze Technik, die in der Digitaltechnik steckt nicht ganz kapiert hat.

Heißt deine Aussage dann, dass es durchaus Sinn macht wenn mein Teleskop max 1,20" Auflösung hat mit einer Vergrößerung bzw Brennweite zu arbeiten die 0,6" /Pixel bringt??

Es geht mir hier nicht um Planeten oder Deepsky, oder...., sondern rein um das maximale Ausreizen meines Teleskopes mit der ALCCD5T Kamera. Ob es Sinn für Planetenfotografie macht oder nicht entscheiden dann die ersten Versuche.
Auflösung und Kontrast entscheidet ob ein Bild gut ist oder nicht, oder?

Gruß Roland
 
Hallo Roland,

was Du da anstrebst, macht schon Sinn. Aber es setzt voraus, dass die ganze Kette des Equipments das auch so abliefert. Bei CCD-Aufnahmen an der Auflösungsgrenze des Teleskops muss natürlich auch UV und IR geblockt werden, weil dort die Korrektur üblicher Teleskope nachlässt.
Es gibt da, auch wenn sie nicht angreifbar sind, die Abtast-Theoreme. Um alle Details eines Bildes mit 1,2" Auflösung abzutasten, muss man mit 0,6" abtasten. Ganz grob gesagt.

Ob man das mit den ersten Versuchen aber entscheiden kann...? Man kann es doch eigentlich erst entscheiden, wenn man alle groben Fehler ausschließen kann.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven!
Versteh es zwar nicht in der ganzen Tiefe aber ich glaube ich kann folgen.
Jetzt bin ich mir nicht mehr ganz sicher ob ich nur einen Baader IR oder auch eine IR/UV Kombi dranhängt. Und da fällt mir noch eine Frage ein. Soll ich den IR Filter an die Barlow oder zwischen Barlow und Kamera machen.
Gibt es da einen Unterschied?
Für Ratschläge bin ich immer dankbar!

Gruß aus dem bewölkten Tirol

Roland

P.S. Gibt es eigentlich ein Buch welches empfehlenswert ist?
 
Hi Roland,

tja... bezüglich der Abbildungsqualität sind Filter besser möglichst nah zum Fokus zu bringen - bezüglich unerwünschter Reflexe besser weiter weg davon (Doppelreflexionen zwischen Chipglas und Filterglas).
Es könnte im blödesten Fall so sein, dass der Filter vor der Barlow montiert Unschärfe ins Bild bringt (obwohl er ja andererseits ein eventuell oder höchstwahrscheinlich unscharfes IR/UV Bild ausblendet), während nah bei der Kamera das Bild dann schärfer ist, aber dann eine leicht versetzte (der Filter ist nie so parallel zum Chip) Reflexion sichtbar wird. Wenn die Filteroberfläche gut genug ist, kann der Filter aber ruhig vor der Barlow sitzen. Angeblich (!) ist bei billigen Filtern die Oberfläche nur flammpoliert ("glatt geschmolzen") und bei teuren Filtern eben optisch plan poliert.

Ein "IR-Filter" könnte ein IR-Pass-Filter sein, gibt es von Baader, oder Astronomik. Diese Filter machen irgendwo ab 650nm, andere ab 700nm oder auch 800nm auf und lassen dann nur IR durch.
Ein IR-Sperrfilter ist meist auch ein UV-Sperrfilter und lässt eben 400nm bis 700nm passieren ("UV-IR-Cut"). Beide machen auf Ihre Weise bei der Planetenfotografie Sinn. Der UV/IR-Cut mit einer Farb-CCD-Kamera, der IR-Pass (auch mit einer Farbkamera) zur Aufnahme im IR (mehr Kontrast, weniger Seeing, aber auch weniger Auflösung wegen der Wellenlänge).

Clear Skies
Sven
 
Danke für die Info!
Wie erwartet es gibt kein PERFEKT nur ein Optimum.

Ich glaub ich muss mir das mit den Wellenlängen nochmals anschauen.
Ich habe mal nachgesehen welchen Filter ich habe und zwar einen "IR Block" was auch immer der macht. Ich werde mich mal schlau machen beim Lieferanten.

Gruß Roland
 
Hallo Astrofreunde!
Ich habe heute den Sinn einer Barlow mit meiner Ausrüstung erkannt und möchte Euch an meiner Erkenntnis teilhaben lassen!

Die beiden Bilder (aufgenommen durch William FLT110 mit ALCCD5T)sind unbearbeitet und nur beschnitten auf den selben Bildausschnitt. Jeweils das beste Bild aus 500. Da die Powermate 2,5x ist hat natürlich das Bild 250Pixel und das ohne Barlow 100Pixel Höhe! letzteres habe ich um 250% vergrößert damit man besser vergleichen kann.

Man sieht den Unterschied wirklich gut an den kleinen Ästen!

Ich hoffe irgendwem damit gedient zu haben!

Gruß Roland
 

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