Barlow-Linsen für Großferngläser (APM, TS, Omegon,...)

Andreas_W

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Hallo zusammen,

für meinen Doppelnewton (f/5) und meine Großferngläser (f/5,6) suche ich nach passenden Barlowlinsen, um gelegentlich Hochvergrößerungen um ca. 0,7 mm AP nutzen zu können. Da ich so hohe Vergrößerungen nur relativ selten vermisse, ist mir die Erweiterung meines Okular-Zoos um ein weiteres Pärchen TV Delos o.ä. zu kostspielig. Deshalb die Idee, meine vorhandenen 6 bzw. 10 mm Delos mit Barlows auf ca. 4 mm Brennweite zu bringen. In die engere Wahl habe ich diese Varianten gezogen:
- TMB 1,8x Barlow: direkt ins Okular eingeschraubt beträgt der Vergrößerungsfaktor ca. 1,5x und wäre gut passend zum 6er Delos
- 2,7x komakorrigierende APM-Barlow: ergibt zusammen mit dem 10er Delos ca. 3,7 mm effektive Okularbrennweite, schon etwas viel aber noch okay.
Da man mit dem Adapterset für die 2,7x Barlow die Umschrauberei vermeiden kann, tendiere ich aus Komfortgründen derzeit zu dieser.

Hat jemand von Euch ähnliches schonmal ausprobiert bzw. kann von Erfahrungen berichten?

Wenn man sich Fotos anschaut, scheint es so, als würden beide Varianten für die Großferngläser zu tief in die Okularauszüge ragen und möglicherweise die Prismenoberflächen touchieren können. Kann jemand von Euch etwas dazu sagen? Ich meine, dass die OAZ aller genannter Großferngläser von 70-120 mm Öffnung dieselben sind, so dass es möglicherweise den einen oder anderen gibt, der so etwas schonmal probiert hat.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,

ich habe mal darüber nachgedacht, es dann aber nie umgesetzt weil:

- noch mehr Gewicht (immerhin x2)
- noch mehr Bauhöhe über dem Okularauszug
- Lichtverlust
- optische Qualität
- unklare Fokuslage

Die Einstecktiefe könnte auch ein Problem sein.
Die Prismen sind dadurch aber nicht gefährdet, es ist ja noch ein schützendes Glasfenster darüber.

Grüße Jochen
 
hallo Andreas,
kann nur für den Newton sprechen, hier ist die Komakorrigierende ideal , ich nutze sie meist in Verbindung mit dem RKE 28mm und 21,5mm, vom Gewicht eher leichter als das Delos…
wie sich die Kombi am Fernglas macht weis ich nicht,
vG Alex
 
Hallo Jochen,

das sind alles valide Punkte. Und die Prismen sind tatsächlich nicht gefährdet. Ich habe gerade mal genauer hingesehen: es gibt am untersten Ende des OAZ eine dünne Blende, die quasi als Stoppring wirken würde. Insofern also Entwarnung. Ich bin aber beim Thema Barlow tatsächlich unschlüssig. Es gibt doch in der Tat einige Nachteile...

Klar, eine passende Okularbrennweite wäre ideal, TV-Okulare sind mir aber definitiv zu teuer geworden, diese Preispolitik von Televue werde ich sicher nicht unterstützen. Welche Alternativen gäbe es (Prämisse: komfortabler Augenabstand >15 mm, sGF >68°)?

- Morpheus 4,5mm -> die hatte ich schonmal ausprobiert und kam mit dem Einblick nicht zurecht (Kidneybeaning)
- APM XWA 3,5 mm -> die AP ist für den f/5 Doppel-Newton voll okay, für das 120er APM aber schon ein Tick zu viel, vermute ich. Oder doch nicht? Ansonsten eine Option... gibt es Erfahrungen zu diesen Okularen am Großfernglas?
- Pentax XW 3,5 mm -> schon wieder etwas höherpreisig. Erfahrungen?
- Explore Scientific 82° LER 4,5 mm -> kann ich gar nicht einschätzen. Erfahrungen?

Und dann gibt es noch die verschieden gelabelten TS 82° UWA 4 mm, welche aber wohl einen kürzeren Augenabstand haben.

Jochen, was hast Du an Deinem 150er für den Hochvergrößerungsbereich im Einsatz?

Alex die komakorrigierende Barlow ist in der engeren Auswahl, falls ich tatsächlich in Richtung Barlow schwenken sollte. Danke für Deine Einschätzung!

VG
Andreas
 
Hallo Andreas,

als ich noch den 12.5er Dobson hatte bin ich ja schon von Nagler auf Ethos gewechselt.
Ich hatte also die fast komplette Reihe schon doppelt im Okularkoffer, bevor die Preise völlig abgedreht sind.
Ich hatte am Dobson ja einen 2" Binoansatz :)

Was mir noch gefehlt hat waren die kurzen Brennweiten unter 6mm
Hier habe ich die APM XWA 5.0 und 3.5 genommen und bin total begeistert.

Das 3.5er setze ich nur bei wirklich guten Bedingungen an Mond und Planeten ein, aber dann ist es wirklich eine Wucht.

Müsste ich heute Okulare neu kaufen würde ich die komplette XWA Reihe nehmen.
Ich mag die 100° respektive 110° binokular extrem gerne, das ist für mich wie der Blick aus dem Fenster eines Raumschiffes.
Natürlich ist das große Feld bei einem manuell nachgeführten Instrument auch recht praktisch...

Ich sehe optisch keinen Unterschied zwischen den Ethos und den XWA.
Es gibt Tester die sagen, die XWA würden etwas mehr zu Reflexionen neigen.
Aber so what bei diesem Preisunterschied?

Grüße Jochen
 
Zuletzt bearbeitet:
Wunderschönen Freitag an alle,

direkt zu Andreas` Frage:

Die APM 3,5 und 5mm XWA am 120er SD halte ich auch für zu viel des Guten, korrigiere mich, wer gute Erfahrungen damit hat.

Zum Einstieg am 120er für Hochvergrößerung hatte ich mir in Euphorie des neu angeschafften Big Bino`s die 82° UWA 4mm (Sorte Nirvana von Skywatcher) zugelegt, ein übles Gedrehe, um die Bilder deckungsgleich zu bekommen und ziemlich finster wirds da auch, eigentlich nur für Mond und die Gasriesen geeignet (mein Eindruck).

Als Maximum verwende ich die APM 7mm XWA, da die Bilder noch recht hell erscheinen und kein Gedrehe notwendig ist.
Als zweites Paar der APM XWA kommen die 13mm zur Verwendung und die sind wirklich der Hammer.
Problematisch war anfangs, zumindest an meinem 120er, die 13er in den Fokus zu bekommen, bei kurz vor scharf war Schluß. Geholfen hat das Entfernen der Okularhalterungen, auf den Punkt den Sweet-Spot mit 0mm Reserve links, rechts war noch 1-2mm Spielraum.

Hatte da jemand ähnliche Fokusprobleme mit den 13ern ?

Da ich vorwiegend diese Okulare verwende, lasse ich die Halterungen am Bino gleich ab. Gewichtsmäßig sehe ich bei diesen beiden XWA-Varianten kein Problem, wiegen etwas über 400g pro Stück.

In Ermangelung einer 17er-Variante vom APM XWA , habe ich mir die 17,5 Morpheus zugelegt, gefallen mir ausgesprochen gut.
Hier habe ich die Okularmuscheln entfernt (am Morpheus abschraubbar) und mein subjektiver Eindruck geht weit über die angegebenen 76° hinaus, muß man halt den Einblick üben, bei mir haut es hin.
Generell entferne ich ja die Augenmuscheln bei all meinen Okularen, hatte immer das Gefühl, die verkleinern mir das Bild.

Soweit meine Erfahrungen, vielleicht hilfts ja etwas.

Schönes WE an alle,

Gruß Fery.
 
Hallo Fery,

ja, das 3,5er XWA sehe ich am 120er auch kritisch, es wird schon mit dem 4.5er im 150er recht dunkel.
Aber das 5mm kann zumindest am Mond und Jupiter / Saturn schon Freude machen.

Die Probleme die Bilder mit den kurzen Brennweiten deckungsgleich zu bekommen habe ich auch, alles unter 6mm wird zum Gefummel...

Und ja, ich entferne auch alle Augenmuscheln, ich drehe ja sogar noch etwas Material vom Rand um die Augenlinse ab.
Nur dann kann man die 100° / 110° bequem überblicken.

Christopher (Schiefspiegler) empfiehlt als kurze Brennweite fürs Bino ja gerne das Nagler Zoom 3-6mm
Das ist sicherlich sehr gut geeignet um sich ans Limit heranzutasten, mir ist es aber einfach zu eng :)

Dass es kein 17mm XWA gibt ist wirklich schade, ich überlege schon lange ob ich mal schauen soll, wie weit man das 20mm AXW abfräsen kann ich wahscheinlich probiere ich das demnächst mal aus :)

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen,
Deine abgedrehten Okulare sind ja wirklich der Hammer, würde ich mir nie zutrauen.
Und Jose landete im anderen Thread mit dem 23mm Pentax ja einen ähnlichen Hammer, verrückt im positivsten Sinne ;)
Grobmotorisches Basteln geht ja bei mir noch, aber diese Feinheiten an Okularen,
Respekt. :y:
 
Hallo zusammen,

da ich schon 4mm- und 4,5 mm-Okulare am 120er Bino hatte, weiß ich, dass das Bild mit 3,5 mm Okularbrennweite nicht heller wird. Dass 0,63 mm AP schon duster sind, ist mir klar, aber das ist beim 150er Bino nicht anders als beim 120er. Lediglich in der erzielten Vergrößerung unterscheidet sich das gleich dunkle Bild. Deshalb weiß ich auch, dass diese Brennweite am 120er Bino nicht wahnsinnig oft zum Einsatz kommen und die Objektauswahl hierfür auf helle Objekte beschränkt sein wird. Andererseits habe ich schon 6 mm Okulare und ab und zu fehlt mir ein gewisses Maß an Vergrößerung, ideal wären 4 mm Brennweite. Dummerweise gibt es von den interessanten Okularbaureihen keine echten 4 mm-Okulare.

Außerdem habe ich noch einen 10"-Doppel-Newton von dem ich finde, dass er mit 210x (6 mm Delos) noch nicht ausgereizt ist. Gerade bei kleineren PNs erhoffe ich mir noch einen gewissen Punch ;-)

VG
Andreas
 
Hallo Andreas,

Jochen hat's gesagt: ich empfehle immer die Nagler Zoom, wohl wissend, dass die Feldsüchtigen 52° nicht wollen. Es geht ja bei diesen Okubrennweiten um's Herantasten an den Limit - hier ist ein solches, wirkliches gutes Zoom mit konstantem Eigengesichtsfeld (für mich viel wichtiger als die Feldgröße!) etwas, das man erlebt haben muss.

Um Dir den Zoom schmackhaft zu machen veräußere ich Dir gerne mein Pärchen Pentax XP 3,8mm. Deren optische Qualität auf der Achse ist dem Nagler noch überlegen - und Du wirst nach 40° mit dem XP die 52° des Nagler Zooms als enorm weitwinklig empfinden! Musst dann halt die anderen Brennweiten auch auf Orthos umstellen. Das ganze System ist dann ausgewogener, der Okularkoffer wiegt fast nichts und Dein Nachlass ist leichter zu verwalten. :devilish:

Beste Grüße, Christopher
 
Hallo Christopher,

you made my day :ROFLMAO:
Um das Gewicht meinen Nachlasses habe ich mir tatsächlich noch gar keine Gedanken gemacht :unsure:

Würde ich nur elektrisch nachgeführt beobachten, hätte ich mit den 52° sGF der TV Zooms gar kein Problem. Aber gerade am manuell nachgeführten Doppel-Newton ist ein ausreichend großes tatsächliches GF bei hohen Vergrößerungen ein entscheidender (Spaß-) Faktor. Insofern vielen Dank für das Angebot die Pentaxe betreffend, aber da lehne ich dann doch ab. Sollen meine Erben ruhig schleppen müssen...

Liebe Grüße
Andreas
 
hi,
ich werfe trotzdem mal das Svbony Zoom 3-8mm in den Ring ,
nach dem was man so liest, scheint es richtig gut zu sein und ist mit 129,-€ zumindest preislich im Rahmen .
So könntest du die richtige Brennweite herausfinden ….
vG Alex
 
Hallo Andreas,

meine Erfahrung mit der TMB Barlow:

Gruß Uwe
 
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