Barnard 174

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bernhardhubl

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Hallo Leute,

Thomas Jäger hat vor kurzem eine schöne Weitfeld-Aufnahme um B174 präsentiert.
Aufgrund der interessanten Form dieses Dunkelnebels habe ich
mich entschlossen, das Objekt tiefer abzulichten.
Ich habe zwar 8 h investiert, aber bei zum Teil sehr schlechter
Durchsicht (Wolken und Nebel). Trotzdem kommt B174 schon
sehr schön zum Vorschein.
Ein Herbig-Haro-Objekt (HH354) ist auch erkennbar. Somit
ein sicheres Zeichen für aktive Sternentstehung.

Link zur Grafik: http://astrophoton.com/images/B174-1_mini.jpg

Barnard 174

lg
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

mit Dunkelwolken beschäftige ich mich nur am Rande. Aber solche Aufnahmen zeigen mir, um welch faszinierenden Objekte es sich dabei handelt.
Diese Aufnahme könnte als Titelbild für ein Buch über Dunkelwolken herhalten, super!

cs

werner
 
Hallo Bernhard,

Das wirkt wirklich sehr sehr gut Bernhard!
Mich würde interessieren mit welchem Programm du die Objekte identifizierst. Vielleicht willst du uns ja dazu etwas erzählen?

lg,
Michael
 
Hallo Bernhard,
beeindruckende Leistung, deine Dunkelnebelbilder faszinieren!
CS
Martin
 
Hallo Werner, Thomas, Frank, Harry, Michael und Marcus,

Vielen Dank für Eure freundlichen Worte!

@Frank:
Das HH Objekt ist das dieser kleine rote Punkt?

Ja, so ist es. Ist in der Objektidentifizierung markiert:
http://astrophoton.com/B174_id.htm

@Michael:
Mich würde interessieren mit welchem Programm du die Objekte identifizierst.

Das Basisprogramm ist Guide.
Für schwächere Objekte kommen folgende Tools zum Einsatz:
NED http://nedwww.ipac.caltech.edu/
SIMBAD http://simbad.u-strasbg.fr/simbad/
Aladin http://aladin.u-strasbg.fr/aladin.gml
Vizier http://webviz.u-strasbg.fr/viz-bin/VizieR

NED macht Sinn für alle extragalaktischen Objekte.
SIMBAD hat seine Stärke bei den Objekten der Milchstraße
In beiden Katalogen kann man sowohl nach Objektname, Position
etc. suchen.
Auch die angeführten Referenzen helfen oft weiter. Man kann
sich die Orginalartikel über ADS (http://www.adsabs.harvard.edu/)
herunterladen.
Mit Aladin kann man die identifizierten Objekte in einem Overlay
über ein Bild des DSS oder über sein eigenes Bild legen.
In der Vizierdatenbank kann man bei spezielleren Suchen graben.

Bei der Objektsuche gehe ich jedesmal etwas anders vor.
Am besten ist es, wenn man bei einer Publikation landet, wo
meist am Beginn etwas über den aktuellen Wissensstand des
Objektes berichtet wird.

lg
Bernhard
 
Hallo Bernhard

Ganz tolle Aufnahme! Da sieht man nicht mehr viel
von den schlechten Aufnahmebedingungen.
Der Kontrast ist einfach gewaltig und die Farben
sind wieder einmal erste Sahne!!

Danke auch für das Posting der obigen Links!


Gruss,
Fabian
 
Hallo Bernhard,

Ein Traum von einem Dunkelnebel! Der extrem hohe Kontrast mit den feinen grauen Übergängen, gepaart mit der üblichen sehr guten Sterndarstellung, machen dieses Bild zu einem besonderen Leckerbissen.

Gratulation,
Manfred
 
Hallo,

Super Bild, da wird man als Laie ganz neidisch. ;-)


 
Hallo Martin, Fabian, Manfred, Nick und Gerald,

Vielen Dank für Eure netten Kommentare!

Wolfgang Piracher hat mir gerade ein interessantes Paper
über Herbig-Haro outflows über große Skalen zukommen lassen.
Den Artikel möchte ich Euch nicht vorenthalten:
http://cdsads.u-strasbg.fr/cgi-bin/nph-bib_query?1997AJ....114.2708R

HH354 wurde erst 1997 entdeckt und ist von einem outflow
der Infrarot-Quelle IRAS 22051+5848 verursacht.
Diese Infrarot-Quelle befindet sich ganz in der Nähe vom
Reflektionsnebel GN 22.05.1 (In der Objektidentifizierung markiert)
Somit sind die beiden Nebel im Bild (HH354 und GN 22.05.1),
obwohl an zwei verschiedenen Enden des Dunkelnebels, miteinander verbunden!
Der Abstand beträgt etwa 8 Lichtjahre.

lg
Bernhard
 
Servus Bernhard!

Das Bild hat alles, was einen "echten Hubl" ausmacht -
einfach toll zum Ansehen, techn. perfekt und die
entsprechende Info dazu - gratuliere!

Neben der gezeigten Weitfeldaufnahme von Thomas J. vor wenigen
Wochen und deiner Detailansicht, wäre ein Mittelweg an
Bildausschnitt sicher auch sehr reizvoll.

Vielleicht hat dieses Objekt ja noch jemand auf seiner Liste.

Liebe Grüße
Herbert
 
Hallo Bernhard,


wow !!!!!!!!!!!!!!


Grüße

Richard
 
Super !

Muß ich gleich auf meine Fotoliste setzen ;)

Thomas
 
Hallo Bernhard,

da kann man sich den anderen nur anschließen!
Das Bild hat eine hammer Tiefe und wunderschöne Farben.
Geniale Objektwahl. Gratulation!

Liebe Grüße

Daniel und Karl
 
Hallo Herbert, Wolfgang, Richard, Michael, Thomas, Daniel und Karl,

Vielen Dank für Eure netten Kommentare!

@Herbert:
Stimme Dir zu. Ein etwas größerer Bildausschnitt wäre sicher
auch noch interessant.

@Michael:
Der Dunkelnebel ist mit Dichte 6 ja sehr dicht und hebt sich
vor einem dichten Sternenhintergrund ab. Daher ist B174 ein
Dunkelnebel, der nicht so hohe Ansprüche an perfekte Bedingungen
stellt, wie so manch anderes Objekt.

lg
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

was ein toller Dunkelnebel, ein großartiges Objekt aus dem Nikolaushaus des Cepheus ;-)

Ich habe mal auf Deiner Dunkelnebelseite gestöbert und dabei recht unterschiedliche Sternfelderfarben bemerkt. LDN 769 fiel dabei etwas aus dem Rahmen. Ist dort der "Grundton" wirklich so gelb?

CS
Stefan
http://www.capella-observatory.com
 
Hallo Bernhard!

Diese Art von Objekten interessiert mich auch ganz besonders, allerdings braucht es dazu normalerweise einen sehr transparenten Himmel.
Unter den von dir beschriebenen Bedingungen ist dir da was großartiges gelungen!

Viele Grüße,
Gerhard
 
Hallo Stefan und Gerhard,

Vielen Dank für Eurer nettes Feedback!

@Stefan:
Ich habe mal auf Deiner Dunkelnebelseite gestöbert und dabei recht unterschiedliche Sternfelderfarben bemerkt. LDN 769 fiel dabei etwas aus dem Rahmen. Ist dort der "Grundton" wirklich so gelb?

Eine interessante Frage, die ich ehrlich gesagt nicht wirklich
beantworten kann. Tiefe Weitfeldaufnahmen der Milchstraße
zeigen in der Tat oft eine sehr unterschiedliche Färbung
der Sternfelder. Dabei ist die ganze Palette gelblich, rötlich,
bräunlich vertreten.
Bei den Sternhaufenaufnahmen bin ich mir sehr sicher, dass der
Farbton halbwegs richtig getroffen ist, weil meine Bearbeitung
immer sehr ähnlich abläuft und somit recht gut reproduzierbar ist.

Bei den Dunkelnebelaufnahmen schaut die Sache etwas anders aus:
Diese wurden unter sehr unterschiedlichen Bedingungen gewonnen
und bei der Bearbeitung musste oft massiv ins Bild eingegriffen
werden (Gradientenentfernung,..). Bei einigen Bildern war
mir der 3D Effekt des Dunkelnebels sehr wichtig, daher habe
ich stark an der Gradationskurve gezogen. Zum Teil musste
ich dabei aber die Farbsättigung stark zurücknehmen, weil sonst
das Farbrauschen zu dominant geworden wäre.

Somit sind beide Erklärungen denkbar: sowohl ein realer
Unterschied als auch ein vorgetäuschter Effekt wegen unterschiedlicher Bearbeitung.

lg
Bernhard
 
Hallo Bernhard
Ein super Bild.
Nur eine Frage: In der Mitte oben der blaue Stern.Von da geht ein Strich durch den Dunkelnebel .Das kann doch kein Spike sein oder? Ist der nicht viel zu lang ?

Gruß Frank
 
Hallo Bernhard,

danke für die ausführliche Stellungnahme insbesondere im Hinblick darauf, dass gelegentlich auch bei Dir die Sternfarben zu Gunsten des Gesamteindrucks eines Motives in den Hintergrund treten können. Bei meiner Bearbeitung der Capella-Bilder ist das natürlich auch so (leider), aber wir liefern auch nur pretty pictures..... ;-)

CS
Stefan
http://www.capella-observatory.com
 
Hallo Frank und Christoph,

Vielen Dank für Eure netten Worte!

@Frank:
In der Mitte oben der blaue Stern.Von da geht ein Strich durch den Dunkelnebel .Das kann doch kein Spike sein oder? Ist der nicht viel zu lang ?

Doch es ist ein Spike!
Ich habe mir die einzelnen Rohbilder (die gegeneinander
versetzt sind) angeschaut, und da erkennt man, dass der Strich
mit den Sternen mitwandert. -> Also kein Fehler der Kamera.
Der Spike kommt allerdings nicht vom darüberliegenden blauen Stern mit einer Helligkeit von 11mag, wie Du bereits richtig
festgestellt hast.
Ich vermute, dass der Spike von einem 6 mag
hellen Stern, der gerade außerhalb des unteren Bildfeldrandes liegt, verursacht wird.
Von diesem Stern sieht man einen scharf begrenzten Spike nach
oben gehen, der sich dann zu verlieren scheint.
Der Spike im oberen Teil des Dunkelnebels ist relativ breit
und liegt genau in der Verlängerung des unteren Spikes.

lg
Bernhard
 
Servus Bernhard,
sehr gutes Ergebnis der Dunkelnebel kommt richtig plastisch rüber,
Auch die Sternfarben sind wieder hervorragend.
Super.

Beste Grüße
Robert
 
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