bau einer montierung: es möge beginnen...

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Julian

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hallo freunde der nacht!

jetzt geht es los, ich bin schon lange dran mir eine montierung zu bauen, aber bis jetzt wars eigentlich
nicht nötig, der 6"er war auf seiner eq3 immer gut aufgehoben, und fühlte sich wohl.
nun soll aber mein weihnachtsgeschenk, ein 10" gso dob, parallaktisch montiert werden.

warum? ich hatte gedacht ich komm gewiss auch mit der dobson montierung zurecht, ist aber nicht mein fall.
ich habe halt im laufe der jahre eine automatiche nachführung zu schätzen gelernt.

so, projektplanung:

interessant sind für mich montierungen in der klasse eq 6, ote 150, alt 5, vixen atlux, gemini 41, g 11 und andere in
dieser klasse. jetzt kommt aber noch der kostenfaktor zum tragen:

bis auf die eq 6 sind alle monties in der klasse auf fotographie ausgelegt, und auch entsprechend teuer, die kann ich mir als azubi nicht leisten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> .

und die eq 6 ist eigentlich auch schon jenseits dessen was ich bereit bin auszugeben.

so, jetzt gehts los:

ich hege keinerlei ambitionen fotos zu machen, ich bin rein visueller beobachter, und deshalb spielt auch die genauigkeit der schnecken/ räder keine rolle. ich hab mir ein paar alte aus ner druckmaschine vom schrottplatz ausgebaut, so ca 150mm durchmesser. so weit so gut.

maschinen, drehbank, fräse, cnc usw sind vorhanden, und an material kann ich zum schrottpreis kommen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

jetzt stellt sich nur noch die frage bezüglich der achsen. welchen durchmesser muss ich da so anpeilen? bzw welche durchmesser haben die oben genannten montierungen?

und wie ist das mit den achsen, müssen die vollmaterial sein? oder schickt es auch, wenn ich zb. ein rohr mit 50mm durchmesser, und 10mm wandstärke nehme? ist das genauso stabil? wäre ja ne erhebliche gewichtsersparnis.

obwohl, das endgewicht spielt eigentlich keine große rolle, da die monti in das sternwarten gartenhäuschen hinterm haus auf ne säule drauf soll. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

könnt ihr mir weiterhelfen?
 
Hallo,
Hier ist ein Bild von meinem letzten Eigenbau mit
30 mm Achsen(dann werden die Lager aussen kleiner,denn
bei 50mm Hohlachsen werden Kugellager aussen schon gross.)
Die Schneckenräder haben 130mm Durchm.
Es ist ein 10" S.C. drauf,bombenfest.Antrieb SECM3 Motoren.
Die Montierung besteht ausschliesslich aus "Schrott" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Link zur Grafik: http://webplaza.pt.lu/jean2/02/zoll.jpg
 
das sieht doch schon sehr gut aus!
aber da meine eq3 schon 28mm achsen hat zweifle ich daran, das das für den großen newton ausreichen wird....
naja, so ein sc hat ja auch nen wesentlich kürzeren hebel.

liege ich eigentlich richtig damit, das die achsen nur auf torsion beansprucht werden? oder torsion und biegung?
das muss ja auch berücksichtigt werden. wie weit sollten denn die lager auseinander sein, gibts da ne bestimmte "vorgabe"?

das die lager bei entsprechendem wellendurchmesser recht groß werden, ist mir schon bewusst, es soll 120mm aluvierkant zum einsatz kommen, ich denke da wird genug platz sein.

so long....

cs!
 
Hallo,
"Belastung" ist gut....;die Amis hängen ein C14 an eine
Achse von 25.4mm.Da verbiegt sich nichts.Es ist eher das
Gesamtkonzept was die Steifheit ausmacht.Mit 50mm Hohlachsen bei 10mm Wandstaerke hast du enorme Reserven.
Wir haben eine Faustregel;Lagerabstand=Lageraussendurchm.
damit liegst du gut.Näher soll man nicht gehen.
Der heikelste Punkt ist die Übertragung der Kräfte am
Schneckenrad.
P.S.Schau dir mal ohne zu erschrecken die Radachsen von
deinem Auto an,dann wird dir bewusst,welche Kräfte
solche Stahlachsen übertragen können.
 
Hi,

also Lagerabstand=Lagerdurchmesser ist erheblich zu wenig.
Die Steifigkeit der Lagerung ist bei der Geometrie seeehr gering.

Ich hab in diesem Thread mal über Lagerungen ausführlich geschrieben: LINK
 
Hi,
Wir wenden diese "Faustregel"an.
Der Gedankengang:Ideal ist ein Winkel von 60°von einem
Wälzteilkreis zum anderen diagonal gedacht,so dass bei
maximaler radialer Kraft ca 50% axiale Kraft auftritt.
(Nochmal Radlager am Auto,da gibt's ja auch Radialkugell.
bei verschiedenen Modellen.)
Aber ich glaub,die gehen noch enger im Abstand.
 
Hallo Julian,

es gibt viele Arten von Selbstbaumontierungen, da ist sozusagen der Phantasie keine Grenze gesetzt. Wie und was man macht, hängt vom Geschick und den Möglichkeiten des Einzelnen ab. Auch vom Willen, ob und wieviel man selber macht oder Aufträge erteilt. Letzteres ist aber i.d.R. teuer es sei denn, man kennt einen altruistisch eingestellten Dreher oder Fräser... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Letztes Jahr habe ich versucht, möglichst viel selbst zu machen, ganz ohne die Mithilfe einer Dreherin für einige wenige Teile gings aber nicht. Verwendet wurden wie bei Jean auch Teile aus dem Schrott. Die blauen Stehlager sind bei ebay ersteigert worden.
Link zur Grafik: http://www.ds-src.de/4images/data/tmp_media/Bild_016.jpg
Oder der link, obwohl man das Bild eigentlich sehen müßte: Wotan III
In Ekkehards link sind die kritischen Teile der Montierung, sprich die Lager, ausführlich diskutiert worden. Obwohl man sicherlich hochwertigere Lager verwenden kann, erfüllt die Monti durchaus ihren Zweck. Und der ist die Nachführung eines (künftigen) 12"ers für die Astrofotografie. Allerdings ohne Goto und Selfguiding. Denn dies möchte ich gerne selber übernehmen.

Viel Spaß beim Informationen sammeln und deren Umsetzung!
 
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