BB 18 und 19.7.

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cfjh

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Hi,
Hier nun meine beiden ersten Beobachtungen mit dem neuen Fernrohr.

Fernrohr: Newton 130/720
Okulare: 40, 25 und 10mm
Ort: Porta Westfalica

18/19 Juli, 0:00-1:30 Uhr
Nachdem die nachbestellten Zubehörteile und Okulare jetzt da waren, hatte ich heute erstmals eine ausrechend wolkenlose Nacht, um erste Beobachrungen mit dem neuen Fernrohr zu machen. Gegen 10 Uhr hatte ich das Gerät schon in den Garten gestellt, da ich mich zuerst damit vertraut machen wollte, und da sollte es noch ein wenig hell sein. Doch dann wurde ich vom Nachbarn zu einem Umtrunk eingeladen und so konnte ich erst nach Mitternacht mit den ersten Beobachtungsversuchen beginnen. Da ich noch Erfahrungen sammeln wollte, hatte ich für diese Beobachtung keine Objekte gezielt ausgewählt.<br>
Der Himmel war an diesem Abend überraschend klar, man konnte teilweise sogar das Band der Milchstraße mit bloßen
Auge sehen. Dann habe ich das Fernrohr auf diese Gegend um dem Sternbild Schwan ausgerichtet und mit den 40mm Okular beobachtet. Der Anblick war einfach überwältigend. Stern an Stern war zu erkennen in verschiedenen Helligkeiten. So ließ ich bestimmt 15 Min den Blick durch diese Gegend schreifen. Immer wieder konnte man auch kleine Sterngruppen von weniger als einem Dutzend Sterne sehen.<br>
Danach wollte ich den Sternhaufen im Sternbild Herkules suchen. Diesen hatte ich schon vorher mit einem 10x50 Fernglas beobachtet und als deutlichen Nebelfleck gesehen. Doch hier kam ich mit der Montierungnicht so zurecht. Ich hatte das Fernrohr zwar auf das Sternbild ausgerichtet, doch das Okular zeigte dann schräg nach unten. Doch dann hab' ich nicht weiter probiert, da schon der Mond im Osten über die Häuser kam und die Sicht zusehens schlechter wurde, die Milchstraße war bereits nicht mehr zu sehen.<br>
Um jedoch den Mond dirch das Fernrohr beobachten zu können, mußte ich dieses an eine andere Stelle stellen, da ich am jetzigen Standort sonst zu lange warten mußte, bis ich freie Sicht hatte. Beim Gang durch den Garten konnte ich noch einen dicken orangen Stern sehen, der gerade neben dem Fernsehturm über den Berg kam. War es schon der Mars ? Also das Fernrohr an den neuen Platz gestellt und auf den Punkt ausgerichtet. Im 40er Okular konnte man einen dicken, organen Punkt erkennen. Dann gleich das 10er Okular rein und man konnte deutlich eine Scheibe sehen, es war der Mars. Bei genauem Hinsehen konnte man in der Mitte einen dunkleren Bereich sehen, die Polkappe jedoch nicht. Das Scheibschen ist aber im 10er Okular (= 72fache Vergrößerung)noch sehr winzig.<br>
Nachdem der Mond den Himmel immer mehr aufhellt, habe ich zum Schluß noch diesen selbst beobachtet. Sehr interessant war der südliche Bereich (im Fernrohr oben, da dieses das Bild auf den Kopf dreht) mit den vielen Kratern. Auch der Bereich entlang der Dämmerungszone, wo das Licht fast waagerecht scheint, waren schön die Höhenprofile zu erkennen. Auch konnte man das Wabern der unruhigen Luft gut sehen, der Mond stand auch noch sehr tief und hatte eine deutliche orange Färbung.<br>
Nach etwa 10 Min. Mondbeobachtung habe ich dann wieder alles eingeräumt. Insgesamt war ich mit den ersten Beobachtungen ganz zufrieden, insbesondere, weil ja immer noch die Unsicherheit bestand, daß das Ferrohr selbst nicht in Ordnung war.

19/20. Juli 2003, 0:00-1:20 Uhr
Diesesmal zeichnete sich wieder eine klare Nacht ab, die ich nutzen wollte, dachdem für die Folgetage schlechteres Wetter angekündigt wurde. Ebenfalls um Mitternacht begann ich mit den Beobachtungen. Diesesmal hatte ich das Sternbild Wega ausgesucht. Zuerst den Sternhaufen c+h, den ich nach grober Peilung über das Fernrohr sofort im 40er Okular hatte. Ein überwältigender Anblick, bestimmt erst einmal ein paar Minuten 'sattgesehen'. Dann auf das 25er Okular gewechselt. Auch hier waren beide Sternhaufen noch gleichzeitig sichtbar, füllten aber das Gesichtsfeld fast vollständig aus, nocheinmal sattgesehen. Zuletzt noch das 10er Okular. Hiermit war jeder Haufen einzeln sichtbar.<br>
Als nächstes Objekt war M31 dran. Da habe ich aber eine ganze Zeit gesucht, weil ich einfach die Entfernungen unterschätzt habe, sie waren viel größer als ich es mir vorgestellt hatte. Dann aber schließlich doch gefunden. Deutlich konnte ich ein ovalen Nebelfleck mit einem helleren Zentrum erkennen. Teilweise meinte ich auch dunklere Streifen in den Außenbereichen zu sehen.<br>
Nun wollte ich auch wieder den Mars beobachten. Ich konnte ihn zwar schon über den Berg sehen, von dem Standort des Fernrohres war er aber noch verdeckt. Zur Überbrückung der Zeit richtete ich das Fernrohr auf einen belibigen Himmelsbereich und ließ dort dn Blick langsam streifen. Und plötzlich konnte ich im Augenwinkel einen Nebelfleck erkennen. Sofort richtig eingestellt und genauer betrachtet war ein länglicher Nebel mit einer Taille zu sehen, im Prinzip zwei Kreise,die sich überschneiden. Dann noch mit dem 25er Okular betrachtet wurde der Nebel deutlich größer sichtbar, aber keine weiteren Details. Weder mit der drehbaren Sternenkarte, noch mit dem xEphem-Programm konnte ich im nachhinein herausbekommen, was ich da gesehen hatte. Der Nebel befand sich etwa auf derselben Höhe wie das Sternbild Delphin, von da auch aber weiter nach Westen auf den Adler zu.<br>
Dann wurde auch der Mars für das Fernrohr sichtbar und habe diesen wie am Vortag betrachtet. Doch heute hat sich das Warten nicht gelohnt. Die Luft war sehr unruhig und es war nicht möglich, vernünftig scharf zu stellen, es war immer ein deutliches Wabern zu sehen. Unterm Strich konnte am ein dunleren Streifen auf den Scheibchen sehen ähnlich wie bei Jupiter, aber eben nur ein breiter.<br>
Laut xEphem sollen auch Neptun und Uranus westlich vom Mars sichtbar sein. So habe ich mit der Feinverstellung das Fernrohr weiter gedreht und konnte dann tatsächlich einen Stern sehen, der einen leichten bläulichen Schimmer hatte. Ob es nun Uranus oder von der Farbe eher Neptun war, da bin ich mir nicht sicher.<br>
Kurze Zeit später kam auch wieder der Mond hervor und so wollte ich den Abend beenden, als ich um ca. 1:20 einen hellen Satelliten von West nach Ost ziehen sah. Als er gerade durch den Zenit kam, konnte ich ihn im Fernrohr einfangen und dann mit losgelöster Klemmung auch ca. 1 min mehr oder weniger Gut im Blickfeld halten. Zu dem Zeitpunkt hatte ich ein 40mm Okular in Benutzung, was dann einer 18fachen Vergrößerung entsprach. Ich konnte deutlich den hellen Punkt vor den Sternen vorbeiziehen sehen, Details, wie Sonnensegel konnte ich aber nicht sehen. Zu dem Zeitpunkt der Beobachtung wußte ich nichts von dem bevorstehenden Überflug, habe mir anhand der Helligheit aber sofort gedacht, daß es nur die ISS sein kann. Auch in der Nacht vom Freitg auf Samstag war ich etwa im selben Zeitraum Beobachten. Auch hier sah ich einen extrem hellen Satelliten von West nach Ost vorbeiziehen, hab den aber nicht weiter beachtet. Allgemein konnte ich in beiden Nächten sehr viele Satteliten vorüberziehen sehen, die meisten aber wesentlich lichtschwächer und in einer Polumlaufbahn, zogen also von Süd nach Nord.<br>

<h3><a name="Stationsdaten">Stationsdaten</a></h3>

Am Tag war es gering bewölkt und Trocken. Die Tageshöchttemperatur erreichte ein Maximum von knapp 32 Grad.
Der Wind wehte schwach aus südöstlichen Richtungen.
Link zur Grafik: http://cfjh.no-ip.info/chasing/20030719/T.png
Temperatur<br><br>


Ort: Porta Westfalica

Jürgen
 
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