Matthias_Juchert
Aktives Mitglied
Kurzbeobachtung vom 20.1.2003
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Ausrüstung: 8" f/6 Meade Starfinder EQ
Beobachter: Matthias Juchert
Zeit/Ort: 18.00 - 19.15h / Land Brandenburg auf 52,3°n.B
Bedingungen: Nie besser als 6m0. Von Westen aufkommende Wolken, und immer wieder durchziehende
Cirrusbewölkung. Unangenehmer kräftiger Wind (mind. 5 Bft), lässt die für Januar ungewöhnlich milde
Temperatur von +5°C viel kälter erscheinen. Zum Ende der Beobachtung ging dann auch noch der
Mond auf.
*Bereits in der Dämmerung fange ich an zu beobachten. Ob das Pokerspiel mit Wolken und Mond heute aufgeht?*
Epsilon Sculptoris - Doppelstern. Im Jahre 1835 von J. Herschel katalogisiert als h 3461. Nicht einfach,
aufgrund der geringen Horizonthöhe, und des recht großen Helligkeitskontrasts. Bei 98x
ist mit indirektem Sehen der 8mag-Begleiter in 5" Distanz schwach zu erfassen. Der Positionswinkel
beträgt etwa 30°.
*Obwohl überall Cirruswolken zu sehen sind, taste ich mich nach Süden in eine wolkenfreie Zone vor.*
NGC 613 (Gx) (Scl) 10,1mag - steht bei -29,5° Deklination! Ziemlich schwierig. Bei 98x und
indirektem Sehen dann aber eindeutig als schwacher oval länglicher Nebel relativ Nahe
bei einem hellen Stern erkannt.
NGC 578 (Gx) (Cet) 10,9mag - obwohl dieses Objekt fast 8° höher steht als NGC 613, erscheint
es trotzdem noch schwächer. Sogar hart an der Grenze! Bei 98x leuchtet nur mit indirektem
Sehen und Tubusbewegung ein schwacher Fleck wenige Male auf. Relativ sicher identifiziert.
*Kurzzeitig ist der Himmel dicht - aber ich gebe nicht auf...und werde mit H400-Objekten belohnt *
NGC 908 (Gx) (Cet) 10,2mag - Trotz aufkommender Cirriusbewölkung ist das Objekt knapp mit
direktem Sehen zu erkennen. Es zeigt sich bei 98x ein 3:1 Ost-West elongierter Nebel mit
hellerem Zentrum zu erkennen. Hat fast Zigarrenform. Ziemlich sternarmes Umfeld.
NGC 1052 (Gx) (Cet) 10,5mag - Hellste Galaxie des Abends. Trotz Mondaufgang und wirklich
mäßiger Bedingungen hell und direkt zu erkennen. Sehr helles rundes Zentrum. Per indirektem
Sehen aber eher oval bis länglich. 98x
*Die Nachbargalaxie NGC 1042 versank dann im vom Mond aufgehellten Himmel - keine Chance.*
Fazit: Das Pokerspiel hat sich doch mal gelohnt. Vor allem
wegen NGC 613, die schon lange auf der Abschussliste stand. Ja - auch kleine Sessions können viel Beobachtungsfreude bringen.
Clear Skies
Matthias
---
www.Serifone.de
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Ausrüstung: 8" f/6 Meade Starfinder EQ
Beobachter: Matthias Juchert
Zeit/Ort: 18.00 - 19.15h / Land Brandenburg auf 52,3°n.B
Bedingungen: Nie besser als 6m0. Von Westen aufkommende Wolken, und immer wieder durchziehende
Cirrusbewölkung. Unangenehmer kräftiger Wind (mind. 5 Bft), lässt die für Januar ungewöhnlich milde
Temperatur von +5°C viel kälter erscheinen. Zum Ende der Beobachtung ging dann auch noch der
Mond auf.
*Bereits in der Dämmerung fange ich an zu beobachten. Ob das Pokerspiel mit Wolken und Mond heute aufgeht?*
Epsilon Sculptoris - Doppelstern. Im Jahre 1835 von J. Herschel katalogisiert als h 3461. Nicht einfach,
aufgrund der geringen Horizonthöhe, und des recht großen Helligkeitskontrasts. Bei 98x
ist mit indirektem Sehen der 8mag-Begleiter in 5" Distanz schwach zu erfassen. Der Positionswinkel
beträgt etwa 30°.
*Obwohl überall Cirruswolken zu sehen sind, taste ich mich nach Süden in eine wolkenfreie Zone vor.*
NGC 613 (Gx) (Scl) 10,1mag - steht bei -29,5° Deklination! Ziemlich schwierig. Bei 98x und
indirektem Sehen dann aber eindeutig als schwacher oval länglicher Nebel relativ Nahe
bei einem hellen Stern erkannt.
NGC 578 (Gx) (Cet) 10,9mag - obwohl dieses Objekt fast 8° höher steht als NGC 613, erscheint
es trotzdem noch schwächer. Sogar hart an der Grenze! Bei 98x leuchtet nur mit indirektem
Sehen und Tubusbewegung ein schwacher Fleck wenige Male auf. Relativ sicher identifiziert.
*Kurzzeitig ist der Himmel dicht - aber ich gebe nicht auf...und werde mit H400-Objekten belohnt *
NGC 908 (Gx) (Cet) 10,2mag - Trotz aufkommender Cirriusbewölkung ist das Objekt knapp mit
direktem Sehen zu erkennen. Es zeigt sich bei 98x ein 3:1 Ost-West elongierter Nebel mit
hellerem Zentrum zu erkennen. Hat fast Zigarrenform. Ziemlich sternarmes Umfeld.
NGC 1052 (Gx) (Cet) 10,5mag - Hellste Galaxie des Abends. Trotz Mondaufgang und wirklich
mäßiger Bedingungen hell und direkt zu erkennen. Sehr helles rundes Zentrum. Per indirektem
Sehen aber eher oval bis länglich. 98x
*Die Nachbargalaxie NGC 1042 versank dann im vom Mond aufgehellten Himmel - keine Chance.*
Fazit: Das Pokerspiel hat sich doch mal gelohnt. Vor allem
wegen NGC 613, die schon lange auf der Abschussliste stand. Ja - auch kleine Sessions können viel Beobachtungsfreude bringen.
Clear Skies
Matthias
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