BB 26.2 - mit Fernrohr

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

cfjh

Aktives Mitglied
Hi

Nach meinen ersten Beobachtungen mit dem Fernglas habe ich mir von meinem Nachbarn ein Fernrohr ausgeliehen und damit meine ersten Versuche gemacht.

Die Beobachtungsbedingungen waren heute eher schlecht, es war kalt (um 0°) und feucht bzw. dunstig.

Um überhaupt erst einmal ein Gefühl für die Einstellung zu bekommen habe ich die irdische Umgebung betrachtet. Ziel waren die Positionslichter des Funkturmes ganz in der Nähe. Als ich das in dem kleinen Suchfernrohr mittig hatte, was durch das eigentliche Fernrohr nix zu sehen. Nach einigem vorsichtigen Suchen habe ich die Lichter dann gesehen,im Suchfernrohr (das übrigens ein kopfstehendes Bild hat) waren sie deutlich aus der Mitte. Zumindest weiß ich jetzt, wie ich 'vorhalten' muß.

Nächstes Objekt war der Jupiter. Dieser war auch relativ schnell eingestellt. Insgesamt waren drei Monde zu erkennen, der Planet selber nur als dicker Fleck.

Dann auf den Orion-Nebel geschwenkt. Dieser war als deutlicher, aber schwacher Nebel zu erhennen (etwa 1/2 des des Sichtfeldes). Innerhalb des Nebels war ein Dreieck von drei Sternen zu erkennen.

Zuletzt noch zu den Plejaden. Diese waren nicht besonders spektakulär aber so groß, daß sie nicht als ganzes zu sehen waren.

Zum Fernrohr selbst: Hersteller ist Bresser, aber keine genaue Modellbezeichnung (Bestellnr. 66113). Wenn man von vorne in das Rohr blickt, befindet sich am hinteren Ende ein Spiegel. Dieser ist mit drei Klammern befestigt und hat etwa 7cm Durchmesser, das Rohr etwa 10cm.

Schwierig fand ich das Auffinden von Objekten. Zuerst habe ich mit bloßen Auge über das Fernrohr hinweg das Objekt anvisiert un eine erste Grobeinstellung zu bekommen. Dann was es auch meistens schon im Suchfernrohr sichtbar womit ich dann die nächte feinere Einstellung vornehmen konnte. Wenn ich dann durch das eigentliche Fernrohr blickte, war meistens nichts zu sehen. Erst nach einigen vorsichtigen hin und her war der Stern dann sichtbar, weil er sich schon irgendwo spiegelte, obwohl er noch nicht im Gesichtsfeld war. Bei blassen Objekten wie bZ. M36 bin ich mir nicht sicher, ob ich die so einfach finden würde. Das Fernrohr selbst hat mich nicht besonders überzeugt, vieles kam mir 'billig' vor, manche Einstellungen (bZ. Schärfe) waren sehr schwergängig. Auch von der Abbildungsleistung hatte ich mehr erwartet, Jupiter als klarer Planet und nicht nur als 'Matschfleck'.

Zu den Fernrohr hatte ich drei Okulare, 2.5, 4 und 20mm. Die Beobachtungen habe ich mit dem 2.5mm gemacht, weil das bereits eingebaut war, die anderen habe ich nicht ausprobiert. (Welches hat die größte Vergrößerung ?)

Jürgen
 
hallo,

da hast du mit dem bekannten tchibo-torpedo beobachtet,
ein newton mit 76mm öffnung und 700mm brennweite.

hier ein bild von dem gerät (gibts in verschiedenen farben):
Link zur Grafik: http://www.teleskopservice.de/Astro/Reflektor/76700.jpg

jupiter sollte noch ein wenig mehr zeigen, vor allem die zwei
hauptbänder (NEB, SEB). dazu muß das gerät aber gut
kollimiert sein.

bist du sicher, daß das eine okular ein 2.5mm war und nicht
ein 25mm? das glaube ich schon eher.

das 20mm okular bringt eine 35fache vergrößerung.
damit siehst du auf jupiter die zwei hauptbänder.
das 4mm okular bringt 175fach, was schon zuviel ist.
mehr als 100fach macht bei dem geräte keinen sinn.
die vergrößerung kannst du ganz einfach selbst errechnen:

vergrößerung = brennweite teleskop (700mm) : brennweite okular (zb. 20mm)

probier das nächste mal das 20mm okular, das 4mm okular
kannst du vergessen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hi

Ich habe nocheinmal nachgesehen, die Okulare sind mit "SR4mm", "H20mm" und "H2.5mm" (wirklich 2.5 und nicht 25) bezeichnet. Weiterhin gibt es noch eine "Umkehrlinse 1.5x", die sich in einem langen Rohr befindet, auf das dann wieder die Okulare gesteckt werden können.
Was heißt eigentlich 'kollimiert'?

Heute war nocheinmal ein zimlich klarer Tag und ich habe mit dem Fernrohr nocheinmal beobachtet.

Erstes Ziel war Saturn. Deutlich konnte ich den Planeten und die breiten Ringe erkennen (mit dem 2.5er Okular). Dann habe ich das 4mm ausprobiert, doch alleine das Anvisieren war fast unmöglich. Weiterhin muß ich für jedes Okular anders scharfstellen, was in Verbindung mit der schwergängigen Einstellmechanik die Ausrichtung sofort wieder total verstellt. Die weiteren Beobachtungen habe ich dann wieder mit dem 2.5er gemacht.

Jupiter: Diesesmal konnte ich etwas besser scharfstellen, auf dem Planeten waren deutluch zwei dunklerer Streifen zu erkennen, der Rest war hell und auch farblich ganz anders als zB. hier auf dieser Seite unter 'Jupitermonde' dargestellt. Die Farbe vom Saturn 'passte' da schon westentlich besser.
Weiterhin waren drei Monde zu sehen, zwei rechts und einer links. Bei dem rechten inneren könnte es sich auch um zwei dicht zusammenstehende Monda gehandelt haben, dann wären es 4, die ich jesehen habe.

Dann nocheinmal den Orionnebel betrachtet. Erstand schon relativ tief und war für meine Bedingungen nicht mehr optiomal. Deutlich konnte ich die Sterne innerhalb des Nebel sehen, der nebel selbst war nur sehr blass.

Mizar im großen Wagen: Im Fernrohr konnte ich deutlich den kleinen Begleiter erkennen, mit dem Fernglas war das nicht möglich.

M44: in der Nähe von Jupiter aufgesucht. Hier habe ich das 20mm Ohular verwendet, dies hat eine geringere Vergrößerung als das 2.5mm, man sieht also 'mehr'.

M35: Erster Versuch, dieses Objekt aufzufinden. Mit den Zwillingen als Orientierungshilfe und einigen 'Rumrühren' habe ich diesen auch relativ schnell gefunden. Noch etwas interessanter als M44, da er mehr Sterne hat und beutlicher als Sternhaufen zu erkennen ist.

Dann kamen relativ schnell Wolken auf und weitere Beobachtungen waren nicht mehr möglich.

Jürgen
 
Moin Jürgen!

Also, ich denke, Dein "2,5mm" Okular wird sehr wahrscheinlich ein "12,5mm" Okular sein. Jedenfalls war es das bei allen Tschibos, die ich gesehen habe.

Als kleinen Tip für die [zensiert]-Sky Beobachtung würde ich Dir empfehlen, immer mit dem 20mm Okular zu beobachten. Da wirst Du sicher beim nächstenmal feststellen, das dieses Okular wesentlich hellere Bilder als die anderen Oku's liefert.

Weiterhin wünsche ich Dir viel Spaß mit deinem Hobby! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Schöne Grüße und
Clear Skies
Lutz
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben