BB 9.3

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas cfjh
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cfjh

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Hi

Nachdem es den ganzen Tag über bewölkt war, klarte es zum Abend auf und es gab fast klaren Himmel. Trozdem waren keine optimalen Bedingungen, es war dunstig, der Mond hatte einen deutlichen Hof.

Also bin ich mit dem (geliehenen) Fernrohr nocheinmal in den Garten un zu sehen, was sich beobachten läßt.

Da ich bei der ersten Beobachtung mit Fernrohr festgestellt habe, daß der Sucher nicht genau passt, habe ich erst einmal versucht, diesen besser einzustennen. Dazu habe ich das Kreuz auf dem Denkmal (Kauser Wilhelm, ca. 1Km entfernt) anvisiert und im Fernrohr mittig gestellt. Dann habe ich mit den drei Stellschrauben am Sucher dieses soweit korrigiert, daß das Kreuz hier mittig vom Fadenkreuz ist.

Dann den Mond angepeilt. Mit dem mittleren Okular (es ist ein 12.5mm und nicht 2.5mm wie ich in der Vergangenheit berichtet hatte, da habe ich mich wohl immer wieder versehen) ist der Mond faßt 'vollflächig' zu sehen. Besonders interessant sind die Krater an der Tag/Nacht-Übergangszone, wo das Sonnenlicht faßt waagerecht aufkommt. Deutlich ist der eigentliche Krater schon im Schatten, der Wall jedoch noch komplett angeleuchtet.
Probeweise habe ich jetzt mal das 4mm Okular ausprobiert. Hier ist alles nocheinmal westenlich größer zusehen, jedoch gelingt es nicht, das Bild völlig scharf zu bekommen.
Auch ist das Bild am wabern (egal mit welchem Okular), was ich auf Luftströmungen zurückführe, die Beobachtungsbedingungen waren eben nicht optimal.

Als nächstes der Orion-Nebel. Mit dem jetzt besser eingestellten Suchfernrohr war dieser wesentlich leichter augzufinden, nachdem er im Sucher mittig eingestellt war, konnte ich ihn auch schon im Fernrohr sehen und mußte nur noch minimal nachstellen. Insgesamt jedoch ein enttaüschender Anblick. Die drei Sternen in der Mitte des Nebels waren noch deutlich zu sehen, der Nebel selbst war jedoch mehr zu erahnen als zu erkennen.

Nächste Station war Jupiter. Deutlich konnte man die Planetenscheibe und vier Monde erkennen, drei links oben und einen rechts unten. Strukturen auf Jupiter selbst konnte ich zuerst nicht erkennen, erst beim zweiten Hinsehen konnte ich ganz schwach die dunkleren Streifen der beinen Hauptbänder erkennen, wesentlich schlechter als bei der ersten Beobachtung.

Dann zum Staturn, dieser war zwar deutlich als Planet mit Ring zuerkennen, ist jedoch nur ein Winzling (mit dem 12.5mm), nichts aufregendes.

Dann wieder zurück zum Jupiter, bzw. zu M44 ganz in der Nähe. Diesesmal hatte ich mehr Probleme, diesen zu finden. Da der Sternhaufen flächig doch ziemlich groß ist, bietet hier das 20mm Okular die beste Ansicht. Deutlich kann man die Sterne sehen, die in einer lockeren Gemeinschaft den Haufen bilden.

Zuletzt habe ich noch versicht M67 ganz in der Nähe einzustellen. Das ist mir jedoch nicht gelungen, entweder waren das Seeing dafür zu schlecht oder mir fehlt noch die nötige Geschicklichkeit. Vielleicht ist der auch mit dem Fernrohr einfach nicht zusehen, weil zu schwach.
Ich wähle einzelne Objekte anhand einer Karte (xephem/Linux) aus und versuche dann, diese zu finden. Dabei ist es durchaus möglich, daß ich Objekte auswähle, die ichmit dem Fernrohr garnicht erkennen kann. Gibt es eine Infoseite, was mit welchem Fernrohr noch gesehen werden kann?

Beobachrungsdaten:
Zeit: 21:00 Uhr, 9.3.
Ort: Porta Westfalica
Seeing: schlecht, dunstig
Fernrohr: Bresser 76/700 mm
Okulare: 20mm, 12.5mm und 4mm

Jürgen
 
Hallo Jürgen,

nach Deiner Beschreibung vermute ich einfach, daß Dein Himmel nicht transparent genug war. Der Orionnebel sollte in Deinem Instrument bei gutem Himmel schon einiges hergeben. Das Trapez müßte dann auch in 4 Sterne auflösbar sein statt nur in 3. M67 sollte unter dunklem Himmel auch kein Problem sein. Jedenfalls kann nicht das Seeing daran Schuld sein, daß Du ihn nicht gefunden hast.
Das 4mm-Okular liefert für dieses Teleskop schon eine zu hohe Vergrößerung, damit wirst Du wahrscheinlich nie ein richtig scharfes Bild bekommen. Zum Trennen enger Doppelsterne kannst Du dieses Okular aber vielleicht trotzdem noch verwenden.
Für Planeten hingegen ist das 12,5mm Okular schon etwas wenig, etwa 6mm wären hier nicht schlecht. Aber auch mit diesem Okular sollten bei Jupiter unter gutem Himmel die beiden großen Wolkenbänder schon recht deutlich erkennbar sein.
In Winnies Tchibo-FAQ findest Du viele gute Tipps zu diesem Teleskop und auch eine List von Objekten, die Du damit beobachten kannst.
Außerdem bietet der 'Atlas für Himmelsbeobachter' von Erich Karkoschka (erhältlich in jeder größeren Buchhandlung) eine Einstufung der Objekte nach Instrumentgröße. Diese Einstufung setzt aber auch immer guten Himmel voraus, bei schlechten Verhältnissen geht entsprechend weniger.
Zuletzt spielt auch die Erfahrung eine wichtige Rolle, wer erstmals durch ein Teleskop schaut wird damit nicht das gleiche Sehen wie ein anderer mit schon mehrjähriger Beobachtungserfahrung. Das Auge muß erst darin geschult werden, die oft feinen und kontrastarmen Details wahrzunehmen.
 
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