cfjh
Aktives Mitglied
Bericht
Nach mehreren klaren Nächten habe ich dieses Wochenende genutzt, um wieder den Himmel zu beobachten.
Noch am frühen Abend (es war noch hell) hatte ich zuerst den Mond anvisiert. Diesen kann ich von meinem Standort
nur für kurze Zeit tief im Süden sehen. Bei 30facher Vergrößerung hatte ich eine schöne Gesamtübersicht. besonders interessant war die Tag/Nachtgrenze, an der die Schatten der Krater und Hügel besonders deutlich erkennbar waren. Besonders auffällig war ein Krater in Äquatornähe, bei dem man auch deutlich einen kleinen Berig in der Mitte sehen konnte.
Der Mond war jetzt weg und bis man die Sterne jetzt sehen konnte, waren noch einige Stunden Zeit.
Angefangen hatte ich mit der Beobachtung beim Herkules, M13 sollte ran. Doch die allgemeinen Beobachtungsbedingengen waren eher schlecht, der Himmel war insgesamt ziemlich dunstig und duch den Mond, der noch irgendwo hinterm Berg war, deutlich aufgehellt. Erst nach mehreren Versuchen konnte ich einen kleinen Nebelfleck im 40mm Okular ausmachen. Irgendwie kam der mir merkwürdig 'klein' vor, ein Kontrollblick zeigte, daß ich auch nicht M13 sah. Stattdessen hatte ich M92 im Okular. Dann sofort auf 72fach vergrößert, konnte man am Rand Einzelsterne ausmachen, das Zentrum zeigte deutliche Strukturen. Danach dann nocheinmal M13 angepeilt und diesesmal auch sofort im Blickfeld. Deutlich größer und auch heller als M92. Auch hier am Rand einzelne Sterne, auch das Zentrum zeigt deutliche Aufhellungen, ansatzweise waren auch hier einzelne Sterne zu erkennen.
Dann ein Blick zum Schwan, obwohl dort sonst viele Sterne zu sehen sind,war es diesemal ziemlich mager. Ein Versuch, M29 zu finden, war nicht erfolgreich, obwohl das Auffinden durch den nahen Cyg Gamma eigentlich leicht ein sollte.
Weiter zur Cassiopeia, um Chi+H 'reinzubekommen'. Auch das war ziemlich schwierig, die Sternhaufen zeigten bei weitem nicht die Fülle wie sonst, unterm Strich war ich nicht 100%tig sicher, ob sie das auch waren. Die
Sichtbedingungen waren einfach ziemlich mies, den Kleinen Wagen konnte ich erst nach sehr langen und indirektem
Sehen vollständig erkennen. Innerhalb von Cassiopeia war noch M103, doch auch den zu finden gelang mir nicht.
Als 'Frustobjekt' dann M52 herausgesucht, fü diesen habe ich auch erst eine ganze Weile gesucht, als dann ein 'Stern mit einem dünnen Nebel' sichtbar wurde. Sofort wieder auf 72fach vergrößert, konnte man drei hellere
Sterne erkennen, die restlichen waren wesentlich dunkler und nicht weiter aufzulösen.
Zwischenzeitlich war auch wieder der Mars hinter dem Berg hervorgekommen, eine Beobachtung bestätigte jedoch die
schlechten Sichtbedingungen, die Scheibe war deutlich am Wabern und nicht scharf zu bekommen. jeder andere Beobachter hätte wohl abgebaut und auf bessere Bedingungen gehofft, doch für mich war diese Nacht die einzige bis zum nächsten Wochenende, da ich in der Woche berufsbedint nicht solange aufbleiben kann/möchte, bis brauchbare Bedingungen herrschen.
Bei einer Beobachtung vor ein paar Wochen hatte ich zufällig einen Nebel entdeckt, diesen wollte ich jetzt
nocheinmal aufsuchen. Ein Blick auf die Sternenkarte sagte mir, daß das höchstwarscheinlich M27 war. Diesesmal
war er relativ schnell gefunden, aber auch genauso enttäuchend. Der Nebel war knapp zu erkennen und ich hätte
ihn fast übersehen. Noch kurz ein zweites mal draufgeblickt und wann weiter.
Als letztes Objekt sollte noch M57 in der Leier versucht werden. Bei 18facher Vergößerung waren die beiden Sterne gut zu stehen, zwischen denen sich der Nebel befinden sollte, doch es war nix zu sehen. Der Wechsel zu 30facher Vergrößerung zeigte jetzt einen kleinen Nebel, bei 72fach war jetzt deutlich ein kleiner Nebelring mit leichter ovaler Ausdehnung zu erkennen - wow.
Zuletzt wurde nocheinmal der Mars beobachtet, der jetzt noch ein Stückchen höher gekommen ist. Die Sichtbedingungen waren aber nicht besser, immerhin konnte ich jetzt andeutungsweise Strukturen auf dem Scheibchen sehen.
Fazit: Trotz der schlechten Sichtbedingungen konnte man doch noch einiges sehen, anderes jedoch nicht, obwohl das
Auffinden durch nahe Sterne einfach sein sollte. Immerhin gab es mit M57, M92 und M52 auch wieder drei 'Erstsichtungen'.
Ort: Porta Westfalica
Datum: 9.8.2003, 0-2 Uhr
Sicht: schlecht, dunstig, Aufhellung durch Mond
Gerät: 130/720mm Newton, 40,25 und 10mm Okulare<br>
Stationsdaten
Schon seit Tagen herrscht eine ekelhafte Trockenheit, Tageshöchstwerte waren deutlich über 30°C. Schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen.
Link zur Grafik: http://cfjh.no-ip.info/chasing/20030809/T.png
Temperatur<br><br>
Ort: Porta Westfalica
Letzte Änderung 9.8.2003
Nach mehreren klaren Nächten habe ich dieses Wochenende genutzt, um wieder den Himmel zu beobachten.
Noch am frühen Abend (es war noch hell) hatte ich zuerst den Mond anvisiert. Diesen kann ich von meinem Standort
nur für kurze Zeit tief im Süden sehen. Bei 30facher Vergrößerung hatte ich eine schöne Gesamtübersicht. besonders interessant war die Tag/Nachtgrenze, an der die Schatten der Krater und Hügel besonders deutlich erkennbar waren. Besonders auffällig war ein Krater in Äquatornähe, bei dem man auch deutlich einen kleinen Berig in der Mitte sehen konnte.
Der Mond war jetzt weg und bis man die Sterne jetzt sehen konnte, waren noch einige Stunden Zeit.
Angefangen hatte ich mit der Beobachtung beim Herkules, M13 sollte ran. Doch die allgemeinen Beobachtungsbedingengen waren eher schlecht, der Himmel war insgesamt ziemlich dunstig und duch den Mond, der noch irgendwo hinterm Berg war, deutlich aufgehellt. Erst nach mehreren Versuchen konnte ich einen kleinen Nebelfleck im 40mm Okular ausmachen. Irgendwie kam der mir merkwürdig 'klein' vor, ein Kontrollblick zeigte, daß ich auch nicht M13 sah. Stattdessen hatte ich M92 im Okular. Dann sofort auf 72fach vergrößert, konnte man am Rand Einzelsterne ausmachen, das Zentrum zeigte deutliche Strukturen. Danach dann nocheinmal M13 angepeilt und diesesmal auch sofort im Blickfeld. Deutlich größer und auch heller als M92. Auch hier am Rand einzelne Sterne, auch das Zentrum zeigt deutliche Aufhellungen, ansatzweise waren auch hier einzelne Sterne zu erkennen.
Dann ein Blick zum Schwan, obwohl dort sonst viele Sterne zu sehen sind,war es diesemal ziemlich mager. Ein Versuch, M29 zu finden, war nicht erfolgreich, obwohl das Auffinden durch den nahen Cyg Gamma eigentlich leicht ein sollte.
Weiter zur Cassiopeia, um Chi+H 'reinzubekommen'. Auch das war ziemlich schwierig, die Sternhaufen zeigten bei weitem nicht die Fülle wie sonst, unterm Strich war ich nicht 100%tig sicher, ob sie das auch waren. Die
Sichtbedingungen waren einfach ziemlich mies, den Kleinen Wagen konnte ich erst nach sehr langen und indirektem
Sehen vollständig erkennen. Innerhalb von Cassiopeia war noch M103, doch auch den zu finden gelang mir nicht.
Als 'Frustobjekt' dann M52 herausgesucht, fü diesen habe ich auch erst eine ganze Weile gesucht, als dann ein 'Stern mit einem dünnen Nebel' sichtbar wurde. Sofort wieder auf 72fach vergrößert, konnte man drei hellere
Sterne erkennen, die restlichen waren wesentlich dunkler und nicht weiter aufzulösen.
Zwischenzeitlich war auch wieder der Mars hinter dem Berg hervorgekommen, eine Beobachtung bestätigte jedoch die
schlechten Sichtbedingungen, die Scheibe war deutlich am Wabern und nicht scharf zu bekommen. jeder andere Beobachter hätte wohl abgebaut und auf bessere Bedingungen gehofft, doch für mich war diese Nacht die einzige bis zum nächsten Wochenende, da ich in der Woche berufsbedint nicht solange aufbleiben kann/möchte, bis brauchbare Bedingungen herrschen.
Bei einer Beobachtung vor ein paar Wochen hatte ich zufällig einen Nebel entdeckt, diesen wollte ich jetzt
nocheinmal aufsuchen. Ein Blick auf die Sternenkarte sagte mir, daß das höchstwarscheinlich M27 war. Diesesmal
war er relativ schnell gefunden, aber auch genauso enttäuchend. Der Nebel war knapp zu erkennen und ich hätte
ihn fast übersehen. Noch kurz ein zweites mal draufgeblickt und wann weiter.
Als letztes Objekt sollte noch M57 in der Leier versucht werden. Bei 18facher Vergößerung waren die beiden Sterne gut zu stehen, zwischen denen sich der Nebel befinden sollte, doch es war nix zu sehen. Der Wechsel zu 30facher Vergrößerung zeigte jetzt einen kleinen Nebel, bei 72fach war jetzt deutlich ein kleiner Nebelring mit leichter ovaler Ausdehnung zu erkennen - wow.
Zuletzt wurde nocheinmal der Mars beobachtet, der jetzt noch ein Stückchen höher gekommen ist. Die Sichtbedingungen waren aber nicht besser, immerhin konnte ich jetzt andeutungsweise Strukturen auf dem Scheibchen sehen.
Fazit: Trotz der schlechten Sichtbedingungen konnte man doch noch einiges sehen, anderes jedoch nicht, obwohl das
Auffinden durch nahe Sterne einfach sein sollte. Immerhin gab es mit M57, M92 und M52 auch wieder drei 'Erstsichtungen'.
Ort: Porta Westfalica
Datum: 9.8.2003, 0-2 Uhr
Sicht: schlecht, dunstig, Aufhellung durch Mond
Gerät: 130/720mm Newton, 40,25 und 10mm Okulare<br>
Stationsdaten
Schon seit Tagen herrscht eine ekelhafte Trockenheit, Tageshöchstwerte waren deutlich über 30°C. Schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen.
Link zur Grafik: http://cfjh.no-ip.info/chasing/20030809/T.png
Temperatur<br><br>
Ort: Porta Westfalica
Letzte Änderung 9.8.2003