BB Dezember 04

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Udo_S

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Hallo zusammen
In den letzten Wochen war wie bei vielen astronomische Schonkost angesagt. Bis auf Fernglasbeobachtungen und ein paar Mondaufnahmen liessen die Wolkenlücken keine Ruhe. Die letzten Tage waren besonders schlimm, tagsüber Sonne und abends wurde es neblig. Aber dank Daumendrückens auch von Leuten hier im Forum <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> hatte ich am Freitag Gelegenheit zum Spechteln.
Den ganzen Freitagnachmittag war ich in einer emsigen Vorbereitungphase. Wegen der Weihnachtsbeleuchtung der Nachbarn und einer Umleitungstrecke musste ich erstmal einen Vorhang spannen, 3 mal 3,50 m bei Windstille kein Problem.
Nach dem alles in Position war, baute ich auf.
Ausrüstung: 10"Schmidt-Newton LXD 55 7,5; 10; 14mm Speers Waler Okulare, UHC, OIII Filter.
Bedingungen: Leichte Schleierbewölkung, 0°C, Seeing nicht besonders Sterne flimmerten bis in 70° Höhe. Grenzgröße 5,1mag. Alles nicht umwerfend aber nach fast 2 Monaten!
20 Uhr ging es los den Anfang machten 2 Galaxien im Pegasus
NGC 14, 7814, die waren als Testobjekt gedacht und ich muss gestehen das ich ein bisschen aus der Übung war.
Die Bedingungen liessen keine Jagd nach dem letzten Detail zu aber mir ging es erstmal hauptsächlich ums Finden.
In den Fischen suchte ich die Galaxien
NGC 718 gerade so an der Grenze des Wahrnehmbaren.
M74 Eine große matte Scheibe zum Kern hin etwas heller. Am Rand fällt mir eine gebogene Sternkette die den Eindruck eines Spiralarms erweckt auf.
NGC 660 schmale Lichtspindel von N nach S.
Im Stier:
M45 OC interessant wie dieser für blosse Augen kompakte Sternhaufen im Teleskop den Anschein einer lockeren Sternansammlung bekommt.
M1 GN zeigt sich als große diffuse ovale Scheibe.
Der Komet Macholz kommt langsam in Beobachtungspositon. Wow neulich im Fernglas ein kleines Scheibchen füllt er hier das Gesichtsfeld des 14mm schon gut aus. Heller Kern, Koma, und etwas Schweifansatz.
Nach dem sich die Augen etwas Abwechslung gegönnt haben, geht es mit der "Funzeljagd" weiter.
Diesmal im Walfisch:
NGC 584/596 beide im 14mm Okular, NGC 596 erscheint etwas heller, NGC 584 dafür länglich von O nach W ausgerichtet.
NGC 600 diese GX steht südl. von NGC 596 mehr als ein matter Schimmer ist aber nicht drin.
NGC 615 besitzt eine hellere Kernregion.
NGC 636 ein mattes Scheibchen mit ebenfalls helleren Kerngebiet.
NGC 701 erscheint länglich von NO nach SW ausgerichtet.
Um alles nicht so anstrengend werden zu lassen, beobachte ich zwischendurch gerne mal hellere Objekte. Naja dachte ich mir wenigstens so, ich wollte ein paar hellere HII Regionen aufsuchen, die auf meinen Piggybackaufnahmen allesamt auffällige Objekte waren, visuell sieht das leider anders aus.
NGC 1499 Per GN Der Californianebel, wieder einmal sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht. Die eher mäßige Durchsicht ist auch nicht förderlich, trotzdem kann ich die hellsten Gebiete ausmachen.
NGC 2024 Ori GN Der Flammennebel war da schon einfacher, es ist schon vorteilhaft, wenn irgend wo eine deutliche Begrenzung oder ein Dunkelband für etwas Kontrast sorgt. Ein deutliches Schimmern mit dunklen Band in der Mitte.
M42/43 und die Region drumrum Ori GN. Uhhhiii was für eine Schau, dieser Nebel zählt zu meinen ersten Beobachtungsobjekten überhaupt und ich könnte ihn immer noch stundenlang beobachten. Mit UHC im 14mm Oku gerade zu plastisch. Formen und Struktur ohne Ende ich bin begeistert. Das Teleskop noch etwas nördlich gesteuert und weitere Nebelfetzen und Dunkelwolken sind zu sehen NGC 1981, NGC 1977 ja wo laufen sie den?
M35 Gem OC Ein offener Sternhaufen und was für einer das ganze 14mm Oku voller Sterne wirklich immer ein Anschauen wert. Das Teleskop in Richtung Südwest gesteuert und
NGC 2158 Gem OC als angelöstes Fleckchen observiert.
NGC 2174/75 Ori GN/ OC Auf dieses Objekt wurde ich beim Betrachten der M35 Dias aufmerksam, es steht südlicher und zeigt auf den Aufnahmen einen kleinen aber deutlichen Nebelfleck. Der Offene Sternhaufen ist nicht sehr ausgeprägt und kaum auffällig, dafür ist wirklich der matte Schimmer des Nebel erkennbar.
So nun geht die Funzeljagd weiter diesmal im Eridanus:
NGC 1625 In der Region sollten eigentlich noch mehr Galaxien zu finden sein aber Ny Eridani immerhin 3,6 mag hell stört. NGC 1625 ist das einzige was ich erhaschen kann.
NGC 1652 erscheint als gleichmäßige matte Scheibe.
NGC 1638 ebenso
NGC 1637 kommt mir dafür deutlich größer vor.
NGC 1587/89 sind beide zu einander in Nord Süd Richtung angeordnet. NGC 1589 schein länglich NW nach SO zu verlaufen und besitzt eine recht ausgeprägte Kernregion.
NGC 1600 steht südl. eine auffälligen Sterndreiecks, ein matter Lichtschimmer.
Nun wieder was auffälliges.
NGC 2392 Gem PN der Eskimonebel lässt sich ziemlich schnell finden. Ein heller Zentralstern mit einer hellen Scheibe drumrum. Die Scheibe selber wirkt nicht so gleichmäßig hell. Leider verhindert das schlechte Seeing, weitere Details.
M79 Lep GC Ein Lichtbällchen im Dunst was sich nicht auflösen lässt.
Gegen 0:30 richte ich das Teleskop Richtung M81/82
M81 Uma GX große helle Scheibe mit sternförmigen Kern, oval von Nord nach Süd.
M82 Uma GX schmale Lichtspindel die schon etwas strukturiert erscheint.
NGC 3077 Uma GX ebenfall in der Region zu finden, ein deutlicher Lichtfleck.
NGC 2976 Uma GX oval von N nach S ausgerichtete GX.
Langsam hatte im Verlauf des Abends der Wind zugenommen, das war gut für die Optik (nichts ist angelaufen) aber schlecht für meine Lichtschutzplane. Diese fing langsam an zuflattern. Da ich bei der Befestigung hauptsächlich an schnelles Auf und Abbauen gedacht hatte, konnte der Wind hier schnell Schaden anrichten. Gegen 1:00 Uhr packe ich zusammen. Naja müde war ich nach 20 Stunden munter sein auch.
CS Udo S
 
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