BB: Erscheinungsbild von FST-nahen Sternen

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CVn

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Hallo,

wegen der momentan klasse Bedingungen war ich gestern Abend wieder unterwegs, wobei ich mir einmal Zeit genommen habe die Himmelsqualität anhand der Faintest-Star-Methode zu ermitteln. Dabei ist mir folgendes aufgefallen: Freisichtig erscheinen sehr helle Sterne (z.B. Sirius), wenn man nicht gerade unter Hochgebirgshimmel beobachtet, kaum mehr punktförmig definiert, sondern fast schon wie sehr sehr kleine, mehr oder weniger stark funkelnde Flecken. Etwas schwächere Sterne sind da fast präziser definiert. Bei Sternen an der Wahrnehmungsgrenze jedoch, scheint es (zumindest mir) aber nicht so, dass ich ein kleines, leuchtschwaches aber klar definiertes Pünktchen sehe, sondern dass der Stern wie ein sehr kleiner, unscharfer Fleck erscheint (bzw. zeitweise auch wieder verschwindet). Bei indirektem Sehen gelingt es dann meistens, wenigstens kurz, den Eindruck einer schwachen Punktlichtquelle herzustellen, doch oftmals bleibt auch hier der Eindruck bestehen, ein winziges diffuses Fleckchen zu erhaschen. Geht es nur mir so? Was seht ihr bei ‚FST-Sternen’? Kann jemand die Wahrnehmungsphysiologischen Hintergründe erläutern?
Grüße,

Bernhard
 
Hallo Bernhard,

ich kann deine Beobachtung bestätigen. Ich beobachte Veränderliche Sterne - da muss ich manchmal bis an die Wahrnehmungsgrenze gehen. Dass die Sterne dann nicht mehr so klar definiert sind, könnte an folgenden Dingen liegen:

- die Qualität der Optik gibt nicht mehr her
- die Sterne werden auf der Netzhaut auf zu wenig Rezeptoren abgebildet
- beim indirekten Sehen nutzt man das Auge an einer unscharfen Stelle - dafür aber empfindlicher? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gutefrage.gif" alt="" />

An meinem Standort mitten in der Rheinebene sind 13.0 Magnituden FST schon sehr gut. Am besten sehe ich tatsächlich Sterne so grob zwischen 7 und 9 Mag.

Ich konnte leider nicht mehr Licht ins Dunkel bringen - aber eigentlich wollen wir es ja dunkel haben. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pfeif.gif" alt="" />

Klaus
 
hallo Klaus,

zitat:

- beim indirekten Sehen nutzt man das Auge an einer unscharfen Stelle - dafür aber empfindlicher?

hmm, das scheint mir eine plausible erklärung zu sein. zumindest aber bin ich froh, dass es nicht nur mir so geht. ich habe ab und zu einen mitbeobachter dabei, der über adleraugen verfügt. da gewinn ich manchmal schon den eindruck, wie ein halbblindes huhn in den nachthimmel zu schielen.
grüße,

bernhard
 
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