BB: Frostiger Goldener Henkel

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aro

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Datum: 02.02.2012
Zeit: 2030-2100
Ort: Region D'dorf, heimische Terrasse
Optik: Celestron MAK 127/1500 auf Nexstar SLT GOTO
Okulare: Skywatcher Planetary 5mm; TS HR Planetary 7mm; Skywatcher SuperPlössl 32mm mit TS UHC-L
Temp: -7°C
Seeing: nur leichtes Wabern, zwischendurch einige Sekunden ruhig
Literatur: Mondatlas von A. Rükl

Wegen der Kälte habe ich bereits nachmittags den MAK zum Auskühlen auf die Terrasse gestellt. Gegen 20.30 Uhr den ganzen Kram aufgebaut und los ging's!

Hauptobjekt für diesen Abend sollte der Mond sein (10. Tag nach Neumond). Die Luft sah recht ruhig aus, also ging ich direkt in die Vollen: Zunächst nahm ich das Skywatcher Planetary 5mm (Vergrößerung: 300x). Ich bekam das Bild aber nicht scharf.
Also mit der Vergrößerung zurück: Mit dem TS HR Planetary 7mm (Vergrößerung: 214x) ging's besser.

Der Terminator ging genau durch die Regenbogenbucht: Die Spitzen des Jura-Gebirges bildeten sehr schön den "Goldenen Henkel", der die Regenbogenbucht begrenzt. Das Kap Laplace lag bereits komplett in der Sonne, über dem Kap Heraclides am Westrand der Regenbogenbucht ging die Sonne gerade auf. Der Kraterrand von Bianchini bildete einen weißen Kreis in der Dunkelheit. Auch der Kraterrand von Maupertuis nördlich des Kap Laplace war schon hell, der Boden noch schwarz.
Innerhalb der Regenbogenbucht kamen die Rücken südlich von Bianchini G aufgrund der tiefen Sonne sehr gut und plastisch hervor. Das Gleiche galt weiter südlich für den Dorsum Heim beim Krater Caroline Herschel. Auch die Krater Helicon und le Verrier im Mare Imbrium sahen sehr plastisch aus.

Es war wunderbar den Blick in der Regenbogenbucht und dem Mare Imbrium schweifen zu lassen.

Weiter südlich ging der Terminator genau durch Delisle und Diophantus. Zusammen mit Diophantus B und den Spitzen von Mons Delisle bildeten diese Krater ein schönes Viereck (...wie das Kreuz des Südens...)


Jetzt noch mal zum Jupiter geschwenkt, weil er grad da ist: Alle vier galileischen Monde bildeten eine Reihe (Callisto-Ganymed-Europa-Io) mit Jupiter. Auf Jupiter selbst waren die beiden großen Äquatorbänder gut erkennbar.

Zum Abschluss noch ein Versuch mit meinem neuen, gebrauchten TS UHC-L Filter am Orionnebel M42 mit dem 32mm-Okular. Auch oder gerade bei einem derart aufgehellten Himmel (Mond, Flughafen D'dorf) brachte der Filter noch etwas. Der Nebel kam etwas besser heraus. Allerdings war es für Deepsky ohnehin zu hell und ich hatte auch keine Lust für weitere Versuche von der Terrasse wegzugehen. Das spar ich mir mal für Neumond und vielleicht 10° wärmer auf.

So, jetzt aber Deckel drauf und rein ins Warme!

Fazit: Trotz der Kälte ein schöner Beobachtungsabend, wenn auch wegen der Kälte nur kurz. Die Regenbogenbucht ist immer wieder lohnenswert!

CS,

Achim

 
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