wurzelwaerk
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
hier ein kleiner Bericht von mir aus der letzten Nacht.
fst: ca. 5,5 in UMi & Lyra
Seeing: ? (wurde immer besser ab Mitternacht)
Ort: Wiese zw. Falkensee und Rohrbeck
Zeit: 22:00 - 03:00 Uhr
Teleskop: 10" Dobson f/5
Der Himmel lud mich gestern mal wieder nach draußen ein. Da sich auf die Schnelle niemand zum mitmachen fand, bin ich auch nur auf "meine Hauswiese" gefahren. Nicht der Wahnsinnshimmel Dank Berlin (10km), aber der Mensch freut sich. Nach Aufbau in der Dämmerung war da als erstes
der Mond,
der sich langsam gen Horizont senkte. Eine wunderschöne gelbe Sichel, der Rest durch den Erdschein in Grau abgesetzt. Je tiefer er Richtung Horizont sank, um so oranger wurde die Sichel. Ein tolles Schauspiel, an die Beobachtung von Details war aber nicht zu denken bei dem Gewabere.
Dann natürlich
die Venus,
die im 10"er sehr gut ihre Phase preisgibt, sonst aber nicht viel zu bieten hatte. Da wirkte der Panorama-Eindruck Mond mit Venus knapp überm Horizont mit blossem Auge besser.
Bis es komplett dunkel ist, ein wenig surfen gehen in der
Cassiopeia
Was es da alles an Sternhaufen gibt ist wirklich beeindruckend, ich habe sie nicht identifiziert oder gezielt aufgesucht. Manchmal macht es einfach Spaß, sich zu verlieren und in diese Vielfalt abzutauchen in einem großzügigen langsamen Schwenk bei niedriger Vergrößerung.
Genug geträumt, weiter zum
Saturn
Langsam war es dunkel und so offenbarte der Herr der Ringe wieder ein imposantes Schauspiel mit seinen Monden. Sowohl Wolkenbänder als auch Cassini waren einwandfrei auszumachen, obwohl zeitweilig die Luft sehr unruhig war.
Der Löwe ist schon auf dem Weg zum Horizont, daher noch einen Blick auf das
Leotriplett M65 M66 NGC3628
Immer wieder Klasse, diese Konstellation im Gesichtsfeld zu haben. So unterschiedlich und so weit weg - was mag da wohl grad vorgehen? Etwas mehr Vergrößerung zeigt noch ein paar Details in M65 und M66, das Seeing läßt aber nicht viel zu.
Sucht man sich also etwas im Zenit mit niedriger Vergrößerung...
M81 M82
Das ungleiche Paar ist immer einen Besuch wert, so auch heute. Im 30mm Okular stehen die beiden schön im Blickfeld und könnten unterschiedlicher nicht sein. M81 oval mit hellem Kern und M82 langgestreckt etwas heller. Vergrößert man etwas weiter in M82 hinein, offenbart sie noch ein paar Details wie dunkle Flecken und Balken.
Mitternacht ist rum, das Seeing wird langsam besser.
Die Reise geht u.a. zu
M101, M108, M67, M51, M3, das Galaxienfeld in Virgo und Coma Berenices, M13, M57, die Doppelsterne in der Lyra ...
Und dann der Hammer!
Cygnus war über einer Baumkette aufgetaucht.
In Ansätzen ist das Milchstrassenband erkennbar zwischen Albireo und Deneb.
Den OIII-Filter auf das 30mm Oku und auf den Cirrus-Nebel gezielt.
WOW - da haut's einen aus den Socken! Der erste Anblick im Jahr ist immer der beste. Ich hab ihn zwar bei dunklerem Himmel schon schöner gesehen, aber immerhin. Immer wieder schwenke ich zwischen den beiden Teilen hin und her, und kann mich nicht entscheiden, welcher schöner ist.
Wenn der OIII schon mal drin ist (der Filterschieber ist das nächste Projekt), darf natürlich auch NGC7000 nicht fehlen. Schnell ist der "kleine Orion" gefunden und von da aus sind die Umrisse des Nebels gut auszumachen.
Die Uhr ist inzwischen schon auf kurz vor 3:00 vorgerückt.
Ein letzter Schluck aus der Teekanne, ein letztes Stück Schokolade...
Ein kurzer Blick auf M29, M39 M56, Dumbbell und M71 und dann abbauen.
AABER, da steht ja noch der Jupiter und lockt - ja ja, Du hast mich ja überzeugt. Belohnt werde ich mit einem Schauspiel aus Wolkenbändern und Monden, dem ich noch eine Weile zuschaue. Nun ist aber genug, die Dämmerung setzt schon ein.
Gegen 3:30 schleiche ich mich ins Bett und wünsche mir, man könnte bestimmen, wovon man träumt.
Gruss und cs Ralf
hier ein kleiner Bericht von mir aus der letzten Nacht.
fst: ca. 5,5 in UMi & Lyra
Seeing: ? (wurde immer besser ab Mitternacht)
Ort: Wiese zw. Falkensee und Rohrbeck
Zeit: 22:00 - 03:00 Uhr
Teleskop: 10" Dobson f/5
Der Himmel lud mich gestern mal wieder nach draußen ein. Da sich auf die Schnelle niemand zum mitmachen fand, bin ich auch nur auf "meine Hauswiese" gefahren. Nicht der Wahnsinnshimmel Dank Berlin (10km), aber der Mensch freut sich. Nach Aufbau in der Dämmerung war da als erstes
der Mond,
der sich langsam gen Horizont senkte. Eine wunderschöne gelbe Sichel, der Rest durch den Erdschein in Grau abgesetzt. Je tiefer er Richtung Horizont sank, um so oranger wurde die Sichel. Ein tolles Schauspiel, an die Beobachtung von Details war aber nicht zu denken bei dem Gewabere.
Dann natürlich
die Venus,
die im 10"er sehr gut ihre Phase preisgibt, sonst aber nicht viel zu bieten hatte. Da wirkte der Panorama-Eindruck Mond mit Venus knapp überm Horizont mit blossem Auge besser.
Bis es komplett dunkel ist, ein wenig surfen gehen in der
Cassiopeia
Was es da alles an Sternhaufen gibt ist wirklich beeindruckend, ich habe sie nicht identifiziert oder gezielt aufgesucht. Manchmal macht es einfach Spaß, sich zu verlieren und in diese Vielfalt abzutauchen in einem großzügigen langsamen Schwenk bei niedriger Vergrößerung.
Genug geträumt, weiter zum
Saturn
Langsam war es dunkel und so offenbarte der Herr der Ringe wieder ein imposantes Schauspiel mit seinen Monden. Sowohl Wolkenbänder als auch Cassini waren einwandfrei auszumachen, obwohl zeitweilig die Luft sehr unruhig war.
Der Löwe ist schon auf dem Weg zum Horizont, daher noch einen Blick auf das
Leotriplett M65 M66 NGC3628
Immer wieder Klasse, diese Konstellation im Gesichtsfeld zu haben. So unterschiedlich und so weit weg - was mag da wohl grad vorgehen? Etwas mehr Vergrößerung zeigt noch ein paar Details in M65 und M66, das Seeing läßt aber nicht viel zu.
Sucht man sich also etwas im Zenit mit niedriger Vergrößerung...
M81 M82
Das ungleiche Paar ist immer einen Besuch wert, so auch heute. Im 30mm Okular stehen die beiden schön im Blickfeld und könnten unterschiedlicher nicht sein. M81 oval mit hellem Kern und M82 langgestreckt etwas heller. Vergrößert man etwas weiter in M82 hinein, offenbart sie noch ein paar Details wie dunkle Flecken und Balken.
Mitternacht ist rum, das Seeing wird langsam besser.
Die Reise geht u.a. zu
M101, M108, M67, M51, M3, das Galaxienfeld in Virgo und Coma Berenices, M13, M57, die Doppelsterne in der Lyra ...
Und dann der Hammer!
Cygnus war über einer Baumkette aufgetaucht.
In Ansätzen ist das Milchstrassenband erkennbar zwischen Albireo und Deneb.
Den OIII-Filter auf das 30mm Oku und auf den Cirrus-Nebel gezielt.
WOW - da haut's einen aus den Socken! Der erste Anblick im Jahr ist immer der beste. Ich hab ihn zwar bei dunklerem Himmel schon schöner gesehen, aber immerhin. Immer wieder schwenke ich zwischen den beiden Teilen hin und her, und kann mich nicht entscheiden, welcher schöner ist.
Wenn der OIII schon mal drin ist (der Filterschieber ist das nächste Projekt), darf natürlich auch NGC7000 nicht fehlen. Schnell ist der "kleine Orion" gefunden und von da aus sind die Umrisse des Nebels gut auszumachen.
Die Uhr ist inzwischen schon auf kurz vor 3:00 vorgerückt.
Ein letzter Schluck aus der Teekanne, ein letztes Stück Schokolade...
Ein kurzer Blick auf M29, M39 M56, Dumbbell und M71 und dann abbauen.
AABER, da steht ja noch der Jupiter und lockt - ja ja, Du hast mich ja überzeugt. Belohnt werde ich mit einem Schauspiel aus Wolkenbändern und Monden, dem ich noch eine Weile zuschaue. Nun ist aber genug, die Dämmerung setzt schon ein.
Gegen 3:30 schleiche ich mich ins Bett und wünsche mir, man könnte bestimmen, wovon man träumt.
Gruss und cs Ralf