TP1024
Aktives Mitglied
Hallo liebe Mitleser,
nachdem ich mich den Winter über hauptsächlich mit der Webcam auf dem Balkon auf die Jagd begeben habe, war es jetzt endlich mal wieder halbwegs angenehm ( weniger Wind und etwas angenehmere Temperaturen ) und auch die Schule hatte nix gegen einen Spechtelausflug einzuwenden. Eigentlich wollte ich nur mal den Virgohaufen abgrasen ( kannte bis dato erst 2 Galaxien aus der Karkoschkakarte E14 ), aber es ist natürlich wieder einmal VIEL mehr geworden, wie ich das alles in einer Stunde hingekriegt habe weiß ich auch nicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Als Teleskop kam mein guter alter 114/1000mm Cat. Newton Kim zum Einsatz. Als Okular diesmal nur das 25mm Kellner ...
Die Reihenfolge habe ich leider nicht mehr im Kopf, aber dafür aber die
Eindrücke, wie das im einzelnen aussah. ( Also wie immer ;-) )
h und chi - was soll man dazu noch schreiben, über hunderte Sterne die auf
Samtscharzen Hintergrund strahlen ? Diekann man einfach nicht oft genug
angucken.
Beim umgucken ist mir beim Anblick der Zwillinge doch glatt der Marc
eingefallen ... und M35 erschien im Okular. Etwas größer als die beiden
Perseushaufen, aber mit einem anderern Companion. Da ist noch ein kleiner,
runder Offener Sternhaufen daneben, der allerdings nur als graue Scheibe im
Okular erschien - zu faul zum Okuwechsel hab ich ihn auch nicht auflösen
können, ich glaube aber, dass 4,5" dafür nicht ganz ausreichen.
Auf der anderen Seite des Himmels wartete der große Bär geduldig darauf
abgegrast zu werden. Dabei wurde mir im Falle von M81/82 zum Verhängnis, dass
ich heute mal testweise mit dem Polsucher eingenordet habe. In Polnähe kann
man damit einfach nicht ordentlich ein Obejkt anfahren ( und ein neidischer
Gedanke in Richtung der Dobsonbesitzer ;-) ). Aber zum glück gibt es im
großen Bären ja mehr als genug Galxien, die auch alle schön sind.
Den
anfang dabei machte, glaube ich, M101. Immer etwas schwierig durch die
Lichtverschmutzung, der ich hier wohl nirgents entkommen kann, aber trotzdem
recht gut in ihrer Ausdehnung zu sehen, da kamen später noch viel kleinere
Funzeln im Virgohaufen. Aber jetzt blieb ich erstmal in der Nähe. eigentlich
wollte ich M63 zuerst sehen, aber ich geriet etwas zu weit nach Norden und
nahm erst mal ein Bad in der Wirlpoolgalaxie M51. Die Galaxie mit dem Stern -
M63 - kam gleich danach. Auf ging es zur nächsten Galaxie. M94 klein, rund,
aber hell! Hier reicht es fast immer für ein paar Details, also eine leicht
unregelmäßige Scheibe. Von den Jagdhunden aus mußte natürlich auch das PkF (
Paar kleiner Funzeln ) NGC 4485/4490 mitgenommen werden, schön zu finden, da
direkt in der Nähe von Beta CVn zu finden. Anschließend ging es zur
zweitschönsten (visuellen) Galaxie im großen Bären - M106. Eine helle
Spiralgalaxie, auf die wir fast in Kantenlage schauen, sie ist aber etwas
geneigt, so dass man schön die beiden Ausläufer der Spiralarme sehen kann.
Tief im Streulicht habe ich natürlich auch M13 ausgegraben. Nur M92 habe ich
mal wieder nicht gefunden - der Haufen zeigt sich auch nur, wenn er mal Lust
hat, gefunden zu werden ...
Und nochmal 180° Wendung zum Orion. Na, soll ich jetzt wirklich wieder von
M42 schwärmen, der groß und majestätisch im Okular schwebt ? Nein ? - Zu spät
;-)
Im Stier nutze ich dann die Chance, M1 endlich mal wieder ohne Webcam zu
sehen. In der Streulichtsuppe auf dem Balkon läßt er sich nicht blicken,
draußen auf dem Feld sieht das natürlich anders aus.
Saturn wa auch
gleich in der Nähe, aber zum Glück ausßerhalb des Gesichtsfelds, der Bursche
ist ja auch verdammt hell ! Von M1 und Saturn ging es zum nächsten Gespann
dieser Nacht - M44 und Jupiter. Direkt nebeneinandere verliert die Krippe
etwas an Glanz, aber das Zusammenspiel mit Jupiter sieht wirklich schön aus!
Ein kurzer Blick in den Karkoschka zeigte mir eine neue Aufsuchroute für M67
...also gleich mal ausprobiert. Ja, gleich gefunden den schüchternen Haufen
im Krebs, den cih sonst nie finde ...
Das Einhorn mußte auch zwei seiner Sternhaufen zeigen - den strahlenden M47
und den eher wegen seiner Präsez im osettanebel bekannten NGC 2244. Weiter
drüben in der Schlange suchte ich ( ohne Karkoschka - war zu faul <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) NGC
3115, die Spindelgalaxie, leider vergebens. Auch den Löwen habe ich sträflich
ignoriert - ich hoffe er nimmt es mir nicht übel, beim nächsten MAl sind
M65/66 und Co auch mit dran - versprochen! Weiter zum Comahaufen wußte ich
zwar genau wo M53 ist, aber das hat diesen kleinen Kugelhaufen nicht daran
gehindert verstecken zu spielen - hab ihn nicht gefunden. Dafür habe ich
endlich M64 gefunden - die Galaxie mit dem schwarzen Auge. Letzteres braucht
wohl etwas mehr als 4,5", aber trotzdem ist es eine schöne, große Galaxie.
Ganz anders die Galaxien im Virgohaufen. Da ich im Sucher das große T partout
nicht finden konnte ( muss daran liegen, dass der Löwe etwas merkwürdig
verdreht ist - ich hab immernoch das Bild vom ITV und aus der Steiermark im
Kopf, wo man das das große T ohne Probleme mit bloßem Auge sehen konnte ...
Also ging es diesmal über etwas schwieriger Route von Epsilon Virgi (?). Dort
gibt es grob in Richtung Löwe gepeilt ein Paar mit einem helleren und einem
nicht so hellen Stern. Man folgt in Richtung des letzteren, weicht dabei
etwas nach oben ab und schon plösslt M59 ins Kellnerokular. M60 auch zu
sehen, aber deutlich schwerer auszumachen ( oder hab ich sie verwechselt ? -
ich hab die ganze Zeit nur mit 40x beobachtet, könnte sein, dass sie einfach
zu war ). Ein kleiner Schwenk weiter Richtung Löwe zeigt neben einem Stern
die Galaxie M58 - wieder nur eine kleine Funzel. M58 dient aber als
intergalaktische Kreuzung an der man entweder weiter zu M87 kommt, oder nach
Norden zu einem Pentagon aus 5 Sternen kommt, an dessen unterster Seite M89 (
innerhalb es 5-Ecks ) und M90 außerhalb, über dem nördlichesten Stern steht.
Leider alles nicht sehr spektakulär - mit einem größeren Teleskop ist da
sicherlich mehr drin. Den Weg über M87 zu M86 und M84 und dann über
Markraians Galaxienkette zu M88 habe ich mir für's nächste mal aufgehoben -
dann nehme ich das Fernglas wieder mit und damit finde ich hoffentlich auch
das große T wieder ...
Nicht vergessen möchte ich natürlich die etwas langsame, aber helle und
irgentwie blinkende Sternschnuppe die kurz vor Ende noch unter dem großen
Bären hinweg zischte.
Und jetzt konnte ich wieder einmal glücklich 5 weitere Häkchen im Karkoschka
vermerken.
Witzig dabei: M90 war auch 90. Messierobjekt, das ich bis
jetzt beobachtet habe.
Jetzt fehlen nur noch 20. 
nachdem ich mich den Winter über hauptsächlich mit der Webcam auf dem Balkon auf die Jagd begeben habe, war es jetzt endlich mal wieder halbwegs angenehm ( weniger Wind und etwas angenehmere Temperaturen ) und auch die Schule hatte nix gegen einen Spechtelausflug einzuwenden. Eigentlich wollte ich nur mal den Virgohaufen abgrasen ( kannte bis dato erst 2 Galaxien aus der Karkoschkakarte E14 ), aber es ist natürlich wieder einmal VIEL mehr geworden, wie ich das alles in einer Stunde hingekriegt habe weiß ich auch nicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Als Teleskop kam mein guter alter 114/1000mm Cat. Newton Kim zum Einsatz. Als Okular diesmal nur das 25mm Kellner ...
Die Reihenfolge habe ich leider nicht mehr im Kopf, aber dafür aber die
Eindrücke, wie das im einzelnen aussah. ( Also wie immer ;-) )
h und chi - was soll man dazu noch schreiben, über hunderte Sterne die auf
Samtscharzen Hintergrund strahlen ? Diekann man einfach nicht oft genug
angucken.
Beim umgucken ist mir beim Anblick der Zwillinge doch glatt der Marc
eingefallen ... und M35 erschien im Okular. Etwas größer als die beiden
Perseushaufen, aber mit einem anderern Companion. Da ist noch ein kleiner,
runder Offener Sternhaufen daneben, der allerdings nur als graue Scheibe im
Okular erschien - zu faul zum Okuwechsel hab ich ihn auch nicht auflösen
können, ich glaube aber, dass 4,5" dafür nicht ganz ausreichen.
Auf der anderen Seite des Himmels wartete der große Bär geduldig darauf
abgegrast zu werden. Dabei wurde mir im Falle von M81/82 zum Verhängnis, dass
ich heute mal testweise mit dem Polsucher eingenordet habe. In Polnähe kann
man damit einfach nicht ordentlich ein Obejkt anfahren ( und ein neidischer
Gedanke in Richtung der Dobsonbesitzer ;-) ). Aber zum glück gibt es im
großen Bären ja mehr als genug Galxien, die auch alle schön sind.
anfang dabei machte, glaube ich, M101. Immer etwas schwierig durch die
Lichtverschmutzung, der ich hier wohl nirgents entkommen kann, aber trotzdem
recht gut in ihrer Ausdehnung zu sehen, da kamen später noch viel kleinere
Funzeln im Virgohaufen. Aber jetzt blieb ich erstmal in der Nähe. eigentlich
wollte ich M63 zuerst sehen, aber ich geriet etwas zu weit nach Norden und
nahm erst mal ein Bad in der Wirlpoolgalaxie M51. Die Galaxie mit dem Stern -
M63 - kam gleich danach. Auf ging es zur nächsten Galaxie. M94 klein, rund,
aber hell! Hier reicht es fast immer für ein paar Details, also eine leicht
unregelmäßige Scheibe. Von den Jagdhunden aus mußte natürlich auch das PkF (
Paar kleiner Funzeln ) NGC 4485/4490 mitgenommen werden, schön zu finden, da
direkt in der Nähe von Beta CVn zu finden. Anschließend ging es zur
zweitschönsten (visuellen) Galaxie im großen Bären - M106. Eine helle
Spiralgalaxie, auf die wir fast in Kantenlage schauen, sie ist aber etwas
geneigt, so dass man schön die beiden Ausläufer der Spiralarme sehen kann.
Tief im Streulicht habe ich natürlich auch M13 ausgegraben. Nur M92 habe ich
mal wieder nicht gefunden - der Haufen zeigt sich auch nur, wenn er mal Lust
hat, gefunden zu werden ...
Und nochmal 180° Wendung zum Orion. Na, soll ich jetzt wirklich wieder von
M42 schwärmen, der groß und majestätisch im Okular schwebt ? Nein ? - Zu spät
;-)
Im Stier nutze ich dann die Chance, M1 endlich mal wieder ohne Webcam zu
sehen. In der Streulichtsuppe auf dem Balkon läßt er sich nicht blicken,
draußen auf dem Feld sieht das natürlich anders aus.
gleich in der Nähe, aber zum Glück ausßerhalb des Gesichtsfelds, der Bursche
ist ja auch verdammt hell ! Von M1 und Saturn ging es zum nächsten Gespann
dieser Nacht - M44 und Jupiter. Direkt nebeneinandere verliert die Krippe
etwas an Glanz, aber das Zusammenspiel mit Jupiter sieht wirklich schön aus!
Ein kurzer Blick in den Karkoschka zeigte mir eine neue Aufsuchroute für M67
...also gleich mal ausprobiert. Ja, gleich gefunden den schüchternen Haufen
im Krebs, den cih sonst nie finde ...
Das Einhorn mußte auch zwei seiner Sternhaufen zeigen - den strahlenden M47
und den eher wegen seiner Präsez im osettanebel bekannten NGC 2244. Weiter
drüben in der Schlange suchte ich ( ohne Karkoschka - war zu faul <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) NGC
3115, die Spindelgalaxie, leider vergebens. Auch den Löwen habe ich sträflich
ignoriert - ich hoffe er nimmt es mir nicht übel, beim nächsten MAl sind
M65/66 und Co auch mit dran - versprochen! Weiter zum Comahaufen wußte ich
zwar genau wo M53 ist, aber das hat diesen kleinen Kugelhaufen nicht daran
gehindert verstecken zu spielen - hab ihn nicht gefunden. Dafür habe ich
endlich M64 gefunden - die Galaxie mit dem schwarzen Auge. Letzteres braucht
wohl etwas mehr als 4,5", aber trotzdem ist es eine schöne, große Galaxie.
Ganz anders die Galaxien im Virgohaufen. Da ich im Sucher das große T partout
nicht finden konnte ( muss daran liegen, dass der Löwe etwas merkwürdig
verdreht ist - ich hab immernoch das Bild vom ITV und aus der Steiermark im
Kopf, wo man das das große T ohne Probleme mit bloßem Auge sehen konnte ...
Also ging es diesmal über etwas schwieriger Route von Epsilon Virgi (?). Dort
gibt es grob in Richtung Löwe gepeilt ein Paar mit einem helleren und einem
nicht so hellen Stern. Man folgt in Richtung des letzteren, weicht dabei
etwas nach oben ab und schon plösslt M59 ins Kellnerokular. M60 auch zu
sehen, aber deutlich schwerer auszumachen ( oder hab ich sie verwechselt ? -
ich hab die ganze Zeit nur mit 40x beobachtet, könnte sein, dass sie einfach
zu war ). Ein kleiner Schwenk weiter Richtung Löwe zeigt neben einem Stern
die Galaxie M58 - wieder nur eine kleine Funzel. M58 dient aber als
intergalaktische Kreuzung an der man entweder weiter zu M87 kommt, oder nach
Norden zu einem Pentagon aus 5 Sternen kommt, an dessen unterster Seite M89 (
innerhalb es 5-Ecks ) und M90 außerhalb, über dem nördlichesten Stern steht.
Leider alles nicht sehr spektakulär - mit einem größeren Teleskop ist da
sicherlich mehr drin. Den Weg über M87 zu M86 und M84 und dann über
Markraians Galaxienkette zu M88 habe ich mir für's nächste mal aufgehoben -
dann nehme ich das Fernglas wieder mit und damit finde ich hoffentlich auch
das große T wieder ...
Nicht vergessen möchte ich natürlich die etwas langsame, aber helle und
irgentwie blinkende Sternschnuppe die kurz vor Ende noch unter dem großen
Bären hinweg zischte.
Und jetzt konnte ich wieder einmal glücklich 5 weitere Häkchen im Karkoschka
vermerken.
jetzt beobachtet habe.