Bei welchem Wetter ist das "seeing" am Besten ?

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satdiver

Neues Mitglied
Hallo zusammen,
ich lese immer wieder etwas über "seeing". Wie kann man als Anfänger beim Blick in den Sternenhimmel erkennen ob ein gutes seeing besteht?
Bei welchen Wetterlagen ist aus Eurer Erfahrung ein gutes seeing vorhanden?
Gruß
Andreas <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Das Seeing ist kurz vor Nebel am besten - kein Quatsch! Ansonsten sind alle turbulenzarmen Wetterlagen - z.B. ein Hochdruckkern - für das Seeing nicht schlecht. Am besten erkennt man die Qualität des Seeings ohne Instrumente, indem man sich die Sterne anschaut. Wenn sie gar traulich funkeln ist das Seeing fürs Gesäß... Wenn sie allerdings bis zum Horizont runter ohne ein Flackern zu sehen sind, dürfte das Seeing auch gut sein.

Gruß
André
 
Re: Bei welchem Wetter ist das "seeing" am Besten

Hallo Andreas,

erkennen kann man das Seeing am "Flimmern" der Sterne. Je mehr die Sterne flimmern desto schlechter ist das Seeing, meistens sieht man auch einen Unterschied zwischen Horizont- bzw. Zenitnähe.

Was die Wetterlage angeht kommt es soweit ich das bisher überschaue (ich bin selbst Anfänger) eher darauf an, daß es sich um eine stabile Wetterlage mit geringen Temperaturwechseln und resultierend weniger atmosphärischer Unruhe handelt. Wenig Luftfeuchtigkeit ist sicher auch hilfreich.

gruß Aebby



 
hallo andreas,

nur weil keine Wolken sind, heisst das noch nicht, dass die Sicht gut ist, im Gegenteil, es gibt Hohe, nicht erkennbare Wolkendunstschichten, die alle Transparenz zu Nichte machen ;-( (was sehr ägrerlich ist).
Ich habe schon Nächte gehabt, in denen kurz zuvor ein Sturm tobte, der die Luft mal so richtig frei geblasen hat, danach war das Seeing super.
Das Sterngucker-Hobby habe bislang als eine sehr spontane Sache erfahren, d.h. man muss schnell bereit sein, auf geänderte (gute) Bedingungen reagieren zu können, sprich seinen Kram immer ordentlich parat haben und vor allem
die Verhältnismäßigkeit wahren. So spart man sich viel Frust
über lang geplante Vorfreuden, die binnen 2 Stunden sprichwörtlich absaufen können.

Viele Spass beim Gucken

Stefan
 
Hallo Andreas,

daß "funkeln" der Sterne wurde schon angesprochen.
Letztendlich hilft nur ein Blick durch das eigene (ausgekühlte) Teleskop, am besten auf einen Planeten (Jupiter oder Saturn). Je mehr Details dort zu sehen sind, desto besser ist das Seeing.

Viele Grüße
Nils Kloth
 
Re: Bei welchem Wetter ist das "seeing" am Besten

Hallo Andreas,

ich habe einige Male sehr gutes Seeing erlebt kurz vor eintreffen eines Tiefausläufers. Und zwar ist es wohl oft so, daß die Luftmassen des Tiefausläufers in grosser Höhe schon da sind, bevor dann die ersten Zirren und Schäfchenwolken kommen. Dadurch kann es wohl eine Inversionsschicht geben, die den Luftaustausch hemmt und dadurch für sehr gutes Seeing in der Höhe sorgt.
Ausserdem sind leicht dunstige Abende auch sehr "Seeing-Verdächtig".
In klaren und sehr kalten Winternächten wird das Seeing manchmal nach 1 Uhr erst gut, oder wenigstens brauchbar.

Wichtig für Seeing ist aber auch der Beobachtungsort. Warmluftquellen in der näheren Umgebung sind starke Behinderungen. Am besten steht man auf einer Wiese umgeben von Waldgebieten. Auf Balkon und Terrasse muß man halt aufpassen, daß man mit dem eigenen Körper nicht zuviel Seeing erzeugt (Experiment: Hand unters Teleskop halten, und ruhig auch mal unscharf drehen!), und daß kein offenes Fenster kräftig Schlieren produziert. Eine von der Sonne aufgewärmte Terrasse blubbert in den Abendstunden auch noch kräftig bei der Wärmeabgabe.
Und dann kommt noch das Tubusseeing des auskühlenden Teleskopes hinzu. Hier sind spätestens ab 6 Zoll Öffnung Lüfter eine geeignete Maßnahme um etwas früher gute Planetenbilder zu bekommen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

also ich habe eher die Erfahrung gemacht, da/3 hohe
Windgeschwindigkeiten die Transparenz verbessern, aber das
seeing verschlechtern.
Windarme und feuchte Bedingungen sind eher mit gutem
seeing verbunden (evtl. erh"ohen Wassertr"opfchen die
Viskosit"at der Luft und hemmen somit Verwirbelungen).
Und lokales seeing gibt es auch: die warme Luft "uber
Schornsteinen und die unterschiedliche Abk"uhlung
der Luft "uber unterschiedlichen Bodenformationen
Asphalt/Stein/Pflanzen verschlechtern die Lage deutlich.
Also am besten einen Standort mit einheitlichem Bewuchs
suchen, oder zumindest versuchen, nicht direkt "uber nahe
H"auser hinweg gucken zu m"ussen.

Viele Gr"u/3e
Acubens
 
Hallo,

wir haben schon desöfteren bemerkt, dass die Bedingungen nach einem kräftigen Regenguss einfach perfekt waren.

Der Regen kühlt die ab und reisst einen ganzen Haufen Staub mit.

Die ruhige und saubere Luft führt dann zu den berühmten "Tagen des Herren". <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Und das sind dann die Tage, an denen man wegen der Wolken und des Regens am frühen Abend keine Teleskope in die Eifel transportiert hat. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
(Daher ist ein "Immer-dabei-Reiseteleskop" sinnvoll, und sei es noch so klein. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )

Gute Bedingungen herrschen auch, wenn ein Wolkenfeld vorbeigezogen ist und der Himmel dann wieder klar ist.
Hatten wir auch schon ein paar mal.


Viele Grüße
Thomas
 
Lokale Einflüsse - korrekt?

Hallo allerseits,

habe mal wo gelesen (Kosmos Naturführer - Astronomie für Einsteiger - Storm Dunlop) das große Wasserflächen eine stabilisierende Wirkung auf Temperatur und Luftschichtung haben und somit das Seeing wesentlich verbessern können!
Ist hald jetzt die frage was sind große Wasserflächen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ?!
Von einem kleinen See könnte so mancher von uns (wie auch ich) profitieren, beim Meer wirds wohl schon schwieriger!
Weis jemand von euch darüber genaueres?

Gruß, Berni
 
Re: Lokale Einflüsse - korrekt?

Ich hab mal was von einem Sonnenteleskop gelesen, das in einem See steht. Welches das war, oder ob generell viele Sonnenteleskope über Wasser stehen weiß ich aber nicht mehr genau. Aber das hat vielleicht bei der Sonne noch einen anderen Grund, und zwar, dass der von Sonne erwärmte Boden viel Wärme abstrahlt und das bei Wasser eben nicht so ist (glaub ich zumindest <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ).

Grüße,
Florian
 
Re: Bei welchem Wetter ist das "seeing" am Besten

Hallo zusammen,
vielen Dank für die vielen Antworten. Jetzt muss nur mal die Wolkendecke aufreißen und dann werde ich mal sehen ob die Sterne funkeln!
Gruß
Andreas <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Re: Lokale Einflüsse - korrekt?

Hi Zusammen,

klar, eine große Wasserfläche wirkt wirklich so. Und zwar weil es eben einen Wärmepuffer bildet. Zieht eine kalte Luftschicht über ein Gewässer, so kann das Oberflächenwasser sehr viel Luft erwärmen. Genauso wird warme Luft abgekühlt. Durch diese dämpfende Wirkung auf schnelle Temperaturwechsel wird eben auch das Seeing vermindert.
Allerdings muß man das immer relativ sehen. Ein Gewässer kann an einem sonnigen Tag relativ kühl sein, und daher steigt hier weniger Warmluft auf, als an Land. Günstig für die Sonnenbeobachtung. Nachts aber kann das Gewässer durchaus wärmer sein, als die Umgebung und daher zu einer Quelle von kräftigen Aufwinden werden.

Clear Skies
Sven
 
Re: Lokale Einflüsse - korrekt?

Hi!

Stichwort: Aufheizende Terasse! Kann es da helfen, diese abends kräftig mit einem Gartenschlauch zu wässern? Müßte doch zu einer schnelleren Kühlung der Steine führen, oder?

Aber das mit dem Seeing ist wirklich schwierig. So war die letzten Abende endlich mal wieder was vom Himmel zu sehen... aber die Bedingungen trotzdem schlecht. Relativ diesig, so das die Berliner Lichtglocke schön störte... und nur die Sterne zu sehen, die man auch in einer Großstadt zu sehen bekommt.
Ich wollte aber trotzdem etwas Saturn gucken mit meinem 100er Refraktor, war auch wieder schön anzusehen ... aber die Cassiniteilung konnte ich einmal nur erahnen, mehr war nicht drin.

Böse ist sowas nur, wenn man das Teleskop noch nicht kennt und es testet. Da weiß man dann nicht ob es am Seeing liegt, oder ob gar das Teleskop ein Problem hat.

Gruß...
Vader
 
Re: Lokale Einflüsse - korrekt?

Hi,

die Sache mit dem Gartenschlauch hatte ich schon im Kopf, hab's aber dann doch nicht geschrieben. Aber klar, im Sommer kann sowas helfen. Obwohl ich's nicht direkt vor der Beobachtungmachen würde, sondern eher vorbereitend sobald die Sonne weg ist. Warscheinlich macht man den Stein nämlich kälter, als die Umgebung. Und in dem Falle hat der Stein bis zur eigentlichen Beobachtung genug Zeit, sich wieder an die Umgebung anzupassen. Ausserdem habe ich mit der Geschichte keine richtige Praxiserfahrung.

Was Deine Beobachtung angeht - gegen Seeing in großer Höhe kann man ohnehin gar nichts machen. Und im Grunde kann man ein neues Teleskop dann nur mit einem gewissen Erfahrungswert beurteilen, und zwar grob! Einfach indem man das Seeing abschätzt und sich auf die hoffentlich vorhandenen, ruhigen Momente stützt. Gibt es die an einem Abend gar nicht, dann braucht man sich über das Teleskop und seine Qualität keine Gedanken zu machen. Da gibt's dann einfach nichts zu beurteilen.

Clear Skies
Sven
 
Kommt "Seeing" vom See oder vom "Sight-Seeing"?

Hallo zusammen,

ich hab' da mal so eine Frage: <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> ich bin bisher davon ausgegangen, dass "Seeing" vom englischen Verb "to see" abgeleitet ist und "gutes Seeing" somit gute Sicht bzw. gute Durchsicht (durch die Atmosphäre) bedeutet. Nun schreibt aber der Sven (der ein von allen anerkannter Astro-Guru ist):
" Auf Balkon und Terrasse muß man halt aufpassen, daß man mit dem eigenen Körper nicht zuviel Seeing erzeugt".
In dem Zusamenhang läßt sich das aber nicht als "Durchsicht" verstehen, sondern wohl eher als "Wabern", quasi wie ein See. Meine Frage also: sitzt dem Sven da einfach der Schalk im Nacken oder ist das generell Spechtler-Humor (als Verballhornung des englischen)? Oder ist das einfach ungeklärt, weil - nachts sind eh alle Katzen grau?

Zur unabwendbaren Klärung dieser wichtigen Frage: was ist Sache? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Über Funkeln und Durchsicht

Hallo,

Durchsicht oder Transparenz bezeichnet die Eigenschaft der Atmosphäre, Strahlung (Licht) durchzulassen, welches dann beispielsweise in unsere Instrumente gelangt. Transparenzmindernd wirken Schwebstoffe wie z. B. Wassertröpfchen oder Eisnädelchen (Dunst, Hochnebel) oder Aerosole (Smog, Ruß, Stäube, Sand...). Im Gebirge ist die Transparenz gegenüber Meeresniveau erhöht. Bei schlechter Durchsicht/Transparenz sinkt das Eingans-Kontrast-Verhältnis Objekt-Himmelshintergrund ab: Objekte "saufen" im Hintergrund ab. Sowohl für visuelle Nutzung als auch bei Kameras. Die Transparenz in Horizontnähe ist durch den längeren Lichtweg durch Atmosphäre(ndreck) i. d. R. deutlich schlechter als im Zenit-Bereich.

"Seeing" hingegen beschreibt den Grad der Abbildungsverschlechterung durch Bewegtsein von Luft unterschiedlicher Temperatur - das "Gefunkel". (Sorry, klingt bisschen kompliziert, aber einfach nur Luftbewegung macht noch kein Wabern, da unterschiedliche Temperaturen und damit Dichten und Brechzahlen nötig sind, um das Licht abzulenken.) Am Besten einzuschätzen über hochvergrößerte Sternbeobachtung. Eine Skala nach Pickering zum Einschätzen des Seeing wird verwendet und wurde (mit schönen Web-Cam-Beispielen) noch vor kurzem hier im Forum verlinkt, mal die Suchfunktion (Pickering) verwenden...
Das Seeing - bewegte Luft unterschiedlicher Temperatur - ist ebenfalls in Horizontnähe schlechter als über einem. Allerdings gibt es je nach Ort/Ursache Differenzierungen:

- Instrumenten-Seeing (Auskühlungszustand/Empfindlichkeit)
- "lokales Seeing" (vielleicht zum Untergrund, bauliches...)
- Beobachter-Seeing (halte mal bei Hochvergrößerung Deine Hand vor die Öffnung!)

und es gibt Vermutungen, wenn z. B. unten alles windstill ist, und das Bild im Teleskop "nur so kocht", müssen es wohl Höhenwinde sein (ob 200 m oder 5 km, das bleibt im Kaffesatz oder für Kachelmann...).

Angaben zur Transparenz und auch zum Seeing sind m. E. unbedingt Bestandteil von Beobachtungs-Berichten und eventuell hilfreich, um "Sites" (Beobachtungsplätze) zu beschreiben (hohe Variabilität).

Hoffe, Du hast nun Durchblick und wünsche jederzeit höchste Transparenz und ruhende Luft bis zum Horizont,

Matthias.
 
Re: Lokale Einflüsse - korrekt?

Hallo!
Kann gut sein, dass das hilft,ich habe da auch keine praktische Erfahrung.
Allerdings kann man sich eventuell auch Probleme einhandeln. Zuviel Feuchtigkeit kann zu Taubeschlag führen und der Sternkarte tut sie auch nicht gut. Außerdem finde ich es aus ökologischen Gründen nicht so toll nur für den Beobachtungsspaß massig Trinkwasser zu verbraten.
Auf die nächste Rasenfläche zu gehen oder einfach noch ein Stündchen bei etwas geringerer Vergrößerung beobachten ist in meinen Augen kein so großes Problem. Meiner Ansicht nach spielt der Untergrund auch gar keine so große Rolle, da ich auch schon auf meinem Waschbetonbalkon beste Luftruhe hatte. Zwischen Sonnenuntergang und guter Sichtbarkeit der Sterne liegt in der Regel eine so lange Zeitspanne, dass sich die größten Temperaturgegensätze bis dahin schon vermindert haben dürften und mit dem Rest kann man meist ganz gut leben. Übel sind dagegen nicht isolierte geheizte Räume im Teleskopumfeld. Also Terrassentüre und Fenster im Winter zu!
Das bringt wirklich was.Ein See oder sonstiges Gewässer in der Nähe ist vielleicht gut gegen Luftunruhe, was aber auch nichts bringt, wenn man nach dem teleskopaufbau von einer Nebelbank überrollt wird. Das kommt hier am Rhein durchaus öfters vor.
Fast jeder Standort hat eben seine Vor- und Nachteile.
Gruß Florian
 
Re: Lokale Einflüsse - korrekt?

Hi,
ich denke das bringt zwar eine Abkühlung der Terasse, könnte mir aber auch vorstellen, das es im Sommer dann zu höherer Verdunstung kommt, was wiederum die Abbildungen beeinträchtigen könnte.
Ich gehe lieber/sicherheitshalber auf den Rasen. Im Winter isr er wärmer und im Sommer strahlt er nicht so viel ab, wenn überhaupt.
Seeing ist oft der limitierende Faktor beim vergrößern. Mit der Zeit lernt man es halbwegs gut vor Beobachtungsbeginn einzuschätzen.
CS
 
Re: Lokale Einflüsse - korrekt?

Hi!

Florian... wenn würde ich das abends mit dem Gartensprenger machen, der beim Rasen befeuchten sowieso die Terasse mit einjaucht. Und es soll ja nicht alles unter Wasser stehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Aber prinzipiell hast Du natürlich recht. Wobei sich die Wasserwerke in Deutschland ja immer beklagen, das in den letzten Jahren zu wenig verbraucht wurde.

Aber ist auch die Frage, wie weit hoch reicht der Effekt durch die Terrasse... ich hab jetzt einen 100/1000 Bresser Polaris und bald einen 1500er... die haben ja dann doch einigen Abstand zum Boden.

Gruß...
Vader
 
Re: Lokale Einflüsse - korrekt?

Hallo Vader,

also viele Leute reinigen ihre Terrasse ja eh mit dem Schlauch.
Der Standort Rasen ist natürlich vorzuziehen, aber wenn die Terrasse noch in der Nähe ist, wird sich der Effekt auch noch auswirken, wenn man in deren Richtung beobachtet. Die Luft, die von dort aufsteigt, wird sicher noch 20m hoch, vielleicht sogar 100m hoch merkliche Schlieren produzieren.
Allerdings, was hilft es, die Terrasse zu kühlen, wenn dahinter ein durchgeglühtes Hausdach ohne Dachisolierung noch bis in die Morgenstunden mit 25°C abstrahlt?
Wenn man also auf der Terrasse stehen muss oder möchte, kann das abkühlen schon helfen, besonders in der ersten Nachthälfte. So schnell kühlt das Fundament nämlich nicht aus, was man auch daran bemerkt, wie schnell der Stein wieder trocknet.
Hat man aber in seiner Beobachtungsrichtung noch mehr Störquellen, dann hilft die Behandlung der Terrasse nicht oder nicht genug. Dann muß man damit leben oder warten, bis in der 2. Nachthälfte die Temperaturunterschiede zurückgegangen sind.

Clear Skies
Sven
 
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