Bei welcher Vergrößerung sehe ich was?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Ehemaliges Mitglied 80886
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Hallo zusammen,

das Schwierige an diesen Beurteilungen ist die individuelle Variabilität. Je nach Erfahrung und physischer Wahrnehmungsfähigkeit kann die Detailerkennbarkeit sehr unterschiedlich ausfallen. Letztendlich zeigt sich dann am praktischen Beispiel vor Ort was in Summe möglich ist oder nicht.

Dies gilt übrigens für alle Objekte. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Hallo zusammen,

Ich finde die Frage " Was sehe ich bei welcher Vergrösserung?" nicht optimal, besser trifft es eher: "Wie hoch kann ich sinnvollerweise vergrößern?"
CS Mike
 
Hi,

naja, das ist alles komplex, klar.

Aber für DSOs finde ich das freie Eye&Telescope von Thomas Pfleger @Thomas_Pfleger mit seiner Sichtbarkeits-Simulation eines Objekts in welcher Teleskop Okular Kombination und bei welchem Himmel/Lichtverschmutzung wirklich sehr gut.
Und es ist seltsamerweise das einzige Programm, das diese wichtige Frage simuliert und beantwortet.


Gruß
Peter
 
passt auch zur oft und gern gestellten Frage, wie weit kann ich mit dem Teleskop sehen?
Dann wird es für "Unsereins" schwierig ohne viel Erklärungsaufwand, tiefer über die Funktionsweise eines Teleskop eine "einfache" Antwort zu geben.
Entschuldigung für das leichte Off-Topic, aber wo ich das gerade sehe: bewährt hat sich bei mir die Antwort, dass die Frage keine klare Antwort hat. Sie ist in etwa damit zu vergleichen, wenn jemand zu dir sagt "Oh, du hast ein neues Auto! Toll! Wie weit kannst du damit fahren?". Es leuchtet eigentlich jedem ein, dass das eine etwas eigenartige Frage ist weil es eben drauf ankommt wie viel ich tanke (oder neuerdings lade) oder ob ich nachtanken kann. Eine sinnvollere Frage wäre wie schnell ein Auto fahren kann. Von dort ausgehend kann man leichter darlegen, dass das auch beim Teleskop die bessere Frage wäre.

Ähnlich würde ich auch bei der Frage nach der Vergrößerung erst mal herauszufinden versuchen, ob der Frager über die Größenverhältnisse am Himmel informiert ist. Viele meinen, Deepsky-Objekte seien winzig klein und das sei der Grund, warum man sie nicht sieht. Hat man erst mal die Sache mit der Helligkeit erklärt, ist vieles schon beantwortet.
Auch bei den Planeten muss man bestimmt auf den Unterschied eingehen, der zwischen "erkennbaren" und "genießbaren" Saturnringen besteht. Die Frage des Laien nach Kennwerten ist eben in Wirklichkeit eher eine Frage nach den Bedingungen am Himmel statt nach konkreten Zahlen.

Gruß
Sebastian
 
Hallo,

dann will ich gerade noch mal schnell meine Erfahrungen von gestern Abend weitergeben.

Nach dem Training, kurz vor 21 Uhr, hatte ich die Gelegenheit schnell einen mir am Sonntag zugelaufenen 60/700 Refraktor auszuprobieren. Der ist von Quelle und offensichtlich von spätestens 1965, da er noch 2 achromatisch Okulare im Set und eine herrliche Holzkiste hat.

Zum Thema: Zum Mond brauche ich nichts zu sagen.
Saturn war bei 17fach länglich. Bei 35facher Vergrößerung war der Ring deutlich zu sehen, 70fach bot ein sehr schönes Bild mit deutlichem Schatten des Rings.
Jupiter zeigte bei 17x 3 Monde und tatsächlich schon das SEB. Bei 35 mal zeigte sich auf ein mal deutlich noch ein 4er Mond ganz dicht östlich des Planeten, den ich ein mal entdeckt dann später auch mit 17x sehen konnte. SEB und NEB waren deutlich sichtbar und wirkten schon nicht mehr ganz glatt. Mit dem 10mm Huygens (70x) zeigten sich dann auch deutlich Strukturen in den Bändern. Für mehr ist jetzt leider keine Zeit.

CS Gerhard
 
Hallo,
mache mir immer wieder eine kleine Spielerei daraus, die angegenen Grenzgrößen verschiedener Geräte nachzurechnen. Gehe auf den Link Telescope Limiting Magnitude Calculator.de.
Hier kann man alles eingeben, was das Herz begehrt. Optiktyp, Größe in MM oder Inch, angewante Vergr., z.B. bei einem 8 " 100fach oder mehr, Grenzgröße mit bloßem Auge, Himmelsanblick (ich nehme 6 mm Augenpupille, Grenzgröße 5,5mag -Kl. Bär-)
Bei binokularen Geräten muß man Vergr.-Faktor mal 1,4 nehmen, um auf monokular zu kommen.
Ich hoffe, daß es einigermaßen verständlich ist, wenn nicht, gebt euren Kommentar dazu ab. (Auch ein alter Hase, "gg", lernt noch dazu....)

Gruß Günther
 
Hi,

naja, das ist alles komplex, klar.

Aber für DSOs finde ich das freie Eye&Telescope von Thomas Pfleger @Thomas_Pfleger mit seiner Sichtbarkeits-Simulation eines Objekts in welcher Teleskop Okular Kombination und bei welchem Himmel/Lichtverschmutzung wirklich sehr gut.
Und es ist seltsamerweise das einzige Programm, das diese wichtige Frage simuliert und beantwortet.


Gruß
Peter
Ach so? Dann hast du sicher noch nie meine Simulations-Software kennen gelernt.

Dokumentation

Gruß Horst
 
Hallo,

Ach so? Dann hast du sicher noch nie meine Simulations-Software kennen gelernt.

Es geht in diesem, alten Thread, um die visuelle Beobachtung, nicht um die Fotografie. Für diese Fragestellung ist in der Tat das Programm "Eye & Teleskope" bisher das beste Programm, das eine visuelle Ansicht gut simuliert.
Eye & Teleskope simuliert die Sichtbarkeit auch in Abhängigkeit der Lichtverschmutzung und weiterer Parameter. Im Programm "AstroVis" sehe ich keinen Nutzen für die visuelle Beobachtung, um der es hier geht.

Viele Grüße
Gerd

PS: Gehört Werbung nicht ins Bieteboard?
 
Hi Horst @Horst_Ziegler ,

das ist ja interessant.
Das schau ich mir doch mal an.

Gruß
Peter
 
Hallo,
das geschriebene in Eye & Telescope hätte ich gern in "Deutsch" gelesen, sorry, kann kein "Englisch" (Bildungslücke)...

Gruß Günther
 
Hallo,

das geschriebene in Eye & Telescope hätte ich gern in "Deutsch" gelesen, sorry, kann kein "Englisch" (Bildungslücke)...

Hier klicken, dann wechselt die Sprache:

eyeandtelescope.jpg


Oder, die deutsche Version aufrufen:

Bildquelle:
Screenshot (bearbeitet) von Eye & Telescope.

Viele Grüße
Gerd
 
563AEA45-8682-43AC-8F09-0669103CD929.png
Im Programm "AstroVis" sehe ich keinen Nutzen für die visuelle Beobachtung, um der es hier geht.
Offensichtlich mangels Verwendung.
An diesem Beispiel kann man beides erkennen. Wie gross das Bildfeld bei 1140 mm und einer EOS77da am M1 ist und was ich mit einem Vixen 8mm bei gleicher Brennweite vom Objekt erkenne. Vor allem simuliert an der echten Aufnahme die mit anderem Equipment gemacht wurde.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zurück
Oben