Belichtungszeit länger als Intervall?

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Vinterland

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Hallo alle zusammen

Ich informiere und beschäftige mich seit einigen Wochen mit Timelaps Aufnahmen.
Insbesondere, im Gebiet der Astrofotografie.

Ich verschlinge zur Zeit alles, was dieses Thema zu bieten hat.
Vor zwei Tagen habe ich allerdings auf einer Seite einen Abschnitt gelesen, der mich nicht los lässt, da ich das im Moment überhaupt nicht verstehe.

Und zwar habe ich auf dieser Seite unter dem Abschnitt, "4. Kameraeinstellungen" folgendes gelesen.......
Zitat:
"Wenn du das einzelne Bild 25 Sekunden belichtest mit einem Intervall von 1 Sekunde, benötigst du schon fast 3 Stunden für einen Zeitraffer von 13 Sekunden länge."

Ein Intervall, beschreibt ja die Zeit bzw den Zeitabstand in dem ein Foto gemacht wird.
Wähle ich zb ein Intervall von 15sek, schießt die Kamera ja 4 Bilder pro Minute.

Was ich jetzt überhaupt nicht verstehe ist, wie kann die Belichtung eines Fotos länger sein als der Intervall?.
Ich kann doch kein Bild 25sek belichten, wenn ich einen Intervall von einer Sekunde einstelle.

Kann das ein Druckfehler sein oder hab ich da was komplett nicht verstanden?.
Ich hoffe, das mir da jemand etwas auf die Sprünge helfen kann.

Vielen Dank schonmal im voraus.
 
Hallo Niki

Das Intervall solltest du sehr niedrig halten, da die Zeit schon durch die lange Belichtungszeit gerafft wird."
Ja, das habe ich auch noch gelesen.
Aber irgendwie kapier ich das trotzdem nicht.

Wenn ich den Satz jetzt zehnmal lese, würde ich daraus schließen, das die Belichtungszeit mit in das Intervall einberechnet wird.
Kann das sein?.
Das macht mich jetzt total Irre, weil sich das jetzt komplett meiner Logik entzieht.
 
Es gibt da 2 Varianten. Mein Intervall-Auslöser verlangt ein Intervall, welches größer ist als die Belichtungszeit. Ich nenne das mal Inklusiv-Intervall, weil es eben auch die Belichtungszeit einschließt.

Meine Zeitraffer-App von Sony hängt die Intervallzeit an die Belichtungszeit an. Damit habe ich schon Zeitraffer mit automatischer Belichtung bei zunehmender Dämmerung gemacht. Mein Intervall war 3 Sekunden, die Belichtungszeit stieg von anfangs 1/10 Sekunde bis auf 8 Sekunden bei kompletter Dunkelheit. Die Pause zwischen den Aufnahmen war konstant 3 Sekunden. Nur mit dieser Version kann dein Beispiel klappen.
 
Hallo,

wenn (wie von Niki schon erwähnt) mit Intervall in dem speziellen Fall die Zeit zwischen den Frames gemeint (was ich auch für eine unglückliche Definition halte), dann ist das Intervall in „deinem“ Sinne hier 26 s. Und wenn man eine Bildrate von 1 pro 26 s z. B. in einen Film mit 25 pro 1 s verarbeitet, ist das schon ein gewaltiger Zeitrafferfaktor von 26x25=650. Deswegen steht da „Intervall kurz halten“. Damit das „wahre Intervall“, also die 25 s + x, nicht unnötig groß wird.

VG
Bernd
 
Hallo Auriga_HH


Mein Intervall-Auslöser verlangt ein Intervall, welches größer ist als die Belichtungszeit. Ich nenne das mal Inklusiv-Intervall, weil es eben auch die Belichtungszeit einschließt.
Das klingt für mich nachvollziehbar und so habe ich es bisher auch meistens gelesen.


Meine Zeitraffer-App von Sony hängt die Intervallzeit an die Belichtungszeit an.
Wenn ich das richtig verstehe, ist das wieder eine komplett andere Variante als die "normale" Einstellungen von Belichtungszeit und Intervall?.
Mein Intervall war 3 Sekunden, die Belichtungszeit stieg von anfangs 1/10 Sekunde bis auf 8 Sekunden bei kompletter Dunkelheit.
Diese Art der Timelaps Fotografie wird ja zb bei Sonnenuntergängen benutzt, wenn ich mich nicht irre.

Funktioniert denn der 3sek Intervall mit der 8 sek Belichtungszeit auch bei normalen Zeitraffer Aufnahmen oder ist das eine ganz spezielle Einstellung, die nur bei, ich sag jetzt mal, bei speziellen Kameramodellen angeboten wird?.
 
Hallo Bernd
dann ist das Intervall in „deinem“ Sinne hier 26 s. Und wenn man eine Bildrate von 1 pro 26 s z. B. in einen Film mit 25 pro 1 s verarbeitet, ist das schon ein gewaltiger Zeitrafferfaktor von 26x25=650. Deswegen steht da „Intervall kurz halten“. Damit das „wahre Intervall“, also die 25 s + x, nicht unnötig groß wird.
Ich vermute mal, das ich's durch diese Erklärung langsam kapiere.
Das Intervall wird hierbei deshalb extrem kurz gehalten, damit das fertige Zeitraffer später nicht abgehackt abläuft, hab ich das so richtig verstanden?.
 
Genau, das Video wird entweder abgehackt, wenn man wenige Bilder hat und die z. B. mit 1 pro Sekunde abspielt, oder zu schnell, wenn man sehr viele Bilder mit z. B 25 fps abspielt. Dann ist es zwar flüssig, aber wahnsinnig schnell (eben einen Faktor 650 in dem Fall).

VG, Bernd
 
25 - 1 - 25 - 1 - 25 - 1 ...

Bei Intervall 10 wäre es 25 - 10 - 25 - 10 - 25 - 10 ...
 
= -28

;)
 
war noch am rechnen… :geek:

Sorry Alex, wir sind jetzt wieder ernsthaft. :)
 
Genau, das Video wird entweder abgehackt, wenn man wenige Bilder hat und die z. B. mit 1 pro Sekunde abspielt, oder zu schnell, wenn man sehr viele Bilder mit z. B 25 fps abspielt. Dann ist es zwar flüssig, aber wahnsinnig schnell (eben einen Faktor 650 in dem Fall).
Ok, ich glaube jetzt kapier ich die Problematik bzw den Sinn dahinter.
Muss ich morgen direkt mal ausprobieren.
Hab zur Zeit nur eine Kompaktkamera (Canon Powershot SX240HS) mit der CHDK Firmware.
Mal schauen, ob das mit einem der Skripts auch funktioniert.
 
Ihr habt mir jetzt schon ziemlich gut geholfen, da etwas durchzublicken.
Muss jetzt leider Schluss machen.
Muss wieder früh raus morgen früh.

Bis dahin schonmal vielen Dank für's Licht am Ende des Tunnels :D

Wünsche euch eine gute Nacht
 
Hallo zusammen

Ich muss mich nun doch nochmal zu diesem Thema zurückmelden, da ich heute die Seite wiedergefunden habe, die meine ganze
Verwirrung komplett gemacht hat.

Auf dieser Seite, unter dem Abschnitt "Intervall" und "Belichtungszeit".

Die Aussage, die mich auch verwirrt ist folgende.......

"ZITAT".......
"Wenn die zeitlichen Abstände zwischen den Einzelaufnahmen zu klein werden, kann es schnell passieren, dass Sie die für das Bild eigentlich notwendige Belichtungszeit nicht mehr einhalten können."

Was mich aber total verwirrt in Bezug auf die Aussage, womit ich das Thema hier ja angestoßen habe........
"Wenn du das einzelne Bild 25 Sekunden belichtest mit einem Intervall von 1 Sekunde, benötigst du schon fast 3 Stunden für einen Zeitraffer von 13 Sekunden länge."

....ist diese Grafik

Link zur Grafik: https://magazin.heimatlichter.com/wp-content/uploads/2021/07/Belichtungszeit-1024x173.jpg

So wie ich diese Grafik deute, ist "Belichtung", "speichern" und der "Leerlauf" in dem Intervall mit drin.
Aus diesem Grund, habe ich mich gefragt, wie kann es möglich sein, ein Bild 25sek zu belichten, mit einem Intervall von 1 Sek.


Nach meinem Verständnis oder auch Logik, müsste die Grafik doch dann so aussehen.......

Intervall.jpg


Oder kann es sein, das ich das alles immer noch nicht so richtig verstanden habe?. :confused:
 
Ich würde dir raten es einfach mal praktisch zu probieren! Dabei lernt man oft schneller, weil sich viele Fragen damit selbst beantworten. So wäre meine Herangehensweise. Alles andere ist eher spekulativ und führt oft nur noch mehr in Verwirrung, auf beiden Seiten. Wir kennen die Parameter deiner Kamera nicht und ebenso deine Technik nicht, wie du diese Bilder erzeugst?
VG Frank
 
Hallo Frank

Ich würde dir raten es einfach mal praktisch zu probieren! Dabei lernt man oft schneller, weil sich viele Fragen damit selbst beantworten.
Genau dieser Gedanke kam mir gerade eben auch.
Ich muss das eben alles in der Praxis mal antesten, um zu sehen, was bei dieser oder jener Einstellung passiert.

Vor einigen Tagen habe ich zum allerersten Mal Abends eine kleine Zeitraffer Aufnahme gemacht (Straßenverkehr).
Dabei habe ich einfach eine Belichtungszeit von 1/60 sek. mit einem Intervall von einer Sekunde gewählt.
Was für mein Verständnis auch logisch klang.
Obwohl dies meine allererste Zeitraffer Aufnahme war, ist sie meines Erachtens recht gut geworden.


Und hier auf der Seite habe ich gerade etwas gefunden, was für mein Verständnis viel plausibler erscheint........

ZITAT :......
Nach der 180-Grad-Shutter-Regel beträgt die Aufnahmezeit genau die Hälfte des Intervalls!

Link zur Grafik: https://www.tommasomaiocchi.com/wp-content/uploads/2015/02/timelapse_intervall_de.png
 
Probier abends einfach die Bewegung der Wolken am Himmel in Zeitraffer Technik einzufangen. Wenn Sterne hindurch schauen umso besser. Mit Weitwinkel, vielleicht 10s BLZ und den Interval testen. Das Ergebnis zählt doch mehr, als graue Theorie.
VG Frank
 
Probier abends einfach die Bewegung der Wolken am Himmel in Zeitraffer Technik einzufangen.
Ja, werde ich auf jeden Fall in den nächsten Tagen mal austesten.
Zur Zeit gibt's hier allerdings immer nur eine komplett geschlossene Wolkendecke ohne jeglichen Details.
Da macht es meines Erachtens wenig Sinn.

Mit Weitwinkel, vielleicht 10s BLZ und den Interval testen.
Werde auf jeden Fall einige verschiedene Einstellungen ausprobieren und dann als Timelaps Vorlagen inkl. den Einstellungen für mich speichern.
So habe ich dann auch einen visuellen Einblick, wie ein Timelaps Video mit bestimmten Einstellungen aussehen würde.

Das Ergebnis zählt doch mehr, als graue Theorie.
Den Eindruck habe ich mittlerweile auch.
Ein bisschen Theorie zum Einsteigen ist nicht verkehrt aber ich denke mal, das es nun auch Zeit wird, die ganze Theorie auch mal in die Praxis umzusetzen.

Hoffentlich, wird das Wetter in den nächsten Tagen wenigstens ein bisschen besser.
Mit einer grauen Wolkendecke kann ich wenig anfangen.
 
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