Benötige euren Rat zu meinem Setup

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chriskosmos

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Hallo Forenfreunde!
Ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Meine Name ist Chris und ich trage mich schon lange mit dem Gedanken, endlich eine Teleskop anzuschaffen. Begeistert bin ich seit Kindheitstagen vom Sternenhimmel... Da ich aus dem Bereich der Fotografie komme, ist mein Wunsch auch später Bilder von Deepsky Objekten zu machen.

Ich habe mich in den letzten Wochen ausgiebig mit der Theorie und verschiedenen System befasst. Ein Wunschsetup habe ich auch schon zusammengetragen.
Jetzt stellt sich die Frage, was ihr mir empfehlen würdet...

Hier meine Vorstellungen für für die visuelle Nutzung als auch für fotografische Zwecke.

- Skywatcher AZ-EQ6
- Skywatcher 200/800 Carbon Quattro oder Ähnlich Marke
- Off Axis Guider
- Lacerta M-Gen v2
- Komakorrektor Bader
....

Wäre ein f/4 System für mich machbar oder endet alles im Frust auch wenn viel Fleiß eingebracht wird. Lieber ein f/5 System ?? und wie verhält es sich mit dem visuellen Unterschied von f/4 zu f/5

Gern könnt ihr mir ein entsprechendes Teleskop empfehlen. Freue mich über eure Meinung! ?

Viele Grüße
Chris
 
Hallo Chris,
grundsätlich sieht man an Deiner Auswahl schon, dass Du dir Gedanken gemacht hast. Die Montierung ist für den 8" gut gewählt. Villeicht macht du dir noch ein zwei Gedanken, was Du primar machen möchtest (visuell oder fotogrsfisch). Dementsprechend würde ich den Newton z. Bsp. auf Fotografie ausrichten (großer Fangspiegel, etc.) und fürs visuelle einen Dobson danebenstellen. So kann man in den seltenen guten Nächten beides praktizieren.
Zur Nachführung möchte ich Dir aus der Praxis zum Anfang zum Sucherguiding raten, Off Axis ist doch schon etwas speziell. Der MGEN ist dafür top, ein 9x50mm Sucher mit Helikalfokussierung und T-2 Gewinde wäre hier das passende.
Mit welchem Kamerasystem planst du zu fotografieren?
 
Hy Carsten,

danke für deine Antwort.
Aus der Fotografie habe ich erst einmal eine Vollformat Canon 5D MK III. Diese sollte auch erstmal dafür verwendet werden. Später könnte ich mir vorstellen CCD oder auch eineAstro DSLR (APS-C)

Schwierig wird es aktuell sicher sein, den Vollformat auszuleuchten. Könnte aber auch mit einem Beschnitt leben. Du hast mit sicherlich 2 System absolut Recht. Ich würde dennoch erst einmal 1 System wählen, welches beide Punkte bedienen kann, auch wenn Kompromisse gefunden werden müssen.

Wäre denn ein Foto-Newton wie z.B. der Quattro f/4 von Skywatcher, nicht auch visuell nutzbar? Wie schaut es mit dem Handlung von f/4 zu f/5 aus? Viele machen mir extreme Angst mit der Justage usw. von f/4 Newtons.

Viele Grüße
Chris
 
Hi Chris,

ich habe selber einen 8" f/4 und meiner Erfahrung nach ist die Justage kein Hexenwerk. Ich mache das mit einem Concenter in ein paar Minuten, wenn überhaupt nötig. Aus meiner Meinung hat der f/4 fotografisch nur Vorteile gegenüber dem f/5.
Klar kann man einen Foto-Newton auch visuell nutzen, vorausgesetzt Du kommst in den Fokus, sollte aber bei dem Quattro kein Problem sein.
 
Freut mich, dass mir so schnell geantwortet wird. Hast du vorher Erfahrung mit anderen Teleskopen gehabt oder ist das dein erstes Newton. Der Quattro kommt eigentlich problemlos in den Fokus, so die Zusammenstellung von TS. Wie ist die Qualität beim Quattro. Ich habe gelesen, dass TS z.B. eine Eigenentwicklung mit verbesserten OAZ hat.

Ist das "Nörgeln" auf hohem Niveau oder lieber Finger weg vom Quattro?

Gruß
Chris
 
Hi Chris,

ich hab schon Erfahrung mit einigen Teleskopen, auch SC und APO. Ich möchte jetzt hier nicht wieder einen Diskussion lostreten ob Stahl oder Karbon, welcher Auszug, etc. Dise Diskussionen findest Du genug im Netz. Ich habe einen GSO und bin zufrieden. Natürlich findest Du bei höherpreisigen Teleskopen auch höhere Qualität verarbeitet. Ist wie beim konfigurieren eines neuen Autos, musst halt rausfinden, was für dich selbst wichtig ist ;-)
 
Hallo Chris,
Du solltest mal checken ob die Komponenten für Vollformat geeignet sind. Speziell mit OAG bin ich da skeptisch, dass ein 2" OAZ reicht. Schau doch mal bei Astrobin welche Setups die Leute mit der 5D MK III verwenden. Da siehst Du z.B. auch gleich wie die Newton Spikes aussehen.

VG,
Marcus
 
Hy Marcus,

danke werde dies mal machen.
Ich denke schon, dass der Rand beschnitten werden muss.
Laut einem Onlineshop soll es wohl gehen, auch wenn nicht komplett ausgeleuchtet. Die DSLR soll auch nur für die Anfänge genutzt werden, weil Sie halt zur Verfügung steht. ;)

Wie siehst du die Verwendung eines f/4 Gerät für die teilweise visuelle Anwendung.

Gruß
Chris
 
Hallo Chris,

das Offnungsverhältnis bestimmt maßgeblich wie aufwändig Deine Okulare sein müssen. Je größer das Öffnungsverhältnis, desto aufwändiger muss das Okulardesign sein. Am F/4 wird man Dir für deep-sky normalerweise nur Nagler und Ethos Okulare empfehlen, und das ist damit eine Preisfrage. Mit drei Okularen kann man gut auskommen, wenn die Brennweiten passen.
Als Einstieg in die Astrofotografie würde ich Dir m.e. empfehlen mit kleinen Brennweiten zu starten und langsam zu steigern. Das geht auch visuell mit Fernglas als erstem Instrument. Auf der EQ-6 kannst Du ja auch erst mal Deine bestehenden Objektive verwenden, ohne gleich so viel Geld auszugeben. Damit lernst Du schon mal die ersten Schwierigkeiten kennen, und das beginnt schon beim fokussieren ;-)

Viele Grüße,
Marcus
 
Hy Marcus,
seit mehreren Jahren fotografie ich schon Milchstraße und größere Deep-Sky Objekte (nur halt ohne ohne Nachführung).

Jetzt wollte ich halt einen Schritt weiter gehen.... Es soll schon ein komplettes Paket werden das ich mir kaufen will. Ich weiß natürlich auch, dass meine Erwartungen nicht sehr hoch gesetzt werden dürfen, weil ich noch viel erlernen muss.

Viele Grüße
Chrio

 
Hi,

nimm lieber den gpu als Korrektor. Ansonsten sieht das gut aus. Ich habe auch lange mit einem 8" f4 und der Ur-EQ6 fotografiert. Das geht gut.
Zur Justage empfehle ich ein Concenter. Damit ist das alles innerhalb weniger Minuten erledigt wenn die Grundjustage erst mal stimmt. Mein GSO 8" war aber immer sehr stabil was die Justage angeht.

Gruß Markus
 
Hallo Marcus,

ich finde die Darstellung unnötig weit übertrieben. Es gibt eine recht breite Palette Okulare, die man an f/4 gut einsetzen kann. Sicherlich erreichen Ethos, Explore Scientific 100° und auch einige andere 100° Okulare eine vormals nicht erreichte Randabbildung bei f/4, aber natürlich kann man problemlos auch LVW und Speers Waler einsetzen und ab und an mal ein altes Meade UWA Serie 4000 unter den Sammlerpreisen ergattern. Die Nagler liegen preislich nun auch irgendwo dazwischen und dazu kommen noch einige Okulare unter 60° SGF, die auch mitspielen.
Ohne Not würde ich visuell nicht zu f/4 greifen, aber wenn es dafür gute Gründe gibt, sollte man sich davor auch nicht fürchten. Man sollte sich vielmehr darauf einrichten, damit umzugehen. Komakorrektoren wie HRCC und Paracorr I und II, sowie auch der GPU kann man jedenfalls visuell gut gebrauchen, sobald man Okulare mit guter Randabbildung einsetzt.

Clear Skies
Sven
 
Moin,

ich bin absolut nicht der visuelle Typ, habe aber trotzdem ein paar günstige Okulare für meinen ehemals 8" f4, nun 10" f4. Ich komme damit gut klar. DIe Randschärfe fällt ab, und nun? Ich kann damit trotzdem beobachten wenn es mich doch mal überkommt. Es ist immer eine Frage des Anspruches.
Man kann auch erst mal günstig anfangen und dann immer noch die teueren, besseren Okulare kaufen. Anhand des Gebrauchtmarktes verliert man dabei kaum etwas.

Gruß Markus
 
Hallo zusammen,
Sven Du hast schon recht, dass es noch andere Okulare als Televue gibt die geeignet sind. Sie haben aber alle gemeinsam, das sie aufwändiger und teurer als einfache Okulare gleicher Qualität sind. Es ist natürlich auch richtig, dass man mit Abstrichen auch einfachere Okulare verwenden kann. Quasi jedes Okular bildet auf der optischen Achse scharf ab, auch an F/4. Aber das ist ja nicht der Anspruch eines Okulars mit SGF>40 Grad. Ich will mit einem Weitwinkelokular so viel Gesichtsfeld wie möglich scharf haben.
Markus, "die Randschärfe fällt ab, und nun?" Nun weiß Chris dass er den F/4 visuell benutzen kann mit abnehmender Randschärfe, oder aufwändigeren Okularen, oder er nimmt ein Teleskop mit kleinerem Öffnungsverhältnis welches fotografisch nicht so stark ist.

CS,
Marcus
 
Hallo,

hättet ihr einen Tipp für einen 10" Dobson? Ich hab mir einige rausgesucht, die meisten haben aber ein Öffnungsverhältnis von 5,9. Im Netz habe ich gelesen, dass die Okulare hierfür extrem teuer wären und man eher auf f/5 gehen sollte...

Könnt ihr das bestätigen?

Gruß!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

nein, kann ich nicht.
Je größer das Öffnungsverhältnis ist (f/5 ist > als f/5.9), desto anspruchsvoller ist die Optik bezüglich Okularen.
 
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