Maiko
Aktives Mitglied
Hallo,
hier ein paar Zeilen zu meiner letzten, durchspechtelten Nacht.
Trotz einiger Unsicherheit bezüglich des Wetters startete ich mit Bekanntem. Es ging nach Ludolfshausen.
Aufbau recht einfach. Nach einnorden in der frühen Dämmerung folgte die Justage. Ging gut. Dann stellte ich fest, dass ich auf Kochab eingenordet habe. Mist! Grob verstellen. Wind frischte deutlich auf. Doppelmist. Einscheinern lies ich.
Fing an mit M13. Schön bei 82 fach. Mehr ließ der Wind nicht zu. So schade. M92 gefiel mir noch mehr. Wunderschön aufgelöst, tolle Einbettung. Wechselte doch auf 150 fach. Windfolter folgte. Man sieht momentweise, wie schön es sein könnte, dann ist es schon wieder vorbei. Dann kurz M56 mit 150 fach. Bringt nix.
Wieder 82 fach, O 3 Filter reingeschwenkt. Cirrus: Ein Träumchen! Aufhellungen, Knoten, Schwaden, wo ich auch hinschaue. Und natürlich Wind. Nur meine Flüche sind rauer.
Halbtot vor Frust will ich abbauen. Nach lediglich 2,5 Stunden Nerverei entschließt sich der Wind, mich zunehmend zu verschonen.
M27 mit 82 fach und O3 zart strukturiert. Die Ohren überdeutlich mit leichten Helligkeitsvariationen.
M57 bis 257 fach rauf. Da gefiel mir der PN ohne Filter aber besser.
Noch mal M56. Wind fast weg. Wunderschön bei 257 fach. Die grobe Einnordung im Nachgang des Kochab-Fails rächt sich. Nach ca 2/3 Minuten muss ich nachschwenken. Noch einscheinern? Zeitdruck, Windgefahr...
Trotzdem schön aufgelöst.
M15 ist bei allen Vergrößerungen zauberhaft. Bei 82 fach klein und viele nadelfeine Sterne, bei 150 fach am schönsten. 257 fach gefiel mir etwas weniger. Merkte aber schon Erschöpfung vom Windkampf.
Konnte mich kaum lösen. Jedoch wollte ich noch Galaxien sehen
M33 bei 82 fach mit zarter Spiralstruktur. Einige Aufhellungen, „Knoten“. Nächstes mal bei 150 fach. Am anderen Ort ist es weniger windig und dunkler.
M31 wieder ein Genuss. Die beiden Staubbänder überdeutlich. Ich meinte, diesmal Struktur in den selben bei indirektem Sehen zu erkennen.
Dann ging es nochmals zum Cirrus-Komplex. Die Dämmerung war gegen 4Uhr30 schon am auftrumpfen. Dennoch ein paar schöne Momente, diesmal ohne Wind, aber dämmerungsbedingt weniger Kontrast und Detail. Versuchte 150 fach, konnte dem aber nichts abgewinnen.
Zum Abschluss folgte noch mal Jupiter. Diesmal war das Seeing passabel, ich hatte ein paar schöne Momente mit Farbe und Struktur in den Wolkenbändern gegen 5 Uhr in der Kulminationszeit. GRF am Rande, kurz vorm entschwinden. 150 fach ging ganz gut, 257 fach schon grenzwertig. Zeitweise waren die Monde kleine Scheibchen, manchmal aber auch zerstreutes Flackern. Ungenaue Nachführung erschwerte das ganze.
SQM-L: bis 21,1
Wind: Böen weit über 20km/h
Wolken: Die ersten 2 Stunden immer wieder vorhanden, aber kein entscheidender Faktor
Resümee: Das Setup passt langsam, der Arbeitsflow mit dem Bekannten ist recht gut und entspannt. Polausrichtungsthema erzwingt zetliche Verschiebung oder Kochab dringend positionieren können. So landete ich nicht auf der Linie Polaris-Kochab, sondern auf Kochab-Alkaid
Der Wind war Stimmungs – und Energiekiller. Wären nicht Erntearbeiten in Frankershausen, wäre Ludolfshausen auch keine Option gewesen. Wegen der bekannten Windthematik.
EQP läuft, Geschwindigkeit könnte feiner regulierbar sein. Stromquelle noch ein Thema, vermutlich bleibe ich bei Akkus.
Leiter nicht optimal, aber sinnvoll stundenlang einsetzbar. Mit Abstand die beste Lösung bis jetzt.
Ein wundervolles Teleskop,
wird mir vermutlich noch viel Freude bereiten.
CS, Maiko
hier ein paar Zeilen zu meiner letzten, durchspechtelten Nacht.
Trotz einiger Unsicherheit bezüglich des Wetters startete ich mit Bekanntem. Es ging nach Ludolfshausen.
Aufbau recht einfach. Nach einnorden in der frühen Dämmerung folgte die Justage. Ging gut. Dann stellte ich fest, dass ich auf Kochab eingenordet habe. Mist! Grob verstellen. Wind frischte deutlich auf. Doppelmist. Einscheinern lies ich.
Fing an mit M13. Schön bei 82 fach. Mehr ließ der Wind nicht zu. So schade. M92 gefiel mir noch mehr. Wunderschön aufgelöst, tolle Einbettung. Wechselte doch auf 150 fach. Windfolter folgte. Man sieht momentweise, wie schön es sein könnte, dann ist es schon wieder vorbei. Dann kurz M56 mit 150 fach. Bringt nix.
Wieder 82 fach, O 3 Filter reingeschwenkt. Cirrus: Ein Träumchen! Aufhellungen, Knoten, Schwaden, wo ich auch hinschaue. Und natürlich Wind. Nur meine Flüche sind rauer.
Halbtot vor Frust will ich abbauen. Nach lediglich 2,5 Stunden Nerverei entschließt sich der Wind, mich zunehmend zu verschonen.
M27 mit 82 fach und O3 zart strukturiert. Die Ohren überdeutlich mit leichten Helligkeitsvariationen.
M57 bis 257 fach rauf. Da gefiel mir der PN ohne Filter aber besser.
Noch mal M56. Wind fast weg. Wunderschön bei 257 fach. Die grobe Einnordung im Nachgang des Kochab-Fails rächt sich. Nach ca 2/3 Minuten muss ich nachschwenken. Noch einscheinern? Zeitdruck, Windgefahr...
Trotzdem schön aufgelöst.
M15 ist bei allen Vergrößerungen zauberhaft. Bei 82 fach klein und viele nadelfeine Sterne, bei 150 fach am schönsten. 257 fach gefiel mir etwas weniger. Merkte aber schon Erschöpfung vom Windkampf.
Konnte mich kaum lösen. Jedoch wollte ich noch Galaxien sehen
M33 bei 82 fach mit zarter Spiralstruktur. Einige Aufhellungen, „Knoten“. Nächstes mal bei 150 fach. Am anderen Ort ist es weniger windig und dunkler.
M31 wieder ein Genuss. Die beiden Staubbänder überdeutlich. Ich meinte, diesmal Struktur in den selben bei indirektem Sehen zu erkennen.
Dann ging es nochmals zum Cirrus-Komplex. Die Dämmerung war gegen 4Uhr30 schon am auftrumpfen. Dennoch ein paar schöne Momente, diesmal ohne Wind, aber dämmerungsbedingt weniger Kontrast und Detail. Versuchte 150 fach, konnte dem aber nichts abgewinnen.
Zum Abschluss folgte noch mal Jupiter. Diesmal war das Seeing passabel, ich hatte ein paar schöne Momente mit Farbe und Struktur in den Wolkenbändern gegen 5 Uhr in der Kulminationszeit. GRF am Rande, kurz vorm entschwinden. 150 fach ging ganz gut, 257 fach schon grenzwertig. Zeitweise waren die Monde kleine Scheibchen, manchmal aber auch zerstreutes Flackern. Ungenaue Nachführung erschwerte das ganze.
SQM-L: bis 21,1
Wind: Böen weit über 20km/h
Wolken: Die ersten 2 Stunden immer wieder vorhanden, aber kein entscheidender Faktor
Resümee: Das Setup passt langsam, der Arbeitsflow mit dem Bekannten ist recht gut und entspannt. Polausrichtungsthema erzwingt zetliche Verschiebung oder Kochab dringend positionieren können. So landete ich nicht auf der Linie Polaris-Kochab, sondern auf Kochab-Alkaid
Der Wind war Stimmungs – und Energiekiller. Wären nicht Erntearbeiten in Frankershausen, wäre Ludolfshausen auch keine Option gewesen. Wegen der bekannten Windthematik.
EQP läuft, Geschwindigkeit könnte feiner regulierbar sein. Stromquelle noch ein Thema, vermutlich bleibe ich bei Akkus.
Leiter nicht optimal, aber sinnvoll stundenlang einsetzbar. Mit Abstand die beste Lösung bis jetzt.
Ein wundervolles Teleskop,
wird mir vermutlich noch viel Freude bereiten.
CS, Maiko