dtf1958
Mitglied
Hallo,
zunächst eine Beschreibung meiner Beobachtungssituation und der Geräte. Ich habe ein Celestron NexStar 127 Mak (1500mm) in einer SLT Ausführung.
Mein beliebtester Beobachtungsstandort ist der Balkon der senkrecht auf ca 150° Azimut ausgerichtet ist. Die Beobachtungsrichtung ist von 80°-220° Azimut und ab 10°-18° Altitude bis 85° möglich.
Es gibt mit diesem System eine Nachführung (Tracking) der Himmelsobjekte, die aber zunächst ein Alignment oder Nordausrichtung erfordert. Sofort ist mir aufgefallen, dass es ein Alignment mittels Landmarken nicht gibt. Da ich das Celestron auf dem Balkon immer exakt platzieren kann und mit dem Anvisieren eines markanten Objekts in größerer Entfernung liegen ja immer Azimut und Altitude Winkel fest.
Eine Nachfrage beim Celestron Support, ob mit einer derartigen Alignment Methode einmal zu rechnen ist, wurde mir zwar zügig aber abschlägig beantwortet.
Der Balkonzugang ist von meinem Arbeitszimmer und dort habe ich einen PC. Der Handcontroller läßt sich an USB anschließen und das Teleskop vom PC ansteuern.
Das API für den NexStar ist einem Communication Protocol Dokument ausreichend beschrieben, so dass ich mir einen eigenes Programm für das Landmarken Alignment geschrieben habe. Dieses Programm übeträgt vom PC auch Uhrzeit und Standort. Damit müssen diese Informationen nicht mühsam am Handcontroller eingegeben werden. Nach dem Anvisieren der Landmarke kann dann das Alignment erfolgen und das Tracking starten.
Ich arbeite dann weiter mit dem Programm Cartes du Ciel, welches ebenfalls eine Teleskop Steuerung enthält und ich kann interessierende Objekte anfahren
und beobachten. Diese Objekte zentriere ich im Okular nach und bei Bedarf wird mit dem Teleskop Sync Befehl das Alignment neu justiert. Cartes du Ciel
arbeitet mit dem Teleskop nur richtig, wenn am Celestron ein Alignment statt gefunden hat und Position und Zeit korrekt sind.
Die Landmarken habe ich mir eingemessen indem ich an einem Morgen (vor der Dämmerung) das Teleskop mit den Celestron Methoden ein Alignment bestimmt habe. Danach
wurde das Tracking ausgeschaltet und die Landmarken bei Sichtbarkeit anvisiert und die Werte für Azimut und Altitude erfasst.
Als Aufnahmegeräte für die Fotografie habe ich einmal eine Omega veLOX 678C und eine Sony Alpha 6000 mit einem 55-210mm Tele-Zoom-Objektiv bzw. einen Objektiv Adapter für den 1,25" Okulareinzug. Die veLOX am Teleskop hat eine Gesichtsfeld ca 18x10 Bogenminuten, die Alpha 6000 eines von 45x30 Bogenminuten. Die Alpha 6000 mit einer PiggyBack Aufnahme und dem Tele-Zoom auf dem Teleskop hat entsprechend ein größeres Gesichtfeld.
Die veLOX liefert ihre Bilder über einen USB Anschluss und den Capture Programmen ToupSky bzw. SharpCap Bilder an den PC. Die Alpha 6000 liefert Bilder über WiFi und dem qDslrDashboard die Bilder an den PC.
Mit den PC Programmen lassen sich die Kameras fernsteuern und ich kann schnell die Schärfe- und Belichtungszeiteinstellung sowie den Bildausschnitt an einem großen Monitor beurteilen.
Mit dem DeepSkyStacker versuche ich zunächst mich in das Thema der Astrofotografie mit Bildserien einzuarbeiten.
Meine Fragen:
Am Teleskop gibt es eine Schwalbenschwanz-Aufnahme für den Star Pointer Finderscope. Kennt jemand eine Adapter zur Kameraaufnahme dafür? Der Wechsel für verschiedene Geräte könnte damit schneller erfolgen.
Bei ToupSky gelingt es mir nicht, mehr als 5 Sekunden Belichtungszeit einzustellen. Hat jemand dazu eine Idee?
Mit SharpCap kann ich zwar eine höhere Zeit einstellen. Trotzdem habe ich bei gleicher Blickrichtung weniger Details im aufgenommenen Bild als mit Toupsky. Bei ToupSky kann ein Gain verändert werden. Die Veränderungen in SharpCap mit den Verstärkungen (analoge, automatische und Belichtungsverschiebung) hat zu keiner Verbesserung geführt. Gibt es dazu Erfahrungen oder Tipps?
Für das Stacken benötigt es Bilder mit einer ausreichenden Anzahl von 'Leitsternen', damit Verschiebungen und Verdrehungen zwischen den einzelnen Bilder ausgeglichen werden können. Bei der Aufnahme von sehr hellen Objekten (für mich gerade Altair oder Saturn) muss ich die Belichtungszeit reduzieren, sonst wird alles überstrahlt. Dies hat allerdings zur Folge, dass kaum oder nur sehr schwach andere Objekte zu sehen sind und das Stacken versagt.
Dies Problem besteht auch mit dem sehr kleinen Gesichtsfeld mit der veLOX Kamera, wobei ich hier noch nicht in Himmelsbereiche gesehen habe, die ausreichend Objekte im Gesichtsfeld anbieten.
Können im DeepSkyStacker Parameter verändert werden, so dass Bilder mit wenigen Objekten gestackt werden können?
Viele Grüße
Thomas
zunächst eine Beschreibung meiner Beobachtungssituation und der Geräte. Ich habe ein Celestron NexStar 127 Mak (1500mm) in einer SLT Ausführung.
Mein beliebtester Beobachtungsstandort ist der Balkon der senkrecht auf ca 150° Azimut ausgerichtet ist. Die Beobachtungsrichtung ist von 80°-220° Azimut und ab 10°-18° Altitude bis 85° möglich.
Es gibt mit diesem System eine Nachführung (Tracking) der Himmelsobjekte, die aber zunächst ein Alignment oder Nordausrichtung erfordert. Sofort ist mir aufgefallen, dass es ein Alignment mittels Landmarken nicht gibt. Da ich das Celestron auf dem Balkon immer exakt platzieren kann und mit dem Anvisieren eines markanten Objekts in größerer Entfernung liegen ja immer Azimut und Altitude Winkel fest.
Eine Nachfrage beim Celestron Support, ob mit einer derartigen Alignment Methode einmal zu rechnen ist, wurde mir zwar zügig aber abschlägig beantwortet.
Der Balkonzugang ist von meinem Arbeitszimmer und dort habe ich einen PC. Der Handcontroller läßt sich an USB anschließen und das Teleskop vom PC ansteuern.
Das API für den NexStar ist einem Communication Protocol Dokument ausreichend beschrieben, so dass ich mir einen eigenes Programm für das Landmarken Alignment geschrieben habe. Dieses Programm übeträgt vom PC auch Uhrzeit und Standort. Damit müssen diese Informationen nicht mühsam am Handcontroller eingegeben werden. Nach dem Anvisieren der Landmarke kann dann das Alignment erfolgen und das Tracking starten.
Ich arbeite dann weiter mit dem Programm Cartes du Ciel, welches ebenfalls eine Teleskop Steuerung enthält und ich kann interessierende Objekte anfahren
und beobachten. Diese Objekte zentriere ich im Okular nach und bei Bedarf wird mit dem Teleskop Sync Befehl das Alignment neu justiert. Cartes du Ciel
arbeitet mit dem Teleskop nur richtig, wenn am Celestron ein Alignment statt gefunden hat und Position und Zeit korrekt sind.
Die Landmarken habe ich mir eingemessen indem ich an einem Morgen (vor der Dämmerung) das Teleskop mit den Celestron Methoden ein Alignment bestimmt habe. Danach
wurde das Tracking ausgeschaltet und die Landmarken bei Sichtbarkeit anvisiert und die Werte für Azimut und Altitude erfasst.
Als Aufnahmegeräte für die Fotografie habe ich einmal eine Omega veLOX 678C und eine Sony Alpha 6000 mit einem 55-210mm Tele-Zoom-Objektiv bzw. einen Objektiv Adapter für den 1,25" Okulareinzug. Die veLOX am Teleskop hat eine Gesichtsfeld ca 18x10 Bogenminuten, die Alpha 6000 eines von 45x30 Bogenminuten. Die Alpha 6000 mit einer PiggyBack Aufnahme und dem Tele-Zoom auf dem Teleskop hat entsprechend ein größeres Gesichtfeld.
Die veLOX liefert ihre Bilder über einen USB Anschluss und den Capture Programmen ToupSky bzw. SharpCap Bilder an den PC. Die Alpha 6000 liefert Bilder über WiFi und dem qDslrDashboard die Bilder an den PC.
Mit den PC Programmen lassen sich die Kameras fernsteuern und ich kann schnell die Schärfe- und Belichtungszeiteinstellung sowie den Bildausschnitt an einem großen Monitor beurteilen.
Mit dem DeepSkyStacker versuche ich zunächst mich in das Thema der Astrofotografie mit Bildserien einzuarbeiten.
Meine Fragen:
Am Teleskop gibt es eine Schwalbenschwanz-Aufnahme für den Star Pointer Finderscope. Kennt jemand eine Adapter zur Kameraaufnahme dafür? Der Wechsel für verschiedene Geräte könnte damit schneller erfolgen.
Bei ToupSky gelingt es mir nicht, mehr als 5 Sekunden Belichtungszeit einzustellen. Hat jemand dazu eine Idee?
Mit SharpCap kann ich zwar eine höhere Zeit einstellen. Trotzdem habe ich bei gleicher Blickrichtung weniger Details im aufgenommenen Bild als mit Toupsky. Bei ToupSky kann ein Gain verändert werden. Die Veränderungen in SharpCap mit den Verstärkungen (analoge, automatische und Belichtungsverschiebung) hat zu keiner Verbesserung geführt. Gibt es dazu Erfahrungen oder Tipps?
Für das Stacken benötigt es Bilder mit einer ausreichenden Anzahl von 'Leitsternen', damit Verschiebungen und Verdrehungen zwischen den einzelnen Bilder ausgeglichen werden können. Bei der Aufnahme von sehr hellen Objekten (für mich gerade Altair oder Saturn) muss ich die Belichtungszeit reduzieren, sonst wird alles überstrahlt. Dies hat allerdings zur Folge, dass kaum oder nur sehr schwach andere Objekte zu sehen sind und das Stacken versagt.
Dies Problem besteht auch mit dem sehr kleinen Gesichtsfeld mit der veLOX Kamera, wobei ich hier noch nicht in Himmelsbereiche gesehen habe, die ausreichend Objekte im Gesichtsfeld anbieten.
Können im DeepSkyStacker Parameter verändert werden, so dass Bilder mit wenigen Objekten gestackt werden können?
Viele Grüße
Thomas