Beobachtung von Saturn und Jupiter

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MPJ

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Hallo,
ich habe in den letzten Tagen das gute Wetter ausgenutzt und viel beobachtet. Dabei ist mir immer wieder aufgefallen, dass am frühen Abend die Planeten Jupiter und Saturn noch ein recht brauchbares Bild ablieferten das im weiteren Verlauf der Nacht jedoch immer schlechter wurde. Die Ringe beim Saturn fingen an zu "schwabeln" und bei beiden Planeten war es schwer sie scharf ins Bild zu bekommen. Hat jemand ähnliche Beobachtungen gemacht? Wenn das am Seeing gelegen hat, warum konnte ich dann recht gut verschiedene Messier Obejekte beobachten?
 
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Hallo,

das Phänomen ist bekannt: die tagsüber bei Sonnenschein erwärmten bodennahen Luftmassen steigen bei Abkühlung der oberen Schichten in der Nacht nach oben und verursachen Turbulenzen.
Dieses ist am früheren Abend/Dämmerung noch nicht der Fall; und in der zweiten Nachthälte stellt sich ein Äquilibrium ein: die Luft wird ruhiger.
Also: beobachten a) gleich bei Einsetzen der Dämmerung (mache ich so, Einstellung von Saturn mit Teilkreisen nach Sternzeit und Ephemeriden); oder b) zweite Nachthälfte/Morgendämmerung (Jupiter), wenn sich die Luftbewegungen beruhigt haben.
Es war auch viel Wind die letzten Nächte; das verursacht natürlich auch ein schlechteres seeing.
Gutes seeing für Planetenbeobachtungen ist oft bei Schleier- und Quellbewölkung mit absoluter Luftruhe (Feuerzeug-/Zigarettenrauch-Test machen!) gegeben.

Messier-Objekte sind natürlich nicht so anfällig, weil viel weniger vergrößert wird und diese viel lichtschwächer sind.

Gruß, Chris Nauta.
 
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