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Hallo Astrofreunde,
mein erster Beobachtungsbericht im neuen Jahr, diesmal mit Mond an dem ich mich so strukturiert und mit Zusatz-Literatur noch nie versucht hab. Ich hoffe euch gefällt die Tour
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Die Luft heute ist trockener als die letzten Tage und es ist auch nicht besonders kalt.
Nach einem tollen Essen mit meiner Familie bringe ich mein SW100/900 samt EQ5-GT und Zubehör nach draußen. Ich bemerke, dass der Powertank den ich zu Weihnachten bekommen habe noch immer auf 80% steht… der muss bei reinem GT Betrieb ohne Laptop wochenlang halten… ich nehme mir vor das bei Gelegenheit auszurechnen.
Nach einem 2-Stern Alignment mit Capella und Castor (es ist durch den Mond sehr hell, Morgen ist Vollmond, will mir keine 3 Sterne antun
) überlege ich, was ich heute beobachten könnte. Geplant habe ich nichts, weil ich nicht gedacht habe, dass ich heute klare Sicht haben werde. Nach kurzem Stöbern im Karkoschka stelle ich fest, dass ich alle Karten, die jetzt von meiner Terrasse zu sehen sind, schon durchgesehen habe. Deshalb entscheide ich mich heute für den Mars (Jupiter und Saturn sind schon längst hinter den Häusern verschwunden) und die letzte Tour vom Moonhopper, die kurz vor oder nach Vollmond am besten zu bewerkstelligen ist, in Angriff zu nehmen.
Ich fahre also Mars an und zu meinem Erstaunen ist im 24mm Okular Mars sofort, ziemlich mittig, zu sehen. Das Alignment ist mir heute trotz des fehlenden 3ten Sterns gut gelungen.
Sofort wechsle ich aufs 7mm Okular.
Die nördliche Polkappe ist deutlich zu sehen, obwohl ich mir dann trotzdem nie sicher bin, ob das auch wirklich die Polkappe ist. Albedo-Strukturen sind nur verschwommen und nicht klar definiert zu sehen… Das Seeing ist mittelmäßig, trotzdem versuche ich noch mein 4mm Planetary gewinnbringend einzusetzen. Das Bild wird allerdings flauer und es ist noch weniger an Struktur zu erkennen. Ich habe bereits ein 5mm TV Delite bestellt und hoffe, dass dieses Okular dann kontrastreiche Abbildungen liefert.
Kurz meinen Schatz für ein Rendezvous mit Mars und mir nach draußen geholt. Auch Sie ist begeistert vom Kontrast des Refraktors.
Wieder alleine geht's mit der Beobachtung weiter. Bei einem kurzen Abstecher zu M42 ist die Einbuchtung im Nebel beim Trapez und natürlich das Trapez selbst gut zu sehen. Der Rest verschwimmt im Mondlicht. M43 kann auch bei diesen Bedingungen ausgemacht werden.
Nun aber ab zum Mond:
Das Alignment gelang mir diesmal wirklich gut. Die Goto Fahrt endet auch im 7mm Okular direkt am Mond. Der Mond ist allerdings so hell, dass ich auch bei dieser Vergrößerung und einem f/9 Teleskop einen ND Filter brauche. (ND96/0.6)
Moonhopper Fieldset… Tour 20:
Die erste Station auf der Tour ist Grimaldi. Der zentrale Bereich ist schnell gefunden, da dieser mit Lava bedeckt ist und dadurch dunkler als die Umgebung erscheint.
Die äußere Grenze des Einschlagbeckens ist von Damoiseau A und C bis hin zu Rocca B und E gut erkennbar.
Immer wieder springt mir auch eine größere Struktur direkt unter Grimaldi bzw. dem inneren Lavasee von Grimaldi ins Auge. Dazu werde ich später noch weiter nachforschen.
Die zusätzlichen beschriebenen Strukturen kann ich leider nicht erkennen.
Auf zu Riccioli… der östliche Wall des Kraters bildet bei den Lichtverhältnissen auch den Rand des Terminators. Die beschriebene lineare furchenartige Struktur ist detailliert erkennbar
Die beschriebenen Rillen sind bei der derzeitigen Elongation nicht sicher auszumachen. Ich erkenne allerdings deutliche Strukturen im Inneren des Kraters. Diese sind nicht weiter beschrieben, hier werde ich später weitere Details nachlesen.
Während ich im Moonhooper lese, zieht eine durchgängige Wolkendecke auf. Diese Pause nutze ich, um mir einen Tee zu kochen.
Riccioli C und CA, zentraler Doppel Impaktkrater, kann erahnt werden…. Elongation ist aber sehr unvorteilhaft, um mehr zu erkennen muss ich ein anderes Mal vorbeischauen.
Der vierte Stop der Tour ist Hevelius. Helvius A und B sind wunderschön anzusehen und sind kräftig hervorgehoben. Das Zentralgebirge ist als heller Punkt auszumachen. Hier muss ich unbedingt mit dem 10” Dobson und mit höherer Vergrößerung nochmals vorbeikommen.
Die Luna 9 Landestelle habe ich als Bonus rasch ausgemacht und bewundert.
Auch Reiner Gamma ist als Bonus in der Tour vermerkt und auch diesen Krater kann ich leicht finden. Die Verwirbelungen sind auch mit der derzeitigen Vergrößerung (128x) auszumachen, aber auch hier ist mehr Vergrößerung sicher vorteilhaft.
Reiner Gamma habe ich deswegen mit dem 4mm Planetary Okular versucht, aber es gab kein Detailgewinn bzw. ist auch der Qualitätsabfall gegenüber des Delites klar erkennbar. Die erwähnten Wirbel kann ich erahnen, aber nicht direkt visuell erfassen.
Die Heveliusrillen sind nicht erkennbar.
Ich zentriere Cavalerius und bemerke hier sofort, dass der Krater, wie beschrieben, wesentlich jünger wirkt. Das Zentralgebirge kann ich schemenhaft erkennen… es fehlt an Vergrößerung und gutem Seeing für detaillierte Eindrücke.
Sirsalis und Sirsalis A habe ich gleich entdeckt und auch die umliegenden Krater abgegrast.
Die beschriebenen Rillen kann ich leider nicht ausmachen. Seeing, und ich schätze die Auflösung, fehlt dafür.
Ich merke, dass Beobachtung mit viel Lesen von Information, Dokumentieren und Beobachten zu viel des Guten ist.
Ich muss mir für die nächsten Beobachtungen überlegen, ob ich die Information vorher in der Wohnung oder auch danach lese, und mich draußen auf die visuellen Eindrücke im Teleskop und die Dokumentation konzentriere.
Ich schwenke nochmals zum Mars und das Goto trifft noch immer sehr gut trotz Meridian-Flip.
Jetzt muss natürlich der ND Filter wieder abmontiert werden. Albedostrukturen sind deutlicher, die Polkappe kann ich aber nicht mehr ausmachen… vielleicht habe ich mich bei der ersten Sichtung täuschen lassen?
Ohne Plan geht's weiter zu Monoceros Beta, weil ich dieses 3-fach System immer wieder faszinierend finde. Schon im 24mm Okular sind zwei Komponenten sichtbar. Mit 7mm wird auch die dritte Komponente sauber getrennt.
Ich bemerke immer schlechteres Seeing, aber ich versuche noch NGC2232 auszumachen.
Im 18,2mm Okular sind Mon 9 und 10 mit jeweils einigen Sternen drumherum sichtbar… sieht fast gespiegelt aus aber sonst eher unspektakulär weil der Himmelshintergrund vom Mond aufgehellt ist.
Versuche noch M50 und 47, aber es ist einfach viel zu hell.
Mit vielen neuen Eindrücken und meiner ersten dokumentierten Mondbeobachtung beende ich die Beobachtung.
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CS und Liebe Grüße
Philipp
mein erster Beobachtungsbericht im neuen Jahr, diesmal mit Mond an dem ich mich so strukturiert und mit Zusatz-Literatur noch nie versucht hab. Ich hoffe euch gefällt die Tour
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Die Luft heute ist trockener als die letzten Tage und es ist auch nicht besonders kalt.
Nach einem tollen Essen mit meiner Familie bringe ich mein SW100/900 samt EQ5-GT und Zubehör nach draußen. Ich bemerke, dass der Powertank den ich zu Weihnachten bekommen habe noch immer auf 80% steht… der muss bei reinem GT Betrieb ohne Laptop wochenlang halten… ich nehme mir vor das bei Gelegenheit auszurechnen.
Nach einem 2-Stern Alignment mit Capella und Castor (es ist durch den Mond sehr hell, Morgen ist Vollmond, will mir keine 3 Sterne antun
Ich fahre also Mars an und zu meinem Erstaunen ist im 24mm Okular Mars sofort, ziemlich mittig, zu sehen. Das Alignment ist mir heute trotz des fehlenden 3ten Sterns gut gelungen.
Sofort wechsle ich aufs 7mm Okular.
Die nördliche Polkappe ist deutlich zu sehen, obwohl ich mir dann trotzdem nie sicher bin, ob das auch wirklich die Polkappe ist. Albedo-Strukturen sind nur verschwommen und nicht klar definiert zu sehen… Das Seeing ist mittelmäßig, trotzdem versuche ich noch mein 4mm Planetary gewinnbringend einzusetzen. Das Bild wird allerdings flauer und es ist noch weniger an Struktur zu erkennen. Ich habe bereits ein 5mm TV Delite bestellt und hoffe, dass dieses Okular dann kontrastreiche Abbildungen liefert.
Kurz meinen Schatz für ein Rendezvous mit Mars und mir nach draußen geholt. Auch Sie ist begeistert vom Kontrast des Refraktors.
Wieder alleine geht's mit der Beobachtung weiter. Bei einem kurzen Abstecher zu M42 ist die Einbuchtung im Nebel beim Trapez und natürlich das Trapez selbst gut zu sehen. Der Rest verschwimmt im Mondlicht. M43 kann auch bei diesen Bedingungen ausgemacht werden.
Nun aber ab zum Mond:
Das Alignment gelang mir diesmal wirklich gut. Die Goto Fahrt endet auch im 7mm Okular direkt am Mond. Der Mond ist allerdings so hell, dass ich auch bei dieser Vergrößerung und einem f/9 Teleskop einen ND Filter brauche. (ND96/0.6)
Moonhopper Fieldset… Tour 20:
Die erste Station auf der Tour ist Grimaldi. Der zentrale Bereich ist schnell gefunden, da dieser mit Lava bedeckt ist und dadurch dunkler als die Umgebung erscheint.
Die äußere Grenze des Einschlagbeckens ist von Damoiseau A und C bis hin zu Rocca B und E gut erkennbar.
Immer wieder springt mir auch eine größere Struktur direkt unter Grimaldi bzw. dem inneren Lavasee von Grimaldi ins Auge. Dazu werde ich später noch weiter nachforschen.
Die zusätzlichen beschriebenen Strukturen kann ich leider nicht erkennen.
Auf zu Riccioli… der östliche Wall des Kraters bildet bei den Lichtverhältnissen auch den Rand des Terminators. Die beschriebene lineare furchenartige Struktur ist detailliert erkennbar
Die beschriebenen Rillen sind bei der derzeitigen Elongation nicht sicher auszumachen. Ich erkenne allerdings deutliche Strukturen im Inneren des Kraters. Diese sind nicht weiter beschrieben, hier werde ich später weitere Details nachlesen.
Während ich im Moonhooper lese, zieht eine durchgängige Wolkendecke auf. Diese Pause nutze ich, um mir einen Tee zu kochen.
Riccioli C und CA, zentraler Doppel Impaktkrater, kann erahnt werden…. Elongation ist aber sehr unvorteilhaft, um mehr zu erkennen muss ich ein anderes Mal vorbeischauen.
Der vierte Stop der Tour ist Hevelius. Helvius A und B sind wunderschön anzusehen und sind kräftig hervorgehoben. Das Zentralgebirge ist als heller Punkt auszumachen. Hier muss ich unbedingt mit dem 10” Dobson und mit höherer Vergrößerung nochmals vorbeikommen.
Die Luna 9 Landestelle habe ich als Bonus rasch ausgemacht und bewundert.
Auch Reiner Gamma ist als Bonus in der Tour vermerkt und auch diesen Krater kann ich leicht finden. Die Verwirbelungen sind auch mit der derzeitigen Vergrößerung (128x) auszumachen, aber auch hier ist mehr Vergrößerung sicher vorteilhaft.
Reiner Gamma habe ich deswegen mit dem 4mm Planetary Okular versucht, aber es gab kein Detailgewinn bzw. ist auch der Qualitätsabfall gegenüber des Delites klar erkennbar. Die erwähnten Wirbel kann ich erahnen, aber nicht direkt visuell erfassen.
Die Heveliusrillen sind nicht erkennbar.
Ich zentriere Cavalerius und bemerke hier sofort, dass der Krater, wie beschrieben, wesentlich jünger wirkt. Das Zentralgebirge kann ich schemenhaft erkennen… es fehlt an Vergrößerung und gutem Seeing für detaillierte Eindrücke.
Sirsalis und Sirsalis A habe ich gleich entdeckt und auch die umliegenden Krater abgegrast.
Die beschriebenen Rillen kann ich leider nicht ausmachen. Seeing, und ich schätze die Auflösung, fehlt dafür.
Ich merke, dass Beobachtung mit viel Lesen von Information, Dokumentieren und Beobachten zu viel des Guten ist.
Ich muss mir für die nächsten Beobachtungen überlegen, ob ich die Information vorher in der Wohnung oder auch danach lese, und mich draußen auf die visuellen Eindrücke im Teleskop und die Dokumentation konzentriere.
Ich schwenke nochmals zum Mars und das Goto trifft noch immer sehr gut trotz Meridian-Flip.
Jetzt muss natürlich der ND Filter wieder abmontiert werden. Albedostrukturen sind deutlicher, die Polkappe kann ich aber nicht mehr ausmachen… vielleicht habe ich mich bei der ersten Sichtung täuschen lassen?
Ohne Plan geht's weiter zu Monoceros Beta, weil ich dieses 3-fach System immer wieder faszinierend finde. Schon im 24mm Okular sind zwei Komponenten sichtbar. Mit 7mm wird auch die dritte Komponente sauber getrennt.
Ich bemerke immer schlechteres Seeing, aber ich versuche noch NGC2232 auszumachen.
Im 18,2mm Okular sind Mon 9 und 10 mit jeweils einigen Sternen drumherum sichtbar… sieht fast gespiegelt aus aber sonst eher unspektakulär weil der Himmelshintergrund vom Mond aufgehellt ist.
Versuche noch M50 und 47, aber es ist einfach viel zu hell.
Mit vielen neuen Eindrücken und meiner ersten dokumentierten Mondbeobachtung beende ich die Beobachtung.
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CS und Liebe Grüße
Philipp