Beobachtungen mit einem C 8

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Dobson_Gucker

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Hallo,
habe seit gut 4 Monaten ein C 8 mit zwei Celestronokularen, 1 1/4" 40 und 25 mm als Geschenk hier.

Außerdem als Okulare für den 12,5" Dobson, (seit 1998 im Einsatz) 1524 Brennweite 1 1/4" Okulare der Serie Plössl 3000. Ein Seben-Zoom 8-24 mm, sowie eine Barlowlinse 2facher Vergrößerungsfaktor.
Dann ein 1 1/4" Amici-Prisma und einen Sucher auf dem Gerät mit aufrechtstehendem und seitenrichtigem Einblick, um einen schnellen Vergleich mit dem Fernglas zum Fernrohr zu haben.
Habe am 17.2. Gesichtsfeldbestimmungen gemacht. Am besten sah der Mond mit dem 40 und 25 mm Okular aus. Alles andere war wenig bis mehr beschnitten.

Als Vergleich will ich anführen, daß mir der Dobson beim Saturn mit einem 5mm Plössl und Barlowlinse bei 609fach "die Schuhe ausgezogen" hat. An ein Nachschubsen war nicht mehr zu denken. Veränderlichenbeobachtungen sind meistens bis 190fach kein Problem, bei zweifelhaften Grenzgrößen gehe ich bis 304fach.
Das Trapez/Orionnebel ist bei ruhiger Luft immer ein Gedicht !!

Nun, was ich eigentlich wissen möchte: Welche Okulare benutzen andere C 8 Beobachter. Würde mich über einige Zeilen hier sehr freuen !!!

Gruß Günther
 
Im Verein haben wir zwei C8.

Verwendet wird 2" Zenitspiegel mit 36mm Hyperion Aspheric oder TSWA 38 plus Hyperion Zoom 8-24, wenn es mobil sein soll (dann stehen eh keine Planeten auf dem Programm, und nur mit zwei Okularen unterwegs zu sein bedeutet eine sehr aufgeräumte Ablageplatte).

Auf der Sternwarte dann eigentlich quer Beet, von Plössl über Ortho bis Morpheus. An f/10 funktioniert ja fast alles. Nur die originalen Kellner-Okulare aus den 80ern sind mittlerweile weitestgehend in Rente.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Günther,

auch wenn ich quer Beet schieße und nicht den vollen Vergleich habe:
Wenn ich an meinem C8 (1983) mal wieder Kugelhaufen, Nebel oer gar Galaxien beobachte(Bortle4-5), mache ich das meißt mit orthoskopischen Okularen.
Meißt das 12mm Ortho von Celestron als Vulcano Top, oder das 25mm Ortho.
Ich habe von 40mm bis 5mm die Vixen LV, einige 2" Williams und andere Plössels oder Reversed Kellner.
Mir reichen die kleinen Bildwinkel dafür vollkommen aus. Kugelhaufen sind voll im Feld und die Orthos sind randscharf.
Aber ich komme immer wieder beim C8 auf diese Okulare zurück.
Selbst die Baader Orthos 6-18mm lasse ich im Koffer beim C8.
Aber Einblickverhalten, Lichtverhältnisse und andere Randbedingungen führen immer zu individuellen Lösungen.
Das muß leider jeder ausprobieren....

Martin
 
Hallo Günther,

mein Lieblingsokular am C8 ist ein 25 mm / 70 Grad Explore Scientific in 2".
Wenn es in höhere Vergrößerungen geht, nehme ich ebenfalls gerne ein 10 mm Baader Ortho.

CS.Oli
 
Hallo,
herzlichen Dank an die "drei Schreiber", die geantwortet haben (jetzt kurz vor 19.00 Uhr gelesen). Was mich noch interessiert, sind die "größte Gesichtsfelder" bei den Okularen (bei meinen zwei Celestron-Okus = 40 und 25 mm) paßt der Mond jeweils 1x ins Gesichtsfeld, also 30 Bogenminuten. Die Gesichtsfelder "astronomisch gesehen" habe ich nicht näher untersucht, d.h., ich weißt jetzt aus dem Stegreif nicht, inwieweit ein Amiciprisma das Gesichtsfeld einengt. Könnte es jetzt auch nicht, da es mal wieder regnet !!.

Gruß Günther
 
Hallo,
Alex, ich danke dir für deine Antwort. Ich weiß zwar nicht, welche Gesichtsfelder ein modernes C 8 abbildet. Wie schon erwähnt, ein Amiciprisma bringt mit Sicherheit ein kleineres Feld als "astronomisch gesehen". Deshalb meine bescheidene Frage, mit welchen Okularen wird allgem. bei einem C 8 beobachtet. Den Preis lassen wir mal außen vor. Mir ist schon klar, daß man für ein Okular einige hundert Euros ausgeben kann. Richtig ins Geld geht es bei den Binokularvorsätzen (Bader z.B.)
Würde mich freuen, hierüber etwas zu lesen (oder Hinweis, sich an die entspr. Firmen zu wenden).

Gruß Günther
 
Hi!

Am Gesichtsfeld hat sich in den letzten Jahrzehnten nichts geändert: Das Gerät hat weiterhin 2m Brennweite und 37mm Blendrohrdurchmesser:
Okulartechnisch geht am C8 eigentlich alles, da kannst du dir das Okular nach Bildfeld, Brennweite und Augenabstand (Brille/keine Brille) nach belieben aussuchen. Vom billigen Kellner bis zum teuren Nagler funktioniert alles; meine Standard-Lösung (für 2") steht oben. Das Hyperion Zoom würde auch in 1,25" passen.
Das Amici kann das Bildfeld auch noch beschränken, je nachdem welche Öffnung es selbst hat - die gibt es in 2", in 1,25" und in 1,25" mit deutlich kleineren Prismen, sodass schon bei 20mm-Okulare das Amici das Bildfeld beschränkt.
Wenn man mal davon ausgeht, dass das Amici kein Engpass ist, ist
auch ganz hilfreich und anschaulich, da kannst du verschiedene Okulare auswählen und anzeigen lassen.

Für terrestrisch würde ich aber kein C8 nehmen, da ist die Vergrößerung meist zu hoch, und du brauchst eine lange Taukappe als Streulichtschutz, sonst ist das Bild zu mau. Vorsicht beim Amici: Wenn es kein richtig gutes ist, sind die nur für 60x-100x Höchstvergrößerung ausgelegt, weil mehr für die Erdbeobachtung eh keinen Sinn macht (wegen der Luftunruhe).

Bei 1,25" hast du mit dem 40mm auf jeden Fall schon das maximale Bildfeld, das du erreichen kannst, da wirst du von der Steckhülse von Amici und Okular eingeschränkt, nicht vom Teleskop. Ein 32er Plössl zeigt den selben Himmelsausschnitt wie das 40er, nur höher vergrößert.

Für die Vorstellung: Das Okular ist eine Lupe, die das Bild vergrößert, das das Teleskop liefert und das "in der Luft hängt". Wenn du das Teleskop auf den Mond richtest und die Hand dahinter hältst (ohne Okular), siehst du einen kleinen Mond auf deiner Hand. Das Okular zeigt alles, was an Bild in seine Steckhülse passt.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Günther
Da das C 8 einen Durchlass von 38 mm hat rentiert sich da schon 2 Zoll.
Ich würde deshalb in diese Richtung schauen. Die Okulare müssen an einem F/10 Gerät nicht furchtbar teuer sein, da tun es auch die preiswerteren wie GSO oder ähnliches.
Die 32 mm Zweizoll Okus haben so um 40 mm Feldblende was ungefär das Maximum an möglichem Feld ergibt. Das sind gut Zwei Grad Feld.
Etwas teurer ist ein Amiciprisma in 2 Zoll. Da muss es aber für Richfield auch nicht das teuerste sein.
Aber wirklich 40 mm gibt es nur bei den 90 Grad Amicis. Die 45 Grad haben nur max 31 mm.
Felix
 
Zum Amici: Schau mal rein, ob das Prisma das ganze Gehäuse füllt, oder ob du die Fassung vom Prisma siehst. Dann siehst du, ob das Bild vom Prisma beschnitten wird.
 
40mm Feldblende sind bei 2000mm Brennweite aber erst 1,14°

Die ganzen Amicis ohne Phasenkorrektur machen bei meinen Augen maximal bis 2mm AP mit.
Und ja, Terrestrisch ist ein C8 absolut nix, da ist ein Mak102 oder C5 so ziemlich die Grenze des Sinnvollen mit 1300mm Brennweite.
Das fette TS 2" 45° Amici (Baugleich zB Omegon) hat 31mm Öffnung, das große Baader mit wahlweise 2" oder SC Anschluss hat 26mm, das kleine 1,25" Baader (Baugleich zB von William Optics) hat 25mm, das neue 2" Skywatcher Amici mit der lustigen Steckhülse hat 27mm und sogar Phasenkorrektur und ist damit für Hochvergrößerung geeignet.
Und ja, ich hatte sie alle.

LG
Olli
 
Hallo,
herzlichen Dank sage ich allen, die auf meine Frage wg. der Okulare am C 8 geantwortet haben. (Jetzt ist es Mittwoch 28.2. um 7.20 Uhr, wo ich die Antworten lese)
(Astronomie.de finde ich schon sehr gut, wenn es um Gedankenaustausch geht, da kann ich als "alter Hase", meine Wenigkeit "Baujahr 1947" noch was lernen !!!!!)

Gruß Günther
 
Hallo Günther,

an meinem C8 nutze ich einen Maxbright Binoansatz von Baader und verwende aktuell hauptsächlich zwei Hyperion Zooms 8-24mm. Mit gefällt vor allem das Beobachten mit beiden Augen und bin happy mit meinem Binoansatz. Natürlich ist der etwas dunkler im Vergleich zu einem 2" Zenitspiegel und einäugigem Boebachten.....Ich habe die Hyperion Zooms für mich ausgewählt, da ich bei 24mm das Objekt manuel am Himmel suche, wenn gefunden, dann hineinzoome und es damit für mich leichter wird das Objekt überhaupt bei der Brennweite zu finden. Natürlich ist ein Zoom auch immer ein Kompromiss und ein großes Gesichtfeld bei dem man nicht dauernd nachjustieren muss, wäre schon was feines. In der Regel nutze ich je nach Seeing nicht mehr als 12mm....damit ist aber Jupiter schon richtig gut zu sehen

Viele Grüße
Christian
 
Hallo Christian,
danke für deine netten Zeilen ! Kann mich so richtig reinversetzen, wie du mit deinem C 8 beobachtest. Für einen Binoansatz bekomme ich (sorry) keine Euros von meiner besseren Hälfte... Jedoch bin ich mit dem Seben-Zoom, damals noch keine 40,-- Euro bezahlt und seinerzeit am 12,5" Dobson auf Rockerbox sehr zufrieden gewesen (Beob. V. St.). Der ständige Wechsel mit den 1 1/4" Okuas, Plössl 3000 war mir langsam nervig. Bei den V-Karten muß man schon hin und wieder auf max. Vergrößerung gehen. Das waren bei 8mm = 190fach. In Zweifelsfällen dann noch mal zum 5mm gegangen = 304fach (und aus Spaß an der Freude dann noch die 2fach Barlowlinse genommen. Allerdings nur am Saturn ausprobiert. Das zog mir dann bei 609fach "die Schuhe aus". An ein Nachschubsen war hier nicht mehr zu denken. Ich ließ einfach den Saturn durchs Gesichtsfeld laufen....!!!)
So gehen die Beob.Jahre dahin, V.St. seit 1969, Beob. mit einem Bino 25x100/Stativ erfreuen mich auch immer wieder. Er tut schon seit vielen Jahren seinen Dienst.
Was ich an Erfahrungen mit Optikern (Fachleute...) und Sternfreunden gemacht habe (seit 1961 "Sternguckerei"), darüber ließe sich ein Büchlein schreiben.....

Gruß Günther
 
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