Beobachtungen mit neuem alten ED90/900

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Lotz

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Hallo Sternenfreunde,

letzte Woche hat tatsächlich mal die Wolkendecke aufgerissen und ich konnte mit meinem alten "neuen" ED90/900
einige schöne Winterhimmelobjekte im heimischen Garten beobachten..

Den Beobachtungsbericht habe ich auf meiner Seite online gestellt und hoffe, er regt den ein oder anderen
dazu an, auch mal wieder mit kleinerem Gerät den Nachthimmel zu erforschen. Das ganze war nämlich erstaunlich
lohnenswert.

Hier findet sich der Bericht - mit NEU! gekennzeichnet:

Hier geht es zum Beobachtungsbericht


Viele Grüße, viel Spaß beim Lesen und clear skies,


Markus


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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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Juniper Hill Observatory

Markus A. R. Langlotz
Dr.-Bruno-Sahliger-Str. 8
D-93096 Köfering

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Sternwarte: sternwarte.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory (at) freenet.de
 
Lieber Markus,

das kann ich nur bestätigen, dass der Genuß mit hochwertigen Kleingeräten nicht zu unterschätzen ist. Schnell mal hab ich meinen Vierzoll-Mak auf AZ-3 bei der Hand, wenn es sich kaum lohnt den Riesentrumm rauszurollen, oder auch den ausgeborgten 127/1000 Apo. Watch and Go Teleskoope nenn ich die.
Ich muss aber irgendwie sagen, dass ich das Beobachten mit kleineren Teleskopen erst richtig geniessen kann, weil ich nun die Objekte mit grösseren kenne, diese Öffnungswahnneugierde hat bei mir am 16ner doch seine volle Befriedigung gefunden und so muss ich nicht mehr grübeln, was mehr öffnung brngen würde. Nun kann ich die Teleskope in allen Bereichen einsetzen und finde langsam heraus welche Stärken sie letztendlich gemeinsam aufbringen können. Mit enem kleinen allein wäre ich nicht so zufrieden.

Neulich hatte drei Teleskope nebeneinander, es war eine 5,0mag Nacht, das absolute Optimum bei mir. Ich bin auch in M42 getaucht mit allen Dreien, im 16ner erschlägt es einen vor Überfülle, im Apo erstaunt einem die Ästhetik und der kleine Mak mit seiner langen Brennweite kann da in Deep Sky noch lange mithalten, er steht dem Apo in der pieksnadelfeinen Sternabbildung in nichts nach.

Wie machst du das im steilen Zenit? Da ist es für mich selbst auf dem Stuhl schon arg zum Verrenken. Im Sommer hab ich schonmal richtig unterm 6 Zöller gelegen, dan kann man ja bis weit nach unten ausziehen aus der Halterung. Der Zenit ist eine echte Herausforderung find ich.

Wie immer ein höchst vorbildlicher Bericht, den ich sehr genossen hab.

Gruss von Anette
 
Hallo Markus,

sehr schöner Beobachtungsbericht! Der 90/900er hat mich lange gereizt, aber da ich schon den SW 80/600 ED habe, lohnen die 10mm mehr Öffnung wohl kaum die Ausgaben für ein weiteres Teleskop. Deine Beschreibung des Krebsnebels und des Orionnebels ähnelt stark dem, was ich auch im 80/600er regelmäßig sehe, allerdings unter deutlich dunklerem Himmel. Der Orionnebel mit UHC-Filter unter stockdunklem Gebirgshimmel hat mir im 80/600er schon die Kinnlade runterfallen lassen. Kann jedenfalls bestätigen, dass man mit diesen kleinen EDs enorm viel Deep Sky-Spaß haben kann. Unter Alpenhimmel machen mit dem noch etwas kleineren 80er sogar Galaxien richtig Freude, was zeigt, wie unsinnig es ist, irgendeine pauschale Grenze zu nennen wie "Deep Sky-Beobachtung fängt erst mit x Zoll an".

CS,
Fabian
 
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Hallo Anette,

danke für Deine liebe Antwort, so nette Worte freuen mich immer.
Im Zenith? Nun, der ED90 ragt ja nur 40cm hinter dem Drehpunkt raus, d.h. zwischen waagrechter Stellung und Zenith macht das grade 45cm Höhe aus. Wenn ich den Refraktor so einstelle, dass ich, wenn ich den Gartenstuhl etwas weiter wegrücke, gebeugt noch in den Zenithspiegel blicken kann (Im Zenith), dann klappt das aufrecht sitzend und näher hingerutscht auch horizintnah, da stell ich dann den Zenithspiegel einfach waagrecht und kann so den Eiblick weiter "nach" unten optimieren.

Gruß

Markus


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Halo Fabian,

den ED80/600 hab ich auch, sehr schöner Richfielder.

Der ED90 ist aber merklich heller bei Deepsky (25% mehr Licht sieht man einfach) und man erreicht halt an Mond und Planeten mit normalen Okularbrennweiten leichter höhere Vergrößerungen.

Zu dem Preis, um den ich ihn dem Händler aus dem kreuz geleiert hatte, konnte ich nicht nein sagen und eigentlich ergänzen sich die beiden optimal, wobei der ED100/900 sicher auch keine schlechte Wahl gewesen wäre. Nur war der damals mehr als doppelt so teuer wie der ED90 und soooo dringend brauchte ich nun auch nicht einen langen Refraktor. Es war mehr so das Haben-Will-Gefühl, nachdem der 152/1200 ja ledier gehen musste.

Viele Grüße

Markus


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Hallo Markus,

Mit meinem 80/560ED hatte ich auch viele schöne Beobachtungsabende. Es ist spannend was mit einem kleinen, aber feinen Instrument so geht.

Mittlerweile hat ihm ein 5"-Newton allerdings komplett den Rang abgelaufen. Der Skywatcher 130PDS hat nur rund 100mm mehr Brennweite, ist mit f/5 aber so deutlich lichtstärker, dass insbesondere Deepskybeobachtung damit einfach mehr Spaß bringt. Mal schauen, vielleicht statte ich den ED mit einem Herschelprisma aus und nutze ihn zusammen mit meinem 70mm PST-Mod.

Bis dann:
Marcus
 
Der ED 90/900 ist ein schöner Refraktor. In meiner Ausrüstung liegt er zwischen einem ED 80/600 und einem Celestron C6. Deswegen werde ich mich von meinem Acuter ED 90/900 trennen.
Aber als Sologerät für Sonne, Mond und Planeten ist es ein sehr gutes Instrument mit phantastischem Preis-/Leistungsverhältnis.

Tom
 
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