Beobachtungen protokollieren

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

diva1

Aktives Mitglied
Hi,

werde gleich das neu gestaltete Forum nutzen um eine Frage zu o.g. Thema zu erstellen.

Ich beobachte nun schon seit ein paar Jahren mit meinem 20" Natodob visuell die DSO, vornehmlich Galaxien. Bisher habe ich die beobachteten Objekte eigentlich immer nur abgehackt. Einige interessante Objekte habe ich in meiner NGC Liste am nächsten Morgen besonders markiert. Ist mir mitlerweile etwas zu wenig Informationen. Zwischenzeitliche Versuche das Gesehene auf Papier zu bringen sind mir nicht so gut gelungen. Besonders schwer fällt mir der Wechsel zwischen Okular, Brille aufsetzen, Papier/Bleistift und Wechsel zurück ans Okular. Einfach nervig. Habe mir daher gedacht das Gesehene über ein Diktiergerät aufzuzeichnen und später in ein Beobachtungstagebuch zu übertragen.

Frage in die Runde. Gibt es von Euch Empfehlungen welches Diktiergerät in kalten Nächten besonders gut zu handhaben ist? Es darf natürlich kein Licht emitieren, in der Bedienung auch mit Handschuhen haptisch eindeutig sein und nicht zuviel Schnickschnack haben.

Vielen Dank für die Rückmeldungen.

CS
Dirk
 
Hallo Dirk,

ich kann dir zwar kein Diktiergerät empfehlen, aber für die Brille benutze ich beim Beobachten immer ein Brillenband. Gibt's beim Optiker für 2€. Sehr praktisch.
 
Hallo Dirk,

das Sony ICD-PX470 habe ich lange genutzt, weil ohne Hintergrundbeleuchtung und im Dunkeln leuchtet nur ein kleines rotes Lämchen, das mir anzeigt, ob die Aufnahme läuft (permanent rot) oder angehalten ist (blinkend).

Jetzt aber ist das Sony ICD-UX560 mein Favorit. Das beleuchtete Display habe ich einfach mehrfach mit einem roten Eddingstift übermalt. Im Gebrauch ist das Diktiergerät dadurch deutlich komfortabler ... und ich denke, auch etwas besser bei Wind (da hat das PX470 schneller mal ein Rauschen mit aufgenommen).

Das sind jetzt nicht wirklich die billigsten Diktiergeräte, aber bei 20" .... ;)

Viele Grüße

Rene
 
Haltet bitte dieses Board für visuelle Beobachtungsberichte frei!
...und nicht für Technikempfehlungen für Diktiergeräte.
 
Hallo,

Ich benutzte vor einigen Jahren selbst ein Diktiergerät zum aufzeichnen der
Beobachtungen.
Ich bin wieder davon abgekommen und benutze wieder Block und
Bleistift. Auch ich muss eine Lesebrille nehmen, um Nachts schreiben zu
können.

Ich bin wegen der Auswertung des gesehenen wieder zurück auf Block
und Bleistift.
Am Diktiergerät störte ich mich daran, das ich erst wieder die
entsprechenden Stellen suchen musste, besonders wenn ich sozusagen
in der aufgezeichneten Nacht vor und zurück springen wollte.
In meinen geschriebenen Notizen muss ich nur umblättern um etwas
zu suchen, ich sehe dann gleich wo ich was geschrieben habe, und muss
nicht erst auf dem Diktiergerät suchen.

Vielleicht schaffe ich mir wieder ein Diktiergerät zum aufzeichnen der
Beobachtungen an, Rene hat dazu zwei verlinkt.
Beide Arten der Aufzeichnung, ob handschriftlich oder digital haben
ihre Vor- und Nachteile. Für mich überwiegen immer noch die
Vorteile der handschriftlichen Aufzeichnung.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hi Rene,
vielen Dank für die Empfehlungen zu den Diktiergeräten. Der Preis für so ein Teil ist schon eine Hausnummer. Habe mich daher selber im „Netzkaufhaus“ umgesehen und das hier Philips DVT1110 gefunden. Sollte genauso gut für 20“ tun. :geek:

@ Frank,
ich habe mir neulich erst ein neues 5er Pack an Brillenbänder für 3€ zugelegt. Ohne diese Dinger müsste ich permanent nach der Brille suchen. Im Alter wirds schließlich nicht nur mit den Augen schlechter, auch das was sich im Kopf dahinter befindet funktioniert nicht mehr so wie früher. ;)

CS
Dirk
 
Hallo zusammen,
klar Dirk. Die Dinger sind Geschmackssache und in allen Preislagen erhältlich.
Dein Teleskop kommt mir irgendwie bekannt vor. Kann es sein, dass Du beim schon mal beim HTT warst und ziemlich weit nördlich auf der Hauptwiese gestanden hast?

Gerd, ich habe anfangs auch alles in eine Aufnahme diktiert, habe zwischen den Objekten nur pausiert. Inzwischen stoppe ich die Aufnahme nach jedem Objekt komplett und fange dann neu an. Da kann ich auch schneller mal ein Objekt raussuchen. Mehr als 10-15 sind es ohnehin nie in einer Nacht.

Viele Grüße

Rene
 
Hallo Gerd,

genau. Es ist so, wie Du es sicherlich von früher mit Stereorecordern o.ä. Geräten her kennst. Eine Taste ist Aufnahme/Pause, eine andere Taste beendet die Aufnahme und Du fängst wieder mit der Aufnahme/Pause-Taste an.

Ich habe anfangs auch mit Stift und Papier bewaffnet meine Beobachtungen festhalten wollen. Allerdings sind hat die Feuchtigkeit nachts dem Papier immer ordentlich zugesetzt und der Stift irgendwann seinen Dienst verweigert. Am meisten hat mir aber aber die Hyroglyphenforschung am Tag danach zu schaffen gemacht o_O
Das Diktiergerät hat noch einen zweiten elementaren Vorteil - man kann diktieren, während man das Auge am Okular hat.
Und man kann viel Blödsinn quatschen ... oder fremde gefährlich klingende Geräusche aus dem nahen Wald aufnehmen ... oder am nächsten Morgen beim Frühstück der Familie genau die Stelle vorspielen, wo die Katze genüßlich unter dem Beobachtungsstuhl eine Maus verputzt hat ;)

Viele Grüße

Rene
 
Hi Rene,
bin seit 2009 fast jedes Jahr auf dem HTT und auf einigen anderen Teleskoptreffen unterwegs. Dieses Jahr musste ich beim HTT leider aus beruflichen Gründen pausieren. :mad:

Auch ich habe immer das Problem am Folgetag das auf feuchtem Papier geschriebene Wort zu interpretieren. Skizzieren geht eigentlich noch. Da male ich meist nur die Sterne im Gesichtsfeld und die Umrisse der Objekte. Den Detailreichtum von Euren Zeichnungen bekomme ich damit allerdings nicht hin. Mir fehlt wohl die entsprechende Verknüpfung zwischen Auge und Hand. Seit ich die 50 überschritten habe kommt dann noch die zunehmende Sehschwäche dazu und das käst mich tierisch an. Für viele Objekte reicht mir eine verbale Beschreibung des Gesehenen. Am nächsten Tag wird das Gesprochene dann ins Geschriebene - mit Brille :geek:- überführt. Je nach Blumigkeit der Beschreibung lässt sich vielleicht auch noch eine schöne Zeichnung produzieren. So jedenfalls meine Vorstellung. Bin gespannt ob's klapt.

Von der Bedienung werde ich es wahrscheinlich genau so machen wie du. Das mit dem hin- und herspringen braucht ja nicht zu sein, da ich bestimmt nicht den ganzen daher gequatschten Blödsinn 1:1 ins BB schreiben werde.

@ Fred,
danke dir auch für den DSO PLanner. Benutze bisher nur SkySafari in einer älteren Version. Die Neuere soll auch eine Diktierfunktion integriert haben. Nur dafür ist mein Handy zu alt. Werde mir trotzdem die DSO APP ansehen und ausprobieren.

CS
Dirk
 
Hallo zusammen,
was schreibt Ihr denn da so auf ?
Und wie sieht dann so ein Protokoll aus ?
Gruß Wolfgang.
 
Hallo zusammen,
was schreibt Ihr denn da so auf ?
Und wie sieht dann so ein Protokoll aus ?
Gruß Wolfgang.

Hallo,

Ich schreibe auf:

  • Die Beschreibung des Himmels und die Qualität (Dunkelheit und Transparenz des Nachthimmels.
  • Irgendwelche besondere Begebenheiten (z.B. viele und helle Meteore).
  • Das eingesetzte Teleskop.
  • Die Vergrößerung.
  • Den eventuell eingesetzten Filter.
  • Den SQM-L Wert und die Zeit der Messung.
  • Der Hauptteil ist eine ausführliche Beschreibung des beobachteten Objekts.
Wenn ich das Ganze dann zuhause auswerte und in den Computer eintippe dann sieht es in etwa so aus:
Die Nacht vom 14. auf dem 15. Oktober.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hi Wolfgang,
je nachdem was du beobachtest.
Eine sehr gute Zusammenfassung und Anregungen ist hier zusammengefasst:
Beobachtung dokumentieren

Zur Ablage habe ich mir ein Notizbuch mit Hardcover zugelegt. Andere benutzen Ringordner oder die moderneren Zeitgenossen übertragen Ihre Mitschriebe - so wie Gerd - auf den Rechner. Das ist reine Geschmackssache.

CS
Dirk
 
Hallo Wolfgang,

Beobachtungen zu notieren kann auch die Motivation erhöhen, zum Beispiel bei Beobachtungsprojekten. Oder beim Austausch von Beobachtungserfahrungen hier im Forum ... ähem im blauen Forum. Hier sind ja die Kometenjäger aktiv.
Und wenn Du ein Objekt mehrfach beobachtest und die Beobachtungen notierst, zeigen sich auch erstaunliche Entwicklungen (durch wachsende Beobachtungserfahrung). Naja, manchmal ist es auch umgekehrt und ich wundere mich, was ich mitunter vor einigen Jahren gesehen habe und bei der aktuellen Beobachtung nicht :sick:;). Aber das ist sicherlich auch ab und an vom Wetter und anderen Faktoren abhängig.
Vor allem aber beschäftigt man sich länger mit den Objekten und sieht in der Regel immer etwas mehr, als wenn man nur über die Objekte drüber huscht.
Die Königsdisziplin ist das Zeichnen, Bilder sagen einfach mehr als Worte ... und man beschäftigt sich noch einen Ticken mehr mit dem jeweiligen Objekt.
Ich weiß, das war nicht Deine Frage, aber ich denke, es passt trotzdem gut hierher.

Dirk, die Zusammenfassung kannte ich noch nicht, danke.

Viele Grüße

Rene
 
Hallo zusammen,
danke für die Antworten und Beispiele.
Da sehe ich schon einiges klarer vor mir.
Na die nächsten Tage bzw. Nächte mal meinen Jungs bei der Sternwarte auf den Senkel gehen damit ich Sichtbarkeiten und Helligkeit abschätzen lerne.
CS und Grüße,
Wolfgang.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben