Beobachtungsaufruf: Venus-Bedeckung am Tageshimmel (9.11.2023)

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Christoph_HD

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Trotz der schlechten Wetteraussichten für morgen Vormittag versuche ich einen Beobachtungsaufruf anlässlich der Bedeckung der Venus durch den Mond:
Wie gut ist die Venus am Tageshimmel sichtbar?
Der Aufruf ist hier zu finden. Ich gehe davon aus, dass die Mondsichel (Elongation 45°) mit bloßem Auge auffindbar ist (Kulmination im S gegen 9:15 MEZ in 41° Höhe). Mich interessiert der Eindruck der Helligkeit der Venus. Wer ist bereit, bei folgender Schätzung mitzumachen? Zu Schätzen ist der Helligkeitseindruck der Venus vor dem Hintergrund des Tageshimmels gegenüber dem Eindruck eines Sternes am Nachthimmel. Auf der Sternenhelligkeitsskala entspräche eine große Auffälligkeit der 0. oder 1. Größe, und eine Wahrnehmung an der Sichtbarkeitsgrenze der 5. bis 6. Größe. In welchem Größenklassenbereich ist Venus anzusiedeln? Da ein klarer und tiefblauer Himmel nicht unbedingt zu erwarten ist, sollte nach Möglichkeit auch die Himmelshelligkeit in einer Skala von 0 (sehr hell, entsprechend der Flächenhelligkeit des Mondes, d.h. Mond mit bloßem Auge kaum/nicht mehr sichtbar) bis 6 (tiefblauer und sehr klarer Himmel) angegeben werden. Die Schätzungen werden natürlich sehr subjektiv sein, aber wenn mehrere Beobachter eine Schätzung vornehmen, lässt sich das evtl. besser konkretisieren. So kann ich auch meine eigenen bisherigen Schätzungen besser einordnen.

Einen klaren Himmel und viel Erfolg,
Christoph HD
 
Zu Schätzen ist der Helligkeitseindruck der Venus vor dem Hintergrund des Tageshimmels gegenüber dem Eindruck eines Sternes am Nachthimmel.
Hallo Christoph
:unsure: ... jetzt müsstest Du mir noch den Zweck der Übung erklären. Die Venus hat derzeit ca. -4mag; am Tage wie in der Nacht. Welchem Zweck dient die Schätzung der Himmelshelligkeit am Tage?

Viele Grüße
Uwe
 
Hallo Uwe,

natürlich hat Venus bei Tag und Nacht die selbe Helligkeit. Mir geht es um ein Maß der "Auffälligkeit" der Venus am Tageshimmel. Die meisten Menschen sind sehr überrascht, wenn sie hören, dass die Venus tagsüber mit bloßem Auge sichtbar ist. Im Gegensatz zum Nachthimmel, am den die Venus unübersehbar und fast blendend strahlt (so hell, das einige Menschen denken, es könne kein Himmelskörper sein...), ist deren Sichtbarkeit am Tageshimmel durch die Fokussierungsproblematik und das begrenzte Sichtfeld sehr stark eingeschränkt. Wenn man sie dann aber erfasst hat, erscheint sie einem oft so deutlich bzw. so unerwartet hell, dass man sich fragt, warum man sie nicht häufiger sieht. Und um diese "unerwartete Helligkeit" geht es mir, diese irgendwie quantitativ zu erfassen. Es macht schon einen Unterschied, ob sie vor dem Hintergrund des Tageshimmels wie ein Stern 1. Größe am Nachthimmel erscheint oder wie ein Stern 5. Größe. Klar spielt hier die Himmelshelligkeit eine entscheidende Rolle, aber Ziel ist es, bei besten Bedingungen (also bei klarem, tiefblauem Himmel) ein Maß zu finden, dem man eine gewisse Allgemeingültigkeit zuweisen kann. Oder das gelingt nicht, und die Sichtungen der Venus am Tageshimmel sind individuell so unterschiedlich, dass sie sich prinzipiell nicht vergleichen ließen. Das halte ich zwar für nicht wahrscheinlich, wäre aber auch ein wichtiges Ergebnis. Wenn Beobachtungen meherer Beobachter vorliegen, kann zumindest schon mal eine Tendenz festgestellt werden. Und das wäre mal ein erster Schritt.

Das Ergebnis interessiert mich, um es mit den Leuchtdichtemessungen und dem Signal/Rauschen-Verhältnis gegenübezustellen (solche Messungen macht Elmar Schmidt). Entspricht die Wahrnehmung einfach diesem Signal/Rauschen-Verhältnis oder spielen doch noch weitere (individuelle oder allgemeine) Faktoren mit? Welche Rolle spielt dabei die Erfahrung? Wie gesagt: ein erster Schritt wäre, meine Beobachtungen (also die eines einzelnen Beobachters) mit denen anderer Beobachter zu vergleichen und eine breitere Auswertungsbasis zu schaffen.

Ich hoffe, das diese Zeilen deine Frage beantworten können...

Gruß aus HD,
Christoph
 
Hi,

heuze morgen 6:15
 

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Moin,

wie erwartet, Wetterlage bescheiden.
Das Bild ist von 9:05 Uhr bevor die Wolken kamen.
Die Sonne war etwas von den Wolken bedeckt.

CS Olaf
 

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Hier im Süden ähnlich, um 10 Uhr konnte ich noch einen schönen Blick mit dem Fernglas auf die beiden werfen, dann kamen die Wolken...

LG Michael
 
Hier im östlichen Österreich (Gaflenz) ist der Himmel etwas diesig, mit dünnen Schleierwolken bedeckt. Der Mond ist freisichtig nicht sichtbar.
Der 2. Kontakt war aber im 16" Mak mit der QHY174 gut beobachtbar und die Zeit stimmt (erwartungsgemäß) sekundengenau mit der Vorhersage aus Occult überein.
Im 70 mm Bino ist der Mond nur schwach gegen den Hintergrund erkennbar (geringer Kontrast), die helle, kleine Venusscheibe dagegen sehr auffällig.

cs
Andreas
 
naja in 8 Jahren kommt die nächste Venusbedeckung durch den Mond, dann ist sogar der Himmel dunkel. :)
 
Wer konnte das heutige Ereignis “Mond bedeckt Venus“ beobachten und hat Bilder oder vielleicht sogar ein Video gemacht?
Leider hat bei mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wirklich schade!
Gruß Volker
 
Der 3. Kontakt war hier auch zu stark von Bewölkung beeinträchtigt. Ich sehe das Leuchten der Venus erst mehrere Sekunden nach dem Kontakt auf stark Kontrast-verstärkten Aufnahmen. Am 7" Refraktor lasse ich eine Canon R6 seit mehreren Stunden alle 30 sec ein Bild machen - aber da sind auch vor allem Wolken zu sehen ..
 
In Berlin war es zu bewölkt! Nix zu sehen.
VG Frank
 
Schon verrückt wie mikrig die Venus im Gegensatz zum Mond wirkt, wenn man ihre eigentliche größe bedenkt.
 
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