Bochumer1981
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Hallo zusammen,
Monate der bewölkten Nächte sind vergangen. Gab es in den vergangenen Wochen Möglichkeiten zur Beobachtung, so war ich verhindert, musste früh raus oder war vom Tagesgeschäft dann doch zu müde. Gestern (29.07.24) kam dann die ersehnte Möglichkeit zur Beobachtung mit dem eigenen Urlaub (Ausschlafen!) und einem klarem Himmel über Bochum als Chance zusammen. Schon tagsüber habe ich den Vixen ED 102 f9 mit der Montierung (SX2) auf der Säule im Garten der Großstadt aufgebaut. Dazu dann noch ein Grossfernglas herausgeholt, für weite Felder in der Milchstraße. Eigentlich favorisiere ich den Mond und die Planeten, aber man nimmt die Nächte, die man bekommt, heute abend ohne Mond und Planeten.
Um 23 Uhr war es wie erwartet immer noch ziemlich hell, die Stadbeleuchtung sah man über den Dächern der Nachbarhäuser glühen. Eine kurze Hose und T-Shirt reichten für die Sommernacht völlig aus, die Mücken freute meine Kleidungswahl auch! Der Blick zum Himmel aus dem Garten - wie immer beschränkt durch Bäume und Gebäude. Leider schienen die Bäume der Nachbarn wieder ein gutes Stück zugelegt zu haben. Rausfahren wollte ich aufgrund der späten Uhrzeit der Dämmerung heute nicht...der Garten muss (wie so häufig) reichen.
Um 23.30 Uhr ging es dann los. Zuerst ein einfaches Ziel, zur Justage des Suchers: Wega. Dann eine kurze Orientierung mit freiem Blick. Herkules identifiziert und M13 anvisiert. Der neue (gebrauchte) Burnham's Celestial Handbook fütterte mich mit Informationen zu M13. Wenn ich beobachte, dann spielt die Information zum Objekt und mein begrenztes Verständis dessen was ich sehe eine wesentliche Rolle für meine Freude an dem Hobby. Ich probierte mehrere Okularbrennweiten, musste aber zugestehen, dass das Seeing und die Himmelshelligkeit kein Auflösen der Randsterne von M13 ermöglichte.
Zur weiteren Entspannung dann der freie Blick ohne Instrumente zum Zenit im Liegestuhl. Ruhe in der Straße...ein Hund bellt...irgendwo wird noch gefeiert...einzelne Satelliten und letzte Urlaubsflieger ziehen über mich hinweg und dann streift tatsächlich die Starlinkkette aus Richtung W/NW über meinen Garten. Das Gefühl unter dem freien Himmel zu sitzen, "Teil des Ganzen" zu sein tut gut. Der Abend als Naturerlebnis ist hier sicherlich nicht so eindrucksvoll wie draussen auf dem Land, aber ein guter Ersatz für astronomische Durststrecken.
Weiter zu M57. Okulare durchprobiert. UHC und OIII getestet. Am Ende den filterlosen Blick als den ästhetischten befunden. 10 Minuten Aufenthalt und Übung des indirekten Sehens.
Anschließend habe ich das 82er Grossfernglas für die Milchstrasse in Position gebracht. Den Kleiderbügelasterismus habe ich über Altair aufgesucht. 15x Vergößerung. Von dort komme ich treffsicher zu M27. Nun den UHC/OIII Filter eingesetzt, M27 bleibt ein verschwommener Nebelfleck. Burnham als Begleitung herangezogen.
Weiter mit dem Fernglas zum Schwan...Albireo...wunderschön wie immer. Dann zum Schleiernebel. Den Ost-Bogen habe ich dann tatsächlich mit OIII Filter bei Bortle 6/7 gut erkennen können! Aus dem Ruhrgebiet! Zum Schluss ein Schwenk durch Cassiopaia, Endstation war dann der "Eulenhaufen/ ET Cluster".
Zum Abschluss der Wechsel zum Teleskop. M57 war weiterhin im Gesichtsfeld. Der Ring war deutlich erkennbar, die Dunkelheit am Himmel hatte auch zwischenzeitlich weiter zugenommen. Der Abend klingt hier langsam aus.
Alles verpacken und Abbauen, die Treppe hoch in die Wohnung. Familie schläft. Ich mache mich fertig und lande zufrieden im Bett. Endlich mal wieder rausgekommen!
Liebe Grüße
Stephan
Monate der bewölkten Nächte sind vergangen. Gab es in den vergangenen Wochen Möglichkeiten zur Beobachtung, so war ich verhindert, musste früh raus oder war vom Tagesgeschäft dann doch zu müde. Gestern (29.07.24) kam dann die ersehnte Möglichkeit zur Beobachtung mit dem eigenen Urlaub (Ausschlafen!) und einem klarem Himmel über Bochum als Chance zusammen. Schon tagsüber habe ich den Vixen ED 102 f9 mit der Montierung (SX2) auf der Säule im Garten der Großstadt aufgebaut. Dazu dann noch ein Grossfernglas herausgeholt, für weite Felder in der Milchstraße. Eigentlich favorisiere ich den Mond und die Planeten, aber man nimmt die Nächte, die man bekommt, heute abend ohne Mond und Planeten.
Um 23 Uhr war es wie erwartet immer noch ziemlich hell, die Stadbeleuchtung sah man über den Dächern der Nachbarhäuser glühen. Eine kurze Hose und T-Shirt reichten für die Sommernacht völlig aus, die Mücken freute meine Kleidungswahl auch! Der Blick zum Himmel aus dem Garten - wie immer beschränkt durch Bäume und Gebäude. Leider schienen die Bäume der Nachbarn wieder ein gutes Stück zugelegt zu haben. Rausfahren wollte ich aufgrund der späten Uhrzeit der Dämmerung heute nicht...der Garten muss (wie so häufig) reichen.
Um 23.30 Uhr ging es dann los. Zuerst ein einfaches Ziel, zur Justage des Suchers: Wega. Dann eine kurze Orientierung mit freiem Blick. Herkules identifiziert und M13 anvisiert. Der neue (gebrauchte) Burnham's Celestial Handbook fütterte mich mit Informationen zu M13. Wenn ich beobachte, dann spielt die Information zum Objekt und mein begrenztes Verständis dessen was ich sehe eine wesentliche Rolle für meine Freude an dem Hobby. Ich probierte mehrere Okularbrennweiten, musste aber zugestehen, dass das Seeing und die Himmelshelligkeit kein Auflösen der Randsterne von M13 ermöglichte.
Zur weiteren Entspannung dann der freie Blick ohne Instrumente zum Zenit im Liegestuhl. Ruhe in der Straße...ein Hund bellt...irgendwo wird noch gefeiert...einzelne Satelliten und letzte Urlaubsflieger ziehen über mich hinweg und dann streift tatsächlich die Starlinkkette aus Richtung W/NW über meinen Garten. Das Gefühl unter dem freien Himmel zu sitzen, "Teil des Ganzen" zu sein tut gut. Der Abend als Naturerlebnis ist hier sicherlich nicht so eindrucksvoll wie draussen auf dem Land, aber ein guter Ersatz für astronomische Durststrecken.
Weiter zu M57. Okulare durchprobiert. UHC und OIII getestet. Am Ende den filterlosen Blick als den ästhetischten befunden. 10 Minuten Aufenthalt und Übung des indirekten Sehens.
Anschließend habe ich das 82er Grossfernglas für die Milchstrasse in Position gebracht. Den Kleiderbügelasterismus habe ich über Altair aufgesucht. 15x Vergößerung. Von dort komme ich treffsicher zu M27. Nun den UHC/OIII Filter eingesetzt, M27 bleibt ein verschwommener Nebelfleck. Burnham als Begleitung herangezogen.
Weiter mit dem Fernglas zum Schwan...Albireo...wunderschön wie immer. Dann zum Schleiernebel. Den Ost-Bogen habe ich dann tatsächlich mit OIII Filter bei Bortle 6/7 gut erkennen können! Aus dem Ruhrgebiet! Zum Schluss ein Schwenk durch Cassiopaia, Endstation war dann der "Eulenhaufen/ ET Cluster".
Zum Abschluss der Wechsel zum Teleskop. M57 war weiterhin im Gesichtsfeld. Der Ring war deutlich erkennbar, die Dunkelheit am Himmel hatte auch zwischenzeitlich weiter zugenommen. Der Abend klingt hier langsam aus.
Alles verpacken und Abbauen, die Treppe hoch in die Wohnung. Familie schläft. Ich mache mich fertig und lande zufrieden im Bett. Endlich mal wieder rausgekommen!
Liebe Grüße
Stephan
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