Beobachtungsbericht: Jupiter und Saturn vom 16.12.2023

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Quanten

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Hallo zusammen,
gestern war es wieder mal soweit, gegen 15 Uhr verzogen sich die Wolken und die Wetter App sagte eine klare Nacht voraus, dann noch ein Blick in Skysafari wie es um Jupiter steht und es war klar der 16" Newton muss raus.
Also alles aufgebaut und eingerichtet und die Lüfter eingeschaltet.
Dann bin ich nochmal rein und habe gemütlich zwei Tassen Tee getrunken.

Gegen 17 Uhr, ein erster Blick auf Jupiter, leider wahren da noch ein paar Wolken unterwegs und der Kontrast war auch noch nicht so der Hit.
Daher konnte ich Europa vor der Jupitterscheibe nicht ausmachen, auch der GRF war schon sehr an den Rand gewandert und wahr nur noch schemenhaft zu erkennen.

Dann ein erster Schwenk auf Saturn, bis 320x Vergrößerung eine Ansicht wie aus dem Bilderbuch.
Nach einer Weile fing ich dann an mit der Vergrößerung herum zu spielen welche sich bis 640x steigern ließ, jedoch wahren dann die Momente sehr kurz wo noch ein scharfes Bild zu sehen war, auch war es schwierig sicher den Fokuspunkt zu treffen bzw. zu erkennen.
Also machte sich die Erkenntnis breit, bringt nichts und wieder zurück auf 320x was einfach ein Genuss war.

Um 17:46 Uhr war dann der Schatteneintritt von Europa vorhergesagt, daher wieder zurück zu Jupiter und siehe da, Jupiter bekam eine kleine Delle und der Schatten wurde sichtbar.
Nur kurze Zeit später kam auch schon um 18:05 Uhr der Austritt von Europa, welcher nun auch als gelbes Scheibchen vor Jupiter zu sehen war.
Dann bekam Jupiter um 18:13 Uhr zwei kleine Ohren, weil Io quasi synchron hinter Jupiter verschwand und Europa vor ihm auftauchte, was ich in so kurzem Abstand glaube ich auch noch nicht gesehen habe?

Nach soviel Aktion machte ich erstmals eine Pause.

Kurz vor 19 Uhr ging es dann wieder weiter, Jupiter hatte nun schon ordentlich an Höhe gewonnen und bei 320x sah er aus wie eine glatt polierte Marmorkugel.
Europas Schatten war als schwarzes Scheibchen zu erkennen und im NEB war ein recht großes rötliches Oval zu erkennen, welches ich mir genauer angesehen wollte.
Also wechselte ich auf 460x was jedoch schon zu viel war.
Der Farbkontrast verschlechterte sich so, dass das rötliche Oval mit dem dem bräunlichen NEB verschmolz und unsichtbar wurde.
Auch der Charakter der glatten Marmorkugel war verschwunden.
Daher ging ich wieder langsam zurück auf 384x mit den 15mm Okulare, wo auch das Oval wieder sichtbar wurde, jedoch immer noch nicht so deutlich wie bei 320x.
Überhaupt war das die Vergrößerung für diesen Abend, da Jupiter hier am deutlichsten seine Marmorierung zeigte.
Das NEB war sehr zerklüftet, im EZ wahren wieder blau-graue Knoten und Fetzen zu sehen und in der NPR war eine Bänderung zu erkennen von fast gelblich bis hellbraun.
Zuletzt kam dann noch der Schattenaustritt von Europa.

Dann um ca. 20:30 Uhr erst mal wieder eine Aufwärmpause.

Gegen 21 Uhr ging es wieder weiter.
Jetzt war im SEB ein etwas größeres rötliches Oval zu erkennen und im STB eine feine hellbraune Linie welche in Momenten des besseren Seeings sich als einzelne Punkte heraus stellte.
Zum Kulminationszeitpunkt, also zur Planetenmitte hin, waren diese öfters wie eine Perlenkette in 4-5 Punkten aufgereiht zu sehen.
Zwischenzeitlich erschien auch Io wieder, leider von mir unbemerkt aus Jupiters Schatten, da mich die Perlenkette völlig in ihren Bann gezogen hatte.
Nun stand Jupiter auch hoch im Süden und der Anblick war phantastisch.

Dann wieder eine Aufwärmpause.

Kurz vor 24 Uhr hatte Jupiter eine 180° Drehung vollführt und der GRF blizte wider von der andern Seite um die Ecke.
Nun war ich jedoch ziemlich müde geworden und mir reichte es, meine Konzentration ging gegen 0.

Insgesamt zeigte Jupiter im Laufe der Nacht doch einige Sehenswürdigkeiten und Details.
Durch die verhältnismäßig schnelle Drehung entsteht quasi Stündlich ein neuer Anblick mit immer wieder neuen Details.
Aus astronomischer Sicht ein sehr abwechslungsreiches und dynamisches Objekt.
Auch lohnt es sich nun wieder öfter mit großen Öffnungen zu beobachten weil Jupiter relativ hoch durch den Meridian läuft.
LG
 
Hallo LG,

wow, ich bin echt beeindruckt - toller Bericht!
Der ist so spannend wie früher die Fußballspiele am Samstagmittag im Radio. Man kann sich's fast vorstellen ...

Toll, vielen Dank,
Urs
 
Moin,

Danke, spannender Bericht! Habe einen soliden, aber nur kleinen 4“ APO. Kann mir anhand solcher Berichte lebhaft vorstellen, wie es sein muss, mit so höher Vergrößerung und Auflösung die näheren Himmelskörper zu beobachten… Hoffentlich ergibt sich mal ne Gelegenheit.

Grüße aus Hamburg
Bernd
 
Hallo

Da siet man was ein 16 leistet, ausdauer am Teleskop.
Gut beschriebener Jupiter bericht.

Manfred
 
Hallo!
Ich bin gerade am Teleskop mit Jupiter zugange. Laut jupos.org ist der GRF zurzeit auf ca. 48°; dann müsste er laut WinJUPOS heute 19.47 Uhr MEZ durch den ZM laufen.
Ich versuche mich mit einem 12" Newton und 6,7mm-Okular sowie mit einem AS 110 und Binokular 2x10mm plus Barlow.
Es ist gegen 19.47 Uhr. Also wenn das der GRF ist, dann müsste man dringend mal Farbe aufgießen! Im AS 110 nur ein Schatten, im 12"er ein blassrosa Tupfer. Den habe ich mit der selben Technik und den selben Augen schon bedeutend besser gesehen. Nun ist das Seeing nicht berauschend; so als ob Warmluft durchziehen würde. In LGs Bericht klang es ja auch so, als sei der Kontrast nicht so dolle. Aber ist der GRF wirklich zurzeit so blass, das Seeing schlechter als ich denke oder halte ich mein Fernrohr falschherum..?
Wobei, wenn ich jetzt schaue, ist es wohl das Seeing.

PS: Nettes Schattenspiel eben:
Am Jupiter-Rand zeigte sich soeben Mond Europa, der hinter dem Jupiter hervorkam. Aber dann war er wieder weg. Hä, wie das?! Hat er umgedreht und wieder zurück? Das ist der Moment, an dem man an sich endgültig zweifelt..! Mit Guide nachgesehen - aha, er war drei Minuten da, um dann in den Schatten des Jupiter einzutauchen!
Coole Nummer.... :cool:

CS, Niko
 
Hallo Niko

Für die Beobachtung beim Jupiter, meine Empfehlung Filter zu nehmen, Geld, Orange und Grün Filter, sind gerade für Wolken Strukturen und GRF natürlich, heben deteis weiter hervor.
Das andere nützt bei schlechtem Seeing nicht viel.

Mit Kontrast Filter kann ich nichts sagen.

Manfred
 
Hallo Manfred,

für die kleinen Zeiss-Okulare habe ich verschiedene Farbfilter. Ich werde das heute Abend ausprobieren.
Bei großer Kälte habe ich hier immer Seeingprobleme, da 30m entfernt Richtung Süden beheizte Häuser stehen... Aber bei der Kälte mobil woanders hin? Nee.... _schnee:

VG, Niko
 
Hallo zusammen,

seit November 2023 beobachte ich visuell mit dem SC 8 Zoll Celestron Edge und meine bevorzugten Objekte sind derzeit die Planeten. Erste Erfahrungen habe ich vorher mit dem Meade ETX 90 gesammelt. Insbesondere Jupiter und Saturn beobachte ich immer, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet und ich bin in der glücklichen Lage, meinem Hobby direkt im Garten hinter unserem Haus nachgehen zu können - allerdings am Rande des nicht gerade optimal nachtdunklen Rhein-Main Gebietes.

Im Vergleich mit dem ETX ist das Beobachten mit dem 8 Zöller natürlich ein deutlicher Fortschritt, aber ich erwarte eigentlich noch mehr. Ein "Prüfstein" ist für mich der GRF, den ich auch mit dem neuen Instrument noch nicht sicher erkannt habe. Begonnen habe ich meine Beobachtungen mit einem Hyperion Zoom, das an dem Edge Vergrößerungen bis etwa 250-fach möglich macht. Zwischenzeitlich beobachte ich mit einem Maxbright Bino, das ich mit zwei Hyperion Zooms bestückt habe und für das ich auch 15 mm Festbrennweiten besitze. Gestern habe ich dann erstmals auch Farbfilter (hellblau, grün, gelb) eingesetzt und zumindest den Schatten des Io deutlich wahrnehmen können - den GRF, der gleichzeitig mit Ios Schatten hätte sichtbar sein sollen, habe ich bestenfalls "erahnen" können, wirklich sicher wahrgenommen habe ich ihn aber leider nicht.

Ganz sicher ist hierbei das Seeing ein entscheidender Faktor und ich setzte meine Hoffnung auf einen Ausflug in eine nachtdunkle Gegend in Nordhessen. Und wie ich den Berichten der anderen Hobbykollegen entnommen habe, ist der GRF wohl derzeit auch eher kontrastarm und damit nicht ganz einfach zu erkennen.

Da das Beobachten mit den beiden "dicken" Hyperion Zooms am Bino doch nicht so ganz einfach ist (irgendwie stört wohl dabei meine nicht ganz zierliche Nase), möchte ich mir zusätzlich noch Planetenokulare (7 oder 8 mm) zulegen, die eine etwa 250 bis 300-fache Vergrößerungen möglich machen - und hoffe so, doch noch mein "Objekt der Begierde" zweifelsfrei wahrzunehmen. Ich werde weiter berichten!

Viele Grüße

Volker

PS: Gute Ratschläge, wie ich meine Beobachtungen wieder verbessern kann, nehme ich gerne an!
 
Hallo Volker,
der schlechte Kontrast kommt meist von einem nicht ausgekühlten Teleskop bzw. vom Tubusseeing.
In 99,9% der Fälle sind es immer die üblichen Verdächtigen, die einem den Kontrast versauen.
Schlechte optische Qualität
Schlechte Mechanische Qualität
Schlechte Justage
Schlechte Temperaturanpassung der Optik

Die SCs kühlen leider Bauartbedingt (geschlossener Tubus, keine Lüfter) grundsätzlich schlecht aus und laufen dem Temperaturgang der Nächtlichen Abkühlung oft lange hinterher und wenn Sie dann mal angepasst sind, ist meist die Schmidtplatte zu getaut.
Auch können bei diesen Teleskopen noch andere Probleme auftreten, wie Spiegelshifting, schräg stehendes Blendrohr, größere Obstruktion usw.

Ganz sicher ist hierbei das Seeing ein entscheidender Faktor und ich setzte meine Hoffnung auf einen Ausflug in eine nachtdunkle Gegend in Nordhessen.
Bevor das Teleskop nicht ausgekühlt ist kann man keine Aussagen über das Athmosphäreische Seeing machen.
Das nicht ausgekühlte Teleskop wirkt dabei wie ein Filter, gerade so als würde man die Sterne und Planeten aus einem Zimmerfenster unter dem sich ein Heizkörper befindet beobachten wollen.
Wenn man häufiger Beobachten geht, kann man eigentlich feststellen dass das Athmosphäreische Seeing gar nicht so schlecht ist, ich kann ca. 20-30x im Jahr über 300fach und 5-8x über 500 fach von meinem Balkon aus Vergrößeren.
Jedoch kenne ich deine Bedingungen nicht, aus einem Häusermeer heraus, mit hunderten von rauchenden Kaminen im Winter ist natürlich kein Blumentopf zu gewinnen.

Und wie ich den Berichten der anderen Hobbykollegen entnommen habe, ist der GRF wohl derzeit auch eher kontrastarm und damit nicht ganz einfach zu erkennen.
Der GRF ist ein relativ großes Detail, mit mehreren Bogensekunden (5-6"), welcher schon mit 3" Öffnung leicht zu erkennen ist.
Auch braucht man dafür keinen besonders dunklen Himmel.
Ein Prüfstein mit 8" Öffnung sollten eigentlich Details "in" den Bändern sein, Details mit min. 1-2" Bogensekunden.
Gelegentlich ist jedoch das Bild zu hell und man hat dann Überstrahlungseffekte, vor allem wenn man monokular mit großer Öffnung beobachtet, allerdings sollte der GRF mit Bino und 8" kein Problem sein.
Ich habe nicht das Gefühl das der GRF derzeit kontrastarm ist, vielmehr glaube ich das dein Teleskop das Bild so weichzeichnet, dass der GRF dann zu kontrastarm wiedergegeben wird.
Eine Folge aus dem Ganzen kann sein, dass man mangels Kontrast, Seeingeffekte stärker wahrnimmt und womöglich zu der Schlussfolgerung kommt "bei mir ist häufig schlechtes Seeing"?

Die Filterbeobachtung ist dabei auch nicht sonderlich hilfreich bzw. nicht das Mittel der Wahl.
Farbfilter erzeugen i.d.R. eine selektive Bilddarstellung, was bedeutet Bestimmte Details werden evtl. besser sichtbar, andere Details vor allem feinere, wiederum werden durch das Filter geschluckt.
Billige Filter haben zudem die Eigenschaft, dass Bild noch mehr weich zu zeichnen mangels optischer Qualität.
Die Beobachtung mit Farbfilter ist ein Relikt aus der Vergangenheit, als man noch mit Farbfehlern von Achromaten zu kämpfen hatte.
Heute versucht man eine möglichst farbreine "weiße" Abbildung zu bekommen.
Da das Auge alle Farben gleichzeitig wahrnehmen kann, ist es auch nicht nötig nach Farben zu selektieren, man kann die Planeten im Okular daher wie auf einem guten Foto sehen.
Jedoch verschmiert ein Weichzeichner Effekt (Aberrationen) halt auch die Farbkontraste wodurch Details verloren gehen können oder im Falle des GRF diesen besonders blass aussehen lassen können.
Ein schwarzer Mondschatten auf der fast schon weißlich wirkenden Jupiteroberfläche ist eigentlich ein starker Kontrastunterschied, auch solltest du den Mondschatten mit 8" Öffnung auch ohne Filter als schwarzes Scheibchen auflösen können.

250fach kann für das SC schon zu viel sein, taste dich lieber mal von unten heran so ab 150x und beobachte bei welcher AP das Bild noch scharf wirkt?
Auch kannst du dich mal mit Tuningmaßnahmen für SCs auseinandersetzen.
- Vorkühlen
- Hot Tube Prinzip (Tubusisolierung)
- Lüfter von Außen
- Tubusumbau mit Lüfter

Für Planetenbeobachter, so muss man es leider sagen, gibt es bessere Teleskope.
In Verbindung mit einem Binokularansatz ist ein 10-12" Planetennewton Mittel der Wahl.
Aber auch hier muss man sich vorher genauer Informieren, "Planetennewtons" gibt es nicht von der Stange, dass sind entweder Sonderanfertigungen oder Selbstbauten.
LG
 
Hallo, lieber Quanten,

vielen Dank für Deinen ausführlichen und sehr informationen Kommentar zu meinem Bericht! Ich habe ihn schon ein paar mal ausführlich gelesen und denke gerade darüber nach, welche Deiner Ratschläge ich in welcher Form zeitnah am besten umsetzen kann, damit meine Planetenbeobachtungen erfolgreicher werden.

Mein SC Edge HD 800 werde ich sicher vorerst nicht wieder abgeben, da ich zwar derzeit eine gewisse Vorliebe für die großen Planenten habe, mich aber nach Beratungen und Abwägung der geschilderten Vor- und Nachteile für einen solchen "Allrounder" entschieden habe und ich auch Bestätigungen dafür erhalten hatte, dass das angeschaffte Celestron-Gerät für Planeten und auch für deep-sky-Objekte nicht die allerschlechteste Wahl ist. Ich muss hier noch erwähnen, dass ich das Teleskop auf einer Skywatcher HEQ 5 betreibe, die mit dem Gewicht des Gerätes schon gut ausgelastet ist. Ein größerer Newton (10 oder 12 Zoll) würde also auch eine deutlich leistungsfähigere Montierung erforderlich machen.

Es ist natürlich grundsätzlich nicht auszuschließen, dass mein Exemplar einige der von Dir geschilderten optischen, mechanischen und/oder justagemäßigen Fehler besitzt, die ich bisher nicht überprüfen konnte. Als Mindest-Sicherheit, dass ich kein "Montagsgerät" erhalten habe, hatte ich vom Lieferanten einen Qualitätsnachweis erhalten (Ronchitest, Sterntest), den ich Dir gerne, soweit Du damit einverstanden wärst, zwecks Beurteilung zusenden würde.

Ein von Dir genannter wesentlicher Aspekt ist ganz sicher das Auskühlen des Tubus! In der Regel verbringe ich das Gerät mindestens zwei Stunden vor Beobachtungsbeginn an den Beobachtungsplatz im Garten, kann mir aber nach Deinen Ausführungen gut vorstellen, dass das nicht reicht. Generell beheize ich die Schmidtplatte mit dem als Zubehör erhältlichen Heizring, den ich anstelle des serienmäßigen Frontringes installiert habe und konnte seitdem selbst bei hoher Luftfeuchtigkeit kein Beschlagen der Frontlinse mehr feststellen - zusätzlich verwende ich eine etwa 25 cm lange Taukappe.

Das SC HD 800 besitzt zwar gegenüber anderen SC am hinteren Ende des Tubus zwei gegenüberliegende zusätzliche passive Spiegelbelüftungen, über deren Wirksamkeit ich aber keine Aussage treffen kann - elektrische Lüfter sind keine vorhanden. Soweit ich weiß, bietet Celestron auch optional keine aktiven Lüfter für die Edge HD-Serie an. Vielleicht würde ein Lüfter den Auskühlvorgang positiv beeinflussen, der an einer der beiden vorhandenen Öffnungen zur Spiegelbelüftung die Luft aus dem Geräteinneren absaugen würde. Glücklicherweise bin ich nicht zwischen "rauchenden Kaminen" eingezwängt, sondern wohne in offener Feldrandlage - allerdings nur ca. 15 km von Frankfurts Innenstadt entfernt.

Deinen Vorschlag zur Isolierung des Tubus werde ich direkt umsetzen, Ich habe zwar die dünne Kunststoff-Transportummantelung am Tubus belassen, aber die reicht mit Sicherheit nicht. Ich denke, eine ca. 5 mm dicke Isolierung aus Poyurethan oder ähnlichem sollte sich an dem Gerät anbringen lassen.

Meine Hyperion-Zooms ermöglichen auch die von Dir vorgeschlagene 150 fache Vergrößerung (entsprechend einer Okularbrennweite von 13,5 mm) und ich erziele mit dieser Vergrößerung auch ein ansprechend scharfes Planetenbild. Allerdings reicht nach meinem Empfinden diese Vergrößerung noch nicht ganz aus, um Einzelheiten in den Bändern (die von Dir aufgezeigten 1-2 Bogensekunden) aufzuspüren. Bei 8 mm Okularbrennweite (kleinster Wert, der mit den Zooms eingestellt werden kann) beträgt die Vergrößerung 254-fach. Da ich bereits 15 mm Okulare besitze, mit denen ich sehr schön entspannt am Bino beobachten kann, beabsichtige ich, nach dem ich Deine Anmerkungen zur Maximalvergrößerung gelesen habe, als Kompromiss zwei 10 mm Okulare zu besorgen. Sie würden eine etwa 200 fache Vergrößerung und durch ihren gegenüber den Hyperion-Zooms kleineren Durchmesser einen entspannteren Einsatz am Bino ermöglichen (gedacht habe ich dabei an Omegon LE Planetary-Okulare).

LG
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