Sagittarius
Aktives Mitglied
Hallo Astrogemeinde,
endlich mal wieder eine klare Beobachtungsnacht am 18.08.2006 im Nürnberger Südosten.
Die Ausrüstung bestand aus einer EQ-6 mit der neuen Goto-Steuerung SynScan und einem 10 Zoll f 6,3 Newton sowie diversen 2“ Übersichtsokularen mit O-III und UHC-Filtern.
Der eine oder andere von euch wird sich jetzt bestimmt denken „da geht doch jemand auf Nebel und Galaxienjagd“.
Völlig richtig. Ich wollte doch mal sehen was die neue Steuerung so alles leisten kann. Nach dem ich die Montierung aufgestellt und in der einsetzenden Dämmerung mit Hilfe des Polsuchers eingenordet hatte, führte ich mir noch einmal die Steuerung zu gemüde.
Das Aligmentverfahren ist eigentlich Selbsterklärend und bis auf das eine oder Andere „Inseiterwissen“ ( Was zum Kuckuck wahr noch gleich mit daylight safing gemeint) ging es über Datum/Zeiteingaben zum nächsten Rätsel. Der Eingabe einiger nicht ganz unwichtiger Längen und Breitengrade die mir zunächst ein ganz klein wenig ins Grübeln brachten ob denn die Erde nicht doch eine Scheibe ist.
Aber dann setzte doch wieder der Logische verstand ein der da heißt „Kaum macht mers richtig scho geits“ und gibt die Koordinaten in Stunden und Minuten angaben ein und nicht in Dezimaler form, gegen die sich das Gerät auch bis zum Schluß tapfer zur Wehr gesetzt hatte.
Die Abschließende Wahl des Aligmentverfahren viel dann natürlich auf die höchste Genauigkeitsstufe, nämlich das 3-Sterne verfahren, das mit dem ersten Anfahren von Arcturus über Dubhe und schließlich mit dem nach zentrieren im Deneb endete.
Das daß Aligment „Sugsessfull“ war konnte ich kurz darauf feststellen in dem ich Albireo zu sehen wünschte und der sich nach ein paar Tastendrücke auch glatt im Sucher einstellte. Ein Fränkischer Urschrei erbrach sich übers Dunkle Land „Ich glab ets gäits ( Ich glaube es funktioniert jetzt ).
Jedenfalls meinte es auch der Wettergott gut mit mir. Das Seeing würde ich als befriedigend bis gut bezeichnen. Die Helligkeitsgröße lag bei ca. 4,5 bis 5 MAG.
Das Milchstraßenband zeichnete sich klar und deutlich beginnend im Sternbild Schwan bis hinunter zum Schützen ab. Die Tour begann im Trifidnebel mit einem 2“ Abbex 32 fach + UHC-Filter und einem 2“ TSWA 32 fach mit O-III Filter für den direkten vergleich. Hier Schnitt der O-III Filter klar besser ab da er die Ränder der drei dunklen Staubbänder schärfer darstellte. Weiter ging es zu dem für mich am Nordhimmel phantastischen Lagunennebel dessen Trennung zwischen „Wasser und Strand“ ich mir diesmal mit einem 15“ Weitwinkel Super Plössel und einem UHC-Filter vorgenommen hatte. Die Ränder und Strukturen sowie Konturen an den Übergängen kamen wunderbar zur Geltung auch wenn dies aufgrund des dunkleren Bildes ein wenig Erahnung mit im Spiel war.
Als nächstes folgten Adler, Omega und Schwanennebel die ich abwechselnd mit 2“ O-III und UHC Filtern beäugte. Herrlich hier die reich strukturierten Nebel mit ihren hellen Armen zu durch streifen.
Nun stand als nächstes Tourhighlight beiderseits des Vordergrundsterns 52 Cygni die Überreste einer Supernova an, nämlich ihr erratet es wohl schon, genau denn Cirrusnebel. Dieser Schleiernebel war am besten im 2“ UHC Filter an zu sehen. Man glaubt zu meinen daß die Überreste wie vom Winde verweht werden. Ein Anblick der mich noch länger fesselte. Aber nun wollte ich mich auch mal den so genannten Planetaren Nebel wie dem Handel und dem Ringnebel in der Leier zu wenden, dessen Formen mich immer wieder ins Erstaunen versetzen. Abrobo Leier da kam mir plötzlich in den Sinn einen kleinen Sterntest mit einem der schönsten Vierfachsternensystem das ich kenne nämlich epsilon Lyr durch zu führen. Durch geführt habe ich das ganze mit einem 5mm Nagler Planetenokular und dazu die 2fach Abbe-Barlow von Zeiss . Wow was für eine Trennschärfe ich glaube ich werde mich auch an der Erforschung der genauen Abstände der Sonnen zueinander beteiligen. Weiter ging es in der Tour mit einem kleinen Galaxien Sightseeing. Da stand zunächst M81 und M82 auf meinem Speiseplan. Um diese auch mal im Hochauflösenden Bereich zu beobachten wählte ich verschiedene Vergrößerungen aus bis hinauf in den 5mm Bereich was aber nur zu unzureichenden Ergebnissen führte, da die nahe Stadt mit ihrer Lichtkuppel ihren Tripput, in punkto Dunkler Himmel zollte. Auch ein weiteres Objekt in dessen Nähe die Andromeda Galaxie soff bei höherer Vergrößerung ein wenig ab. Trotz allem kamen aber dort aufgrund der gewaltigen Dimension dieser Galaxis doch so manche Strukturen sowie ein Vertiefter Einblick ins Zentrum noch besser zum Vorschein als dies bei M81 und 82 möglich war. Zum Abschluss dieser für mich sehr ergiebigen Beobachtungsnacht musste ich mir einfach noch den größten Kugelsternhaufen der Nordhalbkugel M13 vor Augen führen. Was für ein Anblick. Auch hier ein für mich neuer Vorstoß mit dem 5mm Nagler mit dessen Hilfe sich neue Strukturen in dem sich noch mehr Einzelsterne auflösen ließen und ich ein Stück weit näher an Kern des Kugelsternhaufens gelang. Für mich der Krönende Abschluss in dieser Nacht.
Fazit:
Die Anschaffung dieser neuen Steuerung war jeden Cent wird, da ich in einem Zeitraum von ca. 4 Stunden, reine 3 ½ Stunden mit Beobachten beschäftigt wahr.
Und wer jetzt glaubt Aufsuchshilfen, Sternkarten und Karkoschkas wären Überflüssig Dank dieser „Supersteuerung“ der Irrt gewaltig. Sie sind immer noch ein schier unerschöpflicher Quell von Wissen und schafften für mich erst die Voraussetzung sich am Sternenhimmel zu Recht zu finden.
endlich mal wieder eine klare Beobachtungsnacht am 18.08.2006 im Nürnberger Südosten.
Die Ausrüstung bestand aus einer EQ-6 mit der neuen Goto-Steuerung SynScan und einem 10 Zoll f 6,3 Newton sowie diversen 2“ Übersichtsokularen mit O-III und UHC-Filtern.
Der eine oder andere von euch wird sich jetzt bestimmt denken „da geht doch jemand auf Nebel und Galaxienjagd“.
Völlig richtig. Ich wollte doch mal sehen was die neue Steuerung so alles leisten kann. Nach dem ich die Montierung aufgestellt und in der einsetzenden Dämmerung mit Hilfe des Polsuchers eingenordet hatte, führte ich mir noch einmal die Steuerung zu gemüde.
Das Aligmentverfahren ist eigentlich Selbsterklärend und bis auf das eine oder Andere „Inseiterwissen“ ( Was zum Kuckuck wahr noch gleich mit daylight safing gemeint) ging es über Datum/Zeiteingaben zum nächsten Rätsel. Der Eingabe einiger nicht ganz unwichtiger Längen und Breitengrade die mir zunächst ein ganz klein wenig ins Grübeln brachten ob denn die Erde nicht doch eine Scheibe ist.
Aber dann setzte doch wieder der Logische verstand ein der da heißt „Kaum macht mers richtig scho geits“ und gibt die Koordinaten in Stunden und Minuten angaben ein und nicht in Dezimaler form, gegen die sich das Gerät auch bis zum Schluß tapfer zur Wehr gesetzt hatte.
Die Abschließende Wahl des Aligmentverfahren viel dann natürlich auf die höchste Genauigkeitsstufe, nämlich das 3-Sterne verfahren, das mit dem ersten Anfahren von Arcturus über Dubhe und schließlich mit dem nach zentrieren im Deneb endete.
Das daß Aligment „Sugsessfull“ war konnte ich kurz darauf feststellen in dem ich Albireo zu sehen wünschte und der sich nach ein paar Tastendrücke auch glatt im Sucher einstellte. Ein Fränkischer Urschrei erbrach sich übers Dunkle Land „Ich glab ets gäits ( Ich glaube es funktioniert jetzt ).
Jedenfalls meinte es auch der Wettergott gut mit mir. Das Seeing würde ich als befriedigend bis gut bezeichnen. Die Helligkeitsgröße lag bei ca. 4,5 bis 5 MAG.
Das Milchstraßenband zeichnete sich klar und deutlich beginnend im Sternbild Schwan bis hinunter zum Schützen ab. Die Tour begann im Trifidnebel mit einem 2“ Abbex 32 fach + UHC-Filter und einem 2“ TSWA 32 fach mit O-III Filter für den direkten vergleich. Hier Schnitt der O-III Filter klar besser ab da er die Ränder der drei dunklen Staubbänder schärfer darstellte. Weiter ging es zu dem für mich am Nordhimmel phantastischen Lagunennebel dessen Trennung zwischen „Wasser und Strand“ ich mir diesmal mit einem 15“ Weitwinkel Super Plössel und einem UHC-Filter vorgenommen hatte. Die Ränder und Strukturen sowie Konturen an den Übergängen kamen wunderbar zur Geltung auch wenn dies aufgrund des dunkleren Bildes ein wenig Erahnung mit im Spiel war.
Als nächstes folgten Adler, Omega und Schwanennebel die ich abwechselnd mit 2“ O-III und UHC Filtern beäugte. Herrlich hier die reich strukturierten Nebel mit ihren hellen Armen zu durch streifen.
Nun stand als nächstes Tourhighlight beiderseits des Vordergrundsterns 52 Cygni die Überreste einer Supernova an, nämlich ihr erratet es wohl schon, genau denn Cirrusnebel. Dieser Schleiernebel war am besten im 2“ UHC Filter an zu sehen. Man glaubt zu meinen daß die Überreste wie vom Winde verweht werden. Ein Anblick der mich noch länger fesselte. Aber nun wollte ich mich auch mal den so genannten Planetaren Nebel wie dem Handel und dem Ringnebel in der Leier zu wenden, dessen Formen mich immer wieder ins Erstaunen versetzen. Abrobo Leier da kam mir plötzlich in den Sinn einen kleinen Sterntest mit einem der schönsten Vierfachsternensystem das ich kenne nämlich epsilon Lyr durch zu führen. Durch geführt habe ich das ganze mit einem 5mm Nagler Planetenokular und dazu die 2fach Abbe-Barlow von Zeiss . Wow was für eine Trennschärfe ich glaube ich werde mich auch an der Erforschung der genauen Abstände der Sonnen zueinander beteiligen. Weiter ging es in der Tour mit einem kleinen Galaxien Sightseeing. Da stand zunächst M81 und M82 auf meinem Speiseplan. Um diese auch mal im Hochauflösenden Bereich zu beobachten wählte ich verschiedene Vergrößerungen aus bis hinauf in den 5mm Bereich was aber nur zu unzureichenden Ergebnissen führte, da die nahe Stadt mit ihrer Lichtkuppel ihren Tripput, in punkto Dunkler Himmel zollte. Auch ein weiteres Objekt in dessen Nähe die Andromeda Galaxie soff bei höherer Vergrößerung ein wenig ab. Trotz allem kamen aber dort aufgrund der gewaltigen Dimension dieser Galaxis doch so manche Strukturen sowie ein Vertiefter Einblick ins Zentrum noch besser zum Vorschein als dies bei M81 und 82 möglich war. Zum Abschluss dieser für mich sehr ergiebigen Beobachtungsnacht musste ich mir einfach noch den größten Kugelsternhaufen der Nordhalbkugel M13 vor Augen führen. Was für ein Anblick. Auch hier ein für mich neuer Vorstoß mit dem 5mm Nagler mit dessen Hilfe sich neue Strukturen in dem sich noch mehr Einzelsterne auflösen ließen und ich ein Stück weit näher an Kern des Kugelsternhaufens gelang. Für mich der Krönende Abschluss in dieser Nacht.
Fazit:
Die Anschaffung dieser neuen Steuerung war jeden Cent wird, da ich in einem Zeitraum von ca. 4 Stunden, reine 3 ½ Stunden mit Beobachten beschäftigt wahr.
Und wer jetzt glaubt Aufsuchshilfen, Sternkarten und Karkoschkas wären Überflüssig Dank dieser „Supersteuerung“ der Irrt gewaltig. Sie sind immer noch ein schier unerschöpflicher Quell von Wissen und schafften für mich erst die Voraussetzung sich am Sternenhimmel zu Recht zu finden.