AstroChristian
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Hallo,
Nach nun fast einem Monat der wetterbedingten Abstinenz bin ich dieser Tage mal wieder rausgekommen. Bewaffnet mit meinem 8", f/6-Dobson und einem 10*50 Fernglas bin ich am 03.08 abends im Mondschein rausgegangen. Nachdem ich mich erstmal mit dem aktuellen Himmel vertraut gemacht hatte, habe ich das bisherige, unerreichte Ziel aller meiner vorausgegangenen Beobachtungsabende gesucht: NGC 6543, den Katzenaugennebel. Von 0:OO bis 1:00 habe ich gesucht und nicht gefunden. Blöderweise ist dann mein Sucher zugetaut. Die nächste halbe Stunde habe ich dann Mars und M 45 mit dem Fernglas aufs Korn genommen.
Wegen der Sucher-Misere habe ich mir am nächsten Tag erstmal aus Pappe und Noppenfolie eine (meiner Meinung nach gut funktionierende) Suchertaukappe gebaut. Samstagabend habe ich dann wieder nach dem Katzenaugennebel gesucht. War es nun auf die abnehmende Mondphase oder wachsende beobachtungserfahrung zurückzuführen, im 25 mm-Okular sah ich plötzlich einen hellen blauen Stern, der zu den Seiten hin etwas verlängert schien. Im Mondschein habe ich das mm-Okular reingemacht, und war doch etwas enttäuscht, dass der Katzenaugennebel nur so klein ist. Die Farbe war allerdings toll. Als ich später im DeepSky-Reiseatlas nachschlug, sah ich, dass dieser Nebel einen Durchmesser von 0,3' hatte. Wenigstens weiß ich jetzt, wieviel das ist
Sonntagabend ging der Mond erst spät auf. Diese Zeit habe ich genutzt. Hier mal meine Beobahtungserfolge chronologisch (mit Bezeichnung, Art, Sternbild und Okularbrennweite):
NGC 188: OS, UMa, 32 mm: Nur einige vereinzelte Sterne ohne größere Konzentrationen. Für einen offenen Haufen nicht sehr spektakulär.
M 103: OS, Cas, 32 mm: Das sieht doch schon besser aus: Hier gibt es einige schöne Sternenpaare.
Mel 20: OS, Per, 10*50: Eine größere Sternengruppe um Alpha Persei. Die Sternen bilden etwas, das wie ein Pfeil aussieht, der nach Nordwesten zeigt.
NGC 129: OS, Cas, 32 mm: Ein offener, in dem die Sterne sehr nah beeinander stehen. Er befindet sich in der Nähe eines Sternenpaars.
NGC 457: OS, Cas, 32 mm: Dieser Sternenhaufen umschließt den Stern Phi Cassiopeiae wie eine Art Glocke. Ein sehr interessanter Anblick.
NGC 869/884: OS, Per, 32 mm: Hier mal ein Klassiker, der doch sehr schön anzusehen ist. In NGC 869 ist die Zentralregion um einiges heller als im Nachbarhaufen.
Tr 2: OS, Per, 32 mm: Noch ein offener Sternenhaufen. Die Sterne des Haufens bilden eine Art helle Kette.
NGC 7789: OS, Cas, 25 mm: Ein sehr dichter Haufen, der etwas unregelmäßig aussieht. Auf jeden Fall sind es ziemlich viele Sterne.
NGC 6229: KS, Her, 6 mm: Um nun mal meinem Faible (dem ich bei zu hellem Mond ja nicht ganz so intensiv nachgehen kann) genüge zu tun, hier mal ein schwacher Kugelsternhaufen im Herkules. Der Haufen ist ziemlich klein. Die Konzentration nimmt vom Rand zum Zentrum hin stark zu. Ich konnte den Haufen nicht auflösen.
Albireo (Beta Cygni): DoSt, Cyg, 6 mm: Der DeepSky-Reiseatlas gibt eine Bewertung von vier; da dachte ich, das sehe ich mir doch mal an. Und es hat sich gelohnt. An sehr hoher Farbkontrast zwischen Gold und Blau. Diesen Stern werde ich mir auf jeden Fall noch öfters ansehen.
Cr 399: OS, Vul, 10*50: Der Kleiderbügelhaufen. Er verdient seinen Namen wirklich. Das sag noch mal einer, Astronomie kann nicht heiter sein :biggrin:
M 56: KS, Lyr, 6 mm: Ein Kugelsternhaufen mittlerer Größe und Helligkeit. Die Konzentration verändert sich zum Zentrum hin nicht besonders. Zumindest den Rand konnte ich gut auflösen, das Zentrum erschien noch nebelig.
m 13: KS, Her, 6 mm: Zum Abschluss noch mal ein Hingucker. Der Haufen ist groß, hell und weit aufgelöst. Im Zentrum gibt es noch Nebelschleier. Von Süden, Osten und Norden gehen jeweils zwei, von Osten her ein Sternenausläufer ab.
Beobachtungszeitraum: 22:30-1:30
Seeing: Mehr oder weniger hohe Luftfeuchtigkeit, keine Wolken, gute Durchsicht, Halbmond.
Nach nun fast einem Monat der wetterbedingten Abstinenz bin ich dieser Tage mal wieder rausgekommen. Bewaffnet mit meinem 8", f/6-Dobson und einem 10*50 Fernglas bin ich am 03.08 abends im Mondschein rausgegangen. Nachdem ich mich erstmal mit dem aktuellen Himmel vertraut gemacht hatte, habe ich das bisherige, unerreichte Ziel aller meiner vorausgegangenen Beobachtungsabende gesucht: NGC 6543, den Katzenaugennebel. Von 0:OO bis 1:00 habe ich gesucht und nicht gefunden. Blöderweise ist dann mein Sucher zugetaut. Die nächste halbe Stunde habe ich dann Mars und M 45 mit dem Fernglas aufs Korn genommen.
Wegen der Sucher-Misere habe ich mir am nächsten Tag erstmal aus Pappe und Noppenfolie eine (meiner Meinung nach gut funktionierende) Suchertaukappe gebaut. Samstagabend habe ich dann wieder nach dem Katzenaugennebel gesucht. War es nun auf die abnehmende Mondphase oder wachsende beobachtungserfahrung zurückzuführen, im 25 mm-Okular sah ich plötzlich einen hellen blauen Stern, der zu den Seiten hin etwas verlängert schien. Im Mondschein habe ich das mm-Okular reingemacht, und war doch etwas enttäuscht, dass der Katzenaugennebel nur so klein ist. Die Farbe war allerdings toll. Als ich später im DeepSky-Reiseatlas nachschlug, sah ich, dass dieser Nebel einen Durchmesser von 0,3' hatte. Wenigstens weiß ich jetzt, wieviel das ist
Sonntagabend ging der Mond erst spät auf. Diese Zeit habe ich genutzt. Hier mal meine Beobahtungserfolge chronologisch (mit Bezeichnung, Art, Sternbild und Okularbrennweite):
NGC 188: OS, UMa, 32 mm: Nur einige vereinzelte Sterne ohne größere Konzentrationen. Für einen offenen Haufen nicht sehr spektakulär.
M 103: OS, Cas, 32 mm: Das sieht doch schon besser aus: Hier gibt es einige schöne Sternenpaare.
Mel 20: OS, Per, 10*50: Eine größere Sternengruppe um Alpha Persei. Die Sternen bilden etwas, das wie ein Pfeil aussieht, der nach Nordwesten zeigt.
NGC 129: OS, Cas, 32 mm: Ein offener, in dem die Sterne sehr nah beeinander stehen. Er befindet sich in der Nähe eines Sternenpaars.
NGC 457: OS, Cas, 32 mm: Dieser Sternenhaufen umschließt den Stern Phi Cassiopeiae wie eine Art Glocke. Ein sehr interessanter Anblick.
NGC 869/884: OS, Per, 32 mm: Hier mal ein Klassiker, der doch sehr schön anzusehen ist. In NGC 869 ist die Zentralregion um einiges heller als im Nachbarhaufen.
Tr 2: OS, Per, 32 mm: Noch ein offener Sternenhaufen. Die Sterne des Haufens bilden eine Art helle Kette.
NGC 7789: OS, Cas, 25 mm: Ein sehr dichter Haufen, der etwas unregelmäßig aussieht. Auf jeden Fall sind es ziemlich viele Sterne.
NGC 6229: KS, Her, 6 mm: Um nun mal meinem Faible (dem ich bei zu hellem Mond ja nicht ganz so intensiv nachgehen kann) genüge zu tun, hier mal ein schwacher Kugelsternhaufen im Herkules. Der Haufen ist ziemlich klein. Die Konzentration nimmt vom Rand zum Zentrum hin stark zu. Ich konnte den Haufen nicht auflösen.
Albireo (Beta Cygni): DoSt, Cyg, 6 mm: Der DeepSky-Reiseatlas gibt eine Bewertung von vier; da dachte ich, das sehe ich mir doch mal an. Und es hat sich gelohnt. An sehr hoher Farbkontrast zwischen Gold und Blau. Diesen Stern werde ich mir auf jeden Fall noch öfters ansehen.
Cr 399: OS, Vul, 10*50: Der Kleiderbügelhaufen. Er verdient seinen Namen wirklich. Das sag noch mal einer, Astronomie kann nicht heiter sein :biggrin:
M 56: KS, Lyr, 6 mm: Ein Kugelsternhaufen mittlerer Größe und Helligkeit. Die Konzentration verändert sich zum Zentrum hin nicht besonders. Zumindest den Rand konnte ich gut auflösen, das Zentrum erschien noch nebelig.
m 13: KS, Her, 6 mm: Zum Abschluss noch mal ein Hingucker. Der Haufen ist groß, hell und weit aufgelöst. Im Zentrum gibt es noch Nebelschleier. Von Süden, Osten und Norden gehen jeweils zwei, von Osten her ein Sternenausläufer ab.
Beobachtungszeitraum: 22:30-1:30
Seeing: Mehr oder weniger hohe Luftfeuchtigkeit, keine Wolken, gute Durchsicht, Halbmond.
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