Beobachtungsbericht vom 18.2.2012

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WOBAFGKMRN

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Endlich! Im Dezember bekam ich mein neues Teleskop. Und seither war das Seeing bei jeder einzelnen Beobachtungsnacht einfach nur sch...äbig. Aber nach knapp zwei Monaten Durststrecke konnte ich gestern bei gutem Seeing beobachten.
Den Anfang machte, noch in der Dämmerung, Jupiter:
Jupiterzeichnung

Und endlich konnte ich hier wieder mal feinere Details beobachten. Wieder waren die feinen Farbunterschiede zwischen den Hauptbändern und der restlichen Planetenscheibe recht augenscheinlich. Die polaren Regionen zeigten unterschiedliche Helligkeiten und das NTB zeichnete sich recht deutlich ab.
Gut zu sehen (oder auch nicht - wie mans nimmt) war auch, dass das dunkle Gebiet nördlich des NEB langsam immer unscheinbarer wird. Nach längerer Beobachtung entdeckte ich dann auch eine dezenten Bogen, der in die EZ hineinragte.
Dem NEB selbst konnte ich keine Strukturen entlocken, aber dafür war im SEB einiges los: Zu sehen waren markante Helligkeitsunterschiede innerhalb des Bandes und auch die dunkle "Bucht" in welcher der GRF eingelagert ist.

Später am Abend hoffte ich dann auf ähnlich gutes Seeing bei Mars:
Marszeichnung

Und ich wurde nicht enttäuscht, denn das Seeing war sogar noch besser. Auch hier waren somit noch mehr Details zu sehen: die eher bräunlich-grüne Färbung der dunkleren Gebiete sowie ebenfalls markante Helligkeitsunterschiede innerhalb dieser Strukturen. Auch eine Aufhellung am Planetenrand war teilweise zu sehen - könnten das Wolken gewesen sein?
Für Sekundenbruchteile war das Bild dann auch komplett ruhig und ich konnte sehen, dass die Ränder der dunklen Gebiete teilweise eher zerfranst sind. Habe dieses Detail aber nicht in die Zeichnung übernommen, da ich es eben nur für einen Bruchteil sehen konnte.
Aber dafür konnte ich indirekt ein schwaches Pünktlein sehen, welches evtl. der Marsmond Deimos sein könnte (siehe 2. Zeichnung). Der Abstand vom Mars stimmt und auch die max. Helligkeit des Mondes wäre innerhalb der Möglichkeiten eines 6" Teleskopes. Nur völlig sicher bin ich mir natürlich nicht. Vielleicht hat jemand ein Programm welches die Position der Marsmonde anzeigt und könnte das überprüfen?

Leider setzten dann Wolken ein und ich konnte Saturn nicht mehr beobachten. Das wäre echt ein Sahnehäubchen gewesen - naja, ein andermal wirds sicher passen.
Auf jeden Fall wars ein aufregender Abend und ich bin schon sehr gespannt, was mit meinem neuen Teleskop bei perfektem Seeing möglich sein wird.

LG Michael
 
Moin Michael!

> Aber dafür konnte ich indirekt ein schwaches Pünktlein sehen, welches evtl. der Marsmond Deimos sein könnte (siehe 2. Zeichnung). Der Abstand vom Mars stimmt und auch die max. Helligkeit des Mondes wäre innerhalb der Möglichkeiten eines 6" Teleskopes.

Eher unwahrscheinlich bei einer anstehenden Aphel-Opposition und schlappen 100 Mio. km Abstand. Wahrscheinlich hast Du einen Feldstern erwischt. Bewegungen ggü. solchen Sternen sieht man bei Mars häufig über Stunden hinweg.
 
Hallo Michael,

mit den zerfransten Rändern in den dunklen Strukturen hast du recht gut getroffen, was ich heute auch beobachten konnte, allerdings etwas unbeholfen mit vielen Einkerbungen beschrieb.

CS,
Stefan
 
Hallo

@Micha: Ja, das denke ich ehrlich gesagt auch, aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt *gg* .

@Stefan: Ich denke Einkerbungen triffts auch recht gut. Es ist halt schwierig, bei der doch recht kleinen Marsscheibe, diese Details halbwegs eindeutig zu erkennen. Ich habe dann immer das Gefühl: "Da ist noch etwas, aber genau beschreiben bzw. genau aufs Papier bringen kann ich es nicht."

LG Michael
 
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