WOBAFGKMRN
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Endlich! Im Dezember bekam ich mein neues Teleskop. Und seither war das Seeing bei jeder einzelnen Beobachtungsnacht einfach nur sch...äbig. Aber nach knapp zwei Monaten Durststrecke konnte ich gestern bei gutem Seeing beobachten.
Den Anfang machte, noch in der Dämmerung, Jupiter:
Jupiterzeichnung
Und endlich konnte ich hier wieder mal feinere Details beobachten. Wieder waren die feinen Farbunterschiede zwischen den Hauptbändern und der restlichen Planetenscheibe recht augenscheinlich. Die polaren Regionen zeigten unterschiedliche Helligkeiten und das NTB zeichnete sich recht deutlich ab.
Gut zu sehen (oder auch nicht - wie mans nimmt) war auch, dass das dunkle Gebiet nördlich des NEB langsam immer unscheinbarer wird. Nach längerer Beobachtung entdeckte ich dann auch eine dezenten Bogen, der in die EZ hineinragte.
Dem NEB selbst konnte ich keine Strukturen entlocken, aber dafür war im SEB einiges los: Zu sehen waren markante Helligkeitsunterschiede innerhalb des Bandes und auch die dunkle "Bucht" in welcher der GRF eingelagert ist.
Später am Abend hoffte ich dann auf ähnlich gutes Seeing bei Mars:
Marszeichnung
Und ich wurde nicht enttäuscht, denn das Seeing war sogar noch besser. Auch hier waren somit noch mehr Details zu sehen: die eher bräunlich-grüne Färbung der dunkleren Gebiete sowie ebenfalls markante Helligkeitsunterschiede innerhalb dieser Strukturen. Auch eine Aufhellung am Planetenrand war teilweise zu sehen - könnten das Wolken gewesen sein?
Für Sekundenbruchteile war das Bild dann auch komplett ruhig und ich konnte sehen, dass die Ränder der dunklen Gebiete teilweise eher zerfranst sind. Habe dieses Detail aber nicht in die Zeichnung übernommen, da ich es eben nur für einen Bruchteil sehen konnte.
Aber dafür konnte ich indirekt ein schwaches Pünktlein sehen, welches evtl. der Marsmond Deimos sein könnte (siehe 2. Zeichnung). Der Abstand vom Mars stimmt und auch die max. Helligkeit des Mondes wäre innerhalb der Möglichkeiten eines 6" Teleskopes. Nur völlig sicher bin ich mir natürlich nicht. Vielleicht hat jemand ein Programm welches die Position der Marsmonde anzeigt und könnte das überprüfen?
Leider setzten dann Wolken ein und ich konnte Saturn nicht mehr beobachten. Das wäre echt ein Sahnehäubchen gewesen - naja, ein andermal wirds sicher passen.
Auf jeden Fall wars ein aufregender Abend und ich bin schon sehr gespannt, was mit meinem neuen Teleskop bei perfektem Seeing möglich sein wird.
LG Michael
Den Anfang machte, noch in der Dämmerung, Jupiter:
Jupiterzeichnung
Und endlich konnte ich hier wieder mal feinere Details beobachten. Wieder waren die feinen Farbunterschiede zwischen den Hauptbändern und der restlichen Planetenscheibe recht augenscheinlich. Die polaren Regionen zeigten unterschiedliche Helligkeiten und das NTB zeichnete sich recht deutlich ab.
Gut zu sehen (oder auch nicht - wie mans nimmt) war auch, dass das dunkle Gebiet nördlich des NEB langsam immer unscheinbarer wird. Nach längerer Beobachtung entdeckte ich dann auch eine dezenten Bogen, der in die EZ hineinragte.
Dem NEB selbst konnte ich keine Strukturen entlocken, aber dafür war im SEB einiges los: Zu sehen waren markante Helligkeitsunterschiede innerhalb des Bandes und auch die dunkle "Bucht" in welcher der GRF eingelagert ist.
Später am Abend hoffte ich dann auf ähnlich gutes Seeing bei Mars:
Marszeichnung
Und ich wurde nicht enttäuscht, denn das Seeing war sogar noch besser. Auch hier waren somit noch mehr Details zu sehen: die eher bräunlich-grüne Färbung der dunkleren Gebiete sowie ebenfalls markante Helligkeitsunterschiede innerhalb dieser Strukturen. Auch eine Aufhellung am Planetenrand war teilweise zu sehen - könnten das Wolken gewesen sein?
Für Sekundenbruchteile war das Bild dann auch komplett ruhig und ich konnte sehen, dass die Ränder der dunklen Gebiete teilweise eher zerfranst sind. Habe dieses Detail aber nicht in die Zeichnung übernommen, da ich es eben nur für einen Bruchteil sehen konnte.
Aber dafür konnte ich indirekt ein schwaches Pünktlein sehen, welches evtl. der Marsmond Deimos sein könnte (siehe 2. Zeichnung). Der Abstand vom Mars stimmt und auch die max. Helligkeit des Mondes wäre innerhalb der Möglichkeiten eines 6" Teleskopes. Nur völlig sicher bin ich mir natürlich nicht. Vielleicht hat jemand ein Programm welches die Position der Marsmonde anzeigt und könnte das überprüfen?
Leider setzten dann Wolken ein und ich konnte Saturn nicht mehr beobachten. Das wäre echt ein Sahnehäubchen gewesen - naja, ein andermal wirds sicher passen.
Auf jeden Fall wars ein aufregender Abend und ich bin schon sehr gespannt, was mit meinem neuen Teleskop bei perfektem Seeing möglich sein wird.
LG Michael