Beobachtungsmarathon mit dem 80/600 ED

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Delyon

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Beobachtungsort: Platt, Weinviertel (Niederösterreich)
Beobachtungszeitraum: 23.2/24.2.2014, ca. 20:30-4:00
Teleskop: Skywatcher 80/600 ED
Verwendete Okulare und Filter: 32mm Erfle, Explore Scientific 14mm, Explore Scientific 6,7mm (Beide 82 Grad-Serie), 5mm Baader Hyperion, Astronomik UHC Filter

Endlich traf es mal wieder zusammen, dass eine durchweg wolkenfreie Nacht mit relativ niedriger Luftfeuchtigkeit zeitlich so liegt, dass ich sie auch voll nutzen konnte, und so schnappte ich mir heute den 80/600 ED und fuhr mit dem Zug unter dunklen Landhimmel im nördlichen Weinviertel, um erstmals nach langer wetter- und zeitbedingter Abstinenz wieder eine richtig ausgedehnte Beobachtungsnacht abzuhalten.

Vor Ort angekommen, suchte ich mir einen schönen Platz auf einem Feldweg etwas außerhalb des Ortes und begann mit dem obligatorischen Blick auf den hoch am Himmel stehenden Jupiter. Im 14mm ES bei 90x sind schon drei Wolkenbänder und die Verdunklung der Polregionen scharf und deutlich zu sehen, und im Weitwinkeloku macht es Spaß, das Spiel der vier aufgereihten galileischen Monde um den schon einige Details zeigenden Planeten zu verfolgen, ohne dauernd nachführen zu müssen. Bei 120x im Hyperion taucht etwas Struktur an den Rändern der Hauptwolkenbänder auf, aber das Okular ist so verflucht schwer, dass es mit einem 2"-Zenitspiegel und bei Beobachtung in Zenitnähe schwierig wird, den leichten Tubus noch auszubalancieren, sodass die Nachführung etwas wacklig wird (Irgendwann werde ich mir für den Hochvergrößerungsbereich noch was Leichteres anschaffen, ein Nagler oder ein weiteres Explore Scientific).

Nachdem ich mich am Jupiter sattgesehen hatte, stand etwas Richfield an, und bei 18x mit dem Erfle wurde zunächst die Andromedagalaxie ins Visier genommen. Wegen ihres schon recht tiefen Standes war leider nur ein deutlich kleinerer Teil des Halos sichtbar wie im Herbst, als sie noch in Zenitnähe stand, aber trotzdem war das Bild der weit ausgedehnten Galaxie mit den sie flankierenden, deutlich sichtbaren Begleitgalaxien M32 und M110 schön wie immer. Darauf ging es ein Stück höher zum Genussgucken am Sternengefunkel von h&chi (Immer wieder ein Traum im 2"-Übersichtsokular mit viel Raum drumherum) und Plejaden und ging schließlich zum Orionnebel über, ehe er zu tief sank. Bei 43x im 14mm ES die vertrauten majestätischen Adlerschwingen mit schön aufgelöstem Sterntrapez und M43 als Nebelfetzen darüber, aber dann mit UHC-Filter (Den ich in dieser Nacht erstmals intensiv einsetzen konnte) : WOW! Mit Filter wird der sichtbare Teil des Nebels gut doppelt so groß wie ohne, innerhalb des Zentralbereichs treten noch nie gesehene Filamente hervor und umspannen die Adlerschwingen nun den schon gut erkennbaren großen, rundlichen schwächeren Bereich des Nebels, den ich bisher nur von Astrofotos und Zeichnungen mit deutlich größeren Teleskopen kannte. Mit Filter sah ich plötzlich Details, wie man sie manchmal nicht auf Zeichnungen von Beobachtungen mit Achtzöllern sieht - schon Wahnsinn, was für einen Unterschied schön dunkler und transparenter Himmel in Kombination mit einem guten Filter ausmachen. Gut zwanzig Minuten lang klebe ich am Orionnebel - ein Deep Sky-Erlebnis, wie ich es noch nie zuvor hatte und mit 80mm auch kaum für möglich gehalten hätte.

Vom Orion ging es weiter zum Krebsnebel M1, den ich vom Wiener Stadtrand aus mit dem 5"-Mak schon sehen konnte, mit dem ED aber noch nie. Heute klappt es auf Anhieb, der Krebsnebel ist schon bei 18x deutlich sichtbar, bei 43x noch besser und zwar noch als strukturloser Nebelfleck, aber schon in der typischen ovalen Form. Mit dem Erfle gibt es noch einen Abstecher zur Praesepe M44, dann sollen die ersten Galaxien dieses galaxienreichen Beobachtungsmarathons an die Reihe kommen. Mein extragalaktisches Lieblingsobjekt, die Doppelgalaxie M81/82 mit ihrem schönen Formenkontrast ist schnell gefunden und wird eine ganze Weile im Zusammenspiel im Übersichtsokular betrachtet, ehe ich höher vergrößere und überrascht feststelle, dass den Galaxien auch bei 90x noch nicht das Licht ausgeht und sie im Gegenteil sich kontrastreich und deutlicher in ihrer jeweiligen Form abzeichnen. Natürlich halte ich bei höherer Vergrößerung auch nach der Supernova in M82 Ausschau, finde aber nichts - leider scheine ich schon zu spät gekommen und die SN für so ein kleines Gerät schon zu schwach zu sein.
Ein Versuch, die Galaxie M108 zu finden schlägt fehl, dafür stoße ich zum ersten mal auf den Eulennebel M97, ohne die berühmten Augen, aber als recht hellen und überraschend großen rundlichen Nebelfleck.

Weiter geht die Galaxienparade mit M51/NGC51995, die bei ihrem relativ niedrigen Stand am Himmel blass erscheinen, aber immerhin schon als zwei voneinander getrennte runde Nebelscheibchen mit quasi-stellarem hellen Kern gut erkennbar sind (Später, als sie etwas höher standen, schwenkte ich noch einmal zurück auf M51 und meinte, innerhalb des Nebelscheibchens leichte Helligkeitsunterschiede zu erkennen, auch wenn für die Erkennbarkeit der eigentlichen Spiralstruktur natürlich ein gutes Stück Öffnung fehlt). Wenn ich schon in der Gegend bin, sollen die Galaxien in den Jagdhunden nicht übergangen werden und kommt zuerst M94 an die Reihe, die hell, kreisrund und zum Zentrum hin heller werdend erscheint wie ein nicht aufgelöster Kugelsternhaufen. Auch die Galaxie M63 finde ich mittlerweile ohne in den Karkoschka schauen zu müssen, sie präsentiert sich im ED wie eine lichtschwächere Version von M81. NGC4490 hatte ich schon mehrfach vergeblich gesucht, heute dagegen finde ich sie auf Anhieb und wundere mich, wie ich diese gar nicht so lichtschwache und unmittelbar neben einem leichten Bezugsstern gelegene Galaxie bisher hatte übersehen können. Im Karkoschka ist darüber noch die Galaxie NGC4449 verzeichnet, aber obwohl sie noch etwas heller sein soll als NGC4490 finde ich nichts, suche aber auch nicht sehr intensiv danach. Die Galaxie M106, wieder ein heute erstmals beobachtetes Objekt, finde ich dagegen schnell und bin überrascht, schon deutlich Galaxiezentrum und lichtschwächeren Halo unterscheiden zu können. Zum Abschluss ging es noch einmal hoch zu M81/82, wo ich mit akribischer Suche bei konzentrierter Beobachtung schließlich als ganz zarten, nur bei indirektem Sehen sicher wahrnehmbaren Lichthauch erstmals auch NGC3077 finde.

Aber die Galaxienjagd geht erst so richtig los, denn mittlerweile steigen Löwe, Haar der Berenike und Jungfrau immer höher! Den Start macht das Leotriplett aus M65, M66 und NGC3628, das ich schon einmal im 5"-Mak, aber noch nie im ED beobachtet habe. Mit 40 Millionen Lichtjahren Entfernung die am weitesten entfernten Objekte, die ich jemals mit eigenem Auge gesehen habe, und im Übersichtsokular kann ich gleich drei Galaxien gleichzeitig beobachten! M65 und M66 zeigen sich als schönes, ziemlich helles Paar, in dem je hellerer Galaxiekern und schwächerer Halo ausgemacht werden können, während NGC3628 nur als schwaches Lichtfleckchen ohne Struktur erscheint, nach dem man schon gezielt Ausschau halten muss. Ein ganz ähnliches Bild bietet das nächste Galaxientrio im Löwen: M96 und M105 sehe ich hell und deutlich, M95 merklich schwächer und NGC3384, die unmittelbar neben M105 stehen soll, sehe ich gar nicht. Sowohl hier als auch bei den anderen in dieser Nacht beobachteten Galaxien bewährt es sich, die Galaxien erst bei 18x im Erfle aufzuspüren und sie dann bei 43x oder teilweise bis zu 90x dunkler, aber kontrastreicher anzusehen.

Vom Löwen bog ich ab Richtung Haar der Berenike - dieses schwache Sternbild ist vom Wiener Stadtrand kaum sichtbar und ist von mir noch nie durchstreift worden. Anfangs bin ich mir unsicher, ob ich das Sternbild überhaupt richtig identifiziert habe und peile deswegen den mutmaßlichen Hauptstern an, neben dem sich laut Karkoschka ein recht heller Kugelsternhaufen befinden soll: Bingo - der Kugelsternhaufen M53 ist schon im Übersichtsokular ein auffälliges Objekt, dessen Rand bei 90x leicht körnig wird (Einzelsterne kann ich aber keine auflösen). Von da ist es dann nicht schwer, erstmals auch die Galaxie M64 zu finden, die mit 80mm zwar ihr berühmtes Auge verbirgt, aber trotzdem als helles, schönes Objekt erscheint. Bei 18x im Erfle spaziere ich dann durch den hübschen Coma-Sternhaufen mit den vielen darin eingestreuten schwachen Galaxien. NGC4559 meine ich sicher identifiziert zu haben, bei den anderen zwei oder drei Galaxiefitzelchen, die ich ausmachen konnte, kann ich keine Katalognummer zuordnen - aber schließlich, welche Rolle spielt es auch, welche NGC-Ziffer sie jetzt haben? Interessanter ist: Laut Karkoschka sind sie rund 60 Millionen Lichtjahre entfernt und damit sogar noch weiter weg als das Leotriplett!

In der Jungfrau scheitere ich mit dem Aufsuchen von M61, finde dafür aber schnell die helle, aber strukturlose Galaxie M49 und gehe von dort hoch in den Virgohaufen, wo ich angesichts der verwirrenden Menge an nebligen Fleckchen vor der Zuordnung kapituliere. Mindestens fünf oder sechs Galaxien habe ich gesehen, kann aber nicht bestimmen welche genau. Die Begeisterung über den Galaxienrausch dieser Nacht kann freilich nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich die zunehmende Kälte etwas unterschätzt hatte - spätestens als meine Wasserflasche einfror und meinen steifgefrorenen Fingern der Okularwechsel schwerfiel, wurde mir klar, dass ich mich entschieden zu dünn für diese Nacht angezogen hatte. Aber bei Anreise ohne Auto und wenn es noch zwei Stunden bis Abfahrt des ersten Zuges zu bewältigen gilt hilft ja alles nichts, und so musste ich die Beobachtung unterbrochen, um mich mit etwas Bewegung und Jogging auf der Stelle aufzuwärmen, wobei ich wenigstens das Glück hatte, dass der auf der Stelle hüpfende Verrückte mit dem Fernrohr von niemandem gesehen wurde ;)
Als ich das ärgste Frieren überwunden hatte, sollte noch eine letzte Galaxie für heute nacht dran sein, die noch nie beobachtete Sombrero-Galaxie M104, die mich seit Monaten mit Vorfreude erfüllt. Bei ihrem noch tiefen Stand erschien sie im Übersichtsokular zunächst nur als blasser, länglicher Lichtfleck. Bei 43x war dagegen schon auf Anhieb zu sehen, dass ihre Form irgendwie eigenartig ist und sie merklich anders aussieht als die anderen Galaxien dieser Nacht. Nach langer, konzentrierter Beobachtung und mit indirektem Sehen schließlich: Das Staubband! Da ist es wirklich, das ich auf Fotos so oft bewundert hatte! Bei direktem Sehen bleibt es zwar unsichtbar, indirekt aber kann ich sekundenweise immer wieder den feinen dunklen Strich innerhalb der Lichtspindel ausmachen. Phantastisch, vielleicht der Höhepunkt der Nacht schlechthin.

Nach so viel Extragalaktischem stand mal wieder ein Blick in die nähere Nachbarschaft an, denn der Mars war mittlerweile ein gutes Stück über den ärgsten Horizontdunst geklettert. Immer noch ein winziges Kügelchen, aber bei 120x im Hyperion konnte ich immerhin schon die Polkappe und bei konzentrierter Beobachtung ein Dunkelgebiet auf dem Planeten sehen - die ersten Marsdetails, die ich seit dem Wiedereinstieg in die Astronomie sehe! Auch Jupiter, bei dem gerade der GRF um die Ecke lugt, wird noch einmal unter die Linse genommen, dann wende ich mich den am anderen Ende des Himmels schon aufsteigenden Sommerobjekten zu: Erst der Pracht-Kugelsternhaufen M13, den ich heute bis 120x vergrößere und überrascht bin, dabei immer noch genug Licht für das Auflösen einer Menge feiner Randsterne zu haben, dann ein Blick auf M92 und runter in die Leier, wo ich dem Ringnebel M57 einen Besuch abstatte und auch hier gewinnbringend bis 120x vergrößern kann, wobei der Nebel zwar merklich dunkler als bei 90x wird, aber auch die Kringelform bei direktem Sehen deutlicher hervortritt.

Der Hantelnebel ist noch zu tief im Horizontsiff, aber da fällt mir ein heller Stern auf, den ich nicht auf Anhieb zuordnen kann - sollte das etwa der Saturn sein, schon so früh? Tatsächlich: Im 14mm ES habe ich erstmals seit rund einem halben Jahr wieder den Ringplaneten vor mir, und trotz seines tiefen Standes knackscharf und mit einer wie ausgestanzten Cassiniteilung - und das schon bei 90x! Im Hyperion ist das Bild ein bisschen unschärfer als im ES, dafür werden bei der höheren Vergrößerung ein Wolkenband auf dem Planeten sichtbar und der Schatten auf dem Ring deutlicher als bei 90x. Abgesehen von Titan meine ich noch einen weiteren Mond zu sehen, könnte aber auch ein Hintergrundstern gewesen sein. Meine beste bisherige Saturnbeobachtung, und wieder bin ich hin und weg davon, dass das, was ich das sehe, keine Zeichnung ist, sondern dass es so etwas Surreales und absonderlich Schönes wirklich gibt und ich es live mit eigenen Augen sehen darf.

Da steigt auch der Mond über die Baumwipfel und schaue ich mir zum Abschluss dieser intensiven Beobachtungsnacht erst bei 18x erst das aschgraue Mondlicht an und surfe dann mit dem ES bei 90x ein wenig am Terminator entlang, ehe es Zeit wird, zusammenzupacken, in den Ort zurückzuwandern und auf den Frühzug nach Wien zu warten. Und wenn es jetzt wieder drei Wochen Wolken gibt, beklage ich mich nicht einmal nach so einer Nacht.

CS,
Fabian
 
Hallo Fabian,

ein sehr schöner und ausführlicher bericht von dir! *gefällt mir* Wenn ich nicht wüsste, dass du immer so gerne so viel schreibst, würde ich glauben, du wärst ein schriftsteller :-))))

In wien konnte ich noch nie M1 im dobson ausfindig machen. Ab wie viel uhr konntest du den saturn in welcher himmelsrichtung knack scharf sehen?

Ich musste jetzt mal googeln, wo Platt im Weinviertel ist... das ist ja am rande der welt?! Diese ortschaft hat ja keine bahnverbindung?! Hast du dich ganz alleine auf dem weg gemacht, und so lange bis in die frühen morgenstunden ausgeharrt um wieder mit dem 1. Zug nach wien zu fahren?

Da gibt es eine ortschaft mit dem zug richtung mistelbach hinaus, die nennt sich "Hautzendorf" siehe google maps 48.452597,16.489231 Man fährt c.a. ne 1/2 stunde von floridsdorf dort hinaus. Vor paar wochen hat es mich mal nach "Auersthal" verschlagen, da fährt man gute 20 minuten von floridsdorf mit der S-bahn bis "Obersdorf" und fährt dann weiter mit so einer klitze-kleinen lokalbahn die ortschaften wie...Großengersdorf, Bockließ, Auersthal, etc. ab. Das praktische an der der kleinen lokalbahn ist (siehe google maps 48.362353,16.517639 mit dem blauen dach) sie wartet die S-Bahn züge ab.

Schöne grüße, Marius

 
Hallo Marius,

danke für das Lob!
M1 dürfte mit deinem Zwölfzöller eigentlich auch unter lichtverschmutztem Himmel kein Problem sein. Von der Wienerhütte knapp außerhalb Wiens kann ich M1 zwar nicht mit dem 80er ED sehen, aber immerhin schon mit dem 5"-Mak.
Den Saturn habe ich heute morgen so gegen 3:30 beobachtet - i.d.R. wird er da zur Zeit noch mit dem Horizontdunst zu kämpfen haben, aber heute war das Seeing klasse.

Ich musste jetzt mal googeln, wo Platt im Weinviertel ist... das ist ja am rande der welt?! Diese ortschaft hat ja keine bahnverbindung?!

Weil es am Rand der Welt und damit knackig dunkel ist, fahr ich ja hin ;) Und doch, mit dem Zug ist der Ort gut erreichbar: Alle zwei Stunden halten dort die Regionalbahnen von Wien nach Znojmo bzw. Retz. Ich muss dann nur noch vom Bahnhof aus den Ort durchqueren und ein bisschen auf die Felder rausgehen.

CS,
Fabian
 
Hallo Fabian,

ich war gestern Nacht auch lange Draussen, aber bis nur nach 24h, solch ein Durchhaltevermögen wie Du hatte ich leider nicht, wenngleich diese Nacht eine wirklich gute war, trockene Luft vor allem, gutes Seeing in der Tat. Ich war auch ganz neugierig auf die Sombrero-Galaxie, sie stand aber noch zu tief und du machst mich nun noch neugieriger, so wie du sie gesehen hast! Überhaupt warst du unglaublich fleissig und ich kann nur bestätigen, dass man hier um Wien rum gestern wirklich die ein oder andere Galaxie gut sehen konnte.
Ich hab mich touren lassen mit der Goto und meinem kleinen Mak 104/1300 und dem 32mm Weitwinkel Oku von TS. Ich war auch sehr erstaunt, dass ich so ziemlich fast alle Objekte, halt bis auf solche die noch below horizon waren, sehen konnte. Das Leo-Triplet, etliche andere, die mir jetzt mit Namen und Nummern nicht einfallen, der Kleine Bär gab bei mir glatte 5 mag her! Das ist hier Höchstleistung!

Aber was Dein 80/600 da her gibt ist unglaublich! Dein Bericht hat richtig Spaß gemacht. Ja, ich glaub, dass man mit solch einer Nacht erstmal aufgetankt hat.....aber heute ist es wieder so schön trocken und klar....ich hau mich nochmal mal raus...

Liebe Grüsse von Anette
 
Hallo Anette,

freut mich, dass dir der Bericht gefallen hat!

Aber was Dein 80/600 da her gibt ist unglaublich!

Obwohl ich ja transportbedingt noch keine großen Kaliber hatte (Der 5"-Mak ist mein bisher größtes Teleskop), scheint mir mittlerweile fast, dass Himmelsqualität wichtiger ist als Öffnung: Unter knackdunklem Landhimmel wie an meinem Stammbeobachtungsplatz in Platt sehe ich bei Deep Sky mit dem 80er ED dramatisch mehr als unter Stadtrandhimmel mit dem 127er Mak. Von Plänen, mir etwas wesentlich Größeres anzuschaffen, bin ich deswegen erst einmal auch für eine ganze Weile abgerückt: Ein gutes Kleinteleskop, das ich auch ohne Auto bequem aufs Land und in die Berge transportieren kann, bringt mir letztlich mehr als ein großer Brummer, den ich dann letztlich doch nur maximal bis an den Stadtrand transportiere.
Ich freu mich schon darauf, wenn es etwas wärmer wird und ich den ED mal in die Hochalpen bringen kann, um wirklich das Letzte aus ihm herauszukitzeln.

CS,
Fabian
 
Hallo Fabian,

sehr schön geschriebener Beobachtunsgbericht. Da steckt viel Arbeit drinnen.

Als Tipp: Wenn schon bei M44, dann gleich M67 mitnehmen.

Gruß
Lothar
 
Hallo Fabian,

ein super Bericht - und eine tolle Ausbeute!

Beste Grüße,

Achim
 
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