Beobachtungsnacht 22/08

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Steffen_Huxel

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Als Astronomie-Einsteiger möchte ich Euch meine Erlebnisse nicht vorenthalten, auch wenn's die alten Hasen nicht vom Ofen hervorlockt.

Um das Ganze etwas professioneller anzugehen, ohne das zu digital zu gestalten, habe ich mir ein Notizbuch angeschafft, mit dem ich meine Beobachtungsabende plane. Am 22.08 stand dann, wie immer der Mond, Saturn, Jupiter, Mars und evtl. mal als Versuch ein DSO auf dem Plan.

Da der Mond am ersten zu sehen ist, fangen wir mit ihm an. Da er fast voll ist und der Himmel unbedeckt war, war er in voller Pracht zu sehen. Was mich ja begeistert, wenn Leute so tief in der Materie drin sind, dass sie die Krater und Gebirgszüge benennen können. Das kann ich noch nicht.

Was mich am Mond fasziniert, sind die Kraterlandschaften. Da sind ja ein paar große Löcher drin. Schnell noch ein Schnappschuss mit dem Handy durchs Okular. Was für ein Gepfrimel, da ich nicht die ruhigsten Hände habe, aber das Bild ist super geworden.

So um 21:30, vlt so gar etwas eher, zeigt sich Jupiter.
Schnell mal rüber geschwenkt. Wenn jemand fragt, wie Jupiter aussieht, vergleiche ich die Oberfläche gerne mit einer Cappucchino - Eiskugel. Das Seeing war okay, die Strukturen und die Wolkenbänder nebst der vier sichtbaren Monde waren gut zu sehen. den GRF konnte ich noch nicht sehen, der scheint erst zu späterer Stunde zu kommen. Leider versinkt Jupiter schnell hinter den Bäumen und danach für mich dann auch am Horizont.

Macht nix, ab zum Saturn, der zur Zeit ziemlich nah beim Mond steht. Er war schön zu sehen, mit seinen signifikanten Ring.
Auch Titan war gut zu sehen.

So gegen 22h / 22:30h kam auch der Mars langsam in Sichtweite, als orangener Punkt am Himmel ist er nicht zu verfehlen. Allerdings, war das Seeing nicht so toll und mehr als eine wabbernde, orangene Scheibe war nicht zu erkennen, keine Strukturen, nichts. Im Moment fehlt mir auch die Geduld, ein Objekt so lange zu beobachten, bis sich das Seeing verbessert.

Da ich um 5h aufstehe, ist es fast schon bald Schlafenszeit, blöd, wenn das Hobby nur nachts ausgeübt werden kann. Schnell nochmal versuchen ein DSO zu finden.

Da ich meine GoTo recht schlampig aligned habe, haben alle angefahrenen Objekte nicht funktioniert. Dann, so rechts oberhalb des Mondes, als ich so eher aufs Blaue hin über den Himmel schwenke... der Aha - Moment. Der WOW - Effekt. Ein Heureka. So müssen sich Astronomen im 15. und 16 Jahrhundert gefühlt haben.

ein offener Sternenhaufen. Ein wunderschönes Objekt. Als hätte Jemand eine große Schaufel voll mit Glitzer in den schwarzen Nachthimmel gepackt. Ich vermute, dass es sich um den Wild Duck Cluster handelte. An dem bin ich dann noch eine gute Stunde hängen geblieben. Ein tolles Gefühl.

Genau für solche Momente habe ich ein Teleskop. Nur hätte ich das gerne ohne großen Aufwand festgehalten. Aber den Anblick werde ich so schnell nicht mehr vergessen.



 
Hallo Steffen,

ich lese Beobachtungsbericht umso lieber, je mehr man die Begeisterung des Schreibers rauslesen kann. Und wenn man z.B. zum tausendsen Male einen Bericht über Jupiter, Saturn, Mars, M31, M27 und M 57 liest, machts auch nix. Es ist einfach schön zu lesen, wenn sich Leute, unabhängig von Ausrüstung und Erfahrung, für das was sie tun begeistern!

Und das mit M11 kann fast jeder nachvollziehen, ist m.E. einer der schönesten Sternhaufen/Objekte überhaupt, und das in nahezu fast jedem Gerät.

CS

Matthias

 
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