klingonio
Aktives Mitglied
Hallo Leute,
so nach 4 Stunden Schlaf und einer super tollen Beobachtungsnacht habe ich erstmal mein Töchterchen in den Kika gebracht. Nun geht es an die Auswertung der letzten Nacht.
Also da waren:
1. nochmalige Messungen zum period. Schneckenfehler meiner Monti.
2. Ein paar Offene Sternhaufen betrachten und nicht immer nur mit der Webcam rumexperimentieren. Schließlich will man von den Sternen etwas haben.
3. UHC Filter testen, bringt er es wirklich?
Im folgenden mal eine kurze Schilderung der paar Stunden (23:00 - 2:00) in denen ich den Himmel genießen konnte.
Die Bedingungen waren wie seit langem nicht mehr sehr gut. Man konnte im Sternbild Auriga (gleich über dem Stier und neben Perseus) die Messierobjekte 36, 37 und 38 gerade noch so ausmachen. Es war als sehe man drei diffuse Flecken. Laut Karkoschka haben diese eine Helligkeit von 6mag und das will was heißen!
Im Sucher konnte man diese schon eindeutiger ausmachen, aber eben immer noch als Fleck.
Also habe ich das PL 20mm gesteckt und los ging es. Da aber Auriga schon etwas tiefer stand hatte ich wenig Zeit. Die Suche begann von "Iota Aurigae" bzw. "Beta Tauri" und da stieß ich schon auf ein leicht nebligen Objekt. An dieser Stelle fiel mir ein, daß ich noch den UHC FIlter habe. Also das Teil eingeschraubt, neu gesucht und ich traute meinen Augen nicht. Ich sah ein Objekt, das aus einen Nebel bestand und in ihm eingebettet jede Menge Sterne der Größenklasse 9m-10.5m. Das ist die Grenzgröße meines Teleskops, andere konnte ich nur noch mit indirekten Sehen wahrnehmen. Nun mußte ich nur noch wissen, was ich da sah. Also Laptop und Karkoschka zur Hand und nach mehrmaligen überprüfen blieb ich an dem unscheinbar in der Karte dargestellten NGC 1893 hängen (im Karkoschka nicht verzeichnet). Es handelt sich um einen offenen Sternhaufen mit einer Gesamthelligkeit von 7m5. Leider habe ich dazu keine weiteren Angaben in SuW oder sonst wo gefunden. Wenn ihr Infos über das Objekt habt, könnt ihr mir diese ja mal posten.
Hier die Daten aus "The Sky" 30.03.05 23:45 Uhr MESZ:
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NGC 1893
Other description: Open cluster with nebulosity.
Constellation: Aur
Dreyer description: Cluster, large, rich in stars, little compressed.
Magnitude: 7.5
RA: 05h 23m 01.6s Dec: +33°24'28"
RA: 05h 22m 42.0s Dec: +33°24'00" (Epoch 2000)
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An dieser Stelle war ich von dem UHC Filter überzeugt. Man sagt zwar, man kann sich dessen Wirkung vorstellen, aber vorstellen und sehen sind ein himmelweiter Unterschied.
Weiter ging die Reise. Im Sucher wieder ein Objekt gefunden, gelangte ich nach Überprüfung zu der Überzeugung das ich IC405 im Visier hatte. Ein HII-Nebel mit einem eingebetteten Stern der Helligkiet 6m7. Wobei ich den Stern gar nicht so sehr wargenommen habe. Das bedeutet, in der nächsten Beobachtungsnacht (vielleicht heute) nochmal verifizieren. An diesem Objekt hatte man eindeutig die Wirkung des UHC nachvollziehen können.
Hier die Daten aus "The Sky" 31.03.05 00:26 Uhr MESZ:
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IC 405
Dreyer description: 6.7th magnitude star with pretty bright, very large nebula.
RA: 05h 16m 31.6s Dec: +34°16'31"
RA: 05h 16m 12.0s Dec: +34°16'00" (Epoch 2000)
Azm: 292°14'07" Alt: +26°50'13"
Rise: 08:05 Transit: 17:54 Set: 03:47
Size:30.0'
******************************************************************
Weitere Info fand ich in SuW 12/04 Seite 55.
Zu den eigentlich in Planung genommenen Messierobjekten kam ich nicht mehr, da diese schon sehr tief standen und selbst der UHC nichts mehr an Qualität rausholen konnte.
Zum Ausklang der Beobachtungsnacht warf ich noch einen Blick auf Saturn (gegen 01:00), an dem ich die Monde Iapetus, Titan und Rhea (indirektes Sehen) ausmachen konnte. Aber Saturn stand mittlerweile auch schon bei 25° Höhe und das Streulicht der Umgebung nahm immer mehr Einfluß auf die Bildqualität.
Also entschloß ich mich noch Messungen des "sich wiederholenden Weichtierfehlers" durchzuführen. Dazu hatte ich in den vorherigen zwei Nächten schon Messungen angestellt. Aber der Reproduzierbarkeit wegen eben nochmal. Diesmal nahm ich "Beta Canis Minors" (Kleiner Hund) als Messstern. Gemessen wurde bis zum Erbrechen bzw, bis der Stern eine Höhe von 10 °C hatte und dann bei seiner Helligkeit von etwas mehr als 2m als Messstern nicht mehr tauglich war. Drei Messungen kamen zusammen und die Messkurve entsprach den Werten aus den vorherigen Nächten.
Nun heißt es die Monti neu zu fetten und vorallem neu zu justieren, da mit den Werten wirklich nur visuell und nicht photographisch beobachtet werden kann.
Alles in Allem war es eine bei 3°C erfrischende Beobachtungsnacht mit gutem Seeing, annähernd Windstill und klare Luft.
Demnächst werde ich mir noch ein Luftgewehr zulegen und die ständig angehenden Treppen und Vorgartenbeleuchtungen ausschießen. Ein großen Zielfernrohr hätte ich ja <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> .Damit dürfte ich nicht nur die Glühbirne sondern den Glühfaden anvisieren können.
cs
Ingo
so nach 4 Stunden Schlaf und einer super tollen Beobachtungsnacht habe ich erstmal mein Töchterchen in den Kika gebracht. Nun geht es an die Auswertung der letzten Nacht.
Also da waren:
1. nochmalige Messungen zum period. Schneckenfehler meiner Monti.
2. Ein paar Offene Sternhaufen betrachten und nicht immer nur mit der Webcam rumexperimentieren. Schließlich will man von den Sternen etwas haben.
3. UHC Filter testen, bringt er es wirklich?
Im folgenden mal eine kurze Schilderung der paar Stunden (23:00 - 2:00) in denen ich den Himmel genießen konnte.
Die Bedingungen waren wie seit langem nicht mehr sehr gut. Man konnte im Sternbild Auriga (gleich über dem Stier und neben Perseus) die Messierobjekte 36, 37 und 38 gerade noch so ausmachen. Es war als sehe man drei diffuse Flecken. Laut Karkoschka haben diese eine Helligkeit von 6mag und das will was heißen!
Im Sucher konnte man diese schon eindeutiger ausmachen, aber eben immer noch als Fleck.
Also habe ich das PL 20mm gesteckt und los ging es. Da aber Auriga schon etwas tiefer stand hatte ich wenig Zeit. Die Suche begann von "Iota Aurigae" bzw. "Beta Tauri" und da stieß ich schon auf ein leicht nebligen Objekt. An dieser Stelle fiel mir ein, daß ich noch den UHC FIlter habe. Also das Teil eingeschraubt, neu gesucht und ich traute meinen Augen nicht. Ich sah ein Objekt, das aus einen Nebel bestand und in ihm eingebettet jede Menge Sterne der Größenklasse 9m-10.5m. Das ist die Grenzgröße meines Teleskops, andere konnte ich nur noch mit indirekten Sehen wahrnehmen. Nun mußte ich nur noch wissen, was ich da sah. Also Laptop und Karkoschka zur Hand und nach mehrmaligen überprüfen blieb ich an dem unscheinbar in der Karte dargestellten NGC 1893 hängen (im Karkoschka nicht verzeichnet). Es handelt sich um einen offenen Sternhaufen mit einer Gesamthelligkeit von 7m5. Leider habe ich dazu keine weiteren Angaben in SuW oder sonst wo gefunden. Wenn ihr Infos über das Objekt habt, könnt ihr mir diese ja mal posten.
Hier die Daten aus "The Sky" 30.03.05 23:45 Uhr MESZ:
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NGC 1893
Other description: Open cluster with nebulosity.
Constellation: Aur
Dreyer description: Cluster, large, rich in stars, little compressed.
Magnitude: 7.5
RA: 05h 23m 01.6s Dec: +33°24'28"
RA: 05h 22m 42.0s Dec: +33°24'00" (Epoch 2000)
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An dieser Stelle war ich von dem UHC Filter überzeugt. Man sagt zwar, man kann sich dessen Wirkung vorstellen, aber vorstellen und sehen sind ein himmelweiter Unterschied.
Weiter ging die Reise. Im Sucher wieder ein Objekt gefunden, gelangte ich nach Überprüfung zu der Überzeugung das ich IC405 im Visier hatte. Ein HII-Nebel mit einem eingebetteten Stern der Helligkiet 6m7. Wobei ich den Stern gar nicht so sehr wargenommen habe. Das bedeutet, in der nächsten Beobachtungsnacht (vielleicht heute) nochmal verifizieren. An diesem Objekt hatte man eindeutig die Wirkung des UHC nachvollziehen können.
Hier die Daten aus "The Sky" 31.03.05 00:26 Uhr MESZ:
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IC 405
Dreyer description: 6.7th magnitude star with pretty bright, very large nebula.
RA: 05h 16m 31.6s Dec: +34°16'31"
RA: 05h 16m 12.0s Dec: +34°16'00" (Epoch 2000)
Azm: 292°14'07" Alt: +26°50'13"
Rise: 08:05 Transit: 17:54 Set: 03:47
Size:30.0'
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Weitere Info fand ich in SuW 12/04 Seite 55.
Zu den eigentlich in Planung genommenen Messierobjekten kam ich nicht mehr, da diese schon sehr tief standen und selbst der UHC nichts mehr an Qualität rausholen konnte.
Zum Ausklang der Beobachtungsnacht warf ich noch einen Blick auf Saturn (gegen 01:00), an dem ich die Monde Iapetus, Titan und Rhea (indirektes Sehen) ausmachen konnte. Aber Saturn stand mittlerweile auch schon bei 25° Höhe und das Streulicht der Umgebung nahm immer mehr Einfluß auf die Bildqualität.
Also entschloß ich mich noch Messungen des "sich wiederholenden Weichtierfehlers" durchzuführen. Dazu hatte ich in den vorherigen zwei Nächten schon Messungen angestellt. Aber der Reproduzierbarkeit wegen eben nochmal. Diesmal nahm ich "Beta Canis Minors" (Kleiner Hund) als Messstern. Gemessen wurde bis zum Erbrechen bzw, bis der Stern eine Höhe von 10 °C hatte und dann bei seiner Helligkeit von etwas mehr als 2m als Messstern nicht mehr tauglich war. Drei Messungen kamen zusammen und die Messkurve entsprach den Werten aus den vorherigen Nächten.
Nun heißt es die Monti neu zu fetten und vorallem neu zu justieren, da mit den Werten wirklich nur visuell und nicht photographisch beobachtet werden kann.
Alles in Allem war es eine bei 3°C erfrischende Beobachtungsnacht mit gutem Seeing, annähernd Windstill und klare Luft.
Demnächst werde ich mir noch ein Luftgewehr zulegen und die ständig angehenden Treppen und Vorgartenbeleuchtungen ausschießen. Ein großen Zielfernrohr hätte ich ja <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> .Damit dürfte ich nicht nur die Glühbirne sondern den Glühfaden anvisieren können.
cs
Ingo