Beobachtungsnächte 2024

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Gerd K
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Gerd K

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Beobachtungsnächte im Jahr 2024


Februar 2024.


Hallo,

Das Wetter in den letzten Wochen meinte es nicht gut um am Nachthimmel zu beobachten. Die Vorhersagen variierten von klaren bis zu einem vollkommen bedeckten Himmel, für jeweils die gleiche Nacht. Ich musste mich kurzfristig entscheiden, um überhaupt beobachten zu können. Zum Teil nahm ich nur ein kleines Teleskop mit hinaus, da die Wetteraussichten zu unbeständig waren und nur wenige Stunden klaren Himmel vorhersagten.

Die Beobachtungsnacht vom 29. Februar.


In dieser Nacht beobachtete ich an einem Platz der für mich in 20 Minuten erreichbar ist und nur wenig Lichtverschmutzung bietet. Im Grunde genommen ein guter Platz, wenn ich meine Nähe zu den Städten Fürth/Nürnberg/Erlangen berücksichtige die eine deutliche Aufhellung in den Himmel werfen.
In dieser Nacht setzte ich meinem 110/770mm ED-Refraktor auf der Vixen AP-Z Montierung ein.

Himmel und Bedingungen:
Sehr aufgehellter Himmel. Geringe Transparenz. Den aufgehenden Mond konnte ich kaum am Horizont sehen.

Ich beobachtete ich dieser Nacht nur vier Objekte. Ich hatte es auf die Kometen abgesehen. Für 12P/Pons-Brooks zogen sich allerdings die Wolken zu spät zurück.

Komet 144P/Kushida im Sternbild Stier. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 70x.
Ich kann an der Stelle des Kometen nur eine sehr schwache Aufhellung sehen.

NGC 2287 (Messier 41), ein Offener Sternhaufen im Sternbild Großer Hund. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 70x.
Großer und heller Offener Sternhaufen der am aufgehellten Südhimmel steht.
Viele, überwiegend helle bläuliche Sterne die sehr locker in Sternketten angeordnet sind. Im Zentrum des Sternhaufens steht ein orange-roter Stern.

NGC 2682 (Messier 67), ein Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 88x.
Deutlich sichtbarer, kompakter Sternhaufen.
Viele mittelhelle und schwächere weiße Sterne. Der Sternhaufen hat eine längliche Form. Nach Osten ragt ein Bogen aus Sternen aus dem Sternhaufen heraus.

Komet 62P/Tsuchinshan im Sternbild Jungfrau. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 55x.
Ich konnte im Feld nur eine sehr schwache Aufhellung sehen.

Weiter zu beobachten machte keinen Sinn mehr. Die Himmelsqualität war einfach zu schlecht, zu hell und mit zu geringer Durchsicht.

Statistik (nur Deep-Sky): 1.650 unterschiedliche Objekte in 2.990 Beobachtungen beobachtet.

Viele Grüße
Gerd
 

März 2024.


Die Beobachtungsnacht vom 3. März.


Hallo,

Wie schon in der Nacht vom 29. Februar beobachtete ich wieder an meinem dunklen Platz, den ich in wenigen Minuten erreichen kann.
Auch für diese Nacht waren die Wettervorhersagen sehr unterschiedlich. Von klaren bis zum bewölkten Himmel reichte das Spektrum der Vorhersagen. Den gesamten Tag über war der Himmel dunstig und wolkig, was sich auch bei der Beobachtung der Sonne bemerkbar machte. Am Abend zogen sich die Wolken langsam zurück, so das ich doch mein Teleskop einpackte und zu meinem Platz fuhr.


2024-03-03-Daemmerung.jpg

Abenddämmerung.


In dieser Nacht setzte ich meinem 10" Cassegrain zusammen mit dem 80/400mm Refraktor ein.

Himmel und Bedingungen:
Aufgehellter Himmel. Geringe Transparenz. Im Laufe der Nacht ziehen dichte Wolken aus Osten auf.

Jupiter im Sternbild Widder. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 218x.
Jupiter steht zu tief um vernünftig beobachtet zu werden.
Jupiter ist so unruhig im Okular, das kaum Strukturen zu sehen sind.

NGC 2237-9/46 (Rosettennebel), ein Galaktischer Nebel und NGC 2044, ein Offener Sternhaufen im Sternbild Einhorn.
Beobachtung vom Rosettennebel:

10" Cassegrain, beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x mit einem [OIII] Filter (12nm).
Der Rosettennebel bildet einen hellen und deutlich sichtbaren Ring um den Sternhaufen NGC 2044.
Der Ring ist sehr zerklüftet mit vielen unterschiedlich hellen Stellen. Im Süden ist der Ring etwas schwächer.

80/400mm Refraktor, beobachtet mit einer Vergrößerung von 22x mit einem [OIII] Filter (12nm).
Im Refraktor ist der Nebel schwach, aber immer noch deutlich zu sehen.
Den Ring um den Offenen Sternhaufen NGC 2044 kann ich deutlich sehen.

Beobachtung vom Offenen Sternhaufen:

10" Cassegrain, beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.
Der Sternhaufen sieht wie das Sternbild Zwillinge in klein aus.
Der Sternhaufen besteht aus wenigen hellen und vielen schwachen bläulich weißen Sternen.

UU Aur, ein Kohlenstoffstern im Sternbild Fuhrmann. Spektraler Typ: C-N5- B. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.
Mittelheller Stern der im Feld sofort auffällt.
Helles orange.

NGC 2281, ein Offener Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.
Kleiner und heller Offener Sternhaufen.
Mittlere Anzahl mittelheller und weniger schwacher Sterne. Die hellen Sterne beschreiben eine längliche, Y geformte Struktur. Nordwestlich am Sternhaufen steht eine ovale Sternkette die aus mittelhellen Sternen gebildet wird und wie eine Blase wirkt. Im Norden vom Sternhaufen steht mit HD 49009 ein 7m3 heller Stern.

Trapez, Doppelsterne im Orionnebel, im Sternbild Orion. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 277x.
Ich kann alle sechs Sterne deutlich sehen.

Orionnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Orion. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76 und 277x mit einem UHC Filter.
In der Übersicht sind unzählige Strukturen zu sehen. Der Orionnebel wirkt sehr imposant.
Bei hoher Vergrößerung ist die zentrale Region durchsetzt von kleinräumigen Strukturen. Die Schröteresche Brücke im Sinus Magnus kann ich gut sehen.

Inzwischen hatte sich der Himmel so weit mit einer Wolkenschicht überzogen, das ein weiterbeobachten keinen Sinn mehr machte.

Statistik (nur Deep-Sky): 1.651 unterschiedliche Objekte in 2.996 Beobachtungen beobachtet.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo

In 3 Beobachtung Abendessen die Möglichkeit genützt, wenn es die Möglichkeit gibt, bald Feierabend, Abendessen und aufs Feld... in 1 std bis 2 Std...kann man ca 10 Objekte in Visier nehmen..
Weiter so Feldhasen gehören aufs Feld :)

Manfred
 

Die Beobachtungsnacht vom 8. März.


Hallo,

Freitag nachts irgendwo in Nordbayern...
Der Tag sah gut aus, der Himmel war ohne Wolken, es wehte nur ein stärkerer Wind der sich am Abend legte. Ich packte mein Teleskop ein um zu meinem dunklen Standort zu fahren. Bei der Abfahrt am Abend zogen ein paar Wolken auf, die sich aber wieder auflösten.
Beim Aufbau an meinem Standort irgendwo in Nordbayern kam leichter Wind auf, der mit der Zeit immer stürmischer wurde. Meine Karten im Kofferraum wurden umhergewirbelt, meinem Notizblock erging es ebenso.
Als der Wind noch stürmischer wurde, parkte ich mein Auto so um, das der Kofferraum und das Teleskop im Windschatten vom Auto war. Bei meinem Karten kehrte Ruhe ein. Beim Teleskop nicht. Der Wind drückte so derart an dem Gittertubus, das die Losmandy G11 mit den Rutschkupplungen nachgab. Ich gab dann ebenfalls nach und baute nach ein paar Objekten wieder ab.

In dieser Nacht setzte ich meinem 12" f/4 Newton zusammen mit dem 80/400mm Refraktor ein.

Himmel und Bedingungen:
Aufgehellter Himmel. Geringe Transparenz. Aufkommender sehr stürmischer und kalter Wind aus Osten.

Ich beobachtete ich dieser Nacht nur drei Objekte...

NGC 2323 (Messier 50), ein Offener Sternhaufen im Sternbild Einhorn. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 86x
SQM-L: 20m89/□" Zenit.
Großer Offener Sternhaufen mit vielen, sehr verschieden hellen Sternen.
Die Sterne haben eine weiße Farbe. An der Südkante vom Sternhaufen steht mit HD 52938 ein orange Stern (Spektraler Typ: K3.5II-III).
Der größte Teil der Sterne steht an der Westseite vom Haufen. Nach Osten windet sich ein gebogener Arm aus Sternen aus dem Haufen heraus. Im westlichen Teil sind zwei Blasen ohne Sterne.
Der Sternhaufen ist im 80mm Sucher deutlich zu sehen.

NGC 2548 (Messier 48), ein Offener Sternhaufen im Sternbild Wasserschlange. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 50x
SQM-L: 21m00/□" Zenit.
Großer und heller Offener Sternhaufen.
Viele, sehr unterschiedlich helle bläuliche Sterne. Die Sterne sind im Sternhaufen nicht sehr dicht angeordnet. Der größte Teil vom Sternhaufen ist kastenförmig. Nach Nord-Ost geht ein großer Bogen aus Sternen aus dem Sternhaufen heraus.
Im 80mm Sucher ist der Sternhaufen deutlich zu sehen.

NGC 2682 (Messier 67), ein Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 86x
SQM-L: 21m02/□" Zenit.
Mittelgroßer, sehr kompakter Sternhaufen.
Viele sehr verschieden helle Sterne die eng angeordnet sind.
Der Sternhaufen hat eine annähernd runde Form. Im Süd-Osten vom Sternhaufen sind drei Blasen ohne Sterne. An der Nord-Ostecke vom Sternhaufen steht mit HD 75700 ein leicht rötlicher, heller Stern (Spektraler Typ: K0 E).
Im 80mm Sucher ist der Sternhaufen deutlich zu sehen.

Der Wind wurde so stürmisch, das ein weiter beobachten nicht mehr möglich war.

Statistik (nur Deep-Sky): 1.651 unterschiedliche Objekte in 2.999 Beobachtungen beobachtet.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Gerd,

ja diesen böhigen Wind bekam ich am 08.03. im Odenwald auch zu spüren. Der setzte alle 5-10 Minuten böhig ein und wehte mehrmals meine Blätter, Rotlichtlampe und Kugelschreiber weg. Vorallem als die Rotlichtlampe runterviel und ich im dunkeln nach ihr suchen musste war nervig. Aber ich hielt brav bis kurz vor elf aus und wurde mit diesem Boliden belohnt. :)

Gesehen habe ich offene Haufen im CMa, Mon, Berkeley 22 im Ori sowie Galaxie im Leo, und M3, M51.

Ich betreibe ja auch Statistik: Zu deine Deep Sky Objketen zählen da auch Doppelsterne dazu oder zählst du diese extra?

cs
Lothar
 
Hallo

Gestern den ganzen Tag blauer Himmel mit Sonnen bis Nachmittag, habe mich für beobachten vorbereitet.
Ab 16 Uhr die ersten Wolken mit Größen Lücken, 17 Uhr alles zu, 19 Uhr sehr stark der Wind.
Wieder der Abend verdaut.

Manfred
 
Hallo Lothar,

Zu deine Deep Sky Objketen zählen da auch Doppelsterne dazu oder zählst du diese extra?

Ich zähle die Doppelsterne mit dazu. Von denen habe ich allerdings nicht so viele beobachtet. Es sind bisher 154 unterschiedliche Doppelsterne die ich beobachtet habe.



Hallo Manfred,

Ab 16 Uhr die ersten Wolken mit Größen Lücken, 17 Uhr alles zu, 19 Uhr sehr stark der Wind.

Es ist derzeit nicht leicht mit unserem Hobby. Selbst die Wettervorhersagen sagen kaum noch zuverlässig das Wetter vor. Im Moment ist Spontanität angebracht, um überhaupt unsere Teleskope nutzen zu können.

Viele Grüße
Gerd
 
Gestern den ganzen Tag blauer Himmel mit Sonnen bis Nachmittag, habe mich für beobachten vorbereitet.
Ab 16 Uhr die ersten Wolken mit Größen Lücken, 17 Uhr alles zu, 19 Uhr sehr stark der Wind.
Wieder der Abend verdaut.
Hallo Manfred, war bei mir nicht anders, aber das war abzusehen. Ich benutze Astronomy Seeing Berlin-Neukölln - meteoblue da kann man relativ gut abschätzen, ob es was wird oder nicht. Als Ergänzung dann noch Satellitenbilder.

cs
Lothar
 
Ich benutze Astronomy Seeing Berlin-Neukölln - meteoblue da kann man relativ gut abschätzen, ob es was wird oder nicht.
Die "Astronomy" Funktion von meteoblue habe ich auch neulich entdeckt. Bin echt positiv überrascht - scheint meistens ziemlich zuverlässig, was ich bis jetzt gesehen habe (Raum Eifel). Auf jeden Fall deutlich genauer als die standard Wettervorhersagen (bewölkt / klar) auf den gängigen Seiten.
Grüße, Tom
 

Abendbeobachtungen am 11. März.


Der grüne Saum an der Sonne.


Merkur und die schmale Mondsichel am Abendhimmel.


Hallo,

Am Abend vom 11. März konnte ich den grünen Saum an der untergehenden Sonne aufnehmen und den Merkur und die Mondsichel am Abendhimmel beobachten.

An der untergehenden Sonne konnte ich den grünen Saum auf einigen Fotos aufnehmen. Die Bilder entstanden mit einer Brennweite von 300mm.
Der grüne Saum der Sonne wird auf der Seite der Fachgruppe Meteore erklärt:


2024-03-11-Abloesungen.jpg


Grüner Saum an der Sonne.


Merkur konnte ich gegen 18:45 Uhr MEZ mit dem freien Augen in der Dämmerung deutlich sehen.


2024-03-11-Merkur.jpg


Merkur in der Abenddämmerung.


Die zu 3% beleuchtete schmale Mondsichel stand am diesem Abend rund 7° von Merkur entfernt.
Die Mondsichel und Merkur konnte ich zunächst nicht gleichzeitig aufs Bild bringen. Ich fertigte ein Panorama aus insgesamt sechs Bildern mit jeweils einer Brennweite von 200mm an.
Merkur ist in der rechten unteren Ecke vom Bild zu sehen.


2024-03-11-Mond-Merkur.jpg


Die Mondsichel und Merkur in der Abenddämmerung.


An der Mondsichel war der Erdschein schön zu sehen.


2024-03-11-Mondsichel-1.jpg


Die Mondsichel mit dem Erdschein.


An der untergehenden Mondsichel stehen die Sterne UCAC4-469-000905 (8m7) und HD 3457 (6m4):


2024-03-11-Mondsichel-3.jpg



2024-03-11-Mondsichel-2.jpg


Die Mondsichel mit zwei Sternen.


Alle Bilder entstanden mit einer Panasonic LUMIX G70.
Die Grafik wurde mit Cartes du Ciel erstellt.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo

Meine Mondsichel nach Neumond mit
Canon 700 D, EFS 250mm Objektiv.

Manfred
 

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Hi Gerd,

ich hänge mich da mal an die Beobachtungsnächte 2024 dran...

Am Freitag den 08.03. von 1:45 - 3:30 und dann nochmal von 20:00 - 22:50 sowie am Montag, 11.03. von 20:30 - 23:15 konnte ich nochmal Sternenlicht sammeln.

Jede Menge Galaxien im Bootes, Leo Minor sowie offene Sternhaufen im Canis Major habe ich gesehen. Die Liste erspare ich euch (über 50!) Sowie 2 Kometen 12P, 13P und ein Bolide am Freitag Nacht gegen 22:50 östlich von Denebola mit -10m bestimmt!

Highlight waren 12P, M3 sowie M104 und im SuW den Tipp mit NGC3486. Da konnte ich natürlich nur den helleren Kernbereich sehen keine Spiralenarme. Ganz in de Nähe ein schöne Spindel NGC3510, die war auch indirekt noch gut wahrnehmbar.

P.S. Tolle Bilder Gerd.

cs
Lothar
 
Hallo

Am Montag 11 März von 20 Uhr bis 22 Uhr zu erst Jupiter aufgehalten dann zu Stier, Orion, Cassiopeia, Zwielichtige beobachtung unternommen, M45.. M42..ha&x.. M35.. und ngc 2420.

Gegen halb 10 wurde die Luft richtung nass, und vom Osten her übern Löwe bildeten sich größere Wolken die zu zogen. Das Ende ansagen zum abbauen

Geräte Dobson 12" Okular Hyperion 24mm 17mm 8mm

Manfred
 
Hallo Lothar und hallo Manfred,

Bei mir gab es am Montag Abend keine Chance zum Beobachten.
Die Wolken kamen von Osten hereingezogen und verfolgten den untergehenden Mond. Der Wetterkarte nach zu urteilen gab es diagonal über Deutschland klaren Himmel. Bei mir hielten sich die Wolken hartnäckig.

Viele Grüße
Gerd
 

Mondbeobachtung am 19. März.


Hallo,

Mit meinem 10"/f12 Cassegrain konnte ich in dieser Nacht den Mond beobachten und ein paar Bilder erstellen.

Himmel und Bedingungen:
Zunächst wolkiger Himmel der vorübergehend aufklarte. Ruhige Luft.

Den Mond beobachtete ich bei einer Vergrößerung von 346x mit einem ND 0.9 Neutralfilter.
Der Mond stand bei der Beobachtung sehr ruhig im Okular und ließ sich hoch vergrößern.
Meine Bilder entstanden mit einer Panasonic LUMIX G70 am 10" Cassegrain.


Das Mare Imbrium mit den Kratern Plato, Archimedes, Aristillus und Autolycus.



2024-03-19-Mond-1.jpg


Die Landschaft um dem Krater Plato.



2024-03-19-Mond-4.jpg


Der Mondterminator mit dem Krater Copernicus.



2024-03-19-Mond-2.jpg


Der Süden vom Mond. Die Landschaft um den Krater Clavius.



2024-03-19-Mond-3.jpg


Viele Grüße
Gerd
 

Die Beobachtungsnacht vom 28. März.


Hallo,

In dieser Nacht beobachtete ich mit meinem 110/770mm ED-Refraktor den ich auf die Vixen AP-Z Montierung aufbaute.

Himmel und Bedingungen:
Anfangs klarer Himmel ohne Wolken. Sehr aufgehellt mit einem grauen Hintergrund. Aufziehende dünne Wolken.

Komet 12P/Pons-Brooks im Sternbild Widder. Beobachtet mit Vergrößerungen von 26 und 70x.
Der Komet ist hell und deutlich im Okular zu sehen.
Der Komet hat einen langen und hellen Schweif. Der Kern ist groß und hell und wird von einer großen Koma umgeben.
Bei einer Vergrößerung von 70x erscheint der Kern deutlich in der Koma versetzt. Der Kern ist in der Koma an der entgegen gesetzten Seite zum Schweif. Der Schweif ist zweigeteilt. Ein großer breiter und heller Staubschweif und ein schmaler gebogener Plasmaschweif.

NGC 2420, ein Offener Sternhaufen im Sternbild Zwillinge. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 115x.
Kleiner und kompakter Offener Sternhaufen.
Wenige schwache Sterne. Die hellsten Sterne sind aufgelöst. Der Hintergrund bleibt ein wenig "körnig".

NGC 2683, eine Galaxie im Sternbild Luchs. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 115x.
Deutlich sichtbare, schmale Galaxie.
Die Galaxie ist lang und schmal. Sie wirkt nicht gleichmäßig hell. Der Kernbereich ist etwas heller. Ich habe den Eindruck, das die Galaxie eine dunkle Kante hat.

NGC 2903, eine Galaxie im Sternbild Löwe. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 115x.
Deutlich sichtbare, große und helle Galaxie.
Ovale Form. Kleiner und heller Kern oder ein Stern vor dem Kern.

NGC 3344, eine Galaxie im Sternbild Kleiner Löwe. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 115x.
Eine schwache und geisterhafte Aufhellung die ich im direkten Sehen noch erkennen kann.
Im indirekten Sehen erkenne ich die Galaxie besser.
Kleines, gleichmäßig helles Oval.
Die Galaxie steht an einer Gruppe schwacher Sterne die bei der Beobachtung sehr stören.

Messier 65, Messier 66 und NGC 3628, Galaxien im Sternbild Löwe. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 43x.
Alle drei Galaxien kann ich deutlich sehen.
Sie stehen zusammen in einem Feld.

Statistik (nur Deep-Sky): 1.651 unterschiedliche Objekte in 3.006 Beobachtungen beobachtet.

Viele Grüße
Gerd
 

Juni 2024.


Der Mond bei σ Leo am 13. Juni.


Hallo,

Lange habe ich hier schon nichts mehr geschrieben. Das Wetter passte in den letzten Wochen einfach nicht, um am Nachthimmel beobachten zu können.



Am Abend vom 13. Juni stand der 4m0 helle Stern σ 77 Leo circa 9'15" vom nordöstlichen Mondrand entfernt.
Diese Begegnung konnte ich mit meinem 10" Cassegrain beobachten und fotografieren. Zusammen mit dem Cassegrain setze ich meinem 110/770mm Refraktor ein.




Himmel und Bedingungen:
Dunstig wolkiger Himmel. Aufziehende dichte Wolken.


2024-06-13-Himmel.jpg


Die Begegnung von σ 77 Leo beobachtete ich am Cassegrain bei einer Vergrößerung von 76x.
Der komplette Mond und der Stern passten dabei zusammen in das Feld vom Okular (0,9°). Der Stern war deutlich zu sehen, er ertrank aber fast im Streulicht der Wolken.

Mein Bild vom Mond und dem Stern σ 77 Leo entstand um 21:57 Uhr MESZ am 110/770mm Refraktor mit einer Panasonic LUMIX G70.


2024-06-13-Mond-Refraktor.jpg


Den Mond beobachtete ich am Cassegrain mit einer Vergrößerung von 169x.
Eine höhere Vergrößerung machte wegen der schlechten Bedingungen keinen Sinn.

Dieses Bild vom Mond und dem Stern σ 77 Leo entstand 22:15 Uhr MESZ am 254/3048mm Cassegrain mit einer Panasonic LUMIX G70. Durch das Streulicht der Wolken wurde der Hintergrund sehr aufgehellt.


2024-06-13-Mond-Cassegrain.jpg


Viele Grüße
Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo

Das ist sehr gut gelungen, die Helligkeit vom Mondstreulicht gewaltig, wäre die Vergrößerung etwas höher gewesen, höre man das sehr viel mehr verträgt.

Manfred
 
Hallo Gerd,
du hast dir echt Mühe gegeben, die einzelnen Beob.-Tage aufzuschlüsseln. Zu dem Bericht vom 4.3., wo du den Orionnebel erwähnst, hier beobachte ich etliche Variable mit einem 12,5" Dobson und einem C 8. Am einfachsten ist der T Ori zu schätzen, hatte das Glück bei günstigem Wetter eine LK abzuleiten (schwankt zwischen 8 - 12mag.)
Um die Jahrtausendwende war z.B. ein Dezembermonat "super Klasse". Wohingegen der vergangene Dez., und nicht nur er, "beobachtungsunfreundlich" war.
Aber deswegen das Hobby aufzugeben, wollte ich nicht.....

Gruß Günther
 
Hallo Günther,

du hast dir echt Mühe gegeben, die einzelnen Beob.-Tage aufzuschlüsseln.

Das mache ich gerne.
Dieses Beschreiben der Objekte die ich in einer Nacht beobachtet habe, ist eigentlich der zweite Teil von meinem Hobby. Das mache ich am Nachthimmel so, aber auch bei der Beobachtung der Sonne. Meine Beobachtungen kann ich bis in den Oktober 1992 nachvollziehen. Frühere Einträge die bis in das Jahr 1982 zurückreichten, gingen leider verloren.

wo du den Orionnebel erwähnst, hier beobachte ich etliche Variable

Obwohl ich selbst nicht in der Veränderlichen Beobachtung aktiv und auch nicht interessiert bin, kann ich mich noch vage an die Veränderlichen Gruppe der Sternwarte Nürnberg zurückerinnern. Vor vielen … Jahren wurden dort die Veränderlichen mittels Photomultiplier vermessen und die Schreibstreifen auf eine Kurve übertragen. Da war ich auch mit beteiligt.
Das hat sich, wie so vieles im Laufe der Jahre verlaufen. Von dem Wesen der früheren Jahre ist leider nicht mehr viel übrig geblieben, was eigentlich sehr schade ist.

Aber deswegen das Hobby aufzugeben, wollte ich nicht.....

Das Hobby an sich werde ich sicherlich nicht aufgeben. Aber es kann durchaus sein, das ich die Beobachtung am Nachthimmel, insbesondere die "Deep-Sky" Beobachtung gänzlich aufgebe und mich nur noch der Sonnen, Mond und Planetenbeobachtung widme.

Viele Grüße
Gerd

 

Juli 2024.


Die Mondsichel beim Merkur am 7. Juli.


Hallo,

Am Abend vom 7. Juli stand die schmale Mondsichel rund 2°18' vom Merkur entfernt.
Diese Begegnung konnte ich in der Abenddämmerung beobachten.

Himmel und Bedingungen:
Am Westhorizont stehen dichte Wolken in deren Lücken der Mond freiäugig zu sehen ist.

Die Mondsichel war zum Zeitpunkt der Aufnahme rund 45 Stunden alt. Die Mondsichel war zu rund 4% beleuchtet. Merkur hatte am diesem Abend eine scheinbare Helligkeit von -0m2.
Merkur ist unten im Bild über den Wolken zu sehen.




Der Mond und der Merkur wurden wenig später von dichten Wolken bedeckt.


2024-07-07-Mondsichel.jpg


Viele Grüße
Gerd

Bilder: Eigene Aufnahmen.
 

Die Venus am Taghimmel.


Hallo,

Am Vormittag vom 8. Juli konnte ich die Venus am Taghimmel beobachten.
Im 152/1200mm Refraktor konnte ich die Venus, ausgehend von der Sonne, schnell finden und bei einer Vergrößerung von 61x beobachten. Die Venus stand leuchtend hell im Okular.
Die Daten zum Bild:

  • 152/1200mm ED-Refraktor.
  • Panasonic LUMIX G70.
  • Baader Q-Barlow 2,25x (Modifiziert).
  • 30% von 218 Bildern.
  • 1/8.000 Sekunde belichtet.
  • ISO: 5.000.
  • Weißabgleich: "Manuell".




Viele Grüße
Gerd

Bild: Eigene Aufnahme.
 

Der Mond bei Antares am 17. Juli.


Hallo,

Am Abend vom 17. Juli stand der Mond nahe am Stern α 21 Sco "Antares".
Diese Begegnung konnte ich mit dem 10" Cassegrain und dem 110/770mm Refraktor beobachten. Mit den freien Augen war diese Begegnung ebenfalls gut zu sehen.

Himmel und Bedingungen:
In der Dämmerung waren noch einige Wolkenfelder am Himmel, die sich aber fast vollständig auflösten.

Vor der Beobachtung dieser Begegnung konnte ich noch einen schönen Sonnenuntergang sehen:


2024-07-17-Sonnenuntergang.jpg

Der Sonnenuntergang.


Im 110/770mm Refraktor ist der Mond und der Stern Antares bei einer Vergrößerung von 32x zusammen im Gesichtsfeld vom Okular zu sehen (2,5°). Im Cassegrain kann ich bei einer Vergrößerung von 76x bei einem Gesichtsfeld von 0,9° nur den Norden vom Mond und Antares zusammen im Okular sehen.
Antares ist in beiden Teleskopen orange-rot. In der Dämmerung ist die Farbe von Antares intensiver als am dunklem Himmel. Am dunklen Himmel konnte ich im 110mm Refraktor östlich von Antares den Stern HD 148760 (6m07) deutlich sehen.
Mit den freien Augen konnte ich im Laufe der Nacht die Bewegung vom Mond relativ zu Antares deutlich sehen.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme um 21:50 Uhr MESZ stand Antares knapp 27' vom Mondrand entfernt.


Medienobjekt 59139 betrachtenDer Mond bei Antares.


Hohe Vergrößerungen machten bei der Beobachtung vom Mond keinen Sinn. Durch seine geringe Höhe über dem Horizont stand der Mond sehr unruhig im Okular.
Mein Bild vom Mond entstand am 110/770mm Refraktor.


2024-07-17-Mond.jpg

Der Mond.


2024-07-17-Teleskop.jpg


Viele Grüße
Gerd

Bilder: Eigene Aufnahmen.
 
Hallo

Und jetzt mal wieder, wie so oft keine beobachtung möglich.
Sonst läuft Wasser in die Optik.

Manfred
 

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