Kay
Aktives Mitglied
Zum obligatorischen Osterbesuch (28./29.3.) bei meinen Eltern im Spreewald wollte ich zum ersten Mal meine größtenteils über das Biete-Forum bei a.de erstandene Reiseausstattung testen, die aus einer Russentonne, einem 15x80-ESDE-Großfernglas und einem bis über 2m ausfahrbarem stabilen Stativ besteht. Doch ein großer Schreck beim Auspacken: der Stativadapter des Fernglases und der Zenitspiegel nicht dabei!
Zur Russentonne:
Sie erwies sich dann auch als fast unbrauchbar. Meinen Eltern konnte ich nur unter großen Verrenkungen den hoch am Himmel stehenden Saturn zeigen; außerdem rutschte er durch die Schräglage des Fernrohres und das hohe Gewicht der Okulare immer wieder aus dem Gesichtsfeld, vom Zittern des voll ausgefahrenen, wackligen Stativs ganz zu schweigen. In Horizontnähe boten sich dann noch der Orionnebel und einige offene Sternhaufen an, allerdings auch nur bei niedrigen Vergrößerungen (max. ca. 75fach), zu stark machten sich Nachführungsprobleme bemerkbar. Tagsüber hatte ich große Probleme, die Sonne in mein 32mm-Oku zu bekommen und darin zu behalten.
Fazit: Die Russentonne gehört auf eine richtige Montierung, auch wenn die Fotostativanschlüsse etwas anderes vorgaukeln.
Zum Fernglas:
Das 15x80 wiegt schätzungsweise 2 bis 2,5 kg, also nach normalem Ermessen viel zu schwer zum Halten, ganz abgesehen von der 15fachen Vergrößerung. Trotzdem konnte ich sehr viele Messierobjekte (M 1, 36, 37, 38, 41, 42/43, 44, 45, 46, 47, 48, 50, 53, 63, 64, 67, 78, 81, 82, 93, 94, 103) sowie einige NGCs nicht nur aufspüren, sondern durchaus BEOBACHTEN. Die auf das Diktiergerät gesprochenen Details entsprechen dem Vergleich mit Karkoschka, Stoyan (DSR) und Kepple/Sanner (NSOG) doch recht genau. Durch die gute Horizontsicht habe ich mich allerdings eher auf niedrige Objekte gestürzt, in Zenitnähe war doch ziemlich viel Kraft nötig. Allerdings gab es im Winter so wenige Gelegenheiten zum Spechteln und ist von meinem eigenen Garten aus die Sicht unterhalb von 30 Grad verbaut bzw. durch Bäume verdeckt. So war ich auch nicht besonders böse darüber, noch mal die OHs im Großen Hund bzw. Puppis anzuschauen... Viele Beobachtungen verglich ich noch mit Vaters 8-24x50-Zoom-Fernglas, das IMMER schlechter abschnitt.
Fazit: Empfehlenswert ist es nicht, aber 15fach kann man zur Not auch freihändig beobachten.
Zur Russentonne:
Sie erwies sich dann auch als fast unbrauchbar. Meinen Eltern konnte ich nur unter großen Verrenkungen den hoch am Himmel stehenden Saturn zeigen; außerdem rutschte er durch die Schräglage des Fernrohres und das hohe Gewicht der Okulare immer wieder aus dem Gesichtsfeld, vom Zittern des voll ausgefahrenen, wackligen Stativs ganz zu schweigen. In Horizontnähe boten sich dann noch der Orionnebel und einige offene Sternhaufen an, allerdings auch nur bei niedrigen Vergrößerungen (max. ca. 75fach), zu stark machten sich Nachführungsprobleme bemerkbar. Tagsüber hatte ich große Probleme, die Sonne in mein 32mm-Oku zu bekommen und darin zu behalten.
Fazit: Die Russentonne gehört auf eine richtige Montierung, auch wenn die Fotostativanschlüsse etwas anderes vorgaukeln.
Zum Fernglas:
Das 15x80 wiegt schätzungsweise 2 bis 2,5 kg, also nach normalem Ermessen viel zu schwer zum Halten, ganz abgesehen von der 15fachen Vergrößerung. Trotzdem konnte ich sehr viele Messierobjekte (M 1, 36, 37, 38, 41, 42/43, 44, 45, 46, 47, 48, 50, 53, 63, 64, 67, 78, 81, 82, 93, 94, 103) sowie einige NGCs nicht nur aufspüren, sondern durchaus BEOBACHTEN. Die auf das Diktiergerät gesprochenen Details entsprechen dem Vergleich mit Karkoschka, Stoyan (DSR) und Kepple/Sanner (NSOG) doch recht genau. Durch die gute Horizontsicht habe ich mich allerdings eher auf niedrige Objekte gestürzt, in Zenitnähe war doch ziemlich viel Kraft nötig. Allerdings gab es im Winter so wenige Gelegenheiten zum Spechteln und ist von meinem eigenen Garten aus die Sicht unterhalb von 30 Grad verbaut bzw. durch Bäume verdeckt. So war ich auch nicht besonders böse darüber, noch mal die OHs im Großen Hund bzw. Puppis anzuschauen... Viele Beobachtungen verglich ich noch mit Vaters 8-24x50-Zoom-Fernglas, das IMMER schlechter abschnitt.
Fazit: Empfehlenswert ist es nicht, aber 15fach kann man zur Not auch freihändig beobachten.