Beratung Großfernglas

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Maiko

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Hallo, liebe Astrofreunde,

nach längerer Pause mal wieder ein Beitrag von mir...

ich liebäugele gerade mit Binos zw 80mm u 100mmm öffnung, wobei ich einen 90° einblick möchte...

da ich mäßige erfahrungen mit bresser bzw ts geradsicht 80mm binos habe, wünsche ich mir eine bessere bildqualität - ohne gleich 1000e euro für ed oder apo binos investieren zu wollen.

hab ich mit ca 700€ fürs bino (gebraucht?) überhaupt eine chance?

gibt es ggf seriöde noname anbieter?

Vielen dank schon mal,

Maiko
 
Hallo Maiko,

Da sieht es schwierig aus.Es gibt bei Ts oder Apm diese Binos mit 100mm Oeffnung,auch mit 90 Grad Einblick,kosten knapp 1000 Euro..Auch "Omegon" bietet aehnliches an,wobei sich diese Glaeser wohl kaum unterscheiden..
Die Frage ist halt was du unter "bessere Bildqualitaet" verstehst..das ist sozusagen "Relativ".
Man kann mit diesen Glaesern schon Spass haben,sofern man "kein" Perfektionist ist..

Richtig gute "Bildqualitaet" hatten vor Jahren in dieser Kategorie die "Miyauchi 20x100 Fluorite",aber preislich auf einer anderen Ebene..
Gegenwaertig das Beste Glas dieser Groessenordnung ist das "Kowa Highlander 82 Fluorite"..,allerdings 45 Grad Einblick.

Ich habe "Diese" Glaeser nur deshalb erwaehnt,um die bessere "Bildqualitaet" zu relativieren..( bzw die "Viel bessere" )..

Bedenke dass Oeffnung mit Nichten "Alles" ist,und ob du mit den anfangs erwaehnten Glaesern eine bessere Bildqualitaet erhaelst lasse ich mal dahingestellt,der 90 Grad Einblick ist auf der Anderen Seite eine bequeme Angelegenheit..
;)

Gruss

Mike S
 
Hallo Maiko,

das Binokular mit 90° Einblick verfolgt Dich ja schon seit einiger Zeit. Für 700€ wirst Du wohl selbst gebraucht kaum ein kommerzielles Spitzenprodukt bekommen, da kommen nur die bekannten China-Produkte in Frage.

Wenn ein qualitativ hochwertiges, aber geradsichtiges Binokular schon vohanden ist und Du handwerkliches Geschick besitzt, kannst Du die 90° Ablenkung auch mit Planspiegeln vor dem Binokular umsetzen.

Das Prinzip ist ja bekannt und wurde auch von Dir hier schon hinterfragt:

90° Bino mit Umlenkspiegel

Dabei sollte man aber dünne Planspiegel, etwa aus alten Overhead Projektoren vergessen. Die haben von vornherein keine ausreichende optische Qualität. Newton-Fangspiegel wären ok, sind in der erforderlichen Größe aber auch nicht billig. In jedem Fall müsstest Du Dich auf zwei getrennte Planspiegel, also je einen pro Auge, einstellen, weil ein einzelner Spiegel in der erforderlichen Größe den preislichen Rahmen völlig sprengen würde.

Und diese beiden Spiegel müssten dann einerseits sehr stabil, aber andererseits justierbar montiert werden, damit Du die optischen Achsen zueinander kollimieren kannst. Da kommt dann das handwerkliche Geschick ins Spiel. Erwarte auch nicht, dass dabei ein sehr handliches und leicht zu manipulierendes Konstrukt herauskommt, ganz im Gegenteil! Ich erzähl Dir das nur, weil Du immer wieder fragst, ob es mit einem beschränkten Budget möglich ist. Die Antwort darauf ist, dass es möglich ist, aber es hat auch erhebliche Nachteile im Handling.

Nun willst Du sicher wissen, wo man die erforderlichen Spiegel zu einem erschwinglichen Preis herbekommt:

Surplus Shed

Der dort gezeigte Spiegel misst 100 x 100 x 14 (in Millimetern) und hat eine ausreichende Oberflächenqualität von lambda/4. Es handelt sich dabei um ungebrauchte Surplus Ware, wobei der Preis von 45$ pro Spiegel 1/5 vom Neupreis ist. Du könntest dort auch noch dickere Spiegel wie diesen mit lambda/10 für 95$ bekommen, aber das wäre übertrieben und würde die Sache noch schwerer machen.

Wenn Du einen 100 mm Spiegel für 90° Einsatz um 45° kippst, reduziert sich der nutzbare Querschnitt um 1/Wurzel(2), also auf etwa 70 mm. Das ist schon heftig und schränkt die maximale Binokularöffnung stark ein. Du könntest allerdings auf 80 mm kommen, wenn Du statt eines einzelnen Umlenkspiegels pro Binokularkanal zwei davon verwendest, insgesamt also vier von diesen Spiegeln, und diese wie bei einem Pentaprisma anordnest.

Insgesamt also ein nicht unerhebliches Bastelprojekt mit erheblichem Gewicht und auch ziemlich unhandlich, aber durchaus möglich.

Die Frage ist halt, wie viel Aufwand oder Kosten einen bequemen 90° Einblick rechtfertigen.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Hi Peter

wenn ich das hier richtig interpretiere, wird das Myauchi als Spitzenprodukt angesehen.
Nun dann solltet Ihr echt mal die Gelegenheit nutzen durch einen neuen Chinesen mit Wechselokularen zu schauen, der Nagler, Panoptics etc und 1.25" UHC und O-III aufnehmen kann, dann ,mal vergleichen und sagen was euch besser gefällt :-)
 
Hallo,

danke für eure beiträge... ja, Peter, in gewissen abständen plagt mich die 90° Binosucht zu unrealisierbaren Konditionen;-)

überleg grad ob ich öffnungsmäßig etwas runtergehe u chinaware probiere... u. A. weil ich meine bastlerischen fähigkeiten nun etwas realistischer einschätze...

MfG,

Maiko
 
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Hi Maiko

konzentrier dich dabei eher auf die 45° Modelle, sind besser gebaut und haben die Vignetierungsprobleme eher nicht oder selten. Am besten eines das normale 1.25" Okulare aufnimmt, da kannste richtig was rausholen

viel spaß
 
Liebe Astrofreunde,

verstehe ich die o.g. Aussage von Markus Ludes richtig, dass es bei der 90°-Version eher zu einer Vignetierung kommt als bei 45°?
Wie machen sich denn zwei Panoptic 24 mm und zwei Nagler 13 mm im 100 mm 90 °?
Könnte mir auch jemand sagen, bis zu welcher Vergrößerung diese Ferngläser noch ordentliche Bilder liefern - sind zwei Nagler 9 mm mit ca. 50fach z.B. noch sinnvoll?

Noch etwas: Werden diese Gläser auch auf die Kollimierung hin überprüft, bevor sie an den Kunden gehen? Ich frage das deshalb, weil die bei Miyauchi nicht immer so gut war.

Freundlichst Rolf
 
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Hallo Rolf

wirf mal einen Blick zu Cloudynights rüber ins Binokular Forum, dort bekommst du die Antworten auf deine Fragen von vielen Usern

APM prüft jedes Großfernglas auf Justierung und schickt nur sehr gut Justierte Los, damit auch mittlere Vergößerungen möglich sind
 
Danke für die Auskunft.
Hättest Du vielleicht einen Link.

Oben hast Du ja "konzentrier dich dabei eher auf die 45° Modelle, sind besser gebaut und haben die Vignetierungsprobleme eher nicht oder selten" gesagt, sodass ich gerne eine klare Antwort einholen würde von jemandem, der die Panoptic 24 mm und Nagler 13/9 mm wirklich an dem Fernglas ausprobiert hat. Kannst Du als Verkäufer nicht etwas dazu sagen?

Das Problem beim Kaufen eines solchen Gerätes ist halt, dass man gerne klare Auskünfte hätte, um nicht in die Verlegenheit zu kommen, es bei Nichtgefallen zurückschicken zu müssen, was ja wirklich nicht angenehm ist.
Wenn ich wüsste, dass die ganannten Okulare sauber und gewinnbringend im Vergleich zu den mitgelieferten funktionieren, wäre die Kaufntscheidung erleichtert.
Noch etwas: - offenbar wird das gleiche Glas unter der Marke Orion vertrieben, da aber mit drehbaren Okularklemmen; ist das bei Deinen auch der Fall?


Freundlichst Rolf
 
Das 45° nutzt tatsächlich 100 mm volle Öffnung.Wurde in CN nachgeprüft und bestätigt.
Wir haben eine Klemmung , ähnlich wie beim Takahashi 1.25" Okularhalter sowie eine Helikalfokusierung, ohne das sich das Okular dreht.
Derzeit haben wir eine echte Apo Version in Arbeit, die bis zu 150-fach vertragen soll, das sind unsere Vorgaben, das Design der Optik und Mechanik habne wir , jetzt warten wir drauf wie gut es danach gebaut ist. Wird übrigens das erste Ferngas am Weltmarkt das mehr als 5 mm Feld zu 100% ausleuchtet.Preis steht noch nicht fest. Erlaubt 1.25" Wechselokulare, kommt als geradesicht Verison, 45° und 90° Version.
Ein 24 mm Panoptik vignetiert in unserem ED HalpApo leicht den Rand, das 27 mm Edge Flat dagegen nicht
 
Danke für die Antwort.
Du sagsr: "Wir fhaben eine Klemmung ...sowie eine Helikalfokusierung, ohne das sich das Okular dreht".
Hast Du vielleicht einen Link mit Foto von diesem Gerät?

Was Eure neue echte Apo-Version betrifft, so wird der Preis sicher in einer ganz anderen Liga spielen und weit über der 1000 Euromarke sein. Unter dieser Marke ist das für die meisten noch zugänglich, bei Preisen wie bei Binoptik bin ich allerdings ausgeschlosssen ... .

Gruß Rolf
 
Hallo Maiko,

ich empfehle dir auch das APM ED Bino mit 4" und 45°-Einblick. Einen Testbericht findest du auf meiner HP unter Berichte/Getestet. Das Glas macht mit hochwertigen Okularen echt sehr viel Spaß und kann bis annähernd 100x benutzt werden, wobei ich nicht mehr als 70x empfehle. Es zählt mittlerweile zu meinen am häufigsten genutzten Geräten.

 
Hi Thomas

die Traumkombination ( leider sehr teuer ) ist das 100 mm Glas mit 2 Docter 12.5 mm 84° UWA zu Bestücken, dann träumst du ewig davon :-).
Ich empfehle solche Gläser eigentlich nur bis 50, 60-Fach, hatte aber dieses jahr in Florida den genuss es mit 90 fach an Saturn zu geniesen.
Wenn das 100 mm Apo so gut gefertigt wird, wie bestellt, gibt das der Hammer und wird dann mein Kowa Highlander Fluorite 82 ersetzen
 
Hallo Herr Ludes,

wie im Bericht von Thomas zu lesen ist, werden die Okulare doch leicht abgeschattet. (zu kleine Prismen?)
Auch mir ist das zunächst aufgefallen... aber beim Verkaufsgespräch sagten sie mir, dass dies nur der Fall sei, wenn man OFF-Axis also schief hinein sieht.
Wie ist es denn nun?
Im Prinzip bin ich ja zufrieden mit dem Gerät, aber schade, dass man als Verkäufer, nur um das Gerät zu verkaufen, diesen (wenn auch kleinen) Fehler nicht eingestehen kann.
Übrigens bin ich auch auf den Vollapo gespannt, der hoffentlich nix abschattet :-)

Gruß
Franco
 
Danke für die Informationen.

Ich suche einen 90°-Ansatz mit einwandfrei runden Austrittspupillen.
Eine 50-fache Vergrö3erung reicht mir auch, aber es sollte ein relativ farbfreies Bild sein; deshalb scheinen mir ED-Gläser auch gut.
Nun denn, dann warte ich halt auf das angekündigte neue 100mm.

Gruß Rolf
 
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