Beratung OAZ für 11" SCT

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thomas314

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Hallo Forum,

ich möchte meinem neuen "alten" Celestron 11" SC einen Motorfokus spendieren, aber das Spiegelshifting lässt mich hier gleich an einen extra OAZ denken. An dem soll dann der Motorfokus sitzen.
Dahinter kommt dann bei Bedarf der Reducer, evtl. eine Filterrad und eine gekühlte Kamera. Dieses Gewicht sollte sich bei senkrechter Position nicht selbständig machen.

Das Ansinnen kommt u.a. daher, dass das thermische Aabwandern des Fokus zukünftig per Autofokus und nicht mehr per Bahtinowmaske korrigiert werden soll, was mit der Taukappe eh sehr umständlich ist.
Das Thema OAZ am SCT ist ja eigentlich in den Foren nicht so neu, aber der Erkenntnisstand und die Qualität der Angebote entwickeln sich ja weiter und eine aktuelle Nachfrage scheint mir bei den Preisen geboten.

Zudem tappe ich immer wieder im Dunkeln, ob ein Angebot an den Anschluss des 11" SC passt, oder nicht. Manchmal steht da einfach nur "für SCT" (vielleicht sogar mit dem Zusatz "ab 8" ") , aber der 11" hat ja doch einen anderen Anschluss. Ob dieser Anschluss 3" oder 3,29" ist, ist mir auch noch nicht ganz klar.
Unklar ist für mich auch, warum bei den Kugellagern hier und da ausdrücklich mit "Edelstahl" geworben wird? Gibt es da echt Produkte mit Eisenkugeln, die ohne Fett einfach rosten?

Um die 300€ darf es sein. Bei den Kaufoptionen in dieser Preisklasse bin ich bisher bei TS, Bader und Omegon fündig geworden, wobei TS wohl 2 Varianten hat, z.B.:
TS-Optics 2" UNC V-Power Crayford Okular-Auszug mit 2" und 3" SC Gewinde.

Was könnt Ihr mir empfehlen, oder wovon würdet Ihr mir abraten?
Danke im Voraus!

Gruß
thomas314
 
Ob da nicht die Vignettierung zur groß wird?? hab auch das C11 und den Starizona Reducer
den sollte man eigentlich soweit wie möglich ins Blendenrohr schieben....
wenn man den hinten in den OAZ schiebt , denk ich wird die Vignettierung schlimmer werden....
jedenfalls meine Gedanken...

darum bis jetzt nicht gekauft.... hab mir den 3,3 Zoll Baader Cklicklock gekauft da steckt der Reducer drin....
bringt Natürlich bei deinem Vorhaben nichs....
hätte es aber auch vor...Les mal mit.

LG Franz
 
Hallo Thomas,
ich hatte die gleichen Überlegungen bei meinem C14, welches, wie das C11, ein 3,3“ Anschlussgewinde besitzt.
Autofokus war für mich auch Voraussetzung für das Astrofotoprojekt.
Für volle Brennweite habe ich den Baader Diamond Steeltrack eingesetzt. Der Auszug lässt, was Tragfähigkeit von Kamera und Zubehör angeht, keine Wünsche offen, und preislich fällt er auch nicht aus dem Rahmen. In jedem Fall eine sehr gute Preisleistung.

Beim Fokusmotor ist meine Wahl auf den Pegasus FocusCube V2 gefallen, der sich mit Zahnriemen sehr gut, und ohne Ausladung am Auszug montieren lässt, und sehr gut funktioniert.

Da ich aber auch mit reduzierter Brennweite fotografieren möchte, mit dem Large Format Reducer von Starizona, und auch mit dem Hyperstar, ist weiterhin Fokussieren mit der Spiegelverstellung angesagt. Beim Reducer ist schließlich der Abstand zum Kamerasensor fest, und der Reducer wird direkt am Teleskop verschraubt. Da macht ein Okularauszug keinen Sinn.

Dafür bietet Pegasus ein Set an, zum Ansetzen des Motors an die SCT Fokuswelle.
Ich habe allerdings die Zahnscheiben ausgetauscht, damit das Ganze mit dem Steeltrack kompatibel bleibt, ohne größer umschrauben zu müssen.

Bei Verwendung von kleineren Reducern, die ins Auszugsrohr passen, wird das wohl nicht nötig sein, da kann weiter mit dem Auszug fokussiert werden, denn der Abstand vom Reducer zum Kamerasensor ändert sich ja nicht.

Da aber oft auch mit der Spiegelverstellung vorfokussiert werden muss, überlege ich, einen zweiten Motor einzusetzen.
Doch das hat noch Zeit, denn das Projekt muss momentan pausieren.

CS

Dietmar
 
Hallo Thomas,

ich nutze an meinem C11 EHD einen Baader Steeltrack und bin damit recht zufrieden. Spielt zwar nicht ganz in der Klasse von einem Feather Touch oder Moonlite, aber hat dafür ein deutlich besseres Preis/Leistungsverhältnis. Als Fokusmotor nutze ich einen ZWO EAF, welcher sich mit einem gedruckten Adapter einfach an die Fokussierwelle vom OAZ anbringen lässt.

0D0A7454.JPG


Eine Kamera mit Filterrad und OAG was zusammen schon ein ordentliches Gewicht ergibt, hält er ohne Probleme in Position.

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Einen Reducer habe ich noch nicht, steht aber für die Zukunft auf der Wunschliste. Wobei hier auf jeden Fall der originale Celestron Reducer auf der Liste steht, mit der Idee, dass er zwischen SCT und OAZ kommt. So wie das hier vorgezeigt wird: Celestron EdgeHD 11" — MAC OBSERVATORY

Ich wäre jetzt aber auch neugierig, ob jemand den Reducer mal hinter einen OAZ angebracht hat, aber ich kann mir kaum vorstellen dass das so funktioniert. Ich dachte mal irgendwo gelesen zu haben, dass der Reducer einen genauen Abstand zum Korrekter im SCT haben muss. Hinzu kommt das Gewicht von 1,5 Kg des Reducers, welcher dann noch zum einen an den OAZ dran kommt, aber zum anderen den Imagetrain noch mal deutlich verlängert. Des weiteren müsste man hierzu eine spezielle Adaption anfertigen lassen müssen, welche an den OAZ dann Kameraseitig das 3.3" Gewinde vom Reducer anbringt. Also in diesem Beispiel mit dem originalen Celestron Reducer. Da wäre ich schon neugierig, ob das jemand mal ausprobiert hat.

Was man beim Einsatz bzw. bei der Auswahl von einem OAZ noch berücksichtigen sollte, wäre der Arbeitsabstand von 146.05mm. Welcher aber ein großzügiges Spiel von +/- 20mm mit sich bringt, speziell bei APS-C (Bei Vollformat klappt das glaube ich auch ganz gut, wie ich bisher festgestellt habe). Der Steeltrack nimmt davon dann schon mal 82mm weg, wobei am Ende inkl. dem Spiel immer noch genug übrig bleibt.

Was man hierbei ebenfalls in Kombination mit dem Steeltrack oder einem anderen OAZ mit 3,3" Anschluss berücksichtigen kann, ist der 3,3" zu 2" SC Gewinde Adapter, welcher standardmäßig dran ist. Ich hatte anfangs den Steeltrack auf das 2" SC Gewinde aufgeschraubt, bis mir später erst klar wurde, dass der Steeltrack auch direkt auf die 3,3" aufgeschraubt werden kann. _jungeschlagen: Das bringt noch mal etwas Gewinn ab der Länge, aber auch am Durchmesser, falls Vollformat eine Option ist.

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Hallo und vielen Dank für die vielen Hinweise und anschaulichen Darstellungen.

Da ich bei Euch mehrmals vom Baader Steeltrack gelesen hatte, habe ich sofort gesucht und stehe nun noch vor der Frage, passt dieses Angebot auf den 11" SCT, also auf den 3,3" Anschluss?
Wenn ja, würde ich zuschlagen, damit das vor Weihnachten klappt.

der Reducer einen genauen Abstand zum Korrekter im SCT haben muss
Ich habe den Celestron Reducer. Die Problematik, dass der möglichst dicht am Tubusansatz sein soll, hab ich gelesen und mache mir auch sorgen, wie das Ergebnis wohl ein paar cm weiter hinten wäre. Der Lichtweg bis zur Schmidt-Platte ist aber noch ein gutes Stück und würde beim bisherigen Fokus ja auch verändert.
Aber Du hast natürlich Recht, dass ich hier den 3" Anschluss überwinden muss., um das hinter den OAZ zu bekommen.
Hast Du den Steeltrack Diamond, oder den "normalen"?

Soweit erst mal ganz kurz.
Viele Grüße
thomas314
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Angebot schaut etwas merkwürdig aus. So sieht der OAZ jedenfalls nicht aus wenn du z.B. auf der Baader Seite schaust, oder bei Teleskop-Express direkt: Teleskop-Express: Baader SC/EHD Diamond Steeltrack® Okularauszug

Du kannst ja mal bei Teleskop-Express anrufen und fragen, ob es sich bei dem Modell um die Variante für z.B. ein SCT handelt. Ich wäre da etwas Skeptisch, zudem der OAZ ja noch 100€ günstiger wäre. Heute ist übrigens bei Teleskop-Express ein Aktionstag mit Preisvorschlag, vielleicht lässt sich der Anruf gleich kombinieren.
 
Du kannst ja mal bei Teleskop-Express anrufen
Hallo Dane,
Anruf nur bis 17:00Uhr, da war ich zu spät dran. Die Stricheinteilung auf deiner Version könnten ein Hinweis auf die Diamond-Version sein. Bei dem Angebot steht jedenfalls nicht Diamond.
Da wäre die Frage, ob die Diamantfeile an der Rolle soviel ausmacht, dass es die 100€ Preisdifferenz rechtfertigt. Die Reibung dürfte es erhöhen.
VG
thomas314
 
In einem Beitrag habe ich was gefunden, wo einer die beiden im Vergleich vorzeigt: Baader Diamond Steeltrack RT Focuser - First Impressions
Danke für den Link. Der bringt etwas Licht ins Dunkle. Es ist also tatsächlich die Diamantbeschichtung, welche den Preis von 250€ auf 350€ schiebt.
Die bessere Friktion ist es vermutlich wert.
Ich frage mich gerade wie der Motorfokus wirkt, wenn der OAZ an die Grenzen des OAZs ankommt.
Bei der einfachen Version rutscht die Achse einfach auf der Metallfläche durch, was keinen größeren Schaden machen dürfe.
Aber bei der Diamantfeile könnte sich eine Vertiefung ausschleifen - mal angenommen, dass es gegen das Herausfallen gesichert ist.
Schlimmer wäre aber eine Totalblockade, was die Mikrountersetzung vielleicht nicht überleben würde.
Also Antrieb wollte ich ein bekanntes Astro Selfmade Projekt mit Schrittmotor nehmen, was bereits fertig ist.

Wie erkennst Du das Ende des Weges am Auszug? Ist das eine Blockade, oder ein weiches Durchdrehen?

VG
thomas314
 
Ich bin da nicht mehr so sicher, das ist bei mir schon eine Weile her, seit ich mit dem OAZ etwas mehr herumexperimentiert habe. Und das sogar so, dass ich ihn am Ende noch bei Baader zur Justierung einschicken musste. :D Man kann da recht viel einstellen, was man aber am besten vermeidet. Ich hatte damals versucht, eine mögliche Verkippung mit dem OAZ auszugleichen. Aber ein Tilter wäre da vermutlich der bessere Weg. Glücklicherweise war es dann doch keine Verkippung.

Siehe Handbuch dazu, bei dem alles schön erläutert wird: https://www.baader-planetarium.com/...ng_f_r_alle_baader_diamond_steeltrack_bds.pdf

Da gibt es unter anderem auch eine Durchrutschsicherung sowie Druckschraube, an der ich auch mal herumgespielt habe. Irgendwann fängt der ZWO EAF an zu piepsen, weil er die Kraft nicht mehr aufbringt.

1702927161950.png

Auszug aus Quelle: https://www.baader-planetarium.com/...ng_f_r_alle_baader_diamond_steeltrack_bds.pdf

Also soweit ich mich noch erinnere, wenn man am Anschlag ist, rutscht das einfach durch und da schabt nichts.
 
Wenn die Motorsteuerung pipst, würde ich das als Drehmomentmessung über die Stromstärke deuten. Rolladenmotoren erkennen so das Ende der Wicklung.
Der Schrittmotor der Selfmadeversion des OAZ Antriebs kann das nicht. Den muss ich dann mit weniger Spannung versorgen, damit er einfach stehen bleibt, wenn das Drehmoment zu groß wird. Mal sehen, ob ich vor Weihnachten noch eine Diamantversion finde, am liebsten bei der gleichen Quelle, falls doch mal was ist.
VG
 
Ich finde gerade den hier => mit Zahnstange zum fast gleich Preis der Diamant Version des Crayford und derzeit verfügbar.
Ist das gleichwertig präzise?
 
Den hatte ich und war besser als der Diamant.... hatte beide schon....
Da ist aber wieder mein Problem mit der 2" Angabe dabei. Das SC11" hat doch 3,29"!? Kann also nicht passen und bei mehreren Verkäufern hab ich auf den Shopseiten mehr Verklärung als Aufklärung gefunden.
Da steht dann Teleskopseitig hat der OAZ 2" und ist für alle Teleskop ab 8". Demnach passt eine 2" Anschluss an ein 11" SC, da 11">8" ist.
Wie soll ich das verstehen? :confused:
VG
thomas314
 
Da ist aber wieder mein Problem mit der 2" Angabe dabei. Das SC11" hat doch 3,29"!? Kann also nicht passen und bei mehreren Verkäufern hab ich auf den Shopseiten mehr Verklärung als Aufklärung gefunden.
Da steht dann Teleskopseitig hat der OAZ 2" und ist für alle Teleskop ab 8". Demnach passt eine 2" Anschluss an ein 11" SC, da 11">8" ist.
Wie soll ich das verstehen? :confused:
VG
thomas314
hatte ich am C8 und C9 ..... beim 11er nicht.....
 
Hallo Thomas

Lass dich doch von TS oder dem Shop deiner Wahl beraten - ich hatte immer sehr gute Erfahrungen gemacht (TS) - auch bei Spezialwünschen ;-)

Ich selber habe den Schritt in Richtung OAZ noch nicht gemacht bei meinem alten C11.
Ich habe es aber mit einem Starlight Feathertouch SCT MicroFocuser (1/10 Untersetzung) und einem DIY Motorfokus optimiert.
Das passt für mich, aber ich bin natürlich auch nicht der ambitionierte Astrofotograf bzw. nutze meine Gerätschaften eher selten.

Grüsse, David
 
hatte ich am C8 und C9 ..... beim 11er nicht.....
Danke, das hilft mir weiter.
Jetzt stelle ich gerade fest, das mein Reducer 2" hat. Demnach ist am Teleskop bereits ein 3" zu 2" Adapter.
Da stellt sich jetzt die Frage, ob ich mit einem 2" OAZ hinter dem 3" Adapter Licht verlieren, oder ob der innen die 2" frei hält.

VG
thomas314
 
Basiswissen ist immer gut & es lohnt sich da immer alles gut zu überlegen wie zum Bsp. welche Filter/Schublade will ich (evt.) nutzen, wo kann bzw. muss der Reducer platziert werden, welche Adapter braucht es zusätzlich, etc. Ob es die 2" oder 3" OAZ Variante sein soll, wird dir vermutlich die Kamera "vorgeben" bzw. 3" würde ich jetzt eher den Vollformatkameras zuschreiben. Und bei 3" OAZ (Bsp. Feathertouch) genügen vermutlich auch die 300 Euro nicht mehr :-)

Noch ein Hinweis: Mit dem Standard Reducer von Celestron wirst du vermutlich nicht glücklich. Erst als ich mir den Starizone 0.75 gekauft hatte, war es wie eine "Offenbarung" - ist einfach super Qualität , aber hat seinen Preis (konnte zum Glück ein gebrauchtes Exemplar ergattern).

Grüsse, David
 
Ich habe es aber mit einem Starlight Feathertouch SCT MicroFocuser (1/10 Untersetzung) ...

Grüsse, David
Mit dem das Fokussieren viel besser geht als mit dem BDST :y:
Ich hatte zwei Exemplare des BDST an meinem 11" EHD. Der erste ging zurück, weil ich nicht glauben konnte, dass ein neuer OAZ so schlecht läuft. Der ersatzweise gelieferte war auch nicht viel besser. Der im Zitat erwähnte FT lässt ein viel feinfühligeres und genaueres Fokussieren zu. Allerdings sollte dann bei dem SCT kein nennenswertes Spiegelshifting vorhanden sein, da ist der erwähnte FT dann natürlich auch machtlos.
An meinem Apo habe ich einen FT3025. Wenn du den BDST damit vergleichst, trittst du den BDST direkt in die Mülltonne.
KLar, ist irgendwie Äpfel mit Birnen vergleichen, da der FT ist eine ganz andere Preisklasse ist, aber wenn schon denn schon.
Ich würde nach dieser Erfahrung niemals am OAZ sparen.
Das ist aber wie immer nur meine ganz subjektive Sichtweise, das kann man auch ganz anders sehen:)

VG
Günter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich hatte den Baader Steeltrack und den Diamond Steeltrack als auch einen 3 Zoll Feathertouch in meiner „SC Zeit“ am C11 und C14 und ACF14.
Klar ist der 3 Zoll FT mit den anderen nicht vergleichbar. Den Diamond Steeltrack kann ich empfehln, die Ursprungsversion hingegen klar nicht.
Der funktionale Unterschied liegt eben nicht in irgendeiner Beschichtung von irgendwas sondern in der vom Vortrieb unabhängig einstellbaren Friktionsbremse. Das macht einen Riesen Unterschied, das Diamantengequatsche hingegen ist Werbeblabla.
Für visuell (Clicklock) aber auch fürs Fotografieren bietet Baader auch viele gut passende Adaptionen an. Der passende Motorfokus war früher ein Argument, als es noch keinen ZWO EAG gab, den man eigentlich überall anbauen kann. Der Service bei Baader ist, wenn man Jemand erreicht auch kompetent.
Der „V Power“ Auszug ist eine Kopie, kann ich aber persönlich nix dazu sagen.
Das große 3,3 Zoll Gewinde ist am C11 und C14, das minimal unterschiedliche groß SC Gewinde an den 10-20“ SCs und Derivaten verbaut.
Ist der Reducer verschraubt und versenkt sollte die Vignettierung für ca. APS-C ok sein. Der korrekte Abstand bzw. die beste Position des Hauptspiegels ist eines der Mysterien der SCs denen ich nicht auf den Grund gekommen bin. Habs aber auch nur halbherzig versucht und war irgendwann komplett weg vom Fotografieren und hab erst nach meiner SC Zeit wieder angefangen. Und mittlerweile scheue ich die Katadiopter wie der Teufel das Weiwasser.

cs Alex
 
@praktikant
Also ich bin immer wieder zurück auf SC, einfach alles kompackt ,riesige Fokusierbreite....
angenehmer Einblick/höhe , beim 152er Apo mußte ich bei Zenitnähe am Boden durchs Okular gucken...
Newtons justieren .... was beim SC schnell geht...
Bin wahrscheinlich ein Fan von SCs....
Bin aber oft am überlegen einen kleinen Apo ca.120mm f 5 zu kaufen .... aber eher aus Altersgründen....
 
Hallo Thomas,

ich betreibe seit Jahren den TS-Optics 2" UNC V-Power Crayford Okular-Auszug mit 2" und 3" SC Gewinde zuerst an meinem 12" Meade SCT und dann am 16" Meade SCT (mit selbstgedrehtem Adapter, da andere Anschlussdurchmesser) zu meiner vollen Zufriedenheit. Am 16" ist das nicht ganz optimal, aber ein direkt passender 3" Auszug war nicht zu finden. Motorisiert ist es mit dem Pegasus FocusCube2. Der EAF (den ich an meinem kleinen APO habe) würde es wohl auch gut tun und braucht kein zweites Stromkabel).

CS, Markus
 
Das große 3,3 Zoll Gewinde ist am C11 und C14, das minimal unterschiedliche groß SC Gewinde an den 10-20“ SCs und Derivaten verbaut.
Danke für die Info, dass verbessert wieder die Verständlichkeit der Angebote.
Der funktionale Unterschied liegt eben nicht in irgendeiner Beschichtung von irgendwas sondern in der vom Vortrieb unabhängig einstellbaren Friktionsbremse.
Was meinst Du mit Friktionsbremse? Wird die Reibung nicht gerade durch die Diamantstaubbeschichtung erhöht? Für den dauerhaften Halt habe ich ja die Motorkopplung.
Ist der Reducer verschraubt und versenkt sollte die Vignettierung für ca. APS-C ok sein.
Inzwischen habe ich aus einem Verkäuferkontakt eine Aussage, dass der Reducer bei den kleinen Kamerachips (APS-C und kleiner) auch hinter den OAZ darf. Der IMX533 hat 11x11mm², das sollte dann passen.
Bin aber oft am überlegen einen kleinen Apo ca.120mm f 5 zu kaufen
Mein Refraktor war "nur" eine Entscheidung für große Nebel, also kurze Brennweite. Da hilft am SC auch kein Reducer.
Eigentlich war der Motorantrieb ursprünglich für den Refraktor gedacht. Dann habe ich aber den häufigen Wechsel der Teleskope gescheut und mich auf den SC und dessen Ziele festgelegt.

Da der 11" sehr alt ist und noch die flache Rückseite hat, soll der handelsübliche Motorantrieb für den Hauptspiegel nicht passen. Der ist wohl nur für die neueren SC Versionen designt.
Auch wenn es die Alternative zum Thema ist, würde mich ja trotzdem mal interessieren, ob so ein Motorfokus für den Hauptspiegel am SC bei dem Spiegelkippeln eines SC halbwegs schnell einen Schärfepunkt finden kann.
Kann davon jemand aus Erfahrung berichten?

VG
thomas314
 
Hallo Thomas,

wegen der Bremse: die meisten Crayford OAZ rutschen durch wenn die Bremse angezogen wird, so dass diese eigentlich nur zum feststellen brauchbar ist. Beim Diamond Steeltrack ist das nicht der Fall. Wie auch immer das technisch gelöst ist, es funktioniert jedenfalls.
Der Motor ist ja auch nur mit der Welle verbunden, sobald der Auszug auf den Flächen durchrutscht, hilft der Motor auch nichts. Bei einem Zahn und Trieb Auszug, wie den größeren FTs, ist das anders, da hier das Zahnrad auf der Welle immer noch auf die Triebstange wirkt und beides fest mit dem Tubus bzw. der Basis des OAZ verbunden sind.



cs Alex
 
Was würde eigetlich passieren wenn man mit einem Focus Motor am SC am Anschlag der Verstellung kommt?
das man einfach zuweit drehen lässt? ist da eine Rutschkupplung drin? oder macht es Knacks und was kaputt?
 
Ich hab mein ACF mal zerlegt und einen neuen Tubus verbaut. Der Hauptspiegel wird ja auf dem Blendrohr hin und her geschoben, am Fokusknopf ist einfach eine Spindel verbaut und eine Feder. Es gibt dann noch verschiedene Führungen bzw. eine Arretierung für den Hauptspiegel.
Wenn die Spindel nach außen am Anschlag ist könnte schlimmstenfalls das ganze System nicht mehr greifen, dann müsste man es auseinander bauen. Der innere Anschlag ergibt sich wenn die Feder ganz zusammen gedrückt ist. Ob dann bei genug Kraft zuerst die Welle oder die Feder nachgibt kann ich nicht sagen, ich denke aber nicht das ein Fokusmotor das packt. Da wird ehr ein Nylon oder Messing Zahnrad im Motor den Geist aufgegeben.

cs Alex
 
Wenn die Spindel nach außen am Anschlag ist könnte schlimmstenfalls das ganze System nicht mehr greifen, dann müsste man es auseinander bauen.
Das hatte ich befürchtet und es war auch ein weiteres Argument gegen den Spindelmotorfokus und für den OAZ. Es sein denn, so ein Spindelmotorfokus hat einen auch über den Ausschaltmoment zuverlässigen Positionszähler. Für den OAZ hätte es gereicht, das Ende der Spindel für die Grobeinstellung zu "erfühlt".

Allerdings habe ich leider inzwischen auch ein Gegenargument zum OAZ gefunden. Bei einem MAK90 habe ich auch eine flache Rückseite. Das flache Design verbiegt sich bei Belastung sichtbar, weshalb ich die Nutzung vorläufig aufgegeben hatte. Das ältere 11"SC ist ebenso flach, hat also nicht die stabilisierende Struktur der neuen SC Versionen an der Rückseite. Wenn ich die Masse eines OAZ und den dazukommenden Hebel betrachte, könnte sich das bei horizontnaher Beobachtung aus der optischen Achse biegen. Damit wäre es wohl geboten, alternativ auch Erfahrungen zur Fotografie mit Spindelmotorfokus einzusammeln.

CS
thomas314
 
Das wird kein Problem sein. Das Blendrohr und der Spiegel sind wesentlich schwerer als jeder OAZ mit Beladung und “hängt” ja ebenfalls an der Rückwand bzw. dem hinteren Teil des Tubus. Das ist bei allen nicht nur die Rückwand, sondern immer eine Art Schale, meistens aus Druckguss Alu. Die gerippte Form ist ehr zur Gewichtsersparnis.
Das Argument für die Fokussierung über den Spiegel ist viel mehr: wo ist die beste Position des Spiegels? Passt das mit einem OAZ noch oder nicht. Ein SC hat wie jede andere Optik ein bestimmtes optisches Design, der ideale Abstand zwischen Schmidtplatte und Spiegel ist fix. Wenn zum Fokussieren dieser Abstand verändert wird, verschlechtert sich auch die Abbildung. Wie ich ja aber schon geschrieben hatte, bin ich wie wohl 99% der SC Nutzer, nie dazu gekommen den besten Abstand zu ermitteln. Es gibt eben einen Bereich in dem der Verlust begrenzt ist und das ist den meisten SC Nutzern gut genug. Außerdem verschwindet ohnehin so viel von der möglichen Leistung der SC in anderen Kompromissen, dass es viele garnicht merken, wenn die Koma 5 Prozent zu oder abnimmt. Auf Fotos kann man das aber eben schon sehen.
Zum Thema SCs optimieren und wie die Dinger überhaupt aufgebaut sind gibts aber auch schon unzählige threads.
Hier gibts dazu einiges zu lesen:
Ich hatte den netten Herrn damals auch um Rat gefragt wegen meines Umbaus und er hat mir sehr geholfen.
Oder hier: Instrumente – IAU Observatory C87
Oder an tausend anderen Stellen im Netz.

Mein 14er ACF war nach dem Umbau zwar soweit optimiert, dass die eigentlich hochwertige Optik zu Geltung kommen konnte aber dafür auch über 35kg schwer.
Irgendeinen Grund wird es wohl haben, dass ein wirklich gutes Gerät wie z.b. ein APM oder AP oder TEC Maksutov “ein bisschen” mehr kostet als ein gleich großes SC von der Stange.

Es gibt aber auch handfeste Vorteile, ein C11 ist super leicht und kompakt für die Öffnung, entsprechend kostengünstig montiert und man kann von hinten rein schauen.
Mir ist der Aufwand und das Frustrationspotential für Astrofotografie durch ein SC von der Stange viel zu hoch. Durch Erfahrung. Ich denke so sind auch die Empfehlungen mit dem kleineren APO zu verstehen. Das kann man anders sehen und anders machen, es gibt genügend Beispiele im Netz.

cs Alex
 
Hallo Feunde
Das Argument für die Fokussierung über den Spiegel ist viel mehr: wo ist die beste Position des Spiegels? Passt das mit einem OAZ noch oder nicht. Ein SC hat wie jede andere Optik ein bestimmtes optisches Design, der ideale Abstand zwischen Schmidtplatte und Spiegel ist fix. Wenn zum Fokussieren dieser Abstand verändert wird, verschlechtert sich auch die Abbildung. Wie ich ja aber schon geschrieben hatte, bin ich wie wohl 99% der SC Nutzer, nie dazu gekommen den besten Abstand zu ermitteln.
Die ideale Bildlage für SC-Optiken von Celestron kann man hier nachlesen unter Fragen und Antworten zum Produkt: "Gibt es einen idealen Arbeitsabstand für die Celestron Schmidt-Cassegrains". Sie liegt je nach Model bei 127-139mm. ( 5" = 127mm )

Für die EdgeHD-Optiken je nach Model bei 133,35-146,05mm. Siehe Seite26.

Der Meade-Zenitspiegel hat einen Lichtweg von ca. 128mm. Dem entsprechend dürfte bei den Meade-Optiken die optimale Bildlage in etwa bei 128mm liegen.

Gruß Peter
 
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