Berechnung der Grösse des Fangspiegels

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mathiasaumayr

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Hi Leute

Ich habe jetzt 2 Selbstbauprojekte am Laufen, einmal 150/f8 Planetennewton und einmal 200/f6 Allrounddobson.

Jetzt interessiert mich wie ich die Grösse des Fangspiegels berechnen kann und welche Grössen notwendig sind.

Für den f8 Newton habe ich mich beraten lassen -> da hab ich schon einen Fangspiegel mit 21mm Breite.
Soll ja angeblich ein kleines zu 100% ausgeleuchtetes Feld genügen.

Beim 200/f6 Selbstbau Dobson möchte ich mit 2" Okularen nicht "beengt" werden.
Jetzt ist meine Frage wie groß muss das ausgeleuchtete Feld sein damit ich visuell keine Helligkeitsabnahme sehe und auch im Gesichtsfeld nicht "abgeschnitten" werde.

Bei beiden Geräten gilt: primär gehts nur um visuelle Beobachtung, max. Webcam Verwendung, also brauchts kein fotographisch ausgeleuchtetes Bild.

Ich möchte die Obstruktion gering halten, beim Planetennewton so klein wie möglich, beim Dobson so klein wie nötig.

Für Vorschläge, Hinweise, Links, wilde Formeln, Erfahrungsberichte ... etc <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> bin ich dankbar!!!

lg

Mathias
 
Hallo!

Allgemein wird wohl gesagt, dass visuell bei 1.25" 10mm und bei 2" 15mm 100% ausgeleuchtetes Feld genügen.

Die Bildfeldausleuchtung lässt sich hervorragend mit MYNEWTON berechnen. Einfach verschiedene FS-Größen eingeben und sehen, was raus kommt. Ich habe bei meinem 6" f/8 einen 36mm FS gewählt, weil ich damit auch 2" nutzen möchte.


Gruß Harald
 
Hi Harald

Danke.

MyNewton kenne ich, wusste nur nicht wie gross das ausgeleuchtete Feld sein muss.

Wie kommt man auf diese Werte? Erfahrung?

lg

Mathias
 
hallo mathias,

für den 6"f8 planetennewton kannst du ohne probleme auf eine
obstruktion von 15% runtergehen. ausleuchtungsprobleme mit
1.25%-okularen gibts da noch keine und für objekte die so
groß sind, daß du am rand eines 32mm plössls noch mehr als
etwa 50% ausleuchtung brauchst, hast du sowieso ein anderes
gerät (zb. den 150/750). ein niedrigbauender okularauszug
ist dann nocht notwendig, blenden im tubusinneren und
eine aktive belüftung des tubus. dann hast du bei entsprechender
spiegelqualität ein praktisch perfektes planetengerät.

beim 8"er würde ich den fs so ansetzen, daß 2"-okulare mit
maximalem gesichtsfeld am rand noch zu 75% ausgeleuchtet werden.
da wird eine obstruktion um die 25% rauskommen (grob geschätzt).

tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Mathias,

21 mm Fangspiegel für ein 6" f/8 halte ich für deutlich zu klein. Ziehe mal noch die Fase ab, dann bleiben vielleicht noch 19-20 mm übrig. Desweiteren haben auch Fangspiegel gerne abgesunkene Kanten (durch das einpflügen der Pechhaut über die Kante), wodurch die Nettogröße der fehlerfreien Fläche noch weiter schrumft. Außerdem sollte man die Justiertolenzen berücksichtigen, den Fangspiegle kriegt man ja nicht immer gaaaanz genau in die optische Mitte.

Ich wende für visuelle Anwendung folgende Faustregeln an, die beide erfüllt sein müssen:
- zu 100% ausgeleuchtetes Bildfeld von 6-15 mm Mehr schadet nichts, bei weniger wird die Luft schnell dünn.
- Ausleuchtung am Rand des weitlinkeligsten Okulars, das man verwenden will, von mindestens 75%

Siehe auch meinen aktuellen Beitrag und Berechnungsdatei im Astrotreff
 
Hallo Matthias,

meiner Ansicht sollte ein Planetenfernrohr zumindest folgende vier Punkte bieten:

1. das Beobachten mit beiden Augen (z.B. mit Binoansatz) - die 100%-Ausleuchtung braucht aus eigener Erfahrung nur 3mm betragen - siehe http://zellix.bei.t-online.de/binoansatz.htm
2. eine geeignete parallaktische Montierung (das Geschubse mit dem Dobson bei hoher Vergrößerung hat schon so manchen Planetenbeobachter bald genervt) - dann genügen auch einfach aufgebaute orthoskopische Okulare
3. ein bequemer Beobachtungsstuhl
4. ein richtig (!) angebrachter Lüfter, um das Tubusseeing möglichst gering zu halten

es gäbe natürlich noch etliches mehr über ein gutes Planetenfernrohr zu erzählen oder zu diskutieren z.B. wie ein möglichst hoher Kontrast erreicht wird...

Freundliche Grüße, Herbert Zellhuber
Fachgruppe Amateurteleskope/Selbstbau
 
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