Hi Rene,
zunächst würde ich einfach sagen, daß der Helligkeitsgewinn zwischen einem Nachthimmel mit 5,0mag bzw. 6,5mag genau 1,5 Größenklassen beträgt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Ist doch nicht falsch, oder ?
Mit der von Martin genannten Formel wird man zu ähnlichen Ergebnissen gelangen.
Die Bestimmung der Grenzgröße Deines Teleskopes ist für die Wahrnehmungsmöglichkeiten flächenhafter Deep-Sky Objekte wenig aussagekräftig.
Entscheidend ist, wie Sven schon beschrieben hat, die Flächenhelligkeit ( FH ) des Objektes und der Kontrast zum Himmelshintergrund. Die FH des Objektes muß sich von der Flächenhelligkeit des Himmelshintergrundes abheben. Je dunkler der Nachthimmel, desto größer ist der Kontrastgewinn.
Wie man nun diesen Kontrastgewinn in Abhängigkeit von der FH des Objektes, der Grenzgröße, der Öffnung und der AP mathematisch ausrechnet, weiß ich leider auch nicht.
Es gibt aber eine Software die das kann: Eye&Telescope von Thomas "Tom" Pfleger. Damit kann man recht einfach bestimmen, ob man ein bestimmtes Objekt noch sehen kann oder nicht.
Lesenswert in diesem Zusammenhang ist Ronald Stoyan, DeepSky Reiseführer, 3.Aufl, S.25. Beschreibt diese Zusammenhänge ganz gut.
Dabei zeigt sich, daß bereits eine Verbesserung der Grenzgöße von 0,5mag eine spürbare Kontraststeigerung zur Folge hat.
1,0mag mehr Grenzgröße kann u.U. wesentlich mehr erbringen als eine Steigerung der Öffnung um 150mm ( vgl. Stoyan, a.a.O ).
Mit freundlichen Grüßen
cs
Shorty