Berechnung v. Vergrößerung beim Skywatcher ed 80

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remiehnops

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Hallo liebe Sterngucker,

wird die Vergrößerung bei ED 80 genauso berechnet wie bei einem Reflektor z.B.: Brennweite des Teleskops : Brennweite des Okulars. Das bedeutet beim Skywatcher Brennweite 600 mm und einem Okular mit 42mm Brennweite, ist die Vergrößerung nur 14 fach .
Ist das so richtig ?

Spielt beim Okularkauf auch die Lichtstärke meines Teleskops eine Rolle ? Muß man da etwas beachten ? Beim Skywatcher beträgt sie 1:7,5.

Kann mich da mal jemand aufklären ?

Vielen Dank
Horst
 
Hi Horst,

die Formel ist für alle Teleskoptypen richtig.

Mit Okularen kenne ich mich nicht aus. Dafür gibt's hier aber sehr erfahrene Okulartester und Berater (auch in Personalunion). Die werden sich schon melden.

Wichtig ist auf jeden Fall die RANDSCHÄRFE bei den Okularen! Billige Okulare kommen mit f/7,5 meist noch gut zurecht während sie bei f/5 nicht mehr RANDSCHARF sind. Es gibt aber auch teure Okulare, die bei f/5 nicht RANDSCHARF abbilden. Also obacht!!!
 
Re: Berechnung v. Vergrößerung beim Skywatcher ed

Hallo Horst,

es gibt einen ganzen Stapel Bedingungen zu beachten, um sein Wunschokular zu finden. Weil das jeder ganz indiviuell gewichtet, kommen auch ganz unterschiedliche "Traumokulare" dabei heraus.

Aber zu Deinen konkreten Fragen: Jepp, die Formel geht genauso. Na, das steht ja schon da. Und ja, das Öffnungsverhältnis ("Lichtstärke") solltest Du beachten.
Zunächst mal ist das entscheidend für die Okularbrennweiten, die überhaupt in Frage kommen.
Und zwar gibt es da den Begriff Austrittspupille, abgekürzt AP. Grob gesagt ist das der Durchmesser des Lichtbündels, der aus dem Okular herauskommt. Dieses Lichtbündel muss durch die Iris Deines Auges passen und es wird mit geringerer Vergrößerung dicker. Genauer steht das alles hier: http://www.svenwienstein.de/HTML/thema_ap.html

Für Dein Gerät mit 80mm Öffnung ist also die Minimalvergrößerung etwa 11x und die Maximalvergrößerung bewegt sich je nach Objekt zwischen 115x (Jupiter) und 160x (Mond, Saturn), für Doppelsterne geht's wohl auch mal bis 200x rauf, wenn man das will.
Dazu sollten Deine Okulare passen.

Mit f/7,5 ist Dein Gerät noch recht genügsam, was Okulare angeht. Die meisten Okulare, auch Weitwinkel, machen eine gute Figur und zeigen perfekte Schärfe bis zum Rand, oder sie lassen am Rand nur wenig nach. Klar gibt's auch Ausnahmen.

Weiterhin solltest Du auf den Augenabstand des Okulares achten. Manche Okulare haben z.B. 20mm Augenabstand, was so groß ist, das man sogar mit Brille bequem beobachten kann. Hinweis: Eine Brille muss am Teleskop nur tragen, wer einen starken Astigmatismus (=Hornhautverkrümmung=Zylinder) hat. Das macht sich mit schwächerer Vergrößerung umso stärker bemerkbar, so dass Betroffene die Brille vielleicht nur bei ganz schwachen Vergrößerungen brauchen - man bemerkt das an "eirigen" Sternen.
Schließlich sollte man sich überlegen, was man mit einem gewünschten Okular beobachten will, ob zum Beispiel nur Planeten oder eher Deepsky, ob man ein Weitwinkel-Gesichtsfeld will, oder ob man das gar nicht möchte. Thema Weitwinkel: http://www.svenwienstein.de/HTML/weitwinkel.html
Braucht man kein Weitwinkel,ist einem oft auch die Randschärfe wurscht, über die Osho gerade ablästert, was der Sache wenig dienlich ist, oder?

Dann wäre noch die Anmerkung angebracht, dass immer wieder mal der "Verdacht" aufkommt, Okulare mit 2 Zoll Durchmesser würden ein helleres Bild zeigen oder generell bessere Qualität haben. Das ist nicht so, und man kann hier nachlesen, wo der Sinn dieser Teile steckt: http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare1.html#Gesichtsfelder

Clear Skies
Sven
 
Re: Berechnung v. Vergrößerung beim Skywatcher ed

Hi Sven, hi "Osho",

leider hat sich osho nicht mit Namen verabschiedet, deshalb diese unpersönliche Anrede. Ich danke Euch für die Tips. Von Sven habe ich mir die angesprochenen Seiten angesehen und ausgedruckt. Ich werde mir diese heute Abend zu Gemüte führen.

Nochmals vielen Dank
Horst
 
Re: Berechnung v. Vergrößerung beim Skywatcher ed

Hallo Horst,

ich möchte noch anfügen, daqß man bei der Auswahl durchaus das Okulardesign bedenken kann. Jeder 'Name' eines Okulars steht für sein Design, welche und wieviele Linsen verbaut wurden. Man kann zwar sagen, daß mit zunehmender Linsenanzahl auch die Abbildungsqualität steigt, jedoch auf Kosten von Lichtverlusten, denn jeder Durchgang durch ein optisches Element fordert seinen Tribut, also Lichtverlust.

So habe ich mir vor Jahren ein gebrauchtes LVW 8mm zugelegt, für beien damaligen 114/900 Newton. Das Okular hat dieses Teleskop natürlich in Punkto Bildqualität 'gefressen' will heissen, man wurde mit einem Spitzenbild über das gesamte Feld belohnt, jedoch und leider sehr dunkel.

Bleiben wir einen Moment beim LVW 8mm, denn gerade dieses Okular konnte seinen Sinn und Zweck dann entfalten, als ich später ein Teleskop mit größerer Öffnung und höherem Öffnungsverhältnis hatte, einen f/5.

Was ich damit sagen will, du könntest locker an Deinem ED80 mit Plössls und Szperplössls auch preisgünstiger Kategorie glücklich werden. Wenn aber fraglich ist oder gar der Drang irgendwann ein größeres Teleskop anzuschaffen wäre die Tendenz, Okulare anzuschaffen, die auch die Zukunft abdecken, obwohl die zunächst teurer sind als unbedingt benötigt, am Ende doch die preisgünstigere Variante.

Das ist das, was ich auch aus Svens Ausführungen immer wieder herauslese, zumal er bei einem recht hohen Prozentsatz recht hat, wer als Einsteiger ein xyz Teleskop hat, was auch immer für eins, wird irgendwann ein größeres haben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Und dann wärs nicht schlecht, wenn 'nur' das Teleskop Geld kostet und nicht noch die passenden Okulare dafür.

Es dpräche aber nichts dagegen für den ED80 ein, zwei orthoskopische Okulare, also einfachere Bauart für die Planetenbeobachtung dazu zu nehmen.
 
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